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Der Ruf der Schlange

Roman

(12)
Ein uralter Schöpfungs- und Vernichtungszauber streckt seine schrecklichen Klauen aus: Einst war die Schlange von den Schöpfergöttern unterworfen worden. Jetzt befreit sie sich und droht die Welt zu zerreissen.
Phora, die ruhmreiche dunibische Hauptstadt, im Jahr 713 neuer Zeit: Mysteriöse Todesfälle erschüttern die Öffentlichkeit. Die Opfer wurden allesamt schrecklich zugerichtet - Stammhirn und Rückgrat der Leichen sind spurlos verschwunden. Die Taten eines Wahnsinnigen,wie behauptet wird? Samu Rabov ist anderer Ansicht: Magie hebt ihr grausames Antlitz. Seit Jahrtausenden warnen spirituelle Lehren vor den "Schlangenkräften", die in den Körpern der Menschen auf ihre Entfesselung lauern, und ebenso lange schon huldigen Schlangenanbeter in serpentistischen Orden und okkulten Riten der göttlichen Schlange und ihrer dunklen Kraft. Rabov muss Jagd auf die bereits entfesselten Schlangen machen und zudem den Zauber von Naxoda zerstören, bevor die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Die Zeit drängt ...
Portrait
Andreas Gößling, geboren 1958, lebt und arbeitet als freier Autor in Coburg. Der promovierte Literatur- und Kommunikationswissenschafter beschäftigt sich seit vielen Jahren mit mythen- und kulturgeschichtlichen Themen, insbesondere mit der alten Maya-Kultur, mit Drachenmythen und der Voodoo-Religion. Neben Romanen für erwachsene und junge Leser hat er auch zahlreiche mythen- und kulturgeschichtliche Sachbücher publiziert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 526
Erscheinungsdatum August 2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-93875-3
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 10/460/39 mm
Gewicht 720
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
23,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ruf der Schlange“

Virginia Seeck, Thalia-Buchhandlung Jena

Der Fantsayroman von Andreas Gößling lässt sich in zwei Teile teilen. Die erste Hälfte beschreibt die Hauptfigur Samu Rabov und erklärt unter anderem die Sitten und Gebräuche der Hauptstadt Phora. Dieser erste Abschnitt war recht mühsam für mich - unter anderem wegen der vielen exotischen Begriffe, die Gößling verwendet. Ungefähr ab Der Fantsayroman von Andreas Gößling lässt sich in zwei Teile teilen. Die erste Hälfte beschreibt die Hauptfigur Samu Rabov und erklärt unter anderem die Sitten und Gebräuche der Hauptstadt Phora. Dieser erste Abschnitt war recht mühsam für mich - unter anderem wegen der vielen exotischen Begriffe, die Gößling verwendet. Ungefähr ab der Hälfte ist die Geschichte richtig in Bewegung gekommen und hat mich nicht wieder los gelassen. Die bestialischen Morde, die Schlangen anbetenden Orden und die Magie haben mir keine Ruhe gelassen. Die Liebe zum Detail laß ich in jeder Zeile, jedem Wort welches Gößling verwendet hat um seinen Charakteren Leben einzuhauchen. Auch seiner geschaffenen Welt um Phora verleiht er mit seinen Ausdrucksweißen eine anschauliche Gestalt. Im Großen und Ganzen hat mir dieser Fantasyroman so manchen Atem geraubt und ich empfehle ihn gerne weiter. Einzig gestört hat mich das abrupte Ende, welches mich mit vielen Unklarheiten zurück gelassen hat.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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1
5
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Schwere Kost
von horrorbiene am 26.08.2010

