Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Roman

(52)
Rezension
"Alex Capus hat ein eigenes Genre geschaffen, das ihm wie ein perfekt geschnittener Anzug passt und steht: einen historischen Roman, der ... leicht und elegant durch das Terrain der Vergangenheit pflügt, sein eigenes Tun dabei stets bewusst hält, reflektiert und gelegentlich auch ironisch beleuchtet." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 27.07.13

"Sein Roman hat den Charme alter Postkarten, auf denen schon die Farben Patinaglück erzeugen und den Betrachter dorthin versetzen, wo er nie war, wo er sich aber merkwürdig vertraut und heimisch fühlt wie in einer Art kollektiver Kindheit." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 27.07.13

"Wenn also Unterhaltung - dann lieber gleich so!" Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 27.01.14

"Die Emotion hinter der intensiven Sprache trifft den Leser mit voller Wucht." Christine Westermann, WDR2.de, 30.09.13
Portrait
Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete während und nach seinem Studium als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und bei der Schweizer Depeschenagentur. 1994 veröffentlichte Alex Capus seinen ersten Erzählband, dem seitdem neun weitere Bücher mit Kurzgeschichten, historischen Reportagen und Romanen folgten. Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt; für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. Daneben hat Capus auch als kongenialer Übersetzer von Romanen des US-amerikanischen Autors John Fante gewirkt. Alex Capus lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Olten/Schweiz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 281
Erscheinungsdatum 29.07.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24327-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/2,8 cm
Gewicht 422 g
Auflage 7
Verkaufsrang 45.987
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„Interessante Lebenswege“

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Der neue Roman von Alex Capus nimmt den Leser mit an den Anfang des 20.Jahrhunderts. Drei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begleitet der Leser auf ihrem Lebensweg: Felix Bloch, Laura d’Oriano und Emile Gilliéron. Vielleicht sind sie sich sogar unbewusst alle einmal am Züricher Hauptbahnhof im Jahr 1924 begegnet, wir wissen es nicht. Emile Gilliéron reiste zunächst mit Schliemann nach Troja und wurde dort zum größten Kunstfälscher aller Zeiten – zunächst wider Willen später ganz bewusst, in dem er Reproduktionen von Kunstwerken herstellte und diese gewinnbringend verkaufte. Dann ist da noch Laura D’Oriano – Sängerin wollte sie werden und endetet tragisch als Spionin der Alliierten in Rom – die einzige Frau, die in Italien nach dem Urteil eines Militärgerichtes hingerichtet wurde. Felix Bloch der 1933 in die USA flüchtet und beim Bau der Atombombe hilft, dann aber noch den Absprung findet und nach dem Krieg weiter in der Neutronenforschung arbeitet und so die Magnetresonanztherapie zum Wohle des Menschen mit begründet hat. Alex Capus lässt uns Teil haben am Schicksal dieser drei, deren Biografien nicht verwoben sind, aber deren Leben geprägt ist von Höhen und Tiefen und die alle irgendwann vor der Entscheidung stehen – wie soll es weitergehen. Alex Capus hat die Lebensläufe exakt recherchiert und zu einem zeitgeschichtlichen, gut zu lesenden Roman verwoben. Der neue Roman von Alex Capus nimmt den Leser mit an den Anfang des 20.Jahrhunderts. Drei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begleitet der Leser auf ihrem Lebensweg: Felix Bloch, Laura d’Oriano und Emile Gilliéron. Vielleicht sind sie sich sogar unbewusst alle einmal am Züricher Hauptbahnhof im Jahr 1924 begegnet, wir wissen es nicht. Emile Gilliéron reiste zunächst mit Schliemann nach Troja und wurde dort zum größten Kunstfälscher aller Zeiten – zunächst wider Willen später ganz bewusst, in dem er Reproduktionen von Kunstwerken herstellte und diese gewinnbringend verkaufte. Dann ist da noch Laura D’Oriano – Sängerin wollte sie werden und endetet tragisch als Spionin der Alliierten in Rom – die einzige Frau, die in Italien nach dem Urteil eines Militärgerichtes hingerichtet wurde. Felix Bloch der 1933 in die USA flüchtet und beim Bau der Atombombe hilft, dann aber noch den Absprung findet und nach dem Krieg weiter in der Neutronenforschung arbeitet und so die Magnetresonanztherapie zum Wohle des Menschen mit begründet hat. Alex Capus lässt uns Teil haben am Schicksal dieser drei, deren Biografien nicht verwoben sind, aber deren Leben geprägt ist von Höhen und Tiefen und die alle irgendwann vor der Entscheidung stehen – wie soll es weitergehen. Alex Capus hat die Lebensläufe exakt recherchiert und zu einem zeitgeschichtlichen, gut zu lesenden Roman verwoben.

