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Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Roman

(17)
Ein sprachgewaltiger Roman über eine unerfüllte Liebe, einen ungeklärten Mord und eine spannende Spurensuche.
Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später will ein alter Mann endlich die Wahrheit wissen. Von seinen eigenen Schatten verfolgt, begibt er sich auf Spurensuche in die Vergangenheit.
Raffiniert, voller Rhythmus und Poesie erzählt Gerhard Jäger von der Magie, aber auch von der Brutalität eines Ortes, der aus Raum und Zeit gefallen scheint.
Rezension
Anja Menne, Literatur-Expertin Thalia:
"Dieser atemberaubend packende Roman entführt in die wunderschöne, aber auch brutale Tiroler Bergwelt, die der Schriftsteller Gerhard Jäger mit einer umwerfenden Sprache zum Leben zu erwecken weiß. Der Roman „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Diese berührende, aber auch verstörende Geschichte um den jungen Wiener Historiker Max Schreiber, der 1950 in ein Bergdorf reist, um einem Verbrechen aus dem 19. Jahrhundert auf den Grund zu gehen und schließlich selbst verschwindet, ist mehr als ein Krimi. Erzählt wird der Roman anhand von Schreibers Aufzeichnungen und den Eindrücken eines alten Mannes, der ein halbes Jahrhundert nach dem Verschwinden des Historikers in dieses Bergdorf reist, um herauszufinden, was damals passierte. Das Buch ist ein bravouröses Literaturstück über die Gewalt und das Mysterium der Natur. Natürlich geht es auch um die Einsamkeit und vor allem um die Liebe, eine unerfüllte."
Portrait
Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Er lebt mit seiner Familie in Imst/Tirol.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 26.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-571-2
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 215/135/40 mm
Gewicht 637
Verkaufsrang 53.284
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Spannend, melancholisch und absolut großartig!“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Der junge Max Schreiber kommt im Herbst 1950 in ein abgelegenes Tiroler Bergdorf, um für ein Buch zu recherchieren. Angeblich hat es hier im Rahmen der Hexenverfolgung im 19. Jahrhundert ein Verbrechen gegeben und Schreiber möchte nun mehr darüber in Erfahrung bringen. In dem Bergdorf, wo die Zeit still zu stehen scheint, mietet sich Der junge Max Schreiber kommt im Herbst 1950 in ein abgelegenes Tiroler Bergdorf, um für ein Buch zu recherchieren. Angeblich hat es hier im Rahmen der Hexenverfolgung im 19. Jahrhundert ein Verbrechen gegeben und Schreiber möchte nun mehr darüber in Erfahrung bringen. In dem Bergdorf, wo die Zeit still zu stehen scheint, mietet sich der junge Historiker ein Zimmer im ortsansässigen Gasthof. Anfangs stehen ihm die Dorfbewohner sehr skeptisch und ablehnend gegenüber, Schreiber fühlt sich isoliert und ausgestoßen, doch mit der Zeit lernt er die Regeln der Dorfgemeinschaft kennen, bis zu einer Verkettung von tragischen Ereignissen...

Dem Autoren Gerhard Jäger ist mit "Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod" ein grandioser und sprachlich herausragender Roman geglückt, der für mich zu einer der besten bisherigen Veröffentlichungen des Jahres zählt! Man verliert sich in den Seiten, man genießt jedes einzelne Wort und jeder Satz ist einfach perfekt. Man lässt sich förmlich auf den Worten durch die Seiten tragen! Zudem verwebt er verschiedene Themen zu einem großen Ganzen, das wirklich zu überzeugen weiß. Es ist zum Teil Kriminalroman, mit Elementen aus dem Bereich der Gesellschaftsromane und auch die Liebe und die Leidenschaft kommen nicht zu kurz. Alles hat seinen Raum und auch diese sind perfekt gewählt! Es geht um die Macht von Aberglauben, Leidenschaft, Paranoia, Todesangst und Eifersucht und wo man jetzt die Furcht haben könnte, dass dieser Roman zu überladen ist, kann man sich einfach hinein fallen und mitreißen lassen, denn alles ist genau so, wie es sein muss, um auf ganzer Linie zu überzeugen! Der Roman lebt von seiner Wortgewalt und die Beschreibungen der Landschaft, des Dorfes, der Bewohner und allem Drumherum lassen den Leser zu einem Teil der Seiten werden und die Melancholie des Ortes spüren. Bei diesem Werk darf man sich zurück lehnen und einfach genießen, denn dieses Buch war wirklich absolut großartig!

