Der Bote

(gekürzte Lesung)

(9)
Nach dem internationalen Bestseller Der Hirte der neue Thriller von Ingar Johnsrud

In einer Villa in einem reichen Vorort Oslos wird die Leiche eines kürzlich verstorbenen Mannes gefunden. Von der Bewohnerin des Hauses, einer alten Witwe, fehlt jede Spur. Der Tote wird als ihr Sohn identifiziert – der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben kam. Kurz darauf entdeckt man in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Stadt eine zweite Leiche. Der Körper des unbekannten Mannes weist schwere Folterspuren auf. Hauptkommissar Fredrik Beier glaubt an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen, doch irgendjemand scheint verhindern zu wollen, dass diese ans Licht kommt – Akten werden gesperrt, Beweismittel verschwinden …

Spannend und mitreißend gelesen von Dietmar Wunder
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Dietmar Wunder
Erscheinungsdatum 14.05.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783837139297
Verlag Random House Audio
Spieldauer 766 Minuten
Format & Qualität MP3, 765 Minuten, 595.56 MB
Verkaufsrang 113
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„Spannend, aber doch sehr komplex“

Nour Piel, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Nach dem tollen ersten Teil "Der Hirte" bin ich mit einer vielleicht zu hohen Erwartung an diesen Band herangegangen. Man hat auf jeden Fall einen schönen brutalen und düsteren nordischen Thriller mit einem teilweise doch sehr komplexem aber äußert spannendem Plot. Leider wird es durch die Komplexität des ganzen Buches ein wenig schwer zu lesen. Nach dem tollen ersten Teil "Der Hirte" bin ich mit einer vielleicht zu hohen Erwartung an diesen Band herangegangen. Man hat auf jeden Fall einen schönen brutalen und düsteren nordischen Thriller mit einem teilweise doch sehr komplexem aber äußert spannendem Plot. Leider wird es durch die Komplexität des ganzen Buches ein wenig schwer zu lesen.

Ingeborg Hense, Thalia-Buchhandlung Soest

Morde mit politischem Hintergrund, Intrigen innerhalb des Ermittlungsteams, ein typischer nordischer Krimi. Nicht immer leicht zu lesen. Empfehlenswert, mit dem ersten Teil anzufangen Morde mit politischem Hintergrund, Intrigen innerhalb des Ermittlungsteams, ein typischer nordischer Krimi. Nicht immer leicht zu lesen. Empfehlenswert, mit dem ersten Teil anzufangen

„"Hauptkommissar Fredrik Beier brach nicht zusammen, viel schlimmer, er weinte..."“

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Der Liebhaber von skandinavischen Krimis ist ja so einiges gewöhnt, was ausgebrannte, depressive, alkoholsüchtige oder sonstwie beschädigte Hauptfiguren betrifft - aber was Ingar Johnsrud hier auffährt, ist schon heftig!

Aber von Anfang an: "Der Hirte" war ein äußerst gelungener Erstling, der Plot stimmte, die Hauptfiguren auch, eine gelungene Mischung aus starker Story und Politik und Gesellschaftskritik.
Und jetzt also der Nachfolger, "Der Bote". Kommissar Beiers Privatleben hat sich nicht gebessert, er leidet nach wie vor, verständlicherweise, unter dem Tod seines Sohnes, trinkt zuviel, nimmt zuviel Tabletten, wird irgendwann auf offener Straße ohnmächtig, ein Suizidversuch in Anwesenheit seines Freundes und Kollegen Andreas?

Dazu diese merkwürdigen Todesfälle, das ein oder andere Opfer ist angeblich seit Jahren tot... Im Laufe der Ermittlungen deutet alles auf eine geheime norwegische Militäroperation Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in Russland hin, Beier wechselt zwischen Ermittlung, Zusammenbruch und diversen Tötungen im Dienst, dazu eine ordentliche Portion korrupter Politiker, und erneut die Möglichkeit eines Anschlags mit Pockenviren, wie schon im "Hirten"...

Das Alles ist ein ganz klein wenig zuviel: Die einzelnen Erzählstränge sind gut, auch spannend, aber es ist bei diesem Buch wie bei dem uralten Witz:
"Erdbeeren sind so lecker! Saurer Hering ist so lecker! Wie gut müssen erst Erdbeeren mit Hering schmecken?"
Der Liebhaber von skandinavischen Krimis ist ja so einiges gewöhnt, was ausgebrannte, depressive, alkoholsüchtige oder sonstwie beschädigte Hauptfiguren betrifft - aber was Ingar Johnsrud hier auffährt, ist schon heftig!

