Der Poet der kleinen Dinge

Roman

(20)
Gérards ganze Liebe gilt der Poesie. Doch leider kann er seine Leidenschaft mit niemandem teilen, da er aufgrund einer Behinderung weder schreiben noch richtig sprechen kann. Nur die Herumtreiberin Alexandra versteht ihn und nimmt ihn ernst. Und da Gérard auch sonst wenig vom Leben hat, schmiedet Alexandra einen abenteuerlichen Plan. Alexandra lebt aus dem Rucksack, jobbt auf einer Hühnerfarm und hat am Bruder ihres Vermieters einen Narren gefressen: Gérard leidet am Down-Syndrom und stellt jede Menge Unfug an, aber er trägt das Herz am rechten Fleck. Und Alexandra traut ihren Ohren nicht, als er eines Tages beginnt, ihr selbstkomponierte Gedichte vorzutragen ... Bei ihren Spaziergängen am Fluss lernen die beiden ein anderes Außenseiterpaar kennen: zwei junge Männer, die dort jeden Tag herumhängen und Bier trinken. Das Unmögliche geschieht: Die vier freunden sich an, und plötzlich bietet sich ihnen die Möglichkeit, gemeinsam zu einer Freundin von Alexandra zu reisen - zu viert auf einem alten Motorrad mit Sidecar ...
Portrait
Marie-Sabine Roger wurde 1957 in Bordeaux geboren und lebt heute im Département Charente. Ihre Romane Das Labyrinth der Wörter (2010) und Das Leben ist ein listiger Kater (2014) waren in Frankreich und Deutschland Bestseller. Zuletzt erschien von ihr Heute beginnt der Rest des Lebens (2015).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 240, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783455810257
Verlag Hoffmann und Campe Verlag GmbH
Verkaufsrang 10.796
eBook
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„Glück kann jeden treffen!“

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Gérard ist stark behindert. Sein Anblick schockiert und seine Schwägerin, bei der er wohnt, meint er ist zu nichts zu gebrauchen und sie möchte ihn nur loswerden. Alex, Untermieterin bei der Familie, mit Angst vor jede Bindung, freundet sich mit Gérard an und merkt schnell, dass er gar nicht so beschränkt ist. Sie ermöglicht Ihm zum Gérard ist stark behindert. Sein Anblick schockiert und seine Schwägerin, bei der er wohnt, meint er ist zu nichts zu gebrauchen und sie möchte ihn nur loswerden. Alex, Untermieterin bei der Familie, mit Angst vor jede Bindung, freundet sich mit Gérard an und merkt schnell, dass er gar nicht so beschränkt ist. Sie ermöglicht Ihm zum ersten Mal nach draußen zu gehen und da treffen sie Cédric und Olivier, zwei andere Außenseiter. Eines Tages begeben sie sich gemeinsam auf große Reise. Ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang beginnt.

Einfühlsame Geschichte um vier Außenseiter auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Ein Plädoyer für Toleranz und Respekt. Großartig geschrieben. Ohne Kitsch aber voller Poesie!

„Eine Ode an das Leben“

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Alex hat einen Job auf einer Hühnerfarm angenommen. Lange will sie sowieso nicht bleiben. So wohnt sie zur Untermiete bei Marlene und Bertrand, die den behinderten Gérard pflegen. Die Tage vergehen. Es ist trist an diesem Ort. Allein für Gérard scheint das Leben jeden Tag wie ein Fest zu sein. Das beschämt und berührt Alex und sie fängt Alex hat einen Job auf einer Hühnerfarm angenommen. Lange will sie sowieso nicht bleiben. So wohnt sie zur Untermiete bei Marlene und Bertrand, die den behinderten Gérard pflegen. Die Tage vergehen. Es ist trist an diesem Ort. Allein für Gérard scheint das Leben jeden Tag wie ein Fest zu sein. Das beschämt und berührt Alex und sie fängt an nachzudenken, wie sie Gérard das Leben bunter gestalten kann. Sie baut ihm ein Fahrgestell und fährt ihn an ihrem freien Tag spazieren. Dabei treffen sie auf Cédric und Olivier, die sich ebenfalls keinen großen Illusionen in ihrem Leben mehr hingeben.
Das Schicksal hat alle geeint und ein Abenteuer beginnt, wonach nichts mehr so ist, wie es einmal war...