„Für Freunde schöner Worte!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Der Roman, oder sollte ich besser von einem Krimi sprechen, beginnt in der Gegenwart. Ein 80jähriger Mann begibt sich aus Amerika nach München und sucht dort im Landesarchiv nach Spuren des Lawinenwinters 1951 in Tirol. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte des Historikers Max Schreiber. Der begab sich in die damals noch vom Alptentourismus Der Roman, oder sollte ich besser von einem Krimi sprechen, beginnt in der Gegenwart. Ein 80jähriger Mann begibt sich aus Amerika nach München und sucht dort im Landesarchiv nach Spuren des Lawinenwinters 1951 in Tirol. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte des Historikers Max Schreiber. Der begab sich in die damals noch vom Alptentourismus verschonte Tiroler Bergwelt auf die Suche nach der Geschichte um eine Hexe. Gerhard Jäger lässt den Leser die melancholische Stimmung des winterlichen Bergdorfes deutlich spüren. Ebenso sieht sich der Leser mit alten Aberglauben konfrontiert. Spannend wird die Geschichte als Max Schreiber selbst in den Mittelpunkt der Ereignisse gerät. Ob der alte Mann erfährt, was damals wirklich geschah, verrate ich natürlich nicht.
Lesen Sie diesen ungewöhnlicher Roman, der spannend und melancholisch ist und der vor allem aufgrund seiner wunderbaren, bildhaften Sprache überzeugt.

Saskia Hoppe, Thalia-Buchhandlung Emden

Wirklich genial!!!
Die perfekte Lektüre für jedermann, der einen gemütlichen Tag mit einem Buch vor dem Kamin verbringen möchte.
Wirklich genial!!!
Die perfekte Lektüre für jedermann, der einen gemütlichen Tag mit einem Buch vor dem Kamin verbringen möchte.

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Melancholisch, fesselnd und poetisch.
Jäger lässt einen in die winterliche Alpenlandschaft eintauchen und den Schnee schon beinahe in den Händen spüren.
Großartiger Lesestoff!
Melancholisch, fesselnd und poetisch.
Jäger lässt einen in die winterliche Alpenlandschaft eintauchen und den Schnee schon beinahe in den Händen spüren.
Großartiger Lesestoff!

Oliver Rosenland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Tolle Geschichte, grandios geschrieben! So wie Jäger Schnee beschreibt fühlt man ihn in seinen Händen und fängt vor Kälte an zu zittern. Ganz großes Werk! Tolle Geschichte, grandios geschrieben! So wie Jäger Schnee beschreibt fühlt man ihn in seinen Händen und fängt vor Kälte an zu zittern. Ganz großes Werk!

Heike Dreyer, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

Erinnert stark an Robert Schneiders "Schlafes Bruder". Eine einsame Bergwelt, eine misstrauische Dorfgemeinschaft und ein Mann, der sich verliert. Großartig geschrieben! Erinnert stark an Robert Schneiders "Schlafes Bruder". Eine einsame Bergwelt, eine misstrauische Dorfgemeinschaft und ein Mann, der sich verliert. Großartig geschrieben!

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Der Entschleunigungsroman schlechthin. Nicht nur das Leben in den Bergen 1950/51, sondern auch die Sprache spiegelt das wider. Ein sympathischer Historiker wagt sich hoch.



Der Entschleunigungsroman schlechthin. Nicht nur das Leben in den Bergen 1950/51, sondern auch die Sprache spiegelt das wider. Ein sympathischer Historiker wagt sich hoch.