„Historische Figuren ganz privat!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte.

Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar!
Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte.

Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar!

„Drei Lebensbilder“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Warum Capus die drei Schicksale der Hauptpersonen nicht fortlaufend sondern jedes für sich erzählt, hat sich mir auch am Schluss des Buches nicht wirklich erschlossen, denn die Begegnung der Protagonisten Fälscher, Spionin und Bombenbauer hat es wahrscheinlich nie gegeben. Sie verbindet nicht mehr als die Zeit und einige Orte, an denen sie sich begegnet sein könnten.
Die Lebensbeschreibungen aller drei historisch verbürgten Persönlichkeiten(Emile Gilliéron, Laura d'Oriano und Felix Bloch) nimmt 1924 ihren Anfang. Im Verlauf mischt Capus gekonnt Fakten und Erdachtes der einzelnen Biografien und verbindet mit ihnen auch immer wieder ein Stück Zeitgeschichte. Was das Buch aber vorrangig auszeichnet, ist die gute, einfache Sprache, die angenehm leicht fließt und niemals geschraubt oder künstlich ist. Immer formuliert der Autor angenehm zurückhaltend und beschreibt die Begebenheiten in einfachen, klaren Sätzen, die das Lesen zum Vergnügen machen. Durch die geschichtlichen Verknüpfungen ist das Buch darüber hinaus interessant und anregend und Liebhabern literarischer Werke genauso wie Lesern von Lebensbeschreibungen sehr zu empfehlen.
Warum Capus die drei Schicksale der Hauptpersonen nicht fortlaufend sondern jedes für sich erzählt, hat sich mir auch am Schluss des Buches nicht wirklich erschlossen, denn die Begegnung der Protagonisten Fälscher, Spionin und Bombenbauer hat es wahrscheinlich nie gegeben. Sie verbindet nicht mehr als die Zeit und einige Orte, an denen sie sich begegnet sein könnten.
Die Lebensbeschreibungen aller drei historisch verbürgten Persönlichkeiten(Emile Gilliéron, Laura d'Oriano und Felix Bloch) nimmt 1924 ihren Anfang. Im Verlauf mischt Capus gekonnt Fakten und Erdachtes der einzelnen Biografien und verbindet mit ihnen auch immer wieder ein Stück Zeitgeschichte. Was das Buch aber vorrangig auszeichnet, ist die gute, einfache Sprache, die angenehm leicht fließt und niemals geschraubt oder künstlich ist. Immer formuliert der Autor angenehm zurückhaltend und beschreibt die Begebenheiten in einfachen, klaren Sätzen, die das Lesen zum Vergnügen machen. Durch die geschichtlichen Verknüpfungen ist das Buch darüber hinaus interessant und anregend und Liebhabern literarischer Werke genauso wie Lesern von Lebensbeschreibungen sehr zu empfehlen.

„Drei Biographien“

Martina Denzer, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Eine Biographie ist eine Biographie. Hier sind es gleich drei, was für mich auch den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Ein toller Roman und gleichzeitig gut recherchierte, wahre Lebensgeschichten. Alle Bücher von Herrn Capus sind lesenswert ! Eine Biographie ist eine Biographie. Hier sind es gleich drei, was für mich auch den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Ein toller Roman und gleichzeitig gut recherchierte, wahre Lebensgeschichten. Alle Bücher von Herrn Capus sind lesenswert !

„Wie das Leben so spielt“

Julia Hohlfeld, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Drei reale Figuren, drei Lebensgeschichten.
A.Capus verwebt diese Biografien zu einer Geschichte über Lebensträume und deren Scheitern an der Realität.
Felix Bloch der Pazifist hilft plötzlich beim Bau der Atombombe, Laura d'Oranio die Sängerin wird Spionin und als einzige Frau im faschistischen Italien hingerichtet.
Und letztendlich Emile Gillieron der Kunstmaler, der mit Schliemann nach Troja geht und für dessen Traum zum Fälscher wird.
Drei reale Figuren, drei Lebensgeschichten.
A.Capus verwebt diese Biografien zu einer Geschichte über Lebensträume und deren Scheitern an der Realität.
Felix Bloch der Pazifist hilft plötzlich beim Bau der Atombombe, Laura d'Oranio die Sängerin wird Spionin und als einzige Frau im faschistischen Italien hingerichtet.
Und letztendlich Emile Gillieron der Kunstmaler, der mit Schliemann nach Troja geht und für dessen Traum zum Fälscher wird.

„Capus“

B. Maxeiner, Thalia-Buchhandlung Sulzbach (Taunus)

Der großartige Alex Capus hat in diesem schönen Buch drei Biografien miteinander verwoben. Drei Schicksale von Personen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich wohl nie begegnet sind, aber doch etwas gemeinsam haben.

Ein wunderbar unaufgeregtes Buch mit tiefgang, dass seinen Protagonisten Zeit lässt, sich zu entwickeln.
Der großartige Alex Capus hat in diesem schönen Buch drei Biografien miteinander verwoben. Drei Schicksale von Personen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich wohl nie begegnet sind, aber doch etwas gemeinsam haben.

Ein wunderbar unaufgeregtes Buch mit tiefgang, dass seinen Protagonisten Zeit lässt, sich zu entwickeln.

„Kann man Geschichten im Konjunktiv 2 erzählen? Capus kann! [selbst als EBook geht die Faszination nicht verloren!]“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


Man merkt beim Lesen eines Capus' nicht, wieviel Recherche und Vorarbeit geleistet wurde, bevor der erzählerische Zwölfzylinder Fahrt aufnimmt. Bei Capus geht es nie um Beschleunigung, vielmehr um Entschleunigung, sanftes Dahingleiten in der 1. Klasse der erzählenden Literatur. Man vergisst die Welt um sich herum beim Lesen. Den eigenen Alltag, - aber nie die Realität. Literarisches Tiefseetauchen an den Riffen unserer Geschichte. So auch in seinem neuesten Roman.

Drei Lebenswege, willkürlich zusammengestellt? Nein - nicht bei Capus! Sie sind die Prismen, mit denen er eine Zeit ausleuchtet. Denkweisen und Hoffnungen bricht. Erst zusammen entwickeln sie eine erzählerische Leucht- und Strahlkraft, eine Leichtigkeit und gleichzeitig Tiefe, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht.

Jeder der drei Lebenswege/Handlungsstränge ist für sich interessant und spannend. Atemlos inhalierte ich die Geschichten. Gehalten im Plauderton, allerdings durchsetzt mit geschliffenen Diamanten, Formulierungen, die ich als Pennäler noch herausschrieb, um sie in einem Brief (mein Gott, ich werde alt) zu zitieren, um mächtig klug zu wirken.

Capus unterhält. Capus lehrt. Demut vor dem Leben zum Beispiel. Capus erzählt uns die Welt. Und ich höre so gerne zu!

Und bevor ich in reine Schwelgerei verfalle, - ab dafür und selbst lesen/geniessen! Ich mag das Wort 'schön' nicht, hier allerdings ist es angebracht. Capus erzählt so schön, dass es strahlt. Sagt Ihr Buchstabenzahnarzt. Die Seele braucht kein Bleeching - sie braucht Schönheit!

Man merkt beim Lesen eines Capus' nicht, wieviel Recherche und Vorarbeit geleistet wurde, bevor der erzählerische Zwölfzylinder Fahrt aufnimmt. Bei Capus geht es nie um Beschleunigung, vielmehr um Entschleunigung, sanftes Dahingleiten in der 1. Klasse der erzählenden Literatur. Man vergisst die Welt um sich herum beim Lesen. Den eigenen Alltag, - aber nie die Realität. Literarisches Tiefseetauchen an den Riffen unserer Geschichte. So auch in seinem neuesten Roman.

Drei Lebenswege, willkürlich zusammengestellt? Nein - nicht bei Capus! Sie sind die Prismen, mit denen er eine Zeit ausleuchtet. Denkweisen und Hoffnungen bricht. Erst zusammen entwickeln sie eine erzählerische Leucht- und Strahlkraft, eine Leichtigkeit und gleichzeitig Tiefe, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht.

