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Der Report der Magd

Roman. Ausgezeichnet mit dem Arthur C. Clarke Award 1987

(24)
Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation und von Volker Schlöndorff unter dem Titel »Die Geschichte der Dienerin« verfilmt.
Rezension
»Packend, verstörend und mit absolutem Suchtpotenzial!«, annabelle (CH), 19.07.2017
Portrait
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Pen-Pinter-Preis. Im Oktober 2017 wird sie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Margaret Atwood lebt in Toronto.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31116-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 186/119/32 mm
Gewicht 292
Originaltitel The Handmaid's Tale
Verkaufsrang 36
Buch (Taschenbuch)
12,00
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Das bekannteste Buch der Autorin. Jedoch immer noch aktuell. Was passiert in eine totalitären Gesellschaft, in der nur noch wenige für den Fortbestand sorgen können und Freiheit nicht mehr für alle existiert. . Margaret Atwood versucht eine Antwort zu finden. Das bekannteste Buch der Autorin. Jedoch immer noch aktuell. Was passiert in eine totalitären Gesellschaft, in der nur noch wenige für den Fortbestand sorgen können und Freiheit nicht mehr für alle existiert. . Margaret Atwood versucht eine Antwort zu finden.

„Gilead..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Vor über 30 Jahren ist dieses Buch erschienen, schon damals hat mich die Brisanz mitgenommen und ich habe die transportierten Bilder nicht vergessen. Heute ist das Thema immer noch erschreckend aktuell, Frauen und ihre Fruchtbarkeit als ein Instrument in totalitären von religiösen Fundamentalisten regierten Staaten scheinen mittlerweile Vor über 30 Jahren ist dieses Buch erschienen, schon damals hat mich die Brisanz mitgenommen und ich habe die transportierten Bilder nicht vergessen. Heute ist das Thema immer noch erschreckend aktuell, Frauen und ihre Fruchtbarkeit als ein Instrument in totalitären von religiösen Fundamentalisten regierten Staaten scheinen mittlerweile keine Utopie mehr zu sein. Gilead ist überall zu finden... und Margret Atwood kann man sich einfach nicht entziehen !

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Es ist erschreckend, wie schonungslos und präzise Margaret Atwood eine Gesellschaft der totalen Kontrolle skizziert. Dieses Buch ist ein zeitloser Klassiker. Es ist erschreckend, wie schonungslos und präzise Margaret Atwood eine Gesellschaft der totalen Kontrolle skizziert. Dieses Buch ist ein zeitloser Klassiker.

Janne Oeser, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Nach nur vier Seiten wusste ich, ich werde dieses Buch lieben! Ein totalitärer Staat, in dem Frauen keine Rechte haben. Sehr realistisch dargestellt und meisterhaft geschrieben! Nach nur vier Seiten wusste ich, ich werde dieses Buch lieben! Ein totalitärer Staat, in dem Frauen keine Rechte haben. Sehr realistisch dargestellt und meisterhaft geschrieben!

Sandra Bischoff, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Ein alter Klassiker der, genau wie George Orwells 1984, in diesen Zeiten wieder hochaktuell zu sein scheint. Ein düsteres Bild und ein Buch, über welches man noch länger nachdenkt. Ein alter Klassiker der, genau wie George Orwells 1984, in diesen Zeiten wieder hochaktuell zu sein scheint. Ein düsteres Bild und ein Buch, über welches man noch länger nachdenkt.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Bedrückend und mittlerweile erschütternd aktuell ist die Welt, die hier entworfen wird. Die Kunst ist, dass Atwood so schreibt, dass man ihr folgt und nicht aufhören kann zu lesen. Bedrückend und mittlerweile erschütternd aktuell ist die Welt, die hier entworfen wird. Die Kunst ist, dass Atwood so schreibt, dass man ihr folgt und nicht aufhören kann zu lesen.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Weibliches Pendant zu Huxleys "Schöne neue Welt". Nicht minder düster und erschreckend. Weibliches Pendant zu Huxleys "Schöne neue Welt". Nicht minder düster und erschreckend.

