Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Der Hals der Giraffe

Bildungsroman

(40)
Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Nach dem gefeierten »Atlas der abgelegenen Inseln« schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.
Portrait

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr literarisches Debüt, der Matrosenroman Blau steht dir nicht, erschien 2008. Für ihren Atlas der abgelegenen Inseln und für Der Hals der Giraffe wurde sie unter anderem mit dem Preis der Stiftung Buchkunst (Die schönsten deutschen Bücher) ausgezeichnet. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783518757000
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 16204 KB
Verkaufsrang 23.456
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Ein Regenschirm für diesen Tag
    von Wilhelm Genazino
    (5)
    eBook
    7,99
  • Vielen Dank für das Leben
    von Sibylle Mit einem Vorwort Berg
    (16)
    eBook
    9,99
  • Der Gott jenes Sommers
    von Ralf Rothmann
    eBook
    18,99
  • Die Vermessung der Welt
    von Daniel Kehlmann
    (86)
    eBook
    9,99
  • Vor dem Fest
    von Saša Staniši?
    (19)
    eBook
    8,99
  • Das Feld
    von Robert Seethaler
    (75)
    eBook
    16,99
  • Nordermoor / Todeshauch
    von Arnaldur Indriðason
    eBook
    9,99
  • Ohne ein einziges Wort
    von Rosie Walsh
    (156)
    eBook
    9,99
  • Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
    von Petra Hülsmann
    (100)
    eBook
    8,99
  • Zwischen dir und mir das Meer
    von Katharina Herzog
    (37)
    eBook
    4,99
  • Wie heiß ist das denn?
    von Ellen Berg
    (22)
    eBook
    8,99
  • Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe
    von Corina Bomann
    (234)
    eBook
    8,99
  • Das Erbe der Insel: Isle of Wight - Teil 1
    von Wendy K. Harris
    (2)
    eBook
    5,99
  • Das Flüstern der Insel: Isle of Wight - Teil 2
    von Wendy K. Harris
    (1)
    eBook
    5,99
  • Das Café unter den Linden
    von Joan Weng
    (17)
    eBook
    7,99
  • Mein Herz in zwei Welten
    von Jojo Moyes
    (101)
    eBook
    19,99
  • Zeiten des Aufbruchs / Jahrhundert-Trilogie Bd.2
    von Carmen Korn
    (26)
    eBook
    9,99
    bisher 16,99
  • Die kleine Sommerküche am Meer
    von Jenny Colgan
    eBook
    9,99
  • Die Perlenschwester / Die sieben Schwestern Bd.4
    von Lucinda Riley
    (58)
    eBook
    15,99
  • Das Lied der Insel: Isle of Wight -Teil 3 (Exklusiv vorab lesen)
    von Wendy K. Harris
    (3)
    eBook
    5,99

Wird oft zusammen gekauft

Der Hals der Giraffe

Der Hals der Giraffe

von Judith Schalansky
(40)
eBook
9,99
+
=
Schuld

Schuld

von Ferdinand von Schirach
eBook
8,99
+
=

für

18,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Buchhändler-Empfehlungen

Janne Oeser, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Judith Schalanskys Roman überzeugt nicht nur inhaltlich, besonders ihr flüssiger, präziser Sprachstil bereiten ein großes Lesevergnügen zu dem eher trockenen Thema Schule. Judith Schalanskys Roman überzeugt nicht nur inhaltlich, besonders ihr flüssiger, präziser Sprachstil bereiten ein großes Lesevergnügen zu dem eher trockenen Thema Schule.

„Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende. “

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Judith Schalansky, die Autorin des großartigen Buches „Atlas der abgelegenen Inseln“, hat mit ihrem neuen Roman, wie sie sagt einem Bildungsroman, wieder ein ungewöhnliches Buch vorgelegt. Schon äußerlich ist dieses Werk ein Buch der etwas anderen Art. Ohne Schutzumschlag, dafür mit einem grob strukturierten Leineneinband und schwarzem Prägedruck, darauf abgebildet das Skelett einer schwarzen Giraffe ohne Kopf. Beim Öffnen des Buches erwartet den neugierigen Leser die nächste Überraschung. Detailverliebte, raffinierte Schwarzweißzeichnungen, die immer einen Bezug zu den einzelnen Kapiteln haben. Aber worum geht es eigentlich? Schalansky, selbst in der damaligen DDR geboren, erzählt die letztendlich tragische Geschichte der Inge Lohmark, einer Lehrerin der „alten Schule“. Sie unterrichtet seit dreißig Jahren Biologie, ist eine Anhängerin von Darwin und den Naturgesetzen und ist überzeugt, die Welt damit erklären zu können. Ihre Familie kann davon ein Lied singen, denn ihr Mann, in der DDR hat er Kühe besamt, ist nun unter die Straußenzüchter gegangen und geht völlig in seiner neuen Berufung auf. Und vergisst dabei eigentlich, dass er eine Familie hat, denn „anatomisch gesehen sind wir immer noch Jäger und Sammler. Altmenschen, die in kleinen Gruppen in der Savanne rumlungerten“. Ihre Tochter Claudia hat sich bewusst den Naturgesetzen verweigert, lebt in den USA und denkt nicht einmal daran, Kinder in die Welt zu setzen. Inge Lohmark verdrängt dies alles, drangsaliert weiterhin ihre Schüler und wirft mit kernigen Sätzen nur so um sich. Längst ist die DDR Vergangenheit, der westliche Kapitalismus ist angekommen und nicht nur in Vorpommern schrumpfen die Schülerzahlen. Als Inge Lohmark sich völlig untypisch für sie in eine Schülerin verguckt, gerät ihre Welt aus den Fugen, alle Naturgesetze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Mit äußerst fragwürdigen Aktionen versucht sie zu retten, was nicht zu retten ist, und am Ende muss sie sich geschlagen geben, wird ihre Welt eine untergegangene sein. „Einen Fortschritt gab es nicht. Fortschritt, das war ein Denkfehler. Alles war unvollkommen, aber nicht hoffnungslos. Die Gegenwart nur ein Durchgangsstadium, der Mensch nur ein Provisorium. Jedes Ergebnis ein Zwischenergebnis...“ Und am Ende, nach drei Tagen, die sich manchmal anfühlen wie dreißig Jahre, steht Inge Lohmark am Zaun und schaut.
Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.
Judith Schalansky, die Autorin des großartigen Buches „Atlas der abgelegenen Inseln“, hat mit ihrem neuen Roman, wie sie sagt einem Bildungsroman, wieder ein ungewöhnliches Buch vorgelegt. Schon äußerlich ist dieses Werk ein Buch der etwas anderen Art. Ohne Schutzumschlag, dafür mit einem grob strukturierten Leineneinband und schwarzem Prägedruck, darauf abgebildet das Skelett einer schwarzen Giraffe ohne Kopf. Beim Öffnen des Buches erwartet den neugierigen Leser die nächste Überraschung. Detailverliebte, raffinierte Schwarzweißzeichnungen, die immer einen Bezug zu den einzelnen Kapiteln haben. Aber worum geht es eigentlich? Schalansky, selbst in der damaligen DDR geboren, erzählt die letztendlich tragische Geschichte der Inge Lohmark, einer Lehrerin der „alten Schule“. Sie unterrichtet seit dreißig Jahren Biologie, ist eine Anhängerin von Darwin und den Naturgesetzen und ist überzeugt, die Welt damit erklären zu können. Ihre Familie kann davon ein Lied singen, denn ihr Mann, in der DDR hat er Kühe besamt, ist nun unter die Straußenzüchter gegangen und geht völlig in seiner neuen Berufung auf. Und vergisst dabei eigentlich, dass er eine Familie hat, denn „anatomisch gesehen sind wir immer noch Jäger und Sammler. Altmenschen, die in kleinen Gruppen in der Savanne rumlungerten“. Ihre Tochter Claudia hat sich bewusst den Naturgesetzen verweigert, lebt in den USA und denkt nicht einmal daran, Kinder in die Welt zu setzen. Inge Lohmark verdrängt dies alles, drangsaliert weiterhin ihre Schüler und wirft mit kernigen Sätzen nur so um sich. Längst ist die DDR Vergangenheit, der westliche Kapitalismus ist angekommen und nicht nur in Vorpommern schrumpfen die Schülerzahlen. Als Inge Lohmark sich völlig untypisch für sie in eine Schülerin verguckt, gerät ihre Welt aus den Fugen, alle Naturgesetze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Mit äußerst fragwürdigen Aktionen versucht sie zu retten, was nicht zu retten ist, und am Ende muss sie sich geschlagen geben, wird ihre Welt eine untergegangene sein. „Einen Fortschritt gab es nicht. Fortschritt, das war ein Denkfehler. Alles war unvollkommen, aber nicht hoffnungslos. Die Gegenwart nur ein Durchgangsstadium, der Mensch nur ein Provisorium. Jedes Ergebnis ein Zwischenergebnis...“ Und am Ende, nach drei Tagen, die sich manchmal anfühlen wie dreißig Jahre, steht Inge Lohmark am Zaun und schaut.
Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Bildungsroman mal anders. Grandios geschrieben: die Sprache extra trocken und nüchtern gehalten passend zu der Ich-Erzählerin und doch so farbenfroh und lebhaft wie die Natur. Bildungsroman mal anders. Grandios geschrieben: die Sprache extra trocken und nüchtern gehalten passend zu der Ich-Erzählerin und doch so farbenfroh und lebhaft wie die Natur.

Valesca Wolfgramm, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein großartiges Portrait eines Berufes und einer Welt in der ehemaligen DDR. Ein ruhiges Buch mit sehr viel Kraft. Ein großartiges Portrait eines Berufes und einer Welt in der ehemaligen DDR. Ein ruhiges Buch mit sehr viel Kraft.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Wunderbar aufgemachter Roman aus Sicht einer (ostdeutschen) Lehrerin, die über den Wandel der Zeit sinniert und so viel von sich preisgibt. Toll gemacht. Wunderbar aufgemachter Roman aus Sicht einer (ostdeutschen) Lehrerin, die über den Wandel der Zeit sinniert und so viel von sich preisgibt. Toll gemacht.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Desillusionierte Lehrerin beobachtet durch Darwins Brille die heranwachsende Nachwendegeneration. Hart und hinreißend. Desillusionierte Lehrerin beobachtet durch Darwins Brille die heranwachsende Nachwendegeneration. Hart und hinreißend.

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Ein sehr außergewöhnlicher Roman. Jeder Lehrer sollte das einmal lesen. Man weis nicht ob man den Hauptcharakter hassen oder mögen soll. Absolut außergewöhnlich. Toll. Ein sehr außergewöhnlicher Roman. Jeder Lehrer sollte das einmal lesen. Man weis nicht ob man den Hauptcharakter hassen oder mögen soll. Absolut außergewöhnlich. Toll.

Angelika Lanaras, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Das Buch glänzt durch einen herausragenden Schreibstil, der sich deutlich von dem Einheitsbrei abhebt und der primär den zynischen Charakter der Protagonistin unterstreicht. Toll! Das Buch glänzt durch einen herausragenden Schreibstil, der sich deutlich von dem Einheitsbrei abhebt und der primär den zynischen Charakter der Protagonistin unterstreicht. Toll!

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Herausragend! Dieses Buch macht etwas mit dem Leser. Ist alles biologisch vorherbestimmt oder hat der Mensch Einfluss auf sein Leben? Beobachtend, maliziös, voller Schönheit. Herausragend! Dieses Buch macht etwas mit dem Leser. Ist alles biologisch vorherbestimmt oder hat der Mensch Einfluss auf sein Leben? Beobachtend, maliziös, voller Schönheit.

Sonja Johanning, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Erfrischend anders und skurril. Erfrischend anders und skurril.

„Ungewöhnlich, überzeugend und schnörkellos “

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der kleine Band ist sowohl sprachlich als auch gestalterisch überzeugend. Der besondere Reiz ergibt sich aber aus der gelungenen Verknüpfung einer naturwissenschaftlichen Lehre (Darwin) mit dem persönlichen Umfeld einer Biologielehrerin in Brandenburg. Scharf, klar und desillusioniert betrachtet sie Menschen und aussterbende Ortschaften ihrer Heimat. Sehr lesenswert! Der kleine Band ist sowohl sprachlich als auch gestalterisch überzeugend. Der besondere Reiz ergibt sich aber aus der gelungenen Verknüpfung einer naturwissenschaftlichen Lehre (Darwin) mit dem persönlichen Umfeld einer Biologielehrerin in Brandenburg. Scharf, klar und desillusioniert betrachtet sie Menschen und aussterbende Ortschaften ihrer Heimat. Sehr lesenswert!