Bei diesem Buch ist wirklich alles erdacht: Die Geographie, Flora, Fauna, Namen, Religionen, Wissenschaft und Magie. Dies ist für ein Fantasy-Buch eigentlich nichts Neues, jedoch hat der Autor es nicht geschafft die eben genannten Punkte so zu beschreiben, dass man sie sich auch vorstellen kann: Hier werden nur Namen... Bei diesem Buch ist wirklich alles erdacht: Die Geographie, Flora, Fauna, Namen, Religionen, Wissenschaft und Magie. Dies ist für ein Fantasy-Buch eigentlich nichts Neues, jedoch hat der Autor es nicht geschafft die eben genannten Punkte so zu beschreiben, dass man sie sich auch vorstellen kann: Hier werden nur Namen genannt von den verschiedenen Schlangen-, Pflanzen- und Tierarten ohne dass es mir möglich war eine Analogie zur "richtigen Welt" zu finden und auf nähere Beschreibungen hat der Autor verzichtet. Was dies betrifft fehlt eindeutig die Tiefe, die einem solchen Fantasy-Buch auch eine atmosphärische Dichte ermöglicht. Der Autor hat in dem Bereich viel Potential verschenkt. Im Prinzip ist dieses Buch eine Kriminalgeschichte in Fantasyumkleidung, doch auch die Ermittlungen des Mysto-Agenten Rabov ist flach geblieben. Vor allem fehlt dem die Spannung: Verschiendene an sich spannende Stellen (z.B, Rückblicke) werden an unmöglichen Positionen in die Rahmenhandlang eingefügt und verlieren somit an Spannung. Zwischendurch wird außerdem noch von einer Vision geredet, die sich im Finale erfüllen soll, doch dann bricht das Buch mittendrin ab und es endet mit einer Szene, die so gar nicht dahin passen will. Obwohl die Geschichte irgendwie langatmig erzählt daherkommt, ist gerade am Anfang zu viel Tempo in der Geschichte: Die Ereignisse überholen sich beinahe. Eigentlich wäre am Anfang eine nähere Auseinandersetzung mit dem Hauptcharakter angebracht, er stürzt jedoch von einer brenzligen Situation in die nächste. Dabei sind jedoch für den Leser so viele neue Sachen dabei, die nicht verdeutlicht werden, dass keine wirkliche Spannung aufkommen will, weil man so Vieles einfach nicht versteht. Der Hauptcharakter Samu Rabov ist, wenn auch das ganze Buch aus seiner Sicht beschrieben wird, nicht wirklich zu fassen. Man kann nicht nachvollziehen, wieso er manchmal so handelt und er geht leichtfertig mit seiner Magie um und stärkt so sein Dunkeldu. Gerade dieser Aspekt klingt unlogisch. Er weiß, dass der Missbrauch seiner Magie schädlich für ihn ist und doch macht er immer wieder Gebrauch von ihr und entwickelt zudem noch Fähigkeiten, die er vorher nicht hatte. Das Ganze System der Magie ist an sich auch nicht wirklich gut zu durchschauen und gut durchdacht. Des Weiteren steht Robov bei seinen Ermittlungen allein da: Jeder arbeitet irgendwie gegen ihn und er weiß nicht, wem er trauen kann und wem nicht. Dies frustriert nicht nur den Charakter, sondern auch den Leser. An kaum einer Stelle kann man sich mit Rabov freuen, denn selbst sein Findelkind bereitet ihm nur Ärger. Fazit: Das Buch ist trotz hohem Tempo langatmig und aufgrund des Schreibstils unspannend. Die Welt und ihre Bewohner sind unzureichend beschrieben, so dass das Nachvollziehen und Vorstellen sehr schwer fällt und keine Atmosphäre vermittelt wird. Dennoch ist die Idee des Buchs gut. Die Story hebt sich deutlich von allen anderen ab, die ich bisher gelesen habe, was vor allem an der starken Hervorhebung der Schlangen liegt. Die Aufmachung und das Layout des Buches sind wirklich einsame Spitze. Normalerweise hätte ich ein anderes Buch dieses Genres und der Länge in einem Drittel der Zeit gelesen und dies sagt eigentlich auch schon alles.

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Ein Kribbeln im Nacken
von melange aus Bonn am 09.09.2010