Roger schreibt klare und einfache Sätze und berührt dadurch unglaublich. Dieses Buch läßt Sie nicht mehr los!

„Wie viele Menschen abonnieren aus Versehen das Unglück und kündigen dann nie mehr?“

Susanne Brune, Thalia-Buchhandlung Ibbenbüren

“An dem Tag, als ich ihm das erste Mal begegnet bin, habe ich gedacht, so wie er aussieht, muss er den IQ einer Kaulquappe haben. Aber das stimmt nicht. Gérard ist intelligent. Pech für ihn. Aber er hat trotz allem Spaß und liebt das Leben. Deshalb beschämt er uns.“

Alex hat einen Job auf der Hühnerfarm abgenommen und wohnt nun zur
“An dem Tag, als ich ihm das erste Mal begegnet bin, habe ich gedacht, so wie er aussieht, muss er den IQ einer Kaulquappe haben. Aber das stimmt nicht. Gérard ist intelligent. Pech für ihn. Aber er hat trotz allem Spaß und liebt das Leben. Deshalb beschämt er uns.“

Alex hat einen Job auf der Hühnerfarm abgenommen und wohnt nun zur Untermiete bei Marlène und Bertrant und dessen geistig behindertem Bruder Gérard.
Gérard zitiert Gedichte – nur ist Alex die erste, die sich auch bemüht ihn zu verstehen. So entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen ihnen und den beiden Außenseitern am Kanal. Zusammen planen sie eine unmöglich erscheinende Reise.
Wunderschön und poetisch, voll kleiner versteckter Weisheiten! Mindestens genauso schön wie „Das Labyrinth der Wörter“. Unbedingt lesen!

„normale Monster“

Britta Weiler

Alex verbringt ihr Leben mit Zeitarbeit an unterschiedlichsten Orten und ohne emotionale Bindungen. In der tristen Provinzstadt, in der sie gerade gelandet ist und erstmals in einer Fabrik arbeitet, wohnt sie zur Untermiete bei Marlene und Bertrand, wo auch dessen geistig und körperlich behinderter Bruder Gerard lebt. Obwohl Gerard Alex verbringt ihr Leben mit Zeitarbeit an unterschiedlichsten Orten und ohne emotionale Bindungen. In der tristen Provinzstadt, in der sie gerade gelandet ist und erstmals in einer Fabrik arbeitet, wohnt sie zur Untermiete bei Marlene und Bertrand, wo auch dessen geistig und körperlich behinderter Bruder Gerard lebt. Obwohl Gerard wie ein Monster aussieht, zeigt sich schnell sein kindlich positives Gemüt ohne Arglist und voller Liebes- und Begeisterungsfähigkeit. Ganz anders seine Schwägerin, die eines der emotionalen Monster dieser Geschichte ist und Gerard am liebsten aussetzen würde. Ohne es zu wollen entwickelt Alex zunächst Mitleid und dann eine immer stärkere Bindung zu Gerard und auch zu den beiden vermeintlichen Losern am Kanal: Cedric und Zackenbarsch.

Um Menschlichkeit, Menschenwürde und vor allem Freude am Leben geht es in diesem neuen und wieder wundervollen Roman von Marie-Sabine Roger. Diesmal schlägt sie deutlich ernstere Töne an, sodaß der Geschichte über weite Strecken die Leichtigkeit fehlt, die u.a. das "Labyrinth der Wörter" so liebenswert macht. Auch wirkt das Ende dadurch etwas arg kitschig, aber trotzdem gelingt es ihr wieder echte Typen zu entwickeln, die spannend, schrullig, lebensnah und liebenswert sind, und durchgängig reine Lesefreude bereiten.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
14
5
1
0
0

Tolle Erfahrung
von einer Kundin/einem Kunden aus Frauenfeld am 19.03.2012

Das Buch animiert zum Nachdenken über sein eigenes Leben. Wunderbar geschrieben. Am liebsten wäre ich danach auf mein Motorrad gestiegen und nach Frankreich davongebraust.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Liebenswert und ehrlich
von Ines Fürstenberg aus Schwerin am 17.11.2011