„Von einer aussterbenden Spezies“

Nancy Jarisch, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Inge Lohmarck, 55 Jahre alt, ist Pädagogin alter Schule: Frontalunterricht, Disziplin, keine persönlichen Gefühle oder gar Interessen an ihren Schülern, Härte zeigen und so Respekt, nicht etwa Sympathie gewinnen. Dabei lebt sie ihr Unterrichtsfach die Biologie, analysiert ihre Schüler und die Menschen um sie herum wie einst Darwin die Tierwelt und merkt dabei nicht, dass sie sich längst in eine biologische Nische zurückgezogen hat, sich selbst nicht an ihre Umwelt anpassen kann und in dem von ihr gepredigten Survival of the Fittest scheitert. Drei Tage begleitet der Leser Inge Lomarck, die über die Biologie das Menschsein vergessen hat, die analysieren, aber nicht reflektieren kann und so nicht realisiert, dass sie Mobbing in ihrer Klasse vorantreibt und ihr persönliches Interesse an einer ihrer Schülerinnen von einer abgründigen Persönlichkeit zeugt.
Sprachgewaltig, zynisch und voller Wortwitz erzählt Judith Schalansky von einer Frau, die die letzte ihrer Art ist. Dabei hat sie ein optisch einzigartiges, wunderschönes Buch geschaffen. Mit der reichen Bebilderung aus den Unterlagen Charles Darwins sowie Abbildungen aus alten Biologiebüchern überzeugt sie die Betrachter von der Artenvielfalt der Biologie und der Schönheit ihrer verschiedenen Spezies und schafft so gleichzeitig eine spannende Diskrepanz zum Text. Wer sich für die gebundene Ausgabe entscheidet, darf sich darüber hinaus über einen wunderschönen Leineneinband und das wertige Papier freuen, welches dieses Exemplar zu einem Highlight in jedem Bücherregal machen. Es ist ein seltenes Vergnügen so ein schönes, handwerklich hochwertiges Buch in den Händen zu halten. Hoffentlich stirbt diese, wenn auch bedrohte Soezies, niemals aus!
Inge Lohmarck, 55 Jahre alt, ist Pädagogin alter Schule: Frontalunterricht, Disziplin, keine persönlichen Gefühle oder gar Interessen an ihren Schülern, Härte zeigen und so Respekt, nicht etwa Sympathie gewinnen. Dabei lebt sie ihr Unterrichtsfach die Biologie, analysiert ihre Schüler und die Menschen um sie herum wie einst Darwin die Tierwelt und merkt dabei nicht, dass sie sich längst in eine biologische Nische zurückgezogen hat, sich selbst nicht an ihre Umwelt anpassen kann und in dem von ihr gepredigten Survival of the Fittest scheitert. Drei Tage begleitet der Leser Inge Lomarck, die über die Biologie das Menschsein vergessen hat, die analysieren, aber nicht reflektieren kann und so nicht realisiert, dass sie Mobbing in ihrer Klasse vorantreibt und ihr persönliches Interesse an einer ihrer Schülerinnen von einer abgründigen Persönlichkeit zeugt.
Sprachgewaltig, zynisch und voller Wortwitz erzählt Judith Schalansky von einer Frau, die die letzte ihrer Art ist. Dabei hat sie ein optisch einzigartiges, wunderschönes Buch geschaffen. Mit der reichen Bebilderung aus den Unterlagen Charles Darwins sowie Abbildungen aus alten Biologiebüchern überzeugt sie die Betrachter von der Artenvielfalt der Biologie und der Schönheit ihrer verschiedenen Spezies und schafft so gleichzeitig eine spannende Diskrepanz zum Text. Wer sich für die gebundene Ausgabe entscheidet, darf sich darüber hinaus über einen wunderschönen Leineneinband und das wertige Papier freuen, welches dieses Exemplar zu einem Highlight in jedem Bücherregal machen. Es ist ein seltenes Vergnügen so ein schönes, handwerklich hochwertiges Buch in den Händen zu halten. Hoffentlich stirbt diese, wenn auch bedrohte Soezies, niemals aus!