Jeder der drei Lebenswege/Handlungsstränge ist für sich interessant und spannend. Atemlos inhalierte ich die Geschichten. Gehalten im Plauderton, allerdings durchsetzt mit geschliffenen Diamanten, Formulierungen, die ich als Pennäler noch herausschrieb, um sie in einem Brief (mein Gott, ich werde alt) zu zitieren, um mächtig klug zu wirken.

Capus unterhält. Capus lehrt. Demut vor dem Leben zum Beispiel. Capus erzählt uns die Welt. Und ich höre so gerne zu!

Und bevor ich in reine Schwelgerei verfalle, - ab dafür und selbst lesen/geniessen! Ich mag das Wort 'schön' nicht, hier allerdings ist es angebracht. Capus erzählt so schön, dass es strahlt. Sagt Ihr Buchstabenzahnarzt. Die Seele braucht kein Bleeching - sie braucht Schönheit!

„Betriebgräusche der Seele“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Alex Capus ist und bleibt auch mit seinem neuen Roman ein wunderbarer Erzähler. Die Lebensläufte dreier historisch verbriefter Figuren werden wundersam literarisch miteinander verknüpft , nichts wirkt konstruiert. Leider gilt das nur für die ersten Zweidrittel des Romans, dann verliert sich der Autor im rein Dokumentarischen und auch seine damit seine erzählerische Verve. Aber für solche Sätze: "dieses Gefühl nämlich, in das sie so lange ihre Zukunftshoffnung gesetzt hatte, war nichts weiter als das Betriebsgeräusch ihrer Seele, das jeder lebendige Mensch in sich verspürt, wenn er im Weltgetümmel mal kurz innehält und ein bißchen auf sich achtgibt" lohnt sich die Lektüre dieses Buches allemal.
Und Ulrich Noethen ist auf alle Fälle die beste Besetzung, um diese Berriebsgeräusche der Seele zu Gehör zu bringen.
Alex Capus ist und bleibt auch mit seinem neuen Roman ein wunderbarer Erzähler. Die Lebensläufte dreier historisch verbriefter Figuren werden wundersam literarisch miteinander verknüpft , nichts wirkt konstruiert. Leider gilt das nur für die ersten Zweidrittel des Romans, dann verliert sich der Autor im rein Dokumentarischen und auch seine damit seine erzählerische Verve. Aber für solche Sätze: "dieses Gefühl nämlich, in das sie so lange ihre Zukunftshoffnung gesetzt hatte, war nichts weiter als das Betriebsgeräusch ihrer Seele, das jeder lebendige Mensch in sich verspürt, wenn er im Weltgetümmel mal kurz innehält und ein bißchen auf sich achtgibt" lohnt sich die Lektüre dieses Buches allemal.
Und Ulrich Noethen ist auf alle Fälle die beste Besetzung, um diese Berriebsgeräusche der Seele zu Gehör zu bringen.

„Überragend“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Alex Capus hat mit seinem neuen Roman alle meine Erwartungen erfüllt. Nach seinem wunderbaren letzten Buch "Léon und Louise" war ich auch diesmal von der ersten bis zur letzten Seite von den drei Geschichten, die er über den Fälscher, die Spionin und den Bombenbauer erzählt, gefesselt. Die Idee, dass sich die drei an einem bestimmten Tag am Hauptbahnhof Zürich getroffen haben könnten, ist genial. Liebe Leserinnen und Leser: lesen Sie dieses einfallsreiche und sprachlich gelungene Buch. Alex Capus hat mit seinem neuen Roman alle meine Erwartungen erfüllt. Nach seinem wunderbaren letzten Buch "Léon und Louise" war ich auch diesmal von der ersten bis zur letzten Seite von den drei Geschichten, die er über den Fälscher, die Spionin und den Bombenbauer erzählt, gefesselt. Die Idee, dass sich die drei an einem bestimmten Tag am Hauptbahnhof Zürich getroffen haben könnten, ist genial. Liebe Leserinnen und Leser: lesen Sie dieses einfallsreiche und sprachlich gelungene Buch.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
52 Bewertungen
Übersicht
30
22
0
0
0

