Der Sog - ein tödliches Ultimatum

Wirtschaftskrimi

(3)
Karl Bennewitz und seine Kollegen bereichern sich an den staatlichen Subventionen für Rationalisierungsprogramme, in der DDR ›Neuererwesen‹ genannt.
Lange Zeit läuft alles gut. Doch dann lernt Bennewitz die junge Karin März kennen und will sich von seiner Frau trennen. Franziska denkt nicht daran, ihn aufzugeben – und mit ihm das angenehme Leben im Wohlstand. Sie stellt ihm ein Ultimatum: »Entweder du bleibst bei mir - oder ich lasse dich hochgehen«.
In Bennewitz reift ein verzweifelter Mordplan ...
Portrait
Jan Flieger wurde 1941 in Berlin geboren. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur schreibt Krimis, Thriller, Lyrik, schwarzhumorige Geschichten und Kinderbücher, und ist Theodor-Körner-Preisträger. Seine Texte wurden ins Englische, Chinesische, Niederländische, Russische, Tschechische und Dänische übersetzt; seine Geschichten erschienen in Schullesebüchern Frankreichs, Norwegens und Schwedens. Zwei seiner Krimis erschienen vor 1989 beim S. Fischer Verlag, seine zwölf Kinderbücher beim Arena Verlag Würzburg. Sein Krimi ›Der Sog‹ wurde 1988 verfilmt und als ›Alles umsonst‹ mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt. Jan Fliegers Krimi ›Tatort Teufelsauge‹ war 2006 nach der Übersetzung ins Englische als einer von drei ausgewählten deutschen Krimis Lehrstoff an der Universität Toronto/Kanada im Kurs ›Deutsche Kriminalliteratur‹
Im fhl Verlag Leipzig erschienen Fliegers kontroverse Selbstjustiz-Thriller ›Auf den Schwingen der Hölle‹ und ›Man stirbt nicht lautlos in Tokyo‹ und zuletzt der Krimi ›Der Vierfachmord von Stötteritz‹ sowie die Neuauflage von ›Der Sog‹. Desweiteren ist der Autor mit spannenden und humorvollen Krimi-Kurzgeschichten in vielen Anthologien vertreten. Zur Leipziger Buchmesse 2014 war er neben Håkan Nesser und Arne Dahl zu Gast bei der LVZ Kriminacht und präsentierte dort ›Der Vierfachmord von Stötteritz‹
Jan Flieger lebt in Leipzig.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 07.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-942829-55-7
Verlag Fhl Verlag Leipzig
Maße (L/B/H) 19/12,6/1,5 cm
Gewicht 153 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Die Therapie
    von Sebastian Fitzek
    (197)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Machtrausch
    von Rainer C. Koppitz
    (3)
    Buch (Taschenbuch)
    11,90
  • Doppelabsturz
    von Ulrike Alter
    Buch (Taschenbuch)
    9,90
  • Die dunklen Seiten der Heuschrecken
    von Kurt Früh
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    22,00
  • Schweres Wasser
    von Hajo Heider
    Buch (Taschenbuch)
    11,99
  • Kiez Trifft Mafia
    von Julius Franzot
    Buch (Taschenbuch)
    24,95
  • Die Datenwaffe
    von Patrick Mosberger
    (1)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    25,99
  • Geldgerinnung
    von Björn Frank, Johann Graf Lambsdorff
    Buch (Taschenbuch)
    19,99
  • Rechenfehler
    von Rüdiger Frischmuth
    Buch (Taschenbuch)
    9,95
  • Scheinreich
    von Sabine Feuersänger
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    9,90
  • Broadchurch - Der Mörder unter uns
    von Chris Chibnall, Erin Kelly
    (28)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Kings of Cool
    von Don Winslow
    (38)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Dr. Siri und seine Toten
    von Colin Cotterill
    (29)
    Buch (Taschenbuch)
    8,95
  • Stimmen / Beatrice Kaspary und Florin Wenninger Bd. 3
    von Ursula Poznanski
    (56)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • Ein Kopf macht noch keine Leiche - Jimm Juree 2
    von Colin Cotterill
    (2)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • Die Wahrheit
    von Melanie Raabe
    (186)
    Buch (Paperback)
    16,00
  • Die Entscheidung
    von Charlotte Link
    (65)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,99
  • Himmelhorn / Kluftinger Bd.9
    von Volker Klüpfel, Michael Kobr
    (35)
    Buch (Taschenbuch)
    10,99
  • Leipzig im Sumpf
    von Sylke Tannhäuser
    SPECIAL (Taschenbuch)
    3,99
    bisher 9,90
  • Kein großes Ding
    von Stefan B. Meyer
    (2)
    Buch (Klappenbroschur)
    13,00

