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Der namenlose Tag

Roman. Ein Fall für Jakob Franck. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2016

(33)
Rezension
"Voller Zärtlichkeit und Mitleid - Ein Spitzentitel. Ohne Zweifel."
Elmar Krekeler, DIE WELT 01.08.2015
Portrait

Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Sein Werk wurde mehrfach übersetzt und vielfach prämiert, u. a. mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Seine Romane um den Vermisstenfahnder Tabor Süden machten ihn zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Kriminalschriftsteller. Friedrich Ani ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des Internationalen PEN-Clubs. Sein Roman Der namenlose Tag (2015), ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis und dem Stuttgarter Krimipreis, markierte Anis Wechsel zu Suhrkamp. Sein zweiter Roman, Nackter Mann, der brennt, erschien im Sommer 2016. Seit 2015 ist Friedrich Ani auch mit seinen Theaterstücken im Suhrkamp Theater Verlag vertreten.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 301
Erscheinungsdatum 08.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42487-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 213/130/32 mm
Gewicht 491
Auflage 3
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
11
4
11
5
2

Sieben Stunden
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Kriminalhauptkommissar Franck ist seit kurzem im Ruhestand. Doch noch kann er von den Toten nicht lassen. Na ja, vielleicht könnte er schon, wenn nicht Ludwig Winther bei ihm aufgetaucht wäre. Der Vater einer Selbstmörderin glaubt auch noch nach zwanzig Jahren, dass seine Tochter Opfer eines Verbrechens geworden ist. Sein... Kriminalhauptkommissar Franck ist seit kurzem im Ruhestand. Doch noch kann er von den Toten nicht lassen. Na ja, vielleicht könnte er schon, wenn nicht Ludwig Winther bei ihm aufgetaucht wäre. Der Vater einer Selbstmörderin glaubt auch noch nach zwanzig Jahren, dass seine Tochter Opfer eines Verbrechens geworden ist. Sein Leben liegt seit den damaligen Geschehnissen in Trümmern, seine Ehe zerbrach an den Ereignissen, seine Frau folgte der Tochter auf den Friedhof, der Hang zum Alkohol setzte Ludwig Winther zu. Franck hatte der Familie damals die Todesnachricht überbracht und der Mutter sieben Stunden lang beigestanden. So was vergisst man nicht. Schon gar nicht dieser Hauptkommissar, ein großer Zuhörer und Menschenfreund. Einer der sich beharrlich und behutsam in die Vergangenheit seines Gegenübers einfühlt und Seelen öffnet, ohne anbiedernd zu sein. Es sind die leisen Töne, die diesen Roman ausmachen. Wer temporeiche Spannung und außergewöhnlich grausame Psychopathen als Täter sucht ist mit dem Buch nicht gut bedient. Ani ist ein Erzähler des Alltäglichen. Es könnte die Familie deines Nachbarn sein über die er erzählt, fiel mir beim Lesen spontan ein. Meisterlich wie er den kleinbürgerlichen Mief jahrzehntelanger Trauerverarbeitung Schicht um Schicht abträgt und nur Sprachlosigkeit und Stumpfsinn generationsübergreifend übrig bleiben. Bier, Schnaps und Wein lassen manch Verzweifelten aus dem Leim gehen und spenden den Versagens geplagten Trost. Schweigen ist auch eine Antwort. Mehr als einmal löst König Alkohol für Franck die Zungen. Kein Wunder in diesem deprimierenden Vorstadtkosmos, von Ani treffend gezeichnet. Mich hat der Roman von der ersten Seite an überzeugt. Die grandiose Schlichtheit der Geschichte, die sattelfeste Konstruktion, eine Erzählweise für die Friedrich Ani im Marketingsprech den Titel „Alleinstellungsmerkmal“ beanspruchen dürfte, so eigen und einzigartig ist sein Stil, wobei er drei oder vier Mal sprachlich über das Ziel hinaus geschossen ist. Keine Ahnung, was er mir mit manchen Vergleichen sagen will. Dem gegenüber stehen aber im Dutzend wunderbare kleine Weisheiten, radikale Einsichten und geniale Beobachtungen, geschrieben von einem Großen seiner Zunft. Denn wer sonst könnte ein derart kleinkariertes Milieu, in einen funkelnden Literaturdiamanten verwandeln?