Capus
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016

In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles... In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles Fähigkeiten prädestinieren ihn förmlich für diese Aufgabe. Er dehnt die Wahrheit, um seine prestigeversessen Auftraggeber zufriedenzustellen und seine Kassen zu füllen. Capus erzählt augenzwinkernd und bravourös vor mediterraner Kulisse ein Schelmenstück, das in der nüchternen Aufklärung der Neuzeit endet. Die Spionin Laura d’Oriano will eigentlich Sängerin werden, nicht so eine halbseidene Chanson Interpretin, wie die strumpfbandzeigende Mutter, nein, eine richtig ernst zunehmende Sangeskünstlerin, aber ach, am Konservatorium stellen die Lehrer fest, ihr fehlt es an einer herausragenden Stimme. Für eine Sängerin kein ganz unwichtiges Detail gibt Laura ihren Jugendtraum auf. Andere Talente bringen unsere Protagonistin durchaus erfolgreich durch das Leben, bis sie an Mann und Kinder gerät und fast der spießbürgerlichen Provinz an heim fiel. Der Weg bis zur Spionin ist dann nur noch kurz, der 2. Weltkrieg schreibt schließlich die sonderbarsten Lebensläufe und so wird aus Laura eine Spionin im Kampf gegen den Mussolini Faschismus. Laura d’Orianos Leben wird von Capus in einer typischen „Frau krempelt die Ärmel auf“ Manier erzählt, das liest sich gefällig, ziemlich spannungsarm und routiniert. An zwei Stellen leuchtet mir die Motivation der Protagonistin nicht ein. Nun denn. Die Unannehmlichkeiten ihrer letzten Tage spart Alex Capus aus, vermutlich, um den Rahmen eines Unterhaltungsromans nicht gänzlich zu sprengen. Alex Capus gibt Laura d’Oriano ein Gesicht, tiefer lässt er nicht blicken. Bei weitem interessanter erzählt ist das Leben des Bombenbauers Felix Bloch, als junger Mann ein überzeugter Pazifist wird er Atomphysiker, weil ihm der Beruf ausreichend sinnlos erscheint, um nicht der Kriegsmaschinerie dienen zu müssen. Schließlich landet er in Los Alamos, wo er an der ersten Atombombe arbeitet. Eine faszinierende Persönlickkeit, ebenso faszinierend erzählt. Alex Capus hat die Lebensläufe seiner Protagonisten recherchiert und die Leerstellen mit seiner Fantasie gefüllt. Wenn mich „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ auch nicht vollends überzeugt hat muss ich doch sagen mich über weite Strecken des Buches einfach gut unterhalten zu haben. Alex Capus hat eine Art Geschichten zu erzählen, vor der man sich gern verneigen möchte. Quasi sofort entsteht ein Lesesog, alles ist klug ausformuliert, kein Wort zu viel oder zu wenig und immer pulsierend voll Leben. Vermutlich ist der Mann in der Lage Telefonbücher und Gebrauchsanweisungen unterhaltsam zu schreiben. Das Buch ist lustig, wenn es nach Kreta geht und geschichtliche Ereignisse und Ausgrabungsstätten nach Gutdünken gestaltet und uminterpretiert werden. Es macht nachdenklich und traurig, als Felix Bloch unter die Uni Nazis gerät und wird tiefsinnig in seiner Wandlung, die vielleicht gar keine ist. Einzig mit Laura wurde ich nicht besonders warm. Alex Capus ist ein Autor von dem ich gerne mehr lesen werde!

Drei Helden
von I. Schneider aus Mannheim am 31.07.2013
Bewertet: eBook (ePUB)

In seinem neuen Roman schreibt Alex Capus über drei Persönlichkeiten, die sich 1924 am Züricher Hauptbahnhof begegnet sein könnten: Laura, damals ein dreizehnjähriges Mädchen, die sich nicht verbiegen lassen will und versucht als Sängerin in Frankreich Fuß zu fassen. Felix, der Maschinenbau studieren wird, doch damit unglücklich ist und... In seinem neuen Roman schreibt Alex Capus über drei Persönlichkeiten, die sich 1924 am Züricher Hauptbahnhof begegnet sein könnten: Laura, damals ein dreizehnjähriges Mädchen, die sich nicht verbiegen lassen will und versucht als Sängerin in Frankreich Fuß zu fassen. Felix, der Maschinenbau studieren wird, doch damit unglücklich ist und zur Physik wechselt und Emile, ein begnadeter Maler, der aus seinem kleinen Dorf in die große weite Welt hinauswill. Alle drei haben eine große Karriere vor sich, an die sie 1924 noch gar nicht im Traum gedacht haben. Alex Capus erzählt wieder meisterhaft und beschreibt die Charaktere sehr eindrucksvoll.

