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Der Report der Magd

Roman. Ausgezeichnet mit dem Arthur C. Clarke Award 1987

(20)
Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation und von Volker Schlöndorff unter dem Titel »Die Geschichte der Dienerin« verfilmt.
Rezension
»'Der Report der Magd' ist brandaktuell und Atwoods freundliche Warnung so wichtig wie nie: Auf die Annahme 'Das kann uns nie passieren' dürfen wir uns nicht verlassen.«, Emotion
Portrait
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Pen-Pinter-Preis. Im Oktober 2017 wird sie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Margaret Atwood lebt in Toronto.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31116-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 186/119/32 mm
Gewicht 293
Originaltitel The Handmaid's Tale
Verkaufsrang 226
Buch (Taschenbuch)
11,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Gilead..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Vor über 30 Jahren ist dieses Buch erschienen, schon damals hat mich die Brisanz mitgenommen und ich habe die transportierten Bilder nicht vergessen. Heute ist das Thema immer noch erschreckend aktuell, Frauen und ihre Fruchtbarkeit als ein Instrument in totalitären von religiösen Fundamentalisten regierten Staaten scheinen mittlerweile Vor über 30 Jahren ist dieses Buch erschienen, schon damals hat mich die Brisanz mitgenommen und ich habe die transportierten Bilder nicht vergessen. Heute ist das Thema immer noch erschreckend aktuell, Frauen und ihre Fruchtbarkeit als ein Instrument in totalitären von religiösen Fundamentalisten regierten Staaten scheinen mittlerweile keine Utopie mehr zu sein. Gilead ist überall zu finden... und Margret Atwood kann man sich einfach nicht entziehen !

Janne Oeser, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Nach nur vier Seiten wusste ich, ich werde dieses Buch lieben! Ein totalitärer Staat, in dem Frauen keine Rechte haben. Sehr realistisch dargestellt und meisterhaft geschrieben! Nach nur vier Seiten wusste ich, ich werde dieses Buch lieben! Ein totalitärer Staat, in dem Frauen keine Rechte haben. Sehr realistisch dargestellt und meisterhaft geschrieben!

Sandra Bischoff, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Ein alter Klassiker der, genau wie George Orwells 1984, in diesen Zeiten wieder hochaktuell zu sein scheint. Ein düsteres Bild und ein Buch, über welches man noch länger nachdenkt. Ein alter Klassiker der, genau wie George Orwells 1984, in diesen Zeiten wieder hochaktuell zu sein scheint. Ein düsteres Bild und ein Buch, über welches man noch länger nachdenkt.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Bedrückend und erschütternd ist die Welt, die hier entworfen wird. Die Kunst ist, dass Atwood so schreibt, dass man ihr folgt und nicht aufhören möchte zu lesen. Bedrückend und erschütternd ist die Welt, die hier entworfen wird. Die Kunst ist, dass Atwood so schreibt, dass man ihr folgt und nicht aufhören möchte zu lesen.

Sabrina Hüper, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Atwood entwirft eine einzigartige Dystopie, in der Frauen instrumentalisiert werden und kein Platz ist für Individualität oder Liebe. Verstörend und einmalig! Atwood entwirft eine einzigartige Dystopie, in der Frauen instrumentalisiert werden und kein Platz ist für Individualität oder Liebe. Verstörend und einmalig!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Weibliches Pendant zu Huxleys "Schöne neue Welt". Nicht minder düster und erschreckend. Weibliches Pendant zu Huxleys "Schöne neue Welt". Nicht minder düster und erschreckend.

„Weltliteratur aus Kanada“

Maike Hiltmann, Thalia-Buchhandlung Jena

Mit diesem Werk reihte sich Atwood in die Reihe der Schriftsteller ein, die sich mit Dystopien, oder Anti-Utopien, wie „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley) oder „1984“ (George Orwell) einen Namen gemacht haben. Wie Atwood selbst sagte, steckt in diesem Roman nichts Erfundenes, sondern nur Verarbeitetes. Ihre Zukunftsvision ist daher gar Mit diesem Werk reihte sich Atwood in die Reihe der Schriftsteller ein, die sich mit Dystopien, oder Anti-Utopien, wie „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley) oder „1984“ (George Orwell) einen Namen gemacht haben. Wie Atwood selbst sagte, steckt in diesem Roman nichts Erfundenes, sondern nur Verarbeitetes. Ihre Zukunftsvision ist daher gar nicht so weit von unserer Gegenwart entfernt. Umso interessanter, dass die Republik Gilead in den Vereinigten Staaten spielt. Die so fortschrittliche Nation wird hier zum Schauplatz eines patriarchalen Terrorregimes, das die letzten fruchtbaren Frauen als Gebärmaschinen gnadenlos unterdrückt. Wie weit würden wir gehen um das Aussterben der Menschheit aufgrund von zu hoher Umweltverseuchung zu verhindern? Ein sehr aufwühlendes Buch, das man nicht so schnell vergisst, auch wenn die letzte Seite bereits umgeblättert ist.

