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Der Schneesturm

Roman

KIWI 1395

(9)
Ein fantastisches Wintermärchen vom großen russischen Stilisten Vladimir Sorokin
Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Der Landarzt Garin will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden
Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, Garins Pferde sind erschöpft, und so heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von winzigen Pferden gezogen wird. Und so beginnt seine Reise in eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologiegesellschaft. Eingebettet in den erzählerischen Kosmos von Tolstoi, Tschechow und Gogol, versetzt »Der Schneesturm« ein grotesk-imaginäres Russland in den Abgrund zwischen den Zeiten – ein zugleich heiteres wie verstörendes Buch, das von der Kritik einhellig gefeiert wurde und einmal mehr Sorokins herausragende Stellung unter den zeitgenössischen russischen Schriftstellern untermauert.
Portrait
Vladimir Sorokin wurde am 7. August 1955 in Bykovo bei Moskau geboren und gehört zu den Hauptvertretern der russischen Postmoderne. Nach dem Abschluss des Ingenieurstudiums an der Gubkin-Universität für Erdöl und Gas in Moskau 1977, arbeitete er als Grafiker, Buchillustrator, Maler und Konzept-Künstler und gestaltete dabei mehr als 50 Bücher. Heute lebt Vladimir Sorokin mit seiner Ehefrau und zwei Töchtern in Moskau. Er gilt als der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller und Dramatiker Russlands und scharfer Kritiker der politischen Eliten Russlands. Regelmäßig wird er dafür von regimetreuen Gruppen angegriffen. Seit 1993 ist Sorokin Mitglied im russischen PEN-Club.
WerkBereits Anfang der 70er-Jahre begann Vladimir Sorokin mit dem literarischen Schreiben und debütiert als Dichter 1972 in der auflagenstarken Zeitschrift Za kadry neftjanikov. Endgültige Anerkennung als Schriftsteller folgte allerdings erst Mitte der 80er-Jahre. 1985, in dieser Zeit gehört Sorokin zur Moskauer Undergroundszene, erscheint in Paris der Roman Die Schlange. Weitere Publikation veröffentlichte der Schriftsteller im Samisdat. Erst einige Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte Sorokin in seiner Heimat publizieren: 1989 sind in der Novemberausgabe der Zeitschrift Rodnik einige seiner Erzählungen erschienen. Romane wie Die Schlange oder Die Herzen der Vier folgten hingegen erst im März 1992. Daneben hat Sorokin auch Theaterstücke und Film-Drehbücher verfasst. Für die Oper Rosenthals Kinder, Uraufführung am Bolschoi-Theater im März 2005, schrieb Sorokin das Libretto. Seine Romane wurden in über 20 Sprachen übersetzt.Vladimir Sorokin wurde national und international für seine literarische Arbeit ausgezeichnet, unter anderem mit dem größten russischen Literaturpreis Das große Buch.
Auszeichnungen2011 Literaturpreis »Das große Buch« für Metel‘2010 Gorki-Preis für LJOD2010 Literaturpreis NOS-Novaja Slovestnost‘ für Metel‘2005 Liberty-Preis für Verdienste um die russisch-amerikanische Kultur 2001 Russischer Booker-Preis 2001 Andrei Bely-Preis für Verdienste um die russische Literatur1996 Hörspielpreis der Akademie der Künste für die Hörspielfassung von Hochzeitsreise
Publikationen
Romane, Erzählungen und Kurzgeschichtensammlungen (Auswahl)• Roman, aus dem Russischen und mit einem Nachwort von Thomas Wiedling, Haffmans Verlag 1995. (OT: Roman 1984)• Die Schlange, aus dem Russischen von Peter Urban, Haffmans Verlag 1990. (OT: Očered‘ 1985)• Die Herzen der Vier, aus dem Russischen von Thomas Wiedling, Haffmans Verlag 1993. (OT: Serdca četyre͏̈ch 1991)• Der Obelisk. Erzählungen, aus dem Russischen von Gabriele Leupold, Haffmans Verlag 1992. • Norma, aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg, DuMont 1999. (OT: Norma 1994)• Marinas dreißigste Liebe, aus dem Russischen von Thomas Wiedling, Haffmans Verlag 1991. (OT: Tridcataja ljubov' Mariny 1995)• Der himmelblaue Speck, aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg, DuMont 2000. (OT: Goluboe salo 1999)• LJOD. Das Eis, aus dem Russischen von Andreas Tretner, Berlin Verlag 2003. (OT: Led 2002)• BRO, aus dem Russischen von Andreas Trentner, Berlin Verlag 2006. (OT: Put‘ Bro 2004) • 23000, aus dem Russischen von Andreas Trentner, Berlin Verlag 2010. (OT: 23’000 2005) • Der Tag des Opritschniks, aus dem Russischen von Andreas Tretner, Kiepenheuer & Witsch 2008. (OT: Den‘ opritschnika 2006)• Der Zuckerkreml, aus dem Russischen von Andreas Tretner, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Sanulisi gomero datweiv)• Der Schneesturm, aus dem Russischen von Andreas Tretner, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: Metel‘ 2010)• Tellurija 2013Daneben zahlreiche bisher nicht ins Deutsche übersetzte Kurzgeschichten und Erzählungen.
Sonstiges• Ein Monat in Dachau, aus dem Russischen von Peter Urban, Haffmans Verlag 1992. (OT: Mesjac v Dachau 1994)• Pelmeni/Hochzeitsreise. Zwei Stücke, aus dem Russischen von Barbara Lehmann, Verlag der Autoren 1997.• Hochzeitsreise: ein Vaudeville in fünf Akten, aus dem Russischen von Barbara Lehmann, Haffmans Verlag 1995. • Der Unterstand, aus dem Russischen von Barbara Lehmann, Verlag der Autoren 1995. • Dostojevskij Trip/Krautsuppe, tiefgefroren, aus dem Russischen von Barbara Lehmann, Verlag der Autoren 2001. (OT: Dostoevskij trip)• Libretto zur Oper Rosenthals Kinder 2005.
Theateradaptionen (Auswahl)• Pelmeni, UA: St. Petersburg 1992. • Das Jubiläum, UA: Staatsschauspiel Dresden 1994. • Hochzeitsreise, UA: Volksbühne Berlin 1995.• Ein Monat in Dachau, UA: Düsseldorfer Schauspielhaus 1996. • Die russische Großmutter, UA: Schauspiel Leipzig 2001.
Literatur• Erik Simon: Ljod. Das Eis, in: Das Science Fiction Jahr 2004, herausgegeben von Sascha Mamczak und Wolfgang Jeschke, Wilhelm Heyne Verlag, München 2004, ISBN 3-453-87896-5, S. 917–920.• Bartholomäus Figatowski: Heartbreaker. Vladimir Sorokins eisiger Abgesang auf die Menschheit. In: Walter Delabar, Frauke Schlieckau (Hrsg.): Bluescreen. Visionen, Träume, Albträume und Reflexionen des Phantastischen und Utopischen. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-769-5, S. 285–287.• Robert Hodel: Der Gewaltdiskurs der Politik als literarische Vorlage bei Andrej Platonov und Vladimir Sorokin. In: Verbrechen – Fiktion – Vermarktung. Gewalt in den zeitgenössischen slavischen Literaturen (Open Access); [Internationale Konferenz, 20. - 22. September 2012, Universität Hamburg]. Universitätsverlag, Potsdam 2013, ISBN 978-3-86956-271-1, S. 65–86.• Johanna Renate Döring: Von Puschkin bis Sorokin: zwanzig russische Autoren im Porträt, Böhlau 2013• Telluria, aus dem russischen vom Kollektiv Hammer und Nagel, Kiepenheuer & Witsch 2015 (OT: Telluria)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 06.11.2014
Serie KIWI 1395
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04682-3
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 188/125/15 mm
Gewicht 161
Originaltitel Metel
Buch (Taschenbuch)
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Unglaublich plastisch zeichnet Sorokin in dieser Novelle eine seltsame Parallelwelt durch die Kunst des vielschichtigen, niemals langweiligen deskriptiven Erzählens. Bleibt hängen! Unglaublich plastisch zeichnet Sorokin in dieser Novelle eine seltsame Parallelwelt durch die Kunst des vielschichtigen, niemals langweiligen deskriptiven Erzählens. Bleibt hängen!