Der Fälscher
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015
Bewertet: Taschenbuch

In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles... In dem Buch von Alex Capus geht es um drei historische Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich wohl niemals begegnet sind. Emile Gilliéron ist ein begnadeter Zeichner, der mit Schliemann nach Griechenland reist und später für den kurzsichtigsten aller Briten Arthur Evans sensationsarme Ausgrabungen in archäologische Wundertüten verwandelt. Emiles Fähigkeiten prädestinieren ihn förmlich für diese Aufgabe. Er dehnt die Wahrheit, um seine prestigeversessen Auftraggeber zufriedenzustellen und seine Kassen zu füllen. Capus erzählt augenzwinkernd und bravourös vor mediterraner Kulisse ein Schelmenstück, das in der nüchternen Aufklärung der Neuzeit endet. Die Spionin Laura d’Oriano will eigentlich Sängerin werden, nicht so eine halbseidene Chanson Interpretin, wie die strumpfbandzeigende Mutter, nein, eine richtig ernst zunehmende Sangeskünstlerin, aber ach, am Konservatorium stellen die Lehrer fest, ihr fehlt es an einer herausragenden Stimme. Für eine Sängerin kein ganz unwichtiges Detail gibt Laura ihren Jugendtraum auf. Andere Talente bringen unsere Protagonistin durchaus erfolgreich durch das Leben, bis sie an Mann und Kinder gerät und fast der spießbürgerlichen Provinz an heim fiel. Der Weg bis zur Spionin ist dann nur noch kurz, der 2. Weltkrieg schreibt schließlich die sonderbarsten Lebensläufe und so wird aus Laura eine Spionin im Kampf gegen den Mussolini Faschismus. Laura d’Orianos Leben wird von Capus in einer typischen „Frau krempelt die Ärmel auf“ Manier erzählt, das liest sich gefällig, ziemlich spannungsarm und routiniert. An zwei Stellen leuchtet mir die Motivation der Protagonistin nicht ein. Nun denn. Die Unannehmlichkeiten ihrer letzten Tage spart Alex Capus aus, vermutlich, um den Rahmen eines Unterhaltungsromans nicht gänzlich zu sprengen. Alex Capus gibt Laura d’Oriano ein Gesicht, tiefer lässt er nicht blicken. Bei weitem interessanter erzählt ist das Leben des Bombenbauers Felix Bloch, als junger Mann ein überzeugter Pazifist wird er Atomphysiker, weil ihm der Beruf ausreichend sinnlos erscheint, um nicht der Kriegsmaschinerie dienen zu müssen. Schließlich landet er in Los Alamos, wo er an der ersten Atombombe arbeitet. Eine faszinierende Persönlickkeit, ebenso faszinierend erzählt. Alex Capus hat die Lebensläufe seiner Protagonisten recherchiert und die Leerstellen mit seiner Fantasie gefüllt. Wenn mich „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ auch nicht vollends überzeugt hat muss ich doch sagen mich über weite Strecken des Buches einfach gut unterhalten zu haben. Alex Capus hat eine Art Geschichten zu erzählen, vor der man sich gern verneigen möchte. Quasi sofort entsteht ein Lesesog, alles ist klug ausformuliert, kein Wort zu viel oder zu wenig und immer pulsierend voll Leben. Vermutlich ist der Mann in der Lage Telefonbücher und Gebrauchsanweisungen unterhaltsam zu schreiben. Das Buch ist lustig, wenn es nach Kreta geht und geschichtliche Ereignisse und Ausgrabungsstätten nach Gutdünken gestaltet und uminterpretiert werden. Es macht nachdenklich und traurig, als Felix Bloch unter die Uni Nazis gerät und wird tiefsinnig in seiner Wandlung, die vielleicht gar keine ist. Einzig mit Laura wurde ich nicht besonders warm. Alex Capus ist ein Autor von dem ich gerne mehr lesen werde!