Die Geschichte der Magd Desfred, die in einer Gesellschaft lebt, in der Frauen unter dem Deckmantel der Religion unterdrückt werden. Bis heute beklemmend aktuell. Die Geschichte der Magd Desfred, die in einer Gesellschaft lebt, in der Frauen unter dem Deckmantel der Religion unterdrückt werden. Bis heute beklemmend aktuell.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Zu Margaret Atwood habe ich alles gesagt. Siehe "Oryx und Crake". Zu Margaret Atwood habe ich alles gesagt. Siehe "Oryx und Crake".

Julia Symanski, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Eine Dystopie über das Schicksal der Frauen in Amerkas Zukunft, die ein beklemmendes Gefühl zurücklässt. Eine Dystopie über das Schicksal der Frauen in Amerkas Zukunft, die ein beklemmendes Gefühl zurücklässt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
14
5
1
0
0

In 2 Tagen ausgelesen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2017

Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle... Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle Rechte entzogen, doch Desfred gibt die Hoffnung nicht auf zu entkommen. Eine erschreckend realistische Dystopie, angesiedelt im zukünftigen Amerika das durch einen religiösen Bürgerkrieg geteilt ist. Die Macht totalitärer Staaten und die Unterdrückung der Frauen und Kontrolle ihrer Fruchtbarkeit ist themenmäßig leider nach wie vor aktuell. Durch eine neue Fernsehserie basierend auf Atwoods Roman erfreut sich das Buch momentan wieder großer Beliebtheit und regt viele Zuseher und Leser zum Nachdenken an. Der Einblick in Desfreds Gedankengänge und ihre natürliche Sehnsucht nach echter Liebe sowie ihre andauernde Hoffnung auf ein Entkommen sind essentielle Themen des Romans. Die realistische Schilderung und der Spannungsbogen der Geschichte haben mich wirklich gefesselt. Ich werde es sicher noch einmal lesen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
genial
von spilki aus Bielefeld am 12.05.2007
Bewertet: Taschenbuch

es ist eines meiner lieblingsbücher, spannend, geniale Geschichte, die in Zukunft gar nicht so abwegig ist (?), auch die Verfilmung unter "die Dienerin" ist spitze, intelligent geschrieben

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Fremdartig und dennoch glaubhaft
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 21.05.2016
Bewertet: Taschenbuch