Dieses Buch hat tatsächlich Risiken und Nebenwirkungen, und zwar nicht wie üblich auf Herz, Hirn, Lachmuskeln oder - wenn es sehr traurig ist - die Augenpartie. Nein, es hinterlässt ein ungutes Gefühl im Nacken und von diesem Gefühl erholte ich mich dank einer brillant erdachten Geschichte in einer wundervoll... Dieses Buch hat tatsächlich Risiken und Nebenwirkungen, und zwar nicht wie üblich auf Herz, Hirn, Lachmuskeln oder - wenn es sehr traurig ist - die Augenpartie. Nein, es hinterlässt ein ungutes Gefühl im Nacken und von diesem Gefühl erholte ich mich dank einer brillant erdachten Geschichte in einer wundervoll dargestellten Phantasie-Welt nicht so schnell. Zum Inhalt: Samu Rabov, Ermittler im Geheimdienst ihrer Majestät von Dunibien, bekommt von seiner Vorgesetzten und ehemaligen Geliebten einen Assistenten zur Seite gestellt, mit dessen Hilfe er mysteriöse Todesfälle und das gehäufte Auftreten von Schlangen aufklären soll. Während dieses Auftrages wird es immer schwieriger, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und die letztendlich richtigen Entscheidungen für die Bürger und die Regierung von Dunibien zu treffen. Die Aufmachung: Mal abgesehen von der Schlange, die einem schon fast ins Auge springt, hat mir besonders gut gefallen, dass Gößling dem geneigten Leser vorne und hinten jeweils eine Karte anbietet, damit man sich in Dunibien und seiner Hauptstadt Thora zurechtfindet. Mein Eindruck: Gößling zaubert ein in jeder Hinsicht phantastisches Nebenuniversum. Dabei gibt er sich nicht nur Mühe mit der Erfindung von passenden Namen und besonderen Eigenschaften seiner Protagonisten, die die beiden konkurrierenden Seelen in ihrer Brust (Lichtich und Dunkeldu) in Einklang zu bringen versuchen. Er erfindet verschiedene Landschaften, unterschiedliche Kulte, eine ganz eigene Pflanzen- und Tierwelt und sogar eine Mode für die Damen Phoras, die ihre Luxuskörper in den heißesten Schuppen Phoras zur Schau stellen wollen. Die ganze Geschichte von Schlangen, die sich aus der Wirbelsäule herausbrechen, Hexen, Zauberkräften, Gaukler, Schlangengötter und Bestien in der Meerestiefe mutet wie ein sehr gelungener Mix aus James Bond, Geschichten aus 1001 Nacht, Indiana Jones und Harry Potter an - jedoch alle nicht wirklich von dieser Welt. Fazit: Eine fesselnde Geschichte für Fantasy- und Krimiliebhaber, die gerne einmal in das jeweils andere Genre hineinschnuppern wollen, ohne dem eigenen Lieblingsgebiet untreu zu werden. Das Ganze zusätzlich wunderschön illustriert, - eigentlich also ein Kandidat für die volle Punktzahl. Trotzdem ein Punkt Abzug für das unsägliche Ende! Nicht ein Teilerzählstrang wurde zu Ende gebracht, alles bleibt in der Schwebe. Das empfinde ich schon fast als unverschämt, da noch nichts von einer möglichen Fortsetzung bekannt ist. Ohne diese ist die Geschichte jedoch unfertig.

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Alles vernichtender Schlangenkult
von Toschi3 aus Königswinter am 29.08.2010

Samu, Sonderermittler im Auftrag des Innenministeriums und des Königs, wird zu einem merkwürdigen Mord gerufen. Eine junge Frau ist an einem Seil erstickt. Schnell findet Samu heraus, dass ein gefährlicher Schlangenkult hinter den mysteriösen Vorgängen in der Stadt Phora steckt. Wenn er die gefräßigen Wurmschlangen nicht aufhält, ist die... Samu, Sonderermittler im Auftrag des Innenministeriums und des Königs, wird zu einem merkwürdigen Mord gerufen. Eine junge Frau ist an einem Seil erstickt. Schnell findet Samu heraus, dass ein gefährlicher Schlangenkult hinter den mysteriösen Vorgängen in der Stadt Phora steckt. Wenn er die gefräßigen Wurmschlangen nicht aufhält, ist die ganze Stadt dem Untergang geweiht. Doch nicht alle seine Verbündeten stehen wirklich hinter ihm. Das Buch von Andreas Gößling ist ein Fantasy-Roman auf oberstem Niveau. Wunderbar verstrickt er Sagen und Legenden mit seiner Fantasie zu einem Meisterwerk des Genres. Dabei bedient er sich der klassischen Figuren, ohne klischeehaft zu sein. Die Beweggründe des Protagonisten sind nachvollziehbar, sein Charakter wird gut herausgearbeitet. Die geheimnisumwobenen Begleiter von Samu bleiben etwas im Dunkeln, was der Geschichte jedoch gerecht wird. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Poetisch bis blumig beschreibt Gößling das Geschehen. Dabei greift er zu geschickten Wortspielereien. Jedoch verliert er damit in meinen Augen auch die leichte Lesbarkeit des Romans. Viele Adjektive sind fremdartig, auch wenn man sich nach und nach daran gewöhnt. Dadurch wird das Buch aber für Neulinge im Genre Fantasy sicher ein schwerer Brocken sein. Für den geneigten Leser tut der etwas umständlich geratene Schreibstil der Spannung aber keinen Abbruch. Das Ende des Buches ist überraschend und wird sicher nicht jedem Leser gefallen. Aber man kann es nicht allen recht machen, oder? Fazit: Ein wundervoller Fantasyroman, der leider durch den Schreibstil nicht für jeden Leser geeignet ist.

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