„Weltliteratur aus Kanada“

Maike Hiltmann, Thalia-Buchhandlung Jena

Mit diesem Werk reihte sich Atwood in die Reihe der Schriftsteller ein, die sich mit Dystopien, oder Anti-Utopien, wie „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley) oder „1984“ (George Orwell) einen Namen gemacht haben. Wie Atwood selbst sagte, steckt in diesem Roman nichts Erfundenes, sondern nur Verarbeitetes. Ihre Zukunftsvision ist daher gar Mit diesem Werk reihte sich Atwood in die Reihe der Schriftsteller ein, die sich mit Dystopien, oder Anti-Utopien, wie „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley) oder „1984“ (George Orwell) einen Namen gemacht haben. Wie Atwood selbst sagte, steckt in diesem Roman nichts Erfundenes, sondern nur Verarbeitetes. Ihre Zukunftsvision ist daher gar nicht so weit von unserer Gegenwart entfernt. Umso interessanter, dass die Republik Gilead in den Vereinigten Staaten spielt. Die so fortschrittliche Nation wird hier zum Schauplatz eines patriarchalen Terrorregimes, das die letzten fruchtbaren Frauen als Gebärmaschinen gnadenlos unterdrückt. Wie weit würden wir gehen um das Aussterben der Menschheit aufgrund von zu hoher Umweltverseuchung zu verhindern? Ein sehr aufwühlendes Buch, das man nicht so schnell vergisst, auch wenn die letzte Seite bereits umgeblättert ist.

Die Geschichte der Magd Desfred, die in einer Gesellschaft lebt, in der Frauen unter dem Deckmantel der Religion unterdrückt werden. Bis heute beklemmend aktuell. Die Geschichte der Magd Desfred, die in einer Gesellschaft lebt, in der Frauen unter dem Deckmantel der Religion unterdrückt werden. Bis heute beklemmend aktuell.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Zu Margaret Atwood habe ich alles gesagt. Siehe "Oryx und Crake". Zu Margaret Atwood habe ich alles gesagt. Siehe "Oryx und Crake".

Julia Symanski, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Eine Dystopie über das Schicksal der Frauen in Amerkas Zukunft, die ein beklemmendes Gefühl zurücklässt. Eine Dystopie über das Schicksal der Frauen in Amerkas Zukunft, die ein beklemmendes Gefühl zurücklässt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
18
5
1
0
0

Fesselnder, dystopischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 01.10.2017

Der Report der Magd ist ein wirklich fesselnder Roman, der den Leser sofort mitten im Geschehen einer dystopischen Zukunft platziert.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Unglaublich gute Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden am 08.09.2017