Aber von Anfang an: "Der Hirte" war ein äußerst gelungener Erstling, der Plot stimmte, die Hauptfiguren auch, eine gelungene Mischung aus starker Story und Politik und Gesellschaftskritik.
Und jetzt also der Nachfolger, "Der Bote". Kommissar Beiers Privatleben hat sich nicht gebessert, er leidet nach wie vor, verständlicherweise, unter dem Tod seines Sohnes, trinkt zuviel, nimmt zuviel Tabletten, wird irgendwann auf offener Straße ohnmächtig, ein Suizidversuch in Anwesenheit seines Freundes und Kollegen Andreas?

Dazu diese merkwürdigen Todesfälle, das ein oder andere Opfer ist angeblich seit Jahren tot... Im Laufe der Ermittlungen deutet alles auf eine geheime norwegische Militäroperation Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in Russland hin, Beier wechselt zwischen Ermittlung, Zusammenbruch und diversen Tötungen im Dienst, dazu eine ordentliche Portion korrupter Politiker, und erneut die Möglichkeit eines Anschlags mit Pockenviren, wie schon im "Hirten"...

Das Alles ist ein ganz klein wenig zuviel: Die einzelnen Erzählstränge sind gut, auch spannend, aber es ist bei diesem Buch wie bei dem uralten Witz:
"Erdbeeren sind so lecker! Saurer Hering ist so lecker! Wie gut müssen erst Erdbeeren mit Hering schmecken?"

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
3
2
3
1
0

Ein Ende mit Schrecken
von Krimisofa[dot]com am 10.07.2018
Bewertet: Paperback

Manche Bücher bleiben einem nachhaltig im Gedächtnis, manchmal sogar, wenn man sie gar nicht so gut fand. Und das ist ein besonderes Qualitätsmerkmal. Mir erging es so mit ?Der Hirte?, dem ersten von drei Teilen der Fredrik-Beier-Reihe. Ich fand ihn nicht sonderlich gut und habe ihn dementsprechend bewertet. Aber... Manche Bücher bleiben einem nachhaltig im Gedächtnis, manchmal sogar, wenn man sie gar nicht so gut fand. Und das ist ein besonderes Qualitätsmerkmal. Mir erging es so mit ?Der Hirte?, dem ersten von drei Teilen der Fredrik-Beier-Reihe. Ich fand ihn nicht sonderlich gut und habe ihn dementsprechend bewertet. Aber doch blieb etwas Positives im Gedächtnis ? die Charaktere, die Stimmung und dieser außergewöhnliche Schreibstil mit dem ich zeitweise ziemlich überfordert war. Das waren die Gründe, warum ich mir den zweiten Teil - ?Der Bote? - jetzt dann doch vornahm. Fredrik Beier kommt gerade aus dem Krankenhaus. Er wollte sich umbringen, warum, weiß er nicht, er hat die Erinnerung daran verloren. Er nahm eine Überdosis Schmerzmittel und spülte sie mit Alkohol hinunter, danach legte er sich vors Haus seiner Ex-Frau Alice. Er hat überlebt ? sein Privatleben nicht. So ziemlich alle sind sauer auf ihn, vor allem seine Lebensgefährtin Bettina, die überhaupt nicht verstehen kann, warum er das getan hat, aber noch weniger, warum er sich ausgerechnet vor das Haus seiner Ex gelegt hat. Sein Sohn Jacob verkriecht sich indes in seinem Zimmer und spielt Brahms auf seiner Bratsche. Aber Life goes on, die Kriminellen nehmen keine Rücksicht auf ihn und so verkriecht sich Beier in seinen Beruf als Mordermittler. Kafa Iqbal, seiner Kollegin, geht er seit der Explosion auf Solro allerdings aus dem Weg. Doch nun müssen sie wieder an einem Strang ziehen, denn die Leiche aus der Kanalisation, die er und sein Kollege Andreas Figueras gefunden haben, hängt unmittelbar mit jener Leiche, die Kafa gefunden hat, zusammen. Ich habe mich tatsächlich auf ?Der Bote? gefreut, das hätte ich nach ?Der Hirte? nicht gedacht. Aber man ist direkt wieder drin, der Schreibstil ist ? zumindest zunächst ? flott und packend ? es war für mich wie heimkommen. Alles ist am richtigen Platz, oder auf einem vier besseren, und diese angenehme Schwere fand ich auch wieder vor. Mit einem schwerst depressiven Fredrik Beier, bei dem man sich fragen kann, warum er in seinem Job überhaupt eine Waffe tragen darf. Und Kafa, die orientalische Schönheit, die mit ihrer toughen Art den ein oder anderen männlichen Kollegen alt aussehen lässt. Sowie Andreas, der diesmal als besonderer Kotzbrocken auftritt ? aber diese Meinung teile ich mit einigen anderen. ?Der Bote? spielt anderthalb Jahre nach ?Der Hirte? und ist wesentlich politischer als sein Vorgänger, vor allem militärpolitischer. Was den Aufbau betrifft sieht die Geschichte genau so aus wie der erste Teil der Trilogie. Wir haben kurze, knackige Kapitel und zwischendurch immer wieder Rückblenden ? die Rückblenden führen uns diesmal aber nicht so weit in die Vergangenheit. Auch diesmal haben mich die Rückblenden eher überfordert, weil man anfangs so gar nicht einschätzen kann, wie diese zum Rest der Geschichte passen ? aber natürlich wird am Ende alles immer klarer. Johnsrud macht auch diesmal wieder einige Fässer auf, behandelt einige Themen ? Religion, Militär, Politik, Geschichte und etliche andere ?, aber diesmal werden sie wesentlich stimmiger behandelt als im ?Hirten? ? zumindest wirkt es so. Und die Atmosphäre gefällt mir noch besser als bei Teil eins, die hat mich sehr an die US-Serie ?The Americans? erinnert, die in der Zeit des Kalten Krieges spielt ? und genau dieses Thema spielt in ?Der Bote? eine Hauptrolle. Sonst habe ich diesmal aber keinerlei Anleihen an diversen Serien entdeckt. Vor allem das Ende ließ mich mit offenem Mund zurück ? das wird definitiv noch eine Rolle spielen und ist für mich ein Grund, den dritten Teil auch zu lesen. Ich freue mich. Was mir dennoch abermals Kopfzerbrechen bereitet hat, war diese verworrene Konstruktion der Geschichte, die es mir nicht immer einfach gemacht hat, alles nachzuvollziehen. Aber das gehört offenbar zu Johnsruds Schreibstil und macht ihn vermutlich so erfolgreich ? zumindest in seiner Heimat Norwegen. Bei den Figuren hätte er allerdings etwas präziser sein können was deren Profil betrifft ? vor allem bei den Rückblenden habe ich ein paar Charaktere verwechselt bzw. bin ich erst gegen Ende  darauf gekommen, dass das zwei unterschiedliche sind. Tl;dr: ?Der Bote? von Ingar Johnsrud ist ein facetten- und themenreicher Thriller, der diesmal für meine Begriffe wesentlich stimmiger ist als dessen Vorgänger. Die Charaktere entwickeln sich weiter und Johnsrud sorgt mit der schweren Stimmung und einer Kalter-Krieg-Atmospäre dafür, dass man sich in dem Buch wohlfühlt ? wenn man es gerne so hat.

Reichlich Stoff für alle Beteiligten
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 29.06.2018
Bewertet: Paperback

Der Plot an sich ist spannend, wenn man sich auch etwas konzentrieren muss, in den Rückblenden und unklaren Geheimdienstaktivitäten nicht den Überblick zu verlieren. Die Charaktere der beiden Hauptermittler waren für meinen Geschmack gar zu klischeehaft und dadurch eine Spur übertrieben dargestellt. Es leuchtet mir ein, dass Polizeiarbeit anstrengend... Der Plot an sich ist spannend, wenn man sich auch etwas konzentrieren muss, in den Rückblenden und unklaren Geheimdienstaktivitäten nicht den Überblick zu verlieren. Die Charaktere der beiden Hauptermittler waren für meinen Geschmack gar zu klischeehaft und dadurch eine Spur übertrieben dargestellt. Es leuchtet mir ein, dass Polizeiarbeit anstrengend und sehr fordernd ist, aber zumindest die dramaturgisch dargestellten Polizisten scheinen allzu oft sämtlichen körperlich und psychisch schädlichen Lastern verfallen zu sein. An diesem Eindruck und seinem Nervpotential trägt der Autor nicht allein die Schuld, vielleicht hatte ich mir nur dieses eine Mal etwas anders gestrickte Protagonisten erhofft. Fazit: Insgesamt wirkt das Buch sehr komplex und fast überfrachtet, was einiges an Konzentration erforderte. Die Ermittler waren mir nicht sonderlich sympathisch und nervten stellenweise sogar. Der 1. Teil hat insgesamt deutlich bessere Bewertungen und ich werde diesem eine Chance geben, bevor ich Johnsrud ad acta lege.