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Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
14
2
1
0
0

Eindrucksvolles und naturgewaltiges Drama
von einer Kundin/einem Kunden aus Hambühren am 10.02.2017

"Es gibt Momente, Orte, die dir Angst machen. Du weißt, dass da etwas ist, das auf dich wartet, gesichtslos, namenlos, jenseits aller Begriffe, jenseits aller Konturen, und doch, es ist da, du spürst es, und du weißt nur eines: Es ist nichts Gutes." Zum Schreiben hat sich der junge Historiker... "Es gibt Momente, Orte, die dir Angst machen. Du weißt, dass da etwas ist, das auf dich wartet, gesichtslos, namenlos, jenseits aller Begriffe, jenseits aller Konturen, und doch, es ist da, du spürst es, und du weißt nur eines: Es ist nichts Gutes." Zum Schreiben hat sich der junge Historiker Max Schreiber 1950 in ein Tiroler Bergdorf zurückgezogen. Einsam ist es hier und die Dorfbewohner voller Misstrauen dem Fremden gegenüber, denn er rüttelt an alten Geheimnissen. Er fühlt sich hingezogen zu einer jungen Frau, doch da ist noch der Kühbauer, der schon lange um Maria wirbt. Jemand stirbt und ein Stall brennt, aber zur Klärung bleibt keine Zeit, denn die Lawinen bedrohen das Dorf und alle bangen um ihr Leben. Fast 60 Jahre später fliegt der achtzigjährige John Miller von Amerika nach Innsbruck, um Recherchen über einen Mörder, seinen Cousin, durchzuführen. Der Schreibstil erinnert an ein Gemälde. Jeder Satz ein Pinselstrich, der emotionsgeladene Bilder entstehen lässt. Gerhard Jäger hat einen besonderen Sprachrhythmus, der fesselt und besondere Gefühle heraufbeschwört. Verschiedene Zeit- und Erzählebenen, lange verschachtelte Sätze, die sich erstaunlich gut lesen lassen und akzentuierte Wiederholungen einzelner Sequenzen, zeichnen den Stil aus. "...aus seinem Mund kommen Berge und Hügel, Gipfel und Grate, Wälder und Schluchten, Wege und Pfade, ein paar rot glühende Sonnenstrahlen wie Farbtupfer auf die Bergspitzen gesetzt, zimmern weitere Buchstaben die kleine Alm, die in einer Senke an einer steilen Bergflanke vor den wütenden Winden des Hochgebirges Schutz sucht und Schutz bietet, seit vielen, vielen Jahren, all den Hirten, die die Sommer hier verbringen, hier, bei den Kühen, die die Hänge und die wenigen Ebenen abweiden, ruhig und bedächtig, denn es ist ein friedliches Leben." Es liegt von Anfang an eine spürbare Spannung in der Luft. Ein Fremder, der in die abgeschnittene harte Welt des kleinen Bergdorfes eindringt. Man sieht förmlich, wie Max Schreiber argwöhnisch beobachtet, jeder Schritt und jedes Wort kritisch bewertet wird. Sagen, Mythen und Aberglaube spielen hier eine große Rolle. Unbewusst schürt Max den Unwillen der Dörfler, als er sich für die stumme Marie interessiert. Sein anfänglich als Roman geplantes Buch wird immer mehr zu einem Tagebuch, dessen Form sich von der Ich-Erzählung zur Betrachtung wandelt und seine Unruhe, Verlorenheit und Ängste widerspiegelt. Dann kommt der Winter, so kalt, brutal und unberechenbar, dass man beim Lesen eine Gänsehaut bekommt. Vom geschichtlichen Lawinenwinter 1951 hatte ich vorher noch nichts gelesen und wurde von der unfassbaren Wucht der Lawinen sprichwörtlich mitgerissen. Man kämpft gegen die Schneemassen, die die Häuser einstürzen lassen und am Ende nur noch ums nackte Überleben. Zusammengedrängt in der Kirche hört man das Donnern der ins Tal krachenden alles zermalmenden weißen Flut. Viele kommen darin um, werden vermisst, so auch Max Schreiber. Nur sein Manuskript taucht später wieder auf. Hier setzt die Rahmenhandlung ein. Im Jahr 2006 fliegt der achtzigjährige Amerikaner John Miller nach Österreich, um am spürbaren Ende seines Lebens der Spur eines Mörders zu folgen. Im Innsbrucker Landesarchiv liest er das Manuskript von Max Schreiber, taucht in dessen Geschichte ein und lässt den Leser am Geschehen teilhaben. Eigene Erinnerungen führen ihn immer wieder fort in die Vergangenheit, wecken Gefühle und Sehnsüchte nach seiner verstorbenen Frau Rosalind: "...Rosalind über eine Kiste mit Büchern gebeugt, Rosalind mit einem alten Schmöker am Fenster sitzend, Rosalind in einer angeregten Diskussion mit einem Kunden, Rosalind die mir mit einem triumphierenden Blick ein seltenes Exemplar reicht, Rosalind, Rosalind." Das Lesen wühlt den alten Herren sichtlich auf und man bangt um dessen Gesundheit. Nach und nach wird ersichtlich, dass auch seine Lebensgeschichte ein Geheimnis birgt, welches bis zum Schluss verborgen bleibt. Mich hat dieser Roman mit seiner poetisch eindringlichen Art schlicht und einfach begeistert. Ein absolut empfehlenswertes Lesehighlight.

