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Der Kameramörder

Roman

(15)
Über die Abscheulichkeit von Reality-TV
»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag begangenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Angewidert und zugleich voller Lust an der Sensation, kommentieren sie das Vorgehen der Medien. Draußen, in der »wirklichen« Welt, wird unterdessen fieberhaft nach dem Mörder gesucht.
»Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.« Daniel Kehlmann in ›Literaturen‹
Rezension
»Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.«
Daniel Kehlmann, Literaturen
Portrait
Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren und arbeitet seit 1991 als freier Schriftsteller. 1998 erschien sein viel beachtetes Debüt ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹, das vom ›Daily Telegraph‹ zum Buch des Jahres gewählt wurde. 2001 folgte der Roman ›Der Kameramörder‹, für den Glavinic mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Romane folgten. Thomas Glavinics Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien ›Unterwegs im Namen des Herrn‹. Er lebt in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 160, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.11.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783423411073
Verlag dtv
Verkaufsrang 34.283
eBook
6,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Realistisch und schockierend – aber gerade deshalb einfach genial
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2013

Thomas Glavinic zeigt mit diesem Roman, dass er einen spannenden und zugleich faszinierenden Krimi schreiben kann. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf die Aufklärung des schrecklichen Verbrechens und die Suche nach dem Täter, sondern auch auf die mediale Aufarbeitung des grausamen Doppelmordes. Der „Kameramörder“ hat seine unmensch¬lichen Taten... Thomas Glavinic zeigt mit diesem Roman, dass er einen spannenden und zugleich faszinierenden Krimi schreiben kann. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf die Aufklärung des schrecklichen Verbrechens und die Suche nach dem Täter, sondern auch auf die mediale Aufarbeitung des grausamen Doppelmordes. Der „Kameramörder“ hat seine unmensch¬lichen Taten aufgezeichnet und dem Fernsehen zugespielt. Wie skrupellos ist die Berichterstattung der Medien? Wie geht jeder Einzelnen damit um? Zwei befreundete Pärchen, darunter der Ich-Erzähler, verfolgen die Ermittlungen mit geteiltem Interesse. Glavinic erzählt realistisch und distanziert, wenn nicht sogar gefühllos von den Ereignissen rund um das schockierende Verbrechen. Durch die kurzen, teils unver¬bundenen, Sätze wird ein extrem hohes Erzähltempo erzeugt. Dieser gewöhnungsbedürftige Schreibstil mag nicht jedem liegen – mit Garantie wird der Leser aber von der Geschichte gefesselt. Glavinic beherrscht sein Metier und daher steht am unvor¬hergesehenen Ende immer ein verblüffter und zugleich begeisterter Leser.

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1 0
Mord und was dieser auslösen kann. Ein Spannungsroman mit überraschender Auflösung und ungewöhnlichem Schreibstil; leider fehlt das Motiv.
von Ambermoon aus Wien am 11.04.2017

"Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben." Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll,... "Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben." Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Einerseits angewidert, andererseits fasziniert kommentieren sie dabei Handlungsweise der Medien. Draußen, in der echten Welt, wird gleichzeitig fieberhaft nach dem Mörder gesucht. Ein ebenso verstörender wie atemraubender Kriminalroman...(Klappentext) ------------------------------------------ Als Leser verfolgt man mit Spannung die Suche nach dem Mörder aus der Sicht des Ich-Erzählers. Dieser befindet sich mit seiner Lebensgefährtin auf Osterbesuch bei Freunden in der Weststeiermark. In der Nähe geschah ein furchtbarer Mord an zwei Kindern, welcher vom Mörder gefilmt wurde. Dieses Video gelangte an die Meiden und löste mit dem Mord einen regelrechten Dominoeffekt aus. Dieser beinhaltet Kritik an den Medien, der Kirche, sowie an der Sensationsgier der Menschen. Man fragt sich was davon schrecklicher ist - der Mord, das Snuff-Video, wie daraus eine regelrechte Show veranstaltet wird, der daraus resultierende Quotenkampf, oder die Sensationsgeilheit der Menschen. Und dann die erschreckende Erkenntnis, daß man damit einen Spiegel vorgehalten bekommt und sich selbst darin erkennt - mehr oder weniger ausgeprägt. Aufgrund der Thematik ist dieser Roman nichts für schwache Nerven, da man sich mit dem Protagonisten das Video in den Nachrichten ansieht. Dies alles erfolgt zwar nicht in typischer Glavinic-Manier, jedoch trotzdem in einem ungewöhnlichem Schreibstil - ohne Dialoge und Absätze (also in einer Wurscht geschrieben), sondern in Form einer Niederschrift des Ich-Erzählers. Dieser erzählt dies in einem erschreckend nüchternem Ton und etwas holprig, was jedoch vom Autor so beabsichtigt ist. Es ist als ob man selbst vor dem TV sitzt, den Nachrichten folgt und dem eigenen Voyeurismus fröhnt. Die Auflösung war für mich überraschend, da ich jemand ganz anderen auf dem Schirm hatte. Was mir jedoch dann fehlte war das Motiv, was ihn dazu bewegt hat, ob er dies schon öfters gemacht hat und wie er das hinbekommen hat, dass es keiner in seiner Umgebung merkt. Quasi ein kleines Psychogramm des Täters. Für mich war es daher dann ein etwas unbefriedigendes Ende. Fazit: Ein durchaus lesenswerter Roman, der Kritik an den Medien, der Kirche und der Sensationsgier übt, jedoch nichts für schwache Nerven. Nur mit dem Ende war ich etwas unzufrieden. Absolute Leseempfehlung für einen schon etwas älteren Glavinic.

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Der Kameramörder
von R. Koch am 18.06.2009
Bewertet: Taschenbuch

Zwei Kinder werden in den Selbstmord getrieben, das Video darüber wird von einem Privatsender ausgestrahlt. Ein bizarres Spiel beginnt, in dem sich der Leser viel zu oft an die eigene Sensationsgier erinnert fühlt. Das Geschehen wird beklemmend real dargestellt und durch die nüchterne, spröde Erzählweise erscheint die Tat nur noch grausamer. Das... Zwei Kinder werden in den Selbstmord getrieben, das Video darüber wird von einem Privatsender ausgestrahlt. Ein bizarres Spiel beginnt, in dem sich der Leser viel zu oft an die eigene Sensationsgier erinnert fühlt. Das Geschehen wird beklemmend real dargestellt und durch die nüchterne, spröde Erzählweise erscheint die Tat nur noch grausamer. Das fulminante Ende ist wie ein Paukenschlag, mit dem keiner gerechnet hat und lässt ein beunruhigendes Gefühl beim Leser zurück, der noch einmal die Geschichte Revue passieren lässt, nur um zu erkennen: Thomas Glavinic ist ein absolutes Meisterwerk gelungen!

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