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Der Kirmesmörder - Jürgen Bartsch

Biografischer Kriminalroman

(3)
Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem Kirmesmörder gerät eine ganze Region in Panik. Als Jürgen Bartsch schließlich gefasst wird, fordern die Menschen Vergeltung.
Portrait
In Wuppertal geboren, aufgewachsen in Köln, hat Regina Schleheck in Aachen Germanistik, Sozialwissenschaften und Sport studiert, später in Herford gelebt, wo sie nach einer Tochter vier Söhne zur Welt brachte. Seit 1999 wohnt sie mit ihren Kindern in Leverkusen und arbeitet als Oberstudienrätin an einem Kölner Berufskolleg. Vor zehn Jahren begann sie zu schreiben, erst Kurzgeschichten, dann Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke, längere Erzählungen und erhielt dafür eine Vielzahl von Auszeichnungen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 244
Erscheinungsdatum 03.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-1939-3
Reihe Wahre Verbrechen im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 198/120/22 mm
Gewicht 260
Buch (Taschenbuch)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Getrieben von Angst vor der Schande“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Die 'Causa Bartsch' beschäftigte mich bereits in meiner Jugend, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass er 1976 in die Sicherungsverwahrung des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie der Lippstadt verbracht wurde. Da gab es Zuhause einmal mehr die eindringliche Warnung mit niemandem Fremden mitzugehen.
Heute knapp 50 Jahre nach
Die 'Causa Bartsch' beschäftigte mich bereits in meiner Jugend, wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass er 1976 in die Sicherungsverwahrung des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie der Lippstadt verbracht wurde. Da gab es Zuhause einmal mehr die eindringliche Warnung mit niemandem Fremden mitzugehen.
Heute knapp 50 Jahre nach dem letzten Mord und 40 Jahre nach seinem Tod in der LWL Klinik berührt mich der Werdegang dieses Menschen erneut.
Es war der 21. Juni 1966 als Jürgen Bartsch festgenommen wird. Bis dahin hatte er in den vergangenen vier Jahren vier Jungen in Alter zwischen 8 und 13 Jahren in einem Luftschutzstollen auf sardistische Weise missbraucht, getötet und notdürftig verscharrt. Seinem fünften Opfer gelang die Flucht. Ein juristischer Prozess gegen den „Jahrhundertmörder“ endet schließlich mit einer Jugendhaftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Im Alter von 39 Jahren stirbt der Kirmesmörder auf dem Operationstisch in Eikelborn, todesursächlich ein Narkosefehler.
Der Kriminalroman „Der Kirmesmörder Jürgen Bartsch“ beginnt mit dem schrecklichen Verbrechen an Paul, dem Jungen, der sich retten konnte. Ein Schaudern beim Gedanken an das, was sich in Realita in dem Bunker abgespielt hat, ruft in dem Leser Wut, Abscheu und ein unbeschreibliches Grauen hervor.
In den folgenden Kapiteln erfahren wir aus der Perspektive verschiedener Personen, die mit Jürgen Bartsch Kontakt hatten, seine Entwicklung vom aufgeweckten, fröhlichen Kleinkind bis zum ungeliebten Adoptivsohn; gepieserkt, geprügelt, selber misshandelt, oftmals verstossen, aufgewachsen ohne soziale Kontake und kaum geliebt. Nach außen gab er sich stets charmant, war eine gepflegte Erscheinung. Doch die Autorin Regina Schleheck gewährt uns einen Einblick in sein Innerstes, so dass man trotz der Grausamkeit bisweilen Mitleid mit dem jungen Bartsch bekommen kann. Ein junger Mann auf der Suche nach Zuneigung und Anschluss in der Gesellschaft. Es stellt sich die Frage nach der Schuld.
Ein absolut eindrucksvoller Kriminalroman, der tiefe Einblicke in die menschliche Psyche gibt, der einmal mehr aufzeigt, was mit einem Menschen geschehen kann, wenn das soziale Umfeld schädigt, der die damalige Denkweise der Gesellschaft wunderbar herausarbeitet.
Ein beeindruckend feinfühlig und zugleich schonungslos offener Roman über einen der spektakulärsten Fälle der Nachkriegsgeschichte.
Den Roman sollten sie auf keinen Fall verpassen!