Ein gut zu lesender Thriller für zwischendurch mit ganz vielen Schatten, die weit zurückreichen
von Schurken.blog aus Österreich am 24.06.2018
Bewertet: Paperback

Die Schatten der Kommissare Fredrik Beier ist zwischendurch mehr tot als lebendig. Medikamente und Alkohol sorgen immer wieder mal für Filmrisse. Das bleibt natürlich nicht verborgen, sein Sohn und seine Lebensgefährtin fürchten Selbstmordabsichten, seine Kollegen halten ihn zwischendurch für unzurechnungsfähig. Natürlich ist er beziehungsunfähig, was sonst. Und natürlich hält er... Die Schatten der Kommissare Fredrik Beier ist zwischendurch mehr tot als lebendig. Medikamente und Alkohol sorgen immer wieder mal für Filmrisse. Das bleibt natürlich nicht verborgen, sein Sohn und seine Lebensgefährtin fürchten Selbstmordabsichten, seine Kollegen halten ihn zwischendurch für unzurechnungsfähig. Natürlich ist er beziehungsunfähig, was sonst. Und natürlich hält er sich nicht immer an die Vorgaben seiner Vorgesetzten. Auch seine Kollegin Kafa Iqbal hat so ihre Geheimnisse. Blaue Flecken und Striemen in der Halsgegend sorgen für Verdachtsmomente. Tja, die Osloer Polizei hat wohl ein Händchen für Kommissare, die lange Schatten werfen. Die längeren Schatten der Opfer Noch längere Schatten werfen aber die zwei Leichen, die gefunden werden. Im Haus einer Witwe, die selbst verschwunden ist, wird die Leiche eines Mannes gefunden, der eigentlich schon seit 20 Jahren tot sein müsste. In einem Abwasserschacht wird eine männliche Leiche gefunden, die massive Folterspuren aufweist. Beide Leichen verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die in die Zeit nach dem Fall der Sowjetunion zurückreicht. Und natürlich bleibt da der Geheimdienst nicht fern, denn damals wurde mit biologischen Waffen experimentiert und dadurch ist die nationale Sicherheit betroffen. Gut zu lesen, aber überfrachtet und vollgepackt Der Thriller liest sich gut, denn als Leser tappt man lange im Dunkeln und weiß nicht so recht, wo die Reise hinführt. Auch die Probleme, die sich die Kommissare teils selbst einfangen, spitzt die Lage immer wieder zu. Geheimnisvoll sind auch die Rückblicke in den Kalten Krieg, eine Militäraktion, von der man nicht weiß, ob sie mit dem Fall unmittelbar zu tun hat oder nur Hintergründe beleuchten soll. Auch die Hauptfigur Fredrik Beier hat nun zwar - wie für versierte Krimileser üblich - seine Schandflecken wie Alkohol, Medikamente, Beziehungsunfähigkeit,... - aber Johnsrud hat Beier ganz gut umgesetzt. Nicht übertrieben, aber doch auch nicht nebensächlich schränkt sich der Kommissar selbst ein. Ganz verzwickt hingegen ist der Fall gestrickt. Der wirkt sehr überfrachtet, denn bei dem kommt alles zusammen. Folter, Tötung, Entführung, der Geheimdienst mischt mit, der Fall wirkt grenzübergreifend, da er sehr weit in die Vergangenheit führt, Rache fehlt nicht, Schuld, usw. Dadurch wird die Story natürlich spannend, weil man als Leser nicht weiß, wo der Faden hinführt, wirkt aber am Ende doch überfrachtet und etwas zu voll gepackt. Insgesamt ist es für mich ein Thriller, wie man ihn als Leser erwartet. Im Grunde kann man nichts falsch machen, er liest sich gut, aber er überrascht auch nicht sonderlich. Was die Reihe aber sicherlich interessant macht, ist die Charakterweiterentwicklung der Hauptfigur Beier. Denn wer so Schatten sammelt, droht von ihnen irgendwann verschluckt zu werden. Ein Thriller für zwischendurch, der gut und rätselhaft zu lesen ist.