Alex ist dreißig und zieht umher. Sie führt ein unruhiges Leben. Möchte keine Nähe und Gefühle zulassen, bis sie auf Gérard trifft. Obwohl keiner weiter was mit ihm anfangen kann, schließt sie ihn in ihr Herz. Eine Geschichte voller Wärme, über das Leben, Anderssein und Toleranz. Ein Buch in einer... Alex ist dreißig und zieht umher. Sie führt ein unruhiges Leben. Möchte keine Nähe und Gefühle zulassen, bis sie auf Gérard trifft. Obwohl keiner weiter was mit ihm anfangen kann, schließt sie ihn in ihr Herz. Eine Geschichte voller Wärme, über das Leben, Anderssein und Toleranz. Ein Buch in einer so ehrlichen und liebenswerten Sprache, dass man es nicht aus der Hand legen möchte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Die kleinen Dinge des Lebens sind wichtig
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.06.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Wenn man Gérard sieht, bekommt man zunächst einen Schock und ist vielleicht ein wenig verstört. Doch gleichzeitig kann man sich nicht abwenden, weil der Blick des kleinen Mannes, der durch eine Vielzahl von körperlichen Beeinträchtigungen gezeichnet ist, direkt in die Seele vordringt und einen ergreift. Das erkennt Alex, die... Wenn man Gérard sieht, bekommt man zunächst einen Schock und ist vielleicht ein wenig verstört. Doch gleichzeitig kann man sich nicht abwenden, weil der Blick des kleinen Mannes, der durch eine Vielzahl von körperlichen Beeinträchtigungen gezeichnet ist, direkt in die Seele vordringt und einen ergreift. Das erkennt Alex, die als Untermieterin bei Gérards Bruder und dessen Frau lebt, nach wenigen Begegnungen. Seine eigene Familie steht ihm jedoch ganz anders gegenüber. Bertrand ist das Leben mit seinem Bruder gewohnt und hat ihn nach dem Tod der gemeinsamen Mutter bei sich aufgenommen. Seine Frau Marlène sieht den Schwager hingegen als reinen Störenfried, der nichts richtig machen kann und ihr Leben aus dem Gleichgewicht bringt. Sie möchte ihn am liebsten irgendwo an einem Straßenrand aussetzen. Da ihn niemand in dem kleinen verschlafenen Dorf Mitten in der Normandie kennt, sollte ihn auch niemand vermissen. Doch dann freundet sich Alex immer stärker mit Gérard an und versucht diesen herzlosen Plan zu durchkreuzen. Gérard sollte sein Leben noch viel mehr genießen können. Er sollte raus in die Welt und diese entdecken. Gemeinsam unternehmen sie Spaziergänge am Kanal und lernen nach und nach Cédric und Olivier kennen, die dort ihre Zeit vertrödeln. Als Gemeinschaft erleben sie wunderliche Abenteuer, die ein ganz anderes Leben für sie bereithalten. Auch in "Der Poet der kleinen Dinge" geht es um einen jungen Mann, der nicht in der Mitte der Durchschnittsgesellschaft lebt. Er kann sich durch seine Behinderungen nur sehr wenig bewegen und seine Aussprache ist schwer verständlich. Aber trotzdem findet er die kleinen Dinge des Lebens, die Glück und Zufriedenheit bedeuten. Wenn er sie den anderen Menschen vor die Nase hält, schauen sie jedoch nie genau hin. Was sollte ein Dummkopf wie er schon vom Leben wissen? Im Labyrinth erzählte die Autorin die Geschichte teilweise aus der Sicht des Außenseiters. Hier kommt er nicht selbst zu Wort. Dafür erzählen Alex und Cédric auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen von ihrem Leben, ihren Begegnungen und ihrer Sicht auf Gérard. Die sehr leichte Sprache, welche ganz sanft durch Lebensweisheiten und philosophische Gedanken verschönert wird, ermöglicht es dem Leser der Geschichte gewissenhaft zu folgen. Egal wie trostlos die Umgebung beschrieben wird, man fühlt sich wie in Seide gebettet und schwebt leicht neben der Handlung dahin. Wie eine Fee, die in den schönsten Farben leuchtet bewegt man sich durch die Landschaft der Normandie und freut sich über die gemeinsamen Erlebnisse der Freunde und wünscht ihnen eine erfüllte Zukunft. Und obwohl die Handlung keine spektakulären Höhepunkte bietet, möchte man doch wissen wie es weitergeht. Man möchte zusammen mit den Protagonisten die glücklichen Momente spüren, die sie gemeinsam erleben. Fazit: Ein wundervolles, ganz unspektakuläres Buch, dass so viel Freude und Glück weitergibt, das man es nie mehr hergeben und immer wieder lesen will.

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