Handlung: Das Buch spielt in einer unbestimmten Zukunft. Aus Amerika ist quasi über Nacht eine totalitäre Theokratie geworden, die patriarchalische Republik von Gilead. Die Menschen werden in verschiedene Kasten eingeteilt, die ihr ganzes Leben bestimmen und detailliert festlegen, welche Berufe sie ergreifen dürfen, wie sie sich zu kleiden und... Handlung: Das Buch spielt in einer unbestimmten Zukunft. Aus Amerika ist quasi über Nacht eine totalitäre Theokratie geworden, die patriarchalische Republik von Gilead. Die Menschen werden in verschiedene Kasten eingeteilt, die ihr ganzes Leben bestimmen und detailliert festlegen, welche Berufe sie ergreifen dürfen, wie sie sich zu kleiden und in ihrer Freizeit zu verhalten haben. Nur die herrschende (rein männliche) Klasse hat ein gewisses Maß an Freiheit, alle anderen müssen jederzeit darauf achten, sich bis ins Kleinste an die Regeln zu halten, denn die "Augen", die Spione des Regimes, bewegen sich unerkannt in der Bevölkerung und zeigen die kleinste Verfehlung an - und schon auf diese steht meist der Tod durch Erhängen. Frauen, sogar solche mit vergleichsweise hohem Status, werden gnadenlos unterdrückt. Sie dürfen kein Geld oder Eigentum besitzen, sie dürfen nicht wählen, sie dürfen nicht einmal lesen oder schreiben. Da die Fruchtbarkeit der Menschen aufgrund von Umweltverschmutzung und Strahlung drastisch zurückgegangen ist, wird der Wert einer Frau vor allem nach ihrer Fruchtbarkeit beurteilt. Die "Mägde" sind Frauen, die aus den verschiedensten Gründen, wie zum Beispiel Ehebruch oder Abtreibung, als moralisch fragwürdig eingestuft wurden. Deswegen dürfen sie auch nicht heiraten, sondern werden ranghohen Männern zugeteilt, um für deren Ehefrauen Nachwuchs auszutragen. Dabei wird ihnen sogar ihr Name genommen - werden sie zum Beispiel einem Mann namens Fred zugeteilt, wie die Protagonistin, ist ihr Name fortan "Desfred". Meine Meinung: Das Buch ist unglaublich komplex, und in seiner Komplexität beunruhigend glaubhaft. Alles ist stimmig, jedes Puzzleteilchen passt perfekt in das düstere Gesamtbild... Und das macht es so einfach, wenigstens für einen Moment daran zu glauben, dass diese Zukunftsvision Wirklichkeit werden könnte, so fremdartig die Republik von Gilead dem Leser auch erscheinen mag. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, keine mögliche Zukunft zu lesen, sondern eine Vergangenheit, wie sie beinahe passiert wäre. Originell fand ich auch, wie die Autorin in ihrem Werk verschiedene Themen wie Rassismus, Frauenrechte, Umweltverschmutzung und Radikalisierung einfließen lässt - und beeindruckend, dass dabei etwas herauskommt, was sich auch nach 30 Jahren nicht wie ein angestaubtes Lehrstück liest, sondern spannend und bewegend. Der Leser folgt dem Alltag der Magd Desfred, die schon so weit gebrochen wurde, dass sie gar nicht mehr versucht, gegen das System zu kämpfen. Deswegen gibt es keine dramatischen Verfolgungsjagden oder Kampfszenen; Desfred rebelliert allerhöchstens im Kleinen und versucht, sich im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten ein klein wenig Selbstbestimmung zu verschaffen. Schon der heimliche Besitz eines verbotenen Streichholzes kann für sie ein trauriger Triumph sein. Ihren größten Akt der Rebellion (eine heimliche Affäre) wagt sie erst, nachdem die Frau ihres "Kommandanten" sie fast schon dazu getrieben hat. Und dennoch hatte ihre Erzählung auf mich eine unwiderstehliche Sogwirkung. Das Grauen dieser Welt lag für mich gerade darin, wie schnell diese Theokratie ihrer Bevölkerung anscheinend jeden Kampfwillen geraubt hat, der über das Unmittelbare hinausgeht. Die meisten Menschen brechen die Regeln nicht, um das System zu stürzen, sondern um ihren Platz in diesem System zu verbessern. Die meisten der Charaktere lernt man nicht tiefgehend kennen. Das liegt allerdings nicht daran, dass das Buch schlecht geschrieben wäre, sondern daran, dass die Menschen sich in dieser Gesellschaft nicht mehr trauen können und deswegen leere Floskeln herunterbeten, statt sich ehrlich zu unterhalten. Einzig Desfred ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen, auch wenn ich mir oft gewünscht hätte, dass sie etwas mehr wagt und die Dinge nicht klaglos hinnimmt. Aber ich konnte sie auch verstehen, denn sie erlebt immer wieder, was Widerstand einen in Gilead kosten kann. Deswegen werden die Menschen ja gezwungen, sich Hinrichtungen anzuschauen! Ich fand ihre Gedanken herzzerreißend, und so nach und nach gewinnt man als Leser einen Eindruck davon, wer sie früher einmal gewesen sein muss, bevor die Demokratie fiel. Der Schreibstil ist manchmal karg, manchmal eindringlich und melancholisch, aber in meinen Augen immer meisterhaft und außergewöhnlich. Es schwingt ganz viel mit zwischen den Zeilen, im Ungesagten. Fazit: Eine totalitäre Theokratie in naher Zukunft, in der Frauen jegliche Rechte aberkannt werden. Eine "Magd", die gezwungen wird, sich von einem einflussreichen Mann als Leihmutter benutzen zu lassen. Eine unfassbar grausame, perfide durchstrukturierte Welt, in der niemand wirklich frei ist. Das Buch ist vor 30 Jahren erschienen, und es lässt sich nicht leugnen, dass es sich in Stimmung, Botschaft und Schreibstil stark von den den aktuell so beliebten Dystopien unterscheidet, die sich überwiegend an junge LeserInnen richten - in meinen Augen ist es eher mit "1984" verwandt als mit "Die Tribute von Panem". Das heißt meiner Meinung nach aber nicht, dass es sich für moderne junge LeserInnen nicht lohnt, ganz ihm Gegenteil! Aber es ist ein Buch, auf dass man sich einlassen muss und dem man Zeit geben muss.

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