Heike Heinlein, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ein Wintermärchen, das es in sich hat. So außergewöhnlich und so fantasievoll, dass beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr herauskommt! Ein Wintermärchen, das es in sich hat. So außergewöhnlich und so fantasievoll, dass beim Lesen aus dem Staunen nicht mehr herauskommt!

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

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Absolut zum eintauchen.... Sehr lesenswert!
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„Eisige Schlittenfahrt“

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Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen und Hilfe schnellstens geboten.
Die Fahrt des Landarztes Garin durch die weite Einsamkeit liest sich wie ein altes russisches Märchen.
Um zum Ziel zu kommen muß Garin Kompromisse eingehen, sich des skurrielen Gefährtes mit 50 Miniferdchen des Kutschers Kosma bedienen.
Die Fahrt durch
Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen und Hilfe schnellstens geboten.
Die Fahrt des Landarztes Garin durch die weite Einsamkeit liest sich wie ein altes russisches Märchen.
Um zum Ziel zu kommen muß Garin Kompromisse eingehen, sich des skurrielen Gefährtes mit 50 Miniferdchen des Kutschers Kosma bedienen.
Die Fahrt durch den Schneesturm und die finstere Nacht wird zum Abenteuer.
Was die beiden Protagonisten erleben ist zauberhaft, grotesk und liebevoll erzählt.
Wunderbar schildert Sorokin zum Beispiel eine verunglückte Schlittenfahrt, die in der Nase des Riesen endet, oder den Zwischenstopp bei der attraktiven Müllerin und deren zwergenhaften Ehemann.
Sorokin sprüht nur so vor Fantasiereichtum - ich bin voller Begeisterung seinen Schilderungen gefolgt.
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„Russisches Wintermärchen“