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Der namenlose Tag
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 03.02.2016

Kriminalhauptkommissar Franck ist seit kurzem im Ruhestand. Doch noch kann er von den Toten nicht lassen. Na ja, vielleicht könnte er schon, wenn nicht Ludwig Winther bei ihm aufgetaucht wäre. Der Vater einer Selbstmörderin glaubt auch noch nach zwanzig Jahren, dass seine Tochter Opfer eines Verbrechens geworden ist. Sein... Kriminalhauptkommissar Franck ist seit kurzem im Ruhestand. Doch noch kann er von den Toten nicht lassen. Na ja, vielleicht könnte er schon, wenn nicht Ludwig Winther bei ihm aufgetaucht wäre. Der Vater einer Selbstmörderin glaubt auch noch nach zwanzig Jahren, dass seine Tochter Opfer eines Verbrechens geworden ist. Sein Leben liegt seit den damaligen Geschehnissen in Trümmern, seine Ehe zerbrach an den Ereignissen, seine Frau folgte der Tochter auf den Friedhof, der Hang zum Alkohol setzte Ludwig Winther zu. Franck hatte der Familie damals die Todesnachricht überbracht und der Mutter sieben Stunden lang beigestanden. So was vergisst man nicht. Schon gar nicht dieser Hauptkommissar, ein großer Zuhörer und Menschenfreund. Einer der sich beharrlich und behutsam in die Vergangenheit seines Gegenübers einfühlt und Seelen öffnet, ohne anbiedernd zu sein. Es sind die leisen Töne, die diesen Roman ausmachen. Wer temporeiche Spannung und außergewöhnlich grausame Psychopathen als Täter sucht ist mit dem Buch nicht gut bedient. Ani ist ein Erzähler des Alltäglichen. Es könnte die Familie deines Nachbarn sein über die er erzählt, fiel mir beim Lesen spontan ein. Meisterlich wie er den kleinbürgerlichen Mief jahrzehntelanger Trauerverarbeitung Schicht um Schicht abträgt und nur Sprachlosigkeit und Stumpfsinn generationsübergreifend übrig bleiben. Bier, Schnaps und Wein lassen manch Verzweifelten aus dem Leim gehen und spenden den Versagens geplagten Trost. Schweigen ist auch eine Antwort. Mehr als einmal löst König Alkohol für Franck die Zungen. Kein Wunder in diesem deprimierenden Vorstadtkosmos, von Ani treffend gezeichnet. Mich hat der Roman von der ersten Seite an überzeugt. Die grandiose Schlichtheit der Geschichte, die sattelfeste Konstruktion, eine Erzählweise für die Friedrich Ani im Marketingsprech den Titel „Alleinstellungsmerkmal“ beanspruchen dürfte, so eigen und einzigartig ist sein Stil, wobei er drei oder vier Mal sprachlich über das Ziel hinaus geschossen ist. Keine Ahnung, was er mir mit manchen Vergleichen sagen will. Dem gegenüber stehen aber im Dutzend wunderbare kleine Weisheiten, radikale Einsichten und geniale Beobachtungen, geschrieben von einem Großen seiner Zunft. Denn wer sonst könnte ein derart kleinkariertes Milieu, in einen funkelnden Literaturdiamanten verwandeln?

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Der namenlose Tag
von Herbert Mangl aus Wien am 22.01.2016

Jakob Franck, Kriminalkommisar im Ruhestand, bekommt eines Tages Besuch von Ludwig Winther. Winthers Tochter hat sich vor 20 Jahren das Leben genommen, ein Jahr später auch seine Frau. Diese beiden Tragödien haben Winthers Leben zerstört, aber er glaubt nicht an den Selbstmord seiner Tochter. Er möchte nun, dass Jakob... Jakob Franck, Kriminalkommisar im Ruhestand, bekommt eines Tages Besuch von Ludwig Winther. Winthers Tochter hat sich vor 20 Jahren das Leben genommen, ein Jahr später auch seine Frau. Diese beiden Tragödien haben Winthers Leben zerstört, aber er glaubt nicht an den Selbstmord seiner Tochter. Er möchte nun, dass Jakob Franck noch einmal ermittelt. Er glaubt, dass seine Tochter ermordet wurde. Franck lässt entspricht seiner Bitte und rollt den Fall, den er vor zwanzig Jahren schon einmal bearbeitet hat, noch einmal auf. Ohne die Beschränkungen seines beruflichen Umfeldes, aber auch ohne die entsprechende Unterstützung. Er versucht, den Fall anhand von Aussagen von Menschen aus dem Umfeld der Toten und deren Familie, aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und erlangt am Ende überraschende Ergebnisse. Dies ist kein klassischer Kriminalroman mit Tatverdächtigen, Verfolgungsjagden, falschen und richtigen Spuren und am Ende einem Täter. Hier wird vollkommen anders vorgegangen, vor allem steht am Anfang ein an sich abgeschlossener Fall, der angezweifelt und schliesslich nach sehr langer Zeit noch einmal untersucht wird. Was schon alleine wegen der großen zeitlichen Distanz sehr schwierig ist. Die Geschichte ist ziemlich brillant aufgebaut und sehr eindrucksvoll erzählt. Keine sehr laute Geschichte, aber einprägsam. Friedrich Ani zeichnet seine Charaktere sehr genau und sehr detailliert und am Ende scheint man sie sehr gut zu kennen und kann sich gut in die jeweilige Situation einfühlen. Die Gesamtgestaltung ist ausgezeichnet gelungen und unterstreicht den etwas melancholischen Grundton des Buches.

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