Wird oft zusammen gekauft

Der Sog - ein tödliches Ultimatum

Der Sog - ein tödliches Ultimatum

von Jan Flieger
(3)
Buch (Taschenbuch)
10,00
+
=
Das italienische Mädchen

Das italienische Mädchen

von Lucinda Riley
(46)
Buch (Klappenbroschur)
9,99
+
=

für

19,99

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

Der Sog
von leseratte1310 am 03.12.2014

Bennewitz und seine Kollegen haben Subventionen durch das „Neuererwesen“ abgeschöpft. Als in einem anderen Betrieb ermittelt wird, will Bennewitz aufhören. Aber man lässt ihn nicht, denn das System funktioniert nur, wenn alle mitspielen. Die Liebe zu Marion bringt ihn dazu, Pläne zu schmieden für den Mord an seiner Frau.... Bennewitz und seine Kollegen haben Subventionen durch das „Neuererwesen“ abgeschöpft. Als in einem anderen Betrieb ermittelt wird, will Bennewitz aufhören. Aber man lässt ihn nicht, denn das System funktioniert nur, wenn alle mitspielen. Die Liebe zu Marion bringt ihn dazu, Pläne zu schmieden für den Mord an seiner Frau. Dann will er seine Pläne umsetzen. Während der Erzählung gibt es immer wieder Rückblenden, so dass wir die Lebensgeschichte von Bennewitz sowie Menschen, denen er im Laufe seines Lebens begegnete, kennenlernen. Die Gedanken von Bennewitz wurden kursiv dargestellt. Je mehr ich über den Menschen Bennewitz erfahre, umso weniger kann ich ihn verstehen. Er wird sein Leben lang getrieben, zu ängstlich um sich zur Wehr zu setzen. Erst zeigte ihm seine ehrgeizige Mutter den Weg, nun stellt seine Frau Forderungen. Dass das Buch bereits vor mehr als 20 Jahren geschrieben wurde, merkt man ihm nicht an. Der Schreibstil ist zeitlos und ruhig. Die Missstände in der DDR werden gut aufgezeigt und man kann nachvollziehen, wie es zu derartigen kriminellen Machenschaften kommen konnte. Die Erklärungen im Nachwort tragen ihren Teil dazu bei. Die vielen Rückblenden erschweren allerdings etwas das Lesen. Ein überzeugender Krimi.

Knapp 30 Jahre alt und dennoch aktuell. Korruption ist immer noch modern.
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 01.12.2014

Das Neuererwesen in sozialistischen Betrieben ist für Karl Bennewitz und seine Kumpane wie ein Selbstbedienungsladen. Hemmungslos werden Gelder abgegriffen und die Gefahr, bei Entdeckung zehn Jahre auf Staatskosten zu logieren, wird verdrängt. Obwohl Bennewitz eher der ängstliche Typ ist, macht er mit – bis zum bitteren Ende. Einmal in... Das Neuererwesen in sozialistischen Betrieben ist für Karl Bennewitz und seine Kumpane wie ein Selbstbedienungsladen. Hemmungslos werden Gelder abgegriffen und die Gefahr, bei Entdeckung zehn Jahre auf Staatskosten zu logieren, wird verdrängt. Obwohl Bennewitz eher der ängstliche Typ ist, macht er mit – bis zum bitteren Ende. Einmal in den Sog geraten, gibt es kein Entkommen. Als seine Frau ihn vor die Wahl stellt: Trennung von der Geliebten oder Anzeige, kommt es zur Verzweiflungstat. Dass das Buch bereits 1985 zum ersten Mal erschienen ist, spürt man beim Lesen nicht. Aktuell ist die Sprache und aktuell sind die Bezüge, die mühelos zu unserer heutigen Gesellschaft geknüpft werden können. Charaktere, wie die der agierenden Personen, die gewissenlos nur ihren eigenen Vorteil suchen und dabei über Leichen gehen, begegnen uns auch jetzt an allen Ecken. "Der Sog" ist ein eindringlich und spannend geschriebenes Buch, welches nicht nur durch seine Zeitreise in die ehemalige DDR lesenswert ist.

