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Der mechanische Prinz

Auf der Kinder- und Jugendbuchliste SR, WDR, Radio Bremen, Frühjahr 2003

(2)
Er war, so scheint es ihm, von Anfang an das egalste Kind der Welt. Das traurigste ... Das sprachloseste ...
Dann, eines Morgens vor der U-Bahn, erhält Max von einem einarmigen Bettler ein unglaubliches Geschenk, ein goldenes Ticket, mit dem er an Orte reisen kann, wo nur wenige hinkommen: die Refugien. Nur dort kann Max sich seiner Traurigkeit stellen, nur dort kann er sein Leben verändern und sein Herz retten.
Versagt er, wird der mechanische Prinz, der Herrscher über die Refugien, ein schreckliches Pfand von ihm einbehalten, und, beinahe noch schlimmer, sein elendes Leben wird weitergehen wie bisher ...







Portrait
Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren, arbeitet als Übersetzer und Rezensent und schreibt Drehbücher - vor allem aber ist er Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. Sein Bestseller "Die Mitte der Welt" wurde 1999 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ist mittlerweile in vielen Ländern der Welt erschienen. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer hat Andreas Steinhöfel 2009 den Erich Kästner Preis für Literatur verliehen bekommen. Außerdem erhielt er 2009 mehrere Preise für "Rico, Oskar und die Tieferschatten" u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und die Auszeichnung "Lesekünstler 2009", verliehen vom Sortimenterausschuss des Börsenvereins Deutscher Buchhandel.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 23.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-35386-3
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 185/157/25 mm
Gewicht 256
Verkaufsrang 20.810
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Kundenbewertungen


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Endstation Herz
von einer Kundin/einem Kunden am 13.09.2013

Ich habe von einer Freundin das Buch "Die Mitte der Welt" vom gleichen Autor geschenkt bekommen und war so begeistert, dass ich unbedingt mehr von diesem Autor lesen wollte. So habe ich schließlich "Der mechanische Prinz" zur Hand genommen. Während "Die Mitte der Welt" an etwas ältere Jugendliche gerichtet... Ich habe von einer Freundin das Buch "Die Mitte der Welt" vom gleichen Autor geschenkt bekommen und war so begeistert, dass ich unbedingt mehr von diesem Autor lesen wollte. So habe ich schließlich "Der mechanische Prinz" zur Hand genommen. Während "Die Mitte der Welt" an etwas ältere Jugendliche gerichtet ist, richtet sich der mechanische Prinz an ein jüngeres Publikum. Ich würde die Hauptzielgruppe bei etwa zehn bis fünfzehn Jahren ansetzen, aber man kann das Buch auch - wie ich selbst - als Erwachsener lesen und genießen. Der Roman dreht sich um Max, der sich als den egalsten Jungen der Welt empfindet: Seine Eltern sind so damit beschäftigt, miteinander zu streiten, dass sie ihm praktisch keine Beachtung schenken und seine Freunde kann Max an einem Finger abzählen. Dann aber passiert Max etwas schier Unglaubliches: Er bekommt ein goldenes U-Bahn-Ticket geschenkt, mit dem er an U-Bahn-Stationen aussteigen kann, die es eigentlich gar nicht gibt. Und jede dieser Stationen birgt einen Zugang zu fremden Ländern, die zugleich auch den Zugang zu seinem eigenen Herzen bilden. So aufregend dies zunächst auch klingt, schon bald wird ihm klar, dass im Herzen eines Menschen nicht nur Liebe und Freude sondern auch tiefe Abgründe lauern - und das dies auch für sein eigenes Herz gilt. Der Roman wird von einem Kinderbuchautor erzählt, dem die Geschichte wiederum von Max erzählt wurde. Und auch wenn der Kinderbuchautor immer vorgibt, Kinder nicht zu mögen und bissige Kommentare über sie abgibt, wird doch rasch klar, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Für mich kam "der mechanische Prinz" nicht ganz an "die Mitte der Welt" heran, weil er in mancher Hinsicht - mindestens für Erwachsene - vorhersehbarer konstruiert ist und nicht ganz so vielfältig und tiefsinnig erscheint (d.h. der tiefere Sinn der Geschichte ist dem Alter der Zielgruppe entsprechend nicht so sehr zwischen den Zeilen versteckt). Dennoch hat mir der Roman gut gefallen, denn die fantastischen Abenteuer haben nichts mit Realitätsflucht zu tun und es gibt immer wieder Stellen, die auch Erwachsene noch zum Nachdenken anregen. Zudem gibt es für jeden noch die ein oder andere interessante Wendung, die man so sicher nicht vorhergesehen hat. Jüngere Leser können sich sicher auch das ein oder andere Mal mit der Situation des Protagonisten identifizieren und zugleich Mut und Trost aus dem Buch schöpfen. Nicht zuletzt wird das Ganze durch den wunderbaren Stil des Verfassers abgerundet, der fantasie- und detailreich, aber auch einfühlsam, humorvoll und manchmal zynisch eine bewegende Geschichte vor dem Leser entfaltet. Ich würde gern 4,5 Sterne vergeben, aber da dies nicht möglich ist, vergebe ich gute vier Sterne, denn für volle fünf Sterne reicht es meiner Meinung im Gegensatz zur Mitte der Welt dann doch nicht ganz. Es ist und bleibt jedoch ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Kruder Fantasymix
von M.L.H am 12.04.2015

Andreas Steinhöfel, Autor dieses Buches, regte sich in einem Interview einmal auf, das dieses Buch von der Presse oft missverstanden wird. Ich bin nicht von der Presse, kann die wechselhaften Kritiken aber durchaus nachvollziehen. Zur Geschichte: Das Buch handelt von einem Jungen, Max, der sich allein gelassen fühlt, vor... Andreas Steinhöfel, Autor dieses Buches, regte sich in einem Interview einmal auf, das dieses Buch von der Presse oft missverstanden wird. Ich bin nicht von der Presse, kann die wechselhaften Kritiken aber durchaus nachvollziehen. Zur Geschichte: Das Buch handelt von einem Jungen, Max, der sich allein gelassen fühlt, vor allem von seinen Eltern, die ihn kaum wahr nehmen. Als er eines Tages ein goldenes Ticket für die Straßenbahn von einem einarmigen Bettler geschenkt bekommt, entdeckt er, das er damit an einer eigentlich nicht vorhandenen Station halten kann, und er eines der sogenannten Kartenkinder ist, die in verschiedenen Refugien verschiedene Aufgaben bestehen müssen. Und dann wird es erst so richtig merkwürdig. Das Buch lässt eine klare Struktur vermissen, und Steinhöfel kann sich nicht so richtig entscheiden, was seine Geschichte denn nun sein soll. Für ein realistisches Drama gibt es entschieden zu viele Fantasyelemente, für einen reinen Fantasyroman ist die Geschichte nicht abgehoben genug. Vieles bleibt zudem offen und ungeklärt, die Idee wirkt unausgegoren. Sein Talent beweist Steinhöfel in den wirklich lustigen Abschnitten, in denen Max ihm selber als Autor die Geschichte andreht und erzählt. Ansonsten kann dieses wirre Buch leider nicht überzeugen - schade, da es an Phantasie und guten Ideen eigentlich nicht mangelt.

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