„Der Hals der Giraffe“

Sabrina Hermes, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Ein tolles, kleines Buch. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine von Darwin geprägte Biologielehrerin unterrichtet im Osten ihre Schüler an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Gefühle lässt sie nicht zu, für sie zählt nur das klar strukturierte Denken.

Dies geschieht in einer solch präzisen, fesselnden Sprache, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Zudem ist der Biounterricht gleich mit eingebaut. Tolle Illustrationen untermalen die Geschichte auf eine tolle Art. Lesenswert und nun auch als Taschenbuch.
Ein tolles, kleines Buch. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine von Darwin geprägte Biologielehrerin unterrichtet im Osten ihre Schüler an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Gefühle lässt sie nicht zu, für sie zählt nur das klar strukturierte Denken.

Dies geschieht in einer solch präzisen, fesselnden Sprache, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Zudem ist der Biounterricht gleich mit eingebaut. Tolle Illustrationen untermalen die Geschichte auf eine tolle Art. Lesenswert und nun auch als Taschenbuch.

„Roman über eine Antiheldin“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Hauptfigur des Romans ist die 55-jährige Biologielehrerin Inge Lohmark, die in einer Kleinstadt in Vorpommern an einem Gymnasium tätig ist, das bald geschlossen werden soll. Lohmark ist eine Lehrerin der "alten Schule", so etwas wie Mitgefühl gibt es bei ihr nicht, Schule hat wie die Natur dem Leistungsprinzip und dem darwinistischen Konkurrenzkampf ums Überleben zu gehorchen.
Es macht wirklich Spaß die inneren Monologe der Inge Lohmark zu lesen, denn sie sind trotz der teilweise grotesken Übertreibung durchaus scharfsinnig.
"Der Hals der Giraffe" ist aber nicht nur wegen seiner wunderbar-grausamen Antiheldin ein besonderes Buch, sondern auch wegen der sehr schönen grafischen Gestaltung.
Mein Lieblingstaschenbuch in diesem Herbst.
Hauptfigur des Romans ist die 55-jährige Biologielehrerin Inge Lohmark, die in einer Kleinstadt in Vorpommern an einem Gymnasium tätig ist, das bald geschlossen werden soll. Lohmark ist eine Lehrerin der "alten Schule", so etwas wie Mitgefühl gibt es bei ihr nicht, Schule hat wie die Natur dem Leistungsprinzip und dem darwinistischen Konkurrenzkampf ums Überleben zu gehorchen.
Es macht wirklich Spaß die inneren Monologe der Inge Lohmark zu lesen, denn sie sind trotz der teilweise grotesken Übertreibung durchaus scharfsinnig.
"Der Hals der Giraffe" ist aber nicht nur wegen seiner wunderbar-grausamen Antiheldin ein besonderes Buch, sondern auch wegen der sehr schönen grafischen Gestaltung.
Mein Lieblingstaschenbuch in diesem Herbst.

„Lesenswert“

M. Zöller, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Inge Lohmark schließt man nicht gerade wegen ihrer Liebenswertigkeit ins Herz und doch ist man wie an das Buch gefesselt. Der Leser bekommt Einblick in ein paar Tage der Biologielehrerin, für die die Gesetze der Natur das allerhöchste Gut sind und dies auch versucht ihren Schülern beizubringen – mit eher mäßigem Erfolg. Die schönen Zeichnungen untermalen die Liebe zur Biologie. Inge Lohmark schließt man nicht gerade wegen ihrer Liebenswertigkeit ins Herz und doch ist man wie an das Buch gefesselt. Der Leser bekommt Einblick in ein paar Tage der Biologielehrerin, für die die Gesetze der Natur das allerhöchste Gut sind und dies auch versucht ihren Schülern beizubringen – mit eher mäßigem Erfolg. Die schönen Zeichnungen untermalen die Liebe zur Biologie.