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Ein Roman, der mit seinem besonderen Schreibstil beeindruckt
von Nicoles Bücherwelt am 10.02.2017

Auf der Suche nach der Wahrheit... Im Herbst des Jahres 1950 reist der junge Historiker Max Schreiber aus seiner Heimatstadt Wien in ein kleines Tiroler Bergdorf, um mehr über ein mysteriöses Verbrechen zu erfahren, das sich Mitte des 19. Jahrhunderts dort ereignet hat. Als Max, der den ganzen Winter dort... Auf der Suche nach der Wahrheit... Im Herbst des Jahres 1950 reist der junge Historiker Max Schreiber aus seiner Heimatstadt Wien in ein kleines Tiroler Bergdorf, um mehr über ein mysteriöses Verbrechen zu erfahren, das sich Mitte des 19. Jahrhunderts dort ereignet hat. Als Max, der den ganzen Winter dort verbringen will, sich bei den Dorfbewohnern umhört, stößt er auf Misstrauen und Ablehnung. Irritiert von dem Verhalten zieht sich der 25-jährige immer mehr zurück, konfrontiert mit der Abgeschiedenheit der Berge. Einzig eine stumme junge Frau erweckt seine Aufmerksamkeit... Doch eines Tages überschlagen sich die Ereignisse: Es gibt einen seltsamen Todesfall, eine Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder und der Winter hält Einzug - in diesem Jahr mit einer unglaublichen Wucht. Mit den Schneemassen brechen tödliche Lawinen über das Dorf herein. Doch damit nicht genug: Max Schreiber gerät unter Mordverdacht und plötzlich fehlt jede Spur von ihm. Über fünfzig Jahre später reist ein älterer Mann in die Gegend mit dem Ziel, die Wahrheit herauszufinden. Was ist damals, als der Winter mit aller Macht kam, wirklich passiert? Die Spurensuche beginnt... "Es gibt Momente, Orte, die dir Angst machen. Du weißt, dass da etwas ist, das auf dich wartet, gesichtslos, namenlos, jenseits aller Begriffe, jenseits aller Konturen, und doch, es ist da, du spürst es, und du weißt nur eines: Es ist nichts Gutes." - Seite 20 Dieses Buch hat mir mit seinem beeindruckendem Erzählstil sehr gefallen! Es ist eine Mischung aus Krimi, einer kleinen Liebesgeschichte und einem großen Drama - alles angesiedelt in einem kleinen Tiroler Bergdorf. Vor einem beeindruckendem Bergpanorama spielt sich eine Geschichte ab, die sich langsam dramatisch zuspitzt - die unerwarteten Schneemassen spielen dabei eine traurige Rolle... Die Handlung hat zwei Erzählebenen: Zuerst lernen wir den älteren Mann Mr. Miller kennen, der zu einer Reise aus den USA nach Innsbruck aufbricht, mit der Hoffnung, dort die Wahrheit zu finden: Anfang der fünfziger Jahre verschwand ein Verwandter spurlos. Dabei wird er immer wieder von Erinnerungen eingeholt. Dann geht es in die Vergangenheit, ins Jahr 1950, als sich der Wiener Historiker Max Schreiber in ein abgeschiedenes Bergdorf aufmacht, um dort nach einem Verbrechen zu forschen, dass ein Jahrhundert zurückliegt. Doch mit dem, was er in diesem Winter erlebt, hat er nicht gerechnet... Die regelmäßigen Wechsel der beiden Ebenen sind sehr gut aufeinander abgestimmt, nach und nach kommt alles ans Licht. Dieses