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Landarzt Garins Pferde versagen nach anstrengenden Stunden durch verschneite Wälder in einem kleinen abgelegenen Dörfchen den Dienst. Ihm bleibt letztlich nur eine Möglichkeit nach Dolgoje und zu seinen Patienten zu gelangen: der kauzige Brotkutscher Kosma und seine Zwergenpferdchen sollen ihn und ein wichtiges Impfserum ans Ziel bringen. Landarzt Garins Pferde versagen nach anstrengenden Stunden durch verschneite Wälder in einem kleinen abgelegenen Dörfchen den Dienst. Ihm bleibt letztlich nur eine Möglichkeit nach Dolgoje und zu seinen Patienten zu gelangen: der kauzige Brotkutscher Kosma und seine Zwergenpferdchen sollen ihn und ein wichtiges Impfserum ans Ziel bringen. Eine sehr hindernisreiche aufregende Fahrt, frostig und phantastisch! Ein poetisches wunderbares Wintermärchen in der verschneiten russischen Einsamkeit.

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Der erstarrte Riese im Eis der Vergangenheit
von tinderness aus Wien am 14.12.2014

"Grundsätzlich ist es ja so, dass Russland in einer weit entfernten Vergangenheit lebt, und davon erzählt mein Roman", meint der Schriftsteller Vladimir Sorokin in einem Interview, das allgemein zugänglich ist. "In diesem Roman ist die eigentliche Hauptfigur der Schneesturm. Sie begleitet die beiden anderen Figuren stetig und von ihr... "Grundsätzlich ist es ja so, dass Russland in einer weit entfernten Vergangenheit lebt, und davon erzählt mein Roman", meint der Schriftsteller Vladimir Sorokin in einem Interview, das allgemein zugänglich ist. "In diesem Roman ist die eigentliche Hauptfigur der Schneesturm. Sie begleitet die beiden anderen Figuren stetig und von ihr hängt das Leben dieser beiden Figuren ab." Und weiter fährt Sorokin mit Bezug auf die unterschiedlichen Zeit- und Bewusstseinsebenen im heutigen Russland fort: "Wenn sie heute nur 70 Kilometer hinausfahren, aus Moskau zum Beispiel, speziell im Winter, dann finden Sie sich augenblicklich in einer anderen Zeit wieder. Sie verlieren die Orientierung, in welchem Jahrhundert sie sind und dort begegnen sie der russischen Metaphysik." Schließlich zur Kritik an den russischen Nomenklatura: "Wenn man heute die Machthaber in diesem Land sieht, die Elite Russlands, die fahren Mercedes, telefonieren mit Smartphones usw., aber mental und kulturell stehen sie im 16., 17. Jahrhundert. Ich habe den Eindruck, Russlands Zukunft, das ist unsere Vergangenheit plus Hochtechnologie. (...) Solche Prozesse wie jetzt gegen Pussy Riot wird es noch mehrere geben, für mich haben sie den Geruch von Mittelalter. Sie zeigen, dass sich an er Spitze unseres Landes, im Kreml, die Paranoia auszubreiten beginnt. (...) Ich denke nicht, dass es Veränderungen durch Straßenproteste geben wird, die Machtfrage wird im Kreml sehr plötzlich und unerwartet entschieden werden." Diese Aussagen des Autors sind für mich wichtige Hintergrundinformationen, um die Handlung des Romans zu entschlüsseln, eine Handlung, die eigentlich von großer Statik geprägt ist. Denn um die 17 Kilometer zu überwinden, die einen Arzt und seinen Kutscher von einem Ort trennen, in dem angeblich die "bolivianische Pest" ausgebrochen ist, scheint angesichts des ausgebrochenen Schneesturms fast eine Ewigkeit. Immer wieder hindert das Unwetter die beiden an der Weiterfahrt. Entweder man sucht Schutz in bewohnten Hütten und Zeltlagern an der Wegstrecke oder repariert im beißenden Schneetreiben auf offener Strecke die Kutsche. Die Reise "erfriert" zu einem hoffnungslosen Unterfangen. Zunächst denken wir uns in die Realität des 19. Jahrhundert zurückversetzt, durchwoben mit märchenhaften Zügen. Wir begegnen Zwergen und Riesen, beides in Menschen- und Tiergestalt. Aber auch diese Erfahrung wird empfindlich gestört, indem moderne Drogen, Hightech-Behältnisse und Mobiltelefone in die Handlung eingeführt werden und damit die Zeitebenen sprengen. Am Ende sind es sogar Chinesen, die mit riesigen Pferden den Arzt Garin vor dem Tod bewahren und so einen poetisch-politischen Schwenk in die Zukunft erlauben. Russland, erstarrt in einer politischen Eiszeit, aus der es sich alleine nicht befreien kann? Man kann das Buch auf verschiedene Weise lesen: als poetisch verschlüsselte Erzählung über die derzeitige politische Erstarrung in Russland, als Rekurs auf die Literatur eines Tolstoi oder Dostojewski, welche virtuos im Roman verarbeitet werden, oder als modernes Märchen, welches einprägsame Charaktere hervorbringt, wie den von seinem Scheitern besessenen und rücksichtslosen Arzt oder den gleichmütig - demütigen Kutscher. Auf alle Fälle wird uns die Sprache Sorokins begeistern, der die mehr als 200 Seiten ohne Kapitelüberschriften auskommt und in einem Guss erzählt, so als wäre dieses Buch ohne Unterbrechung entstanden. Ich habe mir gewünscht, in diesem Buch immer weiterlesen zu können, auch über sein Ende hinaus; einen Roman, der so grausam und beschwingt vom menschlichen Scheitern erzählt, in einer Welt der kleinen Perdchen und gestorbenenen Riesen, des pfeifenden Windes und der lähmenden Kälte. Irgendwo in Sibirien, wo die Zeiten durcheinandergekommen sind und sich Russen, Kasachen und Chinesen auf fast natürliche Weise begegnen können. Es ist gefählich kalt geworden, nicht nur dort in Russland, sondern auch in unserer Welt. Auch hier hat es den Anschein, als könnten wir die Aufgaben nicht mehr bewältigen, die uns die Zukunft für uns und unsere Nachfahren sichern. Starre und fröhlicher Untergang auch hier. Eindeutig große Literatur, die mehr LeserInnen verdient hätte.

