Der Name der Rose

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Medicis für ausländische Literatur 1982 und dem Premio Strega 1981

(37)

Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.
Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ...

Portrait
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebte zuletzt in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet eer Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde u. a.1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet und 2014 erhielt er den "Gutenberg-Preis" der Landeshauptstadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft. Er verstarb 2016.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 688
Erscheinungsdatum 01.04.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-10551-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 192/121/38 mm
Gewicht 500
Originaltitel Il nome della rosa
Auflage 35. Auflage
Verkaufsrang 98.359
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Hier steckt einfach eine Menge drin: Rätselhafte Morde in einem italienischen Kloster und zwei ‚good guys’ als Detektive, der Kampf zwischen Papst und Franziskanern um die Frage des Armutsgebotes, ein verschollenes Werk des Aristoteles über die ‚Komödie’ und schlicht die ganze Welt des vermeintlich dunklen Mittelalters.
Dummerweise
Hier steckt einfach eine Menge drin: Rätselhafte Morde in einem italienischen Kloster und zwei ‚good guys’ als Detektive, der Kampf zwischen Papst und Franziskanern um die Frage des Armutsgebotes, ein verschollenes Werk des Aristoteles über die ‚Komödie’ und schlicht die ganze Welt des vermeintlich dunklen Mittelalters.
Dummerweise fiel mir dieses Buch schon in jungen Jahren in die Hände, seitdem muss sich fatalerweise das ganze Genre des Historischen Romans am ‚Namen der Rose’ messen lasen. Bücher über dieses Buch füllen quasi selbst schon eine Bibliothek (eine solche ist schließlich auch Dreh- und Angelpunkt der Geschichte). Das Werk – auf welchem Ecos Berühmtheit eigentlich gründet - lässt sich tatsächlich auf verschiedene Weisen lesen; angeblich haben wir auch den Prototyp des postmodernen Romans vor uns. Doch keine Angst: Selten wurde die Welt des (Spät-)Mittelalters lebendiger,
lehrreicher und lustvoll-spannender geschildert!!!

„Historischer Roman“

M. Hollerbaum, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

In einem abgelegenen Kloster in Norditalien geschehen unheimliche Mordfälle an unschuldigen Mönchen. Der starke mittelalterliche Aberglaube der Gemeinschaft behindern die wissenschaftlichen Ermittlungen des Bruders William von Baskerville.

Unter dem Deckmantel der Kirche beherrschen die Ängste die menschliche Seele. William will
In einem abgelegenen Kloster in Norditalien geschehen unheimliche Mordfälle an unschuldigen Mönchen. Der starke mittelalterliche Aberglaube der Gemeinschaft behindern die wissenschaftlichen Ermittlungen des Bruders William von Baskerville.

Unter dem Deckmantel der Kirche beherrschen die Ängste die menschliche Seele. William will die grausamen Höllenwelten der Klostereinwohner erschüttern, in dem er den Täter als Mensch entlarvt.

Der Leser wird die spannende und gefährliche Welt des Bruders William von Baskerville erleben. Die Gegensätze von Frömmigkeit und Aberglaube ist ein zweischneidiges Schwert im Mittelalter. Man begreift erst, dass unser Aberglaube in unserem Jahrhundert noch fest verwurzelt ist.

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Definitiv ein großer historischer Roman mit Weltruhm -- und das nicht zu Unrecht. Eco ist ein Meister der Sprache, trauen Sie sich ran, Sie werden nicht enttäuscht sein. Definitiv ein großer historischer Roman mit Weltruhm -- und das nicht zu Unrecht. Eco ist ein Meister der Sprache, trauen Sie sich ran, Sie werden nicht enttäuscht sein.

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Ein Klassiker von Umberto Eco. Anspruchsvoll, aber sehr gut zu lesen. Ein Klassiker von Umberto Eco. Anspruchsvoll, aber sehr gut zu lesen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
26
9
1
1
0

Atmosphärisch stark
von CaWa - die Leseratte aus Hilden am 02.03.2008

Das Buch ist einfach grandios. Man spürt die Kälte in dieser italienischen Abtei förmlich. Selten habe ich die Atmosphäre dermaßen körperlich verspürt, wie in diesem Buch. Der Fransziskanermönch William v. Baskerville ist zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.... Das Buch ist einfach grandios. Man spürt die Kälte in dieser italienischen Abtei förmlich. Selten habe ich die Atmosphäre dermaßen körperlich verspürt, wie in diesem Buch. Der Fransziskanermönch William v. Baskerville ist zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ... Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bitte nicht von der Vielzahl an lateinischen Sätzen, die im Anhang übersetzt werden, vom Lesen des historischen Thrillers abbringen lassen.