„Erklärt die Biologie unser Leben?“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Inge Lohmark ist Biologielehrerin im sterbenden Osten des Landes. In vier Jahren wird die Schule geschlossen. Für sie gilt nur der Darwinismus in reiner Form. Wer angepasst ist überlebt. Gefühle sind hinderlich. Das Buch ist happtisch schön und die Illustrationen der Autorin großartig. Die Sprache ist außergewöhnlich präzise. Lesenswert! Inge Lohmark ist Biologielehrerin im sterbenden Osten des Landes. In vier Jahren wird die Schule geschlossen. Für sie gilt nur der Darwinismus in reiner Form. Wer angepasst ist überlebt. Gefühle sind hinderlich. Das Buch ist happtisch schön und die Illustrationen der Autorin großartig. Die Sprache ist außergewöhnlich präzise. Lesenswert!

„Bemerkenswert!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Und wieder habe ich einen neuen schönen Roman einer jungen Autorin aus dem Osten Deutschlands entdeckt! Judith Schalansky beschreibt im knappen sprachlich treffsicherem Ton drei Tage einer Biologielehrerin im Osten, deren Weltbild nur aus dem darwinistischen Prinzip der Auslese besteht. Nur der, der sich am besten anpasst, überlebt. Aber auch Inge Lohmark muss schmerzlich lernen, dass sich im Leben des Menschen auch noch andere Dinge ereignen... Klasse geschrieben! Unbedingt downloaden! Und wieder habe ich einen neuen schönen Roman einer jungen Autorin aus dem Osten Deutschlands entdeckt! Judith Schalansky beschreibt im knappen sprachlich treffsicherem Ton drei Tage einer Biologielehrerin im Osten, deren Weltbild nur aus dem darwinistischen Prinzip der Auslese besteht. Nur der, der sich am besten anpasst, überlebt. Aber auch Inge Lohmark muss schmerzlich lernen, dass sich im Leben des Menschen auch noch andere Dinge ereignen... Klasse geschrieben! Unbedingt downloaden!

„Wohin soll die "Reise" gehen ?“

Marion Preißler, Thalia-Buchhandlung Pirna

Ein Bildungsroman voller Tempo vor dem tristen Schulalltag. Der Glaube der Biologielehrerin Lohmark an die "Darwinsche Lehre" gerät ins Wanken, als sie merkt, dass keiner in ihrer Umgebung sich an die von ihr propagierten Naturgesetze hält. Weder Anpassung noch Fortpflanzung scheinen jemanden zu interessieren. Was bleibt übrig vom dogmatischen Denken und Handeln? Ein Bildungsroman voller Tempo vor dem tristen Schulalltag. Der Glaube der Biologielehrerin Lohmark an die "Darwinsche Lehre" gerät ins Wanken, als sie merkt, dass keiner in ihrer Umgebung sich an die von ihr propagierten Naturgesetze hält. Weder Anpassung noch Fortpflanzung scheinen jemanden zu interessieren. Was bleibt übrig vom dogmatischen Denken und Handeln?

Unsere Buchhändler-Tipps

  • In Zeiten des abnehmenden Lichts
    (32)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
    (39)
    Buch (Taschenbuch)
    10,99
  • Atlas der abgelegenen Inseln
    (10)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    34,00
  • Kruso
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • Vor dem Fest
    (19)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Unterleuten
    (91)
    Buch (Klappenbroschur)
    12,00
  • Die Vermessung der Welt
    (86)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Das größere Wunder
    (40)
    Buch (Taschenbuch)
    11,90
  • Honigtot
    (50)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Der Turm
    (21)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Vom Ende einer Geschichte
    (47)
    Buch (Taschenbuch)
    9,00
  • Vielen Dank für das Leben
    (16)
    Buch (Taschenbuch)
    9,90
  • Aller Liebe Anfang
    (21)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Die Unglückseligen
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • Gehen, ging, gegangen
    (22)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • Haltet euer Herz bereit
    (5)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • Wald
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Professor Unrat
    (4)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    10,00
  • Irgendwann werden wir uns alles erzählen
    (55)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99

Kundenbewertungen

Durchschnitt
40 Bewertungen
Übersicht
27
10
2
1
0

von Wildner Laura aus Rastatt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein etwas anderer Blick auf den Beruf des Lehrers.