Meine Meinung Handlung: Mich konnte die Geschichte von Anfang an begeistern. Man wird in ein Szenario geworfen, das man zu Beginn überhaupt nicht versteht. Weder die Protagonistin noch die Umgebung beziehungsweise die Welt werden vorgestellt oder erklärt. Man befindet sich auf einen Schlag mitten in der Geschichte. Erzählt wird das Ganze... Meine Meinung Handlung: Mich konnte die Geschichte von Anfang an begeistern. Man wird in ein Szenario geworfen, das man zu Beginn überhaupt nicht versteht. Weder die Protagonistin noch die Umgebung beziehungsweise die Welt werden vorgestellt oder erklärt. Man befindet sich auf einen Schlag mitten in der Geschichte. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin dessen Namen man nicht gleich erfährt. Man merkt aber von Anfang an, dass etwas mit der Welt, in der die Protagonistin lebt nicht stimmt. Es beschleicht den Leser gleich ein komisches Gefühl und eine bedrückende Stimmung. Meine Neugier war sofort geweckt. Ich wollte unbedingt herausfindenden was hier nicht stimmte. Dadurch, dass man immer aus der Sicht der Protagonistin liest und diese auch nicht wirklich daran interessiert ist den Leser einzuweihen beziehungsweise einzuführen, erfährt man nur sehr langsam was vor sich geht. Rückblenden in die Zeit, bevor die Welt die vorliegende Veränderung erfahren hat, werden von der Protagonistin immer wieder eingestreut. Man bemerkt oftmals nicht gleich, dass es sich um eine Rückblende handelt, das wird manchmal erst im Verlauf der Erzählung deutlich. Die Rückblenden erzählen von einem ganz normalen Leben in der Welt so wie wir sie auch kennen. Allein durch diese Erzählungen wird klar, dass diese Dinge so in der aktuellen Welt nicht mehr existieren. Somit bemerkt der Leser nicht unbedingt durch Kontrastierungen, sondern durch reflektierende Erzählung, was sich alles verändert hat. Der Leser erhält erst Stück für Stück ein grobes Bild. Atwood versteift sich oftmals auf kleine Dinge, wie einzelne Gegenstände im Zimmer der Protagonistin, um anhand dieser ausschweifend in die Vergangenheit zu springen. Insgesamt lernt man mehr über die Gegenwart anhand der Vergangenheit, als durch Erfahrungen in der Gegenwart selbst. Atwood schafft eine neue hierarchische Struktur mit neuen Begriffe und neuen Leitbildern. Besonders die neuen Bezeichnungen wirkten passend und schufen zugleich eine Art Distanz zwischen Leser und Geschichte. Hier bemerkte man einen starken Bezug zu Huxleys „Brave New World“, denn auch dort schuf er diese neuen Begriffe. Während Huxley die Gesellschaft als Ganzes kritisiert, liegt bei Atwood der Fokus stärker auf der Rolle der Frau. Das bei Huxley propagierte Kastensystem erscheint in anderer Form und Intensität auch bei Atwood. Die Frau ist dabei jedoch grundsätzlich dem Mann untergeordnet und hat keine Chance auf gesellschaftlichen Aufstieg. Um Reproduktion geht es hingegen in beiden Romanen. Währen bei Huxley noch Föten außerhalb des menschlichen Körpers gezüchtet werden, besinnt sich Atwood auf die Fruchtbarkeit der Frau. Fertilität spielt in ihrer Gesellschaft eine zentrale Rolle und diese stellt den einzigen Wert eines weiblichen Individuums dar. Fertilität korreliert mit gesellschaftlichem Rang. Diese Zukunftsvision ist nicht nur aufgrund ihrer frauenverachtenden sowie -unterdrückenden Weltsicht erschreckend, sondern auch aus dem Grund, dass alle diese Aspekte bereits existiert haben. Atwood bringt in ihrem Roman mehrere gesellschaftliche Fehlentwicklungen in einer Welt an einem Ort und in der selben Zeit zusammen. So beruht ihr Gesellschaftssystem auch auf einer christlich-biblischen Grundordnung, die jede Handlung zu rechtfertigen weiß. Es ist mehr als erschreckend, was die Komponenten „Unterdrückung der Frau“, „Staat unter extrem überinterpretierter christlicher Wertordnung“ und „Zukunft“ zusammen in der selben Zeit an der selben geografischen Stelle mit der Welt anrichten können. Dieser Roman schafft es, obgleich er sehr sachlich und ruhig erzählt ist den Leser permanent in Atem zu halten und durch seine Grausamkeit stets zu schocken. Ich denke, dass gerade die Tatsache so schockierend wirkt, dass wir keine neuen Dinge kennenlernen, die uns erschüttern, sondern sowohl vergangenes als auch derzeitiges Unheil kumuliert als Zukunftsperspektive präsentiert bekommen. Wesentlich mehr möchte ich über die Handlung gar nicht mehr sagen, denn gerade bei diesem Buch gilt es die Welt unvoreingenommen zu erleben und wenn man zu viel weiß, hat man schon einen Eindruck. Dieser sollte aber viel besser beim Lesen entstehen, denn das macht den Charakter dieses Werkes aus. Schreibstil, Charaktere: Die unglaubliche Nüchternheit und Emotionslosigkeit der Protagonistin ist es, was den Roman ausmacht. Sie wirkt gerade zu Beginn von der Welt geläutert. Sie hat sich zwar ihrem Schicksal noch nicht gänzlich ergeben, da man immer wieder einen kleinen Schimmer Hoffnung in ihr erkennen kann, trotzdem ergibt sie sich zunächst ihrem Schicksal. Ich finde sie sehr interessant. Man kann stets neue Seiten an ihr erkennen und doch hat man nie das Gefühl zu ihrem Kern vorzudringen. Mich konnte ihre Geschichte fesseln. Das Buch lässt sich obgleich es bereits 1985 erschienen ist in einer recht modernen Sprache lesen. Man hat allerdings vor dem Hintergrund, dass die Autorin viele neue Begriffe eingeführt hat und dass es in einer zukünftigen Welt spielt auch ein anderes Verhältnis zur Sprache. Die ganze Welt wirkt, obwohl sie in der Zukunft spielt, als wolle sie zurück zum Ursprung zu den Lehren der Bibel und Adam und Eva. Die Sprache wirkt demnach streckenweise bewusst alt und steif, weswegen es vielleicht falsch zu sagen ist modern zu sagen, aber pseudo modern, da hier extra auf alt gemacht wird, aber von einer Person, die bis vor kurzer Zeit noch in der normalen Welt von heute gelebt hat und nur durch ihre Umwelt dazu gedrängt wird alte Gepflogenheiten wieder aufleben zu lassen. Es ist recht schwer zu beschreiben, vielleicht muss man es gelesen haben, um meine Aussagen zu verstehen. Gerade die Art der Autorin ihre Welt in Szene zu setzten ist bedeutend und offenbart ihr schriftstellerisches Können. Fazit: Es handelt sich zurecht um ein hochgelobtes Werk. Neben meiner sonstigen Lektüre sticht es wahrlich heraus. Ich habe mich sehr gefreut das Buch zu lesen. Es war ein Abenteuer. Es ist ein anspruchsvolles Buch mit einer starken Aussage. Jeder Satz ist es wert gelesen zu werden. Ich werde wohl noch sehr lange über das Gelesene nachdenken. Definitiv mein bisheriges Jahreshighlight. Auf die Umsetzung der Serie durch Hulu bin ich sehr gespannt. Ich hoffe, dass sie ganz bald den Weg nach Deutschland finden wird.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
In 2 Tagen ausgelesen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2017

Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle... Die Dienerin Desfred lebt in einer Welt ohne Rechte, gezwungen Kinder für fremde Familien zu gebären. Ihr wird vorgeschrieben, wie sie sich kleiden muss, wen sie wie ansprechen soll und wann sie das Haus verlassen darf. Im Amerika der Zukunft, einem religiös motivierten totalitären Staat, wurden den Frauen alle Rechte entzogen, doch Desfred gibt die Hoffnung nicht auf zu entkommen. Eine erschreckend realistische Dystopie, angesiedelt im zukünftigen Amerika das durch einen religiösen Bürgerkrieg geteilt ist. Die Macht totalitärer Staaten und die Unterdrückung der Frauen und Kontrolle ihrer Fruchtbarkeit ist themenmäßig leider nach wie vor aktuell. Durch eine neue Fernsehserie basierend auf Atwoods Roman erfreut sich das Buch momentan wieder großer Beliebtheit und regt viele Zuseher und Leser zum Nachdenken an. Der Einblick in Desfreds Gedankengänge und ihre natürliche Sehnsucht nach echter Liebe sowie ihre andauernde Hoffnung auf ein Entkommen sind essentielle Themen des Romans. Die realistische Schilderung und der Spannungsbogen der Geschichte haben mich wirklich gefesselt. Ich werde es sicher noch einmal lesen!

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