fesselnd, aber düster
von Blacky am 21.04.2009

Kurzbeschreibung Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist... Kurzbeschreibung Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht .. Ein fesselnder, interressanter aber gleichzeitig auch düsterer Roman. Er gewährt Einblicke in das Wesen der Inquisition

Ein literarisches Meisterwerk!
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 26.04.2010

Im November des Jahres 1327 besucht Adson von Melk gemeinsam mit dem Franziskanerpater William von Baskerville, unter dessen Obhut er steht, eine Benediktinerabtei im ligurischen Appenin. Dort bittet der Abt des Klosters den für seinen Scharfsinn bekannten Bruder William, um die Untersuchung eines mysteriösen Todesfalls. Ein Mönch scheint auf... Im November des Jahres 1327 besucht Adson von Melk gemeinsam mit dem Franziskanerpater William von Baskerville, unter dessen Obhut er steht, eine Benediktinerabtei im ligurischen Appenin. Dort bittet der Abt des Klosters den für seinen Scharfsinn bekannten Bruder William, um die Untersuchung eines mysteriösen Todesfalls. Ein Mönch scheint auf äußerst ungewöhnliche Weise Selbstmord begangen zu haben. William sieht sich bald mit einer ganzen Reihe von Morden konfrontiert, die stets nach den sieben Posaunen der biblischen Apokalypse inszeniert zu sein scheinen. Und die Zeit drängt, denn mit der Ankunft der päpstlichen Legation, kündigt sich auch die von Bernard Gui an. Ein alter Widersacher Baskervilles und glühender Verfechter der heiligen Inquisition... Analog zu diesen bereits erwähnten sieben Posaunen ist auch das Buch in sieben Tage unterteilt, welches Elemente des Schauer- und Detektivromans ebenso beinhaltet, wie philosophische und literarische Anspielungen, und damit Merkmale des klassischen Bildungsromans. Es behandelt Fragen der Kultur, Religion und Geschichte des späten Mittelalters, thematisiert aber gleichzeitig auch die Empfindungen und Gedanken der einzelnen Figuren, welche als Gerüst einer Handlung dienen, die in ihren Verzweigungen epische Ausmaße annimmt. Für den Leser ist es hier nicht immer einfach den Überblick und damit den roten Faden der Handlung im Auge zu behalten. Seitenlange Dialoge und Monologe. Ganze Absätze in Latein. Ungeduldige werden das Buch wohl bereits nach wenigen Seiten in die Ecke geknallt haben. Wer sich jedoch Zeit nimmt, sogar rückblickend manches überdenkt und sich auf Ecos Stil einlässt, wird bald mit jeder Zeile in eine äußerst dichte und verdammt spannende Geschichte hineingezogen. Trotz der ausführlichen Schilderung größerer Konflikte und der Thematisierung theologischer Fragen (Häresie, Dolcinianer, Aristoteles Werke), welche ein komplexes und vielfarbiges Bild des mittelalterlichen Lebens in mehreren Verzweigungen und Nebenlinien zeichnen und die meiner Meinung nach die Lektüre dieses Buches erst so kostbar machen, bleibt die Aufklärung des Verbrechens stets der erzählerische Hauptstrang des Romans. Und der lebt natürlich in erster Linie von den beiden Hauptfiguren. William von Baskerville ist dabei, man kann es schon am Namen erahnen, ganz deutlich dem Vorbild des literarischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes nachempfunden, mit dem er nicht nur seine Vorliebe zur Beobachtung und Deduktion, sondern auch ein paar anatomische Gemeinsamkeiten (z.B. die schmale Adlernase) teilt. William ist seiner Zeit voraus, ein Visionär, der jedoch nie anachronistisch wirkt und sich trotz anderen Denkens perfekt in die Gemeinschaft seiner Ordensbrüder einfügt. Auf der anderen Seite wiederum steht Adson von Melk, der Erzähler, welcher die Geschehnisse aus Sicht seiner damaligen jugendlichen Erfahrung schildert und als staunender Beobachter gleichsam als Identifikationsfigur für den Leser dient. An seiner Seite erlebt man die Geschehnisse rund um das Benediktinerkloster und lässt sich gefangen genehmen von einer Geschichte, die bis zur letzten Seite aufs allerbeste und spannendste unterhält. Insgesamt ist "Der Name der Rose" ein literarisches Meisterwerk, das von seiner sprachlichen Qualität und der enormen Tiefe lebt. Ein Buch, das sicherlich Aufmerksamkeit und Mitdenken erfordert, aber dafür auch lehrreiche Stunden bietet, ohne zu belehren. Ausgezeichnet recherchiert, sprachlich gewandt und nicht zuletzt auch erstklassig übersetzt.


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