Lehrreich und traurig - und ein beeindruckendes Stück Literatur
von Xirxe aus Hannover am 29.12.2014
Bewertet: Hörbuch (CD)

Inge Lohmark, Biologie- und Klassenlehrerin einer 9. Klasse eines Gymnasiums im Osten, das mit dem Abitur dieser Stufe geschlossen werden soll, ist eine Frau, die sich Gefühle jeglicher Form versagt. Überkommen sie 'Anwandlungen' dieser Art, womöglich sogar in Anwesenheit anderer Menschen, geht sie sofort hart mit sich selbst ins... Inge Lohmark, Biologie- und Klassenlehrerin einer 9. Klasse eines Gymnasiums im Osten, das mit dem Abitur dieser Stufe geschlossen werden soll, ist eine Frau, die sich Gefühle jeglicher Form versagt. Überkommen sie 'Anwandlungen' dieser Art, womöglich sogar in Anwesenheit anderer Menschen, geht sie sofort hart mit sich selbst ins Gericht und macht sich klar, wie unsinnig diese sind. Das Leben ist nichts als Biologie - und Gefühle haben dort nichts zu suchen, denn sie bringen keinen Nutzen. Ebenso rigoros beurteilt sie ihre Schülerinnen und Schüler, worüber man erst grinst ("..sie sind Blutsauger, die sich vom Lehrkörper ernährten.." oder über Schüler Tom: "Winzige Augen im feisten Gesicht. Geistloser Ausdruck. Noch ganz benommen von der nächtlichen Pollution. Ein Grottenolm war schöner...") bis einem die ganze Verachtung deutlich wird, die sie für diese Jugendlichen hegt. Doch auch ihr restliches Umfeld wird davon nicht ausgenommen: ihre Lehrerkollegen, der Nachbar, ehemalige Freunde. Eine unsympathische Frau, keine Frage, doch je mehr man über sie erfährt, umso deutlicher wird, wie bemitleidenswert diese 55jährige ist, die offenbar Zeit ihres Lebens niemals gelernt und erfahren hat, Gefühle zu vermitteln und zu bekommen. Und es zeigt sich immer deutlicher, dass sie insbesondere mit ihrem eigenen Leben hadert - war das Alles? Dagmar Manzel liest diesen Roman derart kunstfertig, dass man Inge Lohmark 298 Minuten vor sich sieht. Als unnahbare, gefühllose Lehrerin in einem kalten, harten Ton wie auch als die Frau, die sich an ihren Vater erinnert oder an ihre letzte wahre Liebe - weich, sanft und leise wird dann die Stimme Lohmarks. Auch die Interpretationen der weiteren Personen sind gut getroffen - Dagmar Manzel verleiht wirklich allen eine eigene Persönlichkeit, egal ob SchülerIn oder KollegIn. Ein tolles Hörbuch, das unterhält und gleichzeitig das Biologiewissen auffrischt. Das fordert jedoch beim Zuhören ein bisschen Konzentration ein ;-)

Auffrischungskurs in Biologie
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 08.09.2014
Bewertet: Format: eBook (PDF)

Inge Lohmark ist eine in die Jahre gekommene Lehrerin für Biologie an einem kleinen ostdeutschen Gymnasium, das bald wegen schwindender Schülerzahl geschlossen werden soll. Sie geht mit zynischem Blick durchs Leben, betrachtet alles nüchtern und analytisch wie ihr Studienfach. Es brachte mich oft zum Schmunzeln, wie sie wirklich alles... Inge Lohmark ist eine in die Jahre gekommene Lehrerin für Biologie an einem kleinen ostdeutschen Gymnasium, das bald wegen schwindender Schülerzahl geschlossen werden soll. Sie geht mit zynischem Blick durchs Leben, betrachtet alles nüchtern und analytisch wie ihr Studienfach. Es brachte mich oft zum Schmunzeln, wie sie wirklich alles und jeden mit den naturwissenschaftlichen Vorgängen der Biologie vergleicht und in Verbindung bringt. Nebenbei kann man also während des Lesens sogar seine verstaubten Bio-Kenntnisse auffrischen. :-)