Kundenbewertungen


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Die Realität ist grausamer als jeder Thriller!
von Mordsbuch am 13.01.2017

Kurzbeschreibung Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem... Kurzbeschreibung Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem Kirmesmörder gerät eine ganze Region in Panik. Als Jürgen Bartsch schließlich gefasst wird, fordern die Menschen Vergeltung. Bewertung Der Kirmesmörder - Jürgen Bartsch von Regina Schleheck ist eines der ersten Bücher, die in der neuen Reihe ?Wahre Verbrechen? im Gmeiner Verlag erschienen sind. Als allererstes möchte ich ein großes Lob an die Autorin aussprechen. Für dieses Buch wurde super recherchiert und der Umgang, mit diesem doch heiklem Thema, ist super. Zur Zeit von Jürgen Bartsch war ich noch nicht geboren, aber da ich mich schon seit meiner Jugend mit wahren Verbrechen, Serienmördern, etc. beschäftige, war mir der Fall natürlich bekannt. Aber ich muss sagen, dass ich doch jede Menge neuer Infos durch das Buch bekommen habe und zum Fall Bartsch ist das eins der besten Bücher, das ich bis jetzt gelesen habe. Fazit: Die Realität ist grausamer als jeder Thriller! Super Buch zu einem erschreckenden Fall. Hierfür gebe ich gerne meine Leseempfehlung!

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Erschütternd gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 10.08.2016

Habe gerade das Buch zugeschlagen. Bin tief beeindruckt, wie die Autorin Regina Schleheck mit diesem schwierigen Thema umgegangen ist. Schonungslos hat sie die Perversitäten und Gewalttaten an den Kindern beschrieben, was kaum auszuhalten ist, aber sein muss, um die "Bestie" nicht zu verherrlichen. Es darf nichts unter den Teppich... Habe gerade das Buch zugeschlagen. Bin tief beeindruckt, wie die Autorin Regina Schleheck mit diesem schwierigen Thema umgegangen ist. Schonungslos hat sie die Perversitäten und Gewalttaten an den Kindern beschrieben, was kaum auszuhalten ist, aber sein muss, um die "Bestie" nicht zu verherrlichen. Es darf nichts unter den Teppich gekehrt werden. Wie gefährlich Letzteres sein kann, erfahren die Leser in den Passagen der einzelnen Erzähler, die mittelbar oder unmittelbar Jürgen Bartsch durchs Leben begleiteten. Immer tiefer gerät man in den Strudel seiner Vergangenheit, der Verwicklungen und Verleumdungen. Fast hat man Mitleid mit Jürgen Bartsch, ist doch der höllisch Quälende auch ein höllisch Gequälter. Er selbst soll beantragt haben, durch einen operativen Eingriff im Gehirn, von seiner Triebhaftigkeit und der Lust am Morden befreit werden zu wollen. Das wurde ihm verwehrt. So hatte er sich zu einer Kastration entschieden, die ... aber ich will nicht vorweg greifen, auch wenn es allgemein bekannt sein dürfte. Obwohl ich damals alle Berichterstattungen als Zeitzeugin verfolgt habe, erfuhr ich viel Neues und Wissenswertes rund um den "Fall Jürgen Bartsch". Die verschrobenen Denkweisen der "Alten" mit ihren Vorurteilen, besonders was die Homosexualität angeht - ließen mich beim Lesen mehrmals nicken. Ja, so hatte ich es als Kind und Jugendliche oft gehört, wenn ein Mann sich "so seltsam" benahm. Aber auch diese Alten waren Opfer ihrer Erziehung, in der es manchmal die Prügelstrafe gab. Ist noch gar nicht so lange her. Alles in allem ein nachdenklich machender "Biografischer Kriminalroman".

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