Buch sticht vor allem mit einem heraus: Dem bildgewaltigen, großartigem Erzählstil. Sehr detailreich und mit einer poetischen Note schildert der Autor hier die Atmosphäre des kleinen Dorfes und des Winters, dessen Idylle trügt. Gerade die Momente, als der Schnee alles einhüllt, sind sehr aussagekräftig. Doch neben den Schauplätzen gibt es auch eine sehr spannende Handlung, die einiges zu bieten hat. Die Sätze sind oft verschachtelt und lang - aber gerade das macht diesen leicht poetischen Schreibstil aus. Das Cover -ganz in Weiß gehalten mit einer einsamen Gestalt, die durch den Schnee stapft- ist, genau wie der Titel, sehr gut auf den Inhalt abgestimmt. "Und er blickt zurück zum Dorf, alles liegt unter einer dicken weißen Schneedecke, auf der die Sonne blinkt, fast schon meterhoch die Schneewände auf den Seiten der freigeschaufelten Straßen, Gassen und Wege, eine idyllische Szene, eine friedliche Szene, die nichts verrät von den Leichen, die im Keller liegen, und Schatten, die nachts ihrer Wege gehen." -Seite 249 Mein Fazit: Ein beeindruckendes Buch, dass mit seiner wunderbaren Erzählweise überzeugt. Ein detailreich geschildertes Winterpanorama, hinter dem sich eine tödliche Gefahr verbirgt. Dazu gibt es noch eine packende Handlung, die einerseits sehr spannend ist, andererseits aber -aufgrund der Katastrophe- auch berührend und traurig ist. Es gibt ausgewählte Momentaufnahmen, in denen man die Hauptcharaktere sehr gut kennen lernt - ihr Denken und Handeln wird bis in kleinste Detail beschrieben. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein sehr gelungener Roman - anders, besonders und sehr lesenswert!

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fesselnde Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2017

Es sind die 50ger Jahre, als sich Max Schreiber aufmacht, um in einem Tiroler Bergdorf über eine lange zurückliegende Gewalttat zu recherchieren. Max ist jung und er ist Historiker. Ein Studierter aus der Hauptstadt, so tratschen es die Einheimischen weiter. Wo immer Max auftaucht, wird er misstrauisch beobachtet.... Es sind die 50ger Jahre, als sich Max Schreiber aufmacht, um in einem Tiroler Bergdorf über eine lange zurückliegende Gewalttat zu recherchieren. Max ist jung und er ist Historiker. Ein Studierter aus der Hauptstadt, so tratschen es die Einheimischen weiter. Wo immer Max auftaucht, wird er misstrauisch beobachtet. In der Gaststube sitzt er immer allein. Selbst seine Wirtin ist wortkarg und lässt sich kaum auf ein Gespräch mit ihrem Zimmergast ein. Er beginnt lange Spaziergänge durchs Dorf und die nahe Umgebung zu machen. Auf einem dieser Ausflüge begegnet er einer jungen Frau, die etwas außerhalb vom Dorf wohnt. Sie ist stumm und hinter vorgehaltener Hand erzählt man sich ganz eigenartige Geschichten über sie. Max fängt an, sich für die junge Frau zu interessieren..... "Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod" von Gerhard Jäger ist fesselnde Lektüre

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