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Irrfahrt zwischen den Zeiten und Abgründen.............
von einer Kundin/einem Kunden aus Olten am 13.03.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Unbedingt möchte Dr. Garin die Pferde wechseln um den Menschen eines Dorfes wegen einer Seuche schnellstmöglich zu Hilfe zu eilen. Trotzdem keine geeigneten Pferde da sind finden sich Helfer, aber eben solche die den hohen Ansprüchen der Reise durch schwere Schneestürme nicht gewachsen sind. Der Fahrer ist guten Willens,... Unbedingt möchte Dr. Garin die Pferde wechseln um den Menschen eines Dorfes wegen einer Seuche schnellstmöglich zu Hilfe zu eilen. Trotzdem keine geeigneten Pferde da sind finden sich Helfer, aber eben solche die den hohen Ansprüchen der Reise durch schwere Schneestürme nicht gewachsen sind. Der Fahrer ist guten Willens, findet sich in der zugeschneiten Landschaft nicht zurecht und sein Fahrzeug ist eigentlich nicht tauglich dieser Reise standzuhalten. Die Reisenden kommen mal da mal dort an aber nie am wirklichen Ziel. Die Reise verläuft irgendwie nach dem Prinzip: "Und als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen.". In der schneeverwehten Landschaft mit nicht vorhersehbaren, noch nicht einmal vorstellbaren, Hindernissen scheitern die Reisenden und kommen nie an. Wer die eine oder andere Erzählung von Gogol gelesen hat dürfte wohl zu Recht an eine Parabel denken. Eine fantastische Irrfahrt durch die maskierte Realität nach Utopia. Ein absoluter Lesegenuss, keine Frage.

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Russische Odyssee
von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

"Der Schneesturm" ist eine spannende Odyssee des Landarztes Garin durch die verschneite russische Einöde. Seine Pferde versagen den Dienst, so dass er dem einfältigen Brotkutscher Kosma und seiner Schar Zwergenpferde vertrauen muss um ans Ziel zu kommen. Im Schneesturm treffen sie auf Hindernisse wie Schluchten, verschwundene Strassen und Riesen.... "Der Schneesturm" ist eine spannende Odyssee des Landarztes Garin durch die verschneite russische Einöde. Seine Pferde versagen den Dienst, so dass er dem einfältigen Brotkutscher Kosma und seiner Schar Zwergenpferde vertrauen muss um ans Ziel zu kommen. Im Schneesturm treffen sie auf Hindernisse wie Schluchten, verschwundene Strassen und Riesen. Ein phantastisches Wintermärchen für Erwachsene.

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