Unfall oder Mord?
von mabuerele am 21.11.2014

„…Wer ein Boot zu schwer belädt, bringt es zum Sinken…“ Ein Mann schwimmt im Meer. Er liebt die Kraftprobe. Doch eine Umkehr ist nicht mehr möglich. Ein Sog zieht ihn nach draußen. Jetzt kommt die Angst. Schon der Prolog ist ein Beispiel für den exzellenten Schriftstil des Autors. Seine Worte haben... „…Wer ein Boot zu schwer belädt, bringt es zum Sinken…“ Ein Mann schwimmt im Meer. Er liebt die Kraftprobe. Doch eine Umkehr ist nicht mehr möglich. Ein Sog zieht ihn nach draußen. Jetzt kommt die Angst. Schon der Prolog ist ein Beispiel für den exzellenten Schriftstil des Autors. Seine Worte haben mich als Leser mit in den Sog gezogen. Ich spürte die Kraft Anstrengung und konnte die Angst mitempfinden. Im Mittelpunkt des Buches steht Bennewitz. Zusammen mit anderen lenkt er staatliche Subventionen in die eigene Tasche. In einer anderen Fabrik ist diese Methode gerade aufgeflogen. Bennewitz will aufhören, doch er kann und darf es nicht. Zu viel steht für andere auf dem Spiel. Dabei ist Bennewitz eher ein schwacher Mensch, ein Getriebener, statt ein selbständig Handelnder. Zuerst lenkte ihn eine ehrgeizige und bestimmende Mutter, später eine Frau, die nicht genug materielle Werte anhäufen konnte. Nicht umsonst gibt es eine Anspielung auf das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Die Geschichte ist spannend geschrieben. Während auf der einen Seite die Gier wächst, häufen sich andererseits die Anzeichen der Angst. Der Autor hat sich für einen besonderen Aufbau der Handlung entschieden. Bennewitz sieht nur noch einen Ausweg. Während er sein weiteres Vorgehen plant und die Furcht ins Unermessliche steigt, blendet der Autor immer wieder zurück in die Vergangenheit. So wird das Leben von Bennewitz und den Menschen, denen er begegnete und die Spuren in seinem Leben hinterließen, Episode um Episode vor meinen Augen aufgeblättert. Auch hier bilden Schriftstil und Inhalt eine Einheit. Bennewitz` Gedanken werden kursiv hervorgehoben. Damit wird die Psyche des Protagonisten, sein Getriebensein, verständlich. Ausgefeilte Dialoge und exakte Beschreibung von Orten und Vorgängen zeichnen das Buch aus. Wie obiges Zitat zeigt, beherrscht der Autor den Umgang mit Metaphern und Vergleichen. Das Besondere der Geschichte aber liegt darin, dass sie in der DDR spielt. Es wird deutlich, dass Mangelwirtschaft und der unbedingte Zwang zur Planerfüllung die Räume für kriminelle Energie schufen. Das Buch wiederspiegelt somit ein Stück DDR-Alltag. Nicht nur das Neuererwesen, was der Autor allgemeinverständlich erklärt, auch der Wartburgkauf sind typische Situationen aus dieser Zeit. Im Nachwort weist der Autor auf die Entstehungsgeschichte des Romans hin. Das Cover mit der Straße, die in den Nebel führt, passt zum Thema. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu haben die fesselnde Handlung, die realistische Schilderung der Zeitverhältnisse und der gekonnte Schriftstil des Autors beigetragen.