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Der talentierte Schüler und seine Feinde

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Wenige Kinder werden als Genies geboren – aber alle Kinder haben eine Vielzahl von Talenten. Warum werden diese Lebenschancen in unseren Schulen systematisch vernichtet? Sind es die Eltern, die zu überfordert und zu bequem sind, um die Verantwortung für das einzigartige Talent ihres Kindes zu übernehmen? Oder die Lehrer, die die Kinder zu wenig lieben und die die Begeisterung für die Sache verloren haben oder gar nie hatten? Ist es das System Schule insgesamt, das Freude und Leistung verhindert und sich völlig von unserer Gesellschaft abgeschottet hat? Das Abschieben der Verantwortung für die Entdeckung und die Förderung der Talente auf den jeweils anderen ist das Krebsgeschwür, das viele junge Menschen langsam auffrisst. Wie viele falsche Weichenstellungen hält ein Kind aus? Wie viele Feinde sind notwendig, um einem begabten Kind das Leben völlig zu verpfuschen? Andreas Salcher beleuchtet die aktuelle Schuldiskussion aus der völlig verdrängten Perspektive des talentierten Kindes. Er zeigt auf, dass es darum geht, Verantwortung für das Talent seines Kindes zu übernehmen – ohne Wenn und Aber. Eine kompakte Darstellung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse beweist eindrucksvoll, dass die Entdeckung der Begabungen eines Kindes schon lange keine Geheimwissenschaft mehr ist. Es bedarf aber Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit, um diese auch zu nutzen. Konkrete Beispiele aus Österreich und Deutschland zeigen anschaulich Orte, wo Kinder schon heute mit Freude lernen, die Welt zu verstehen und ihre individuellen Talente entdeckt werden. Die besten Schulen der Welt kosten nicht mehr als die schlechtesten. Daher haben alle Kinder ein Lebensrecht auf die Entwicklung ihrer Talente.
Portrait
Dr. Andreas Salcher hat Betriebswirtschaft studiert und ein "Executive Program" an der Harvard-Universität absolviert. Mit seinen innovativen Beratungskonzepten ist er ein gefragter Vortragender in Europa und in den USA. Er engagierte sich als stv. Bundesschulsprecher in der Schülervertretung und wurde 1987 zum jüngsten Mitglied des Wiener Landtags gewählt, dem er insgesamt 12 Jahre angehörte. Nach einem persönlichen Treffen mit Sir Karl Popper im Jahr 1993 in London hat er die erste österreichische Schule für besonders Begabte, die "Sir Karl Popper Schule", mitbegründet. 2004 initiierte Dr. Salcher die "Waldzell Meetings" im Stift Melk, an denen bisher sieben Nobelpreisträger, moralische Autoritäten wie der Dalai Lama, Künstler wie Christo und Jeanne-Claude, Paulo Coelho, Frank Gehry und Isabel Allende sowie einige der bedeutendsten Wissenschaftler unserer Zeit teilgenommen haben.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.03.2008
Sprache Deutsch
EAN 9783711050595
Verlag Ecowin
Dateigröße 726 KB
eBook
5,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Das Drama unseres Bildungssystems
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 07.03.2008
Bewertet: Buch (gebunden)

Wer könnten diese Feinde des talentierten Schülers wohl sein? Dr. Andres Salcher gibt darauf eine einfache Antwort, wir alle sind Feinde des talentierten Schülers und gerade vom Vizepräsidenten und Mitbegründer der Sir Karl Popper Schule für Hochbegabte will das etwas heißen, denn er nimmt sich nicht aus. In diesem... Wer könnten diese Feinde des talentierten Schülers wohl sein? Dr. Andres Salcher gibt darauf eine einfache Antwort, wir alle sind Feinde des talentierten Schülers und gerade vom Vizepräsidenten und Mitbegründer der Sir Karl Popper Schule für Hochbegabte will das etwas heißen, denn er nimmt sich nicht aus. In diesem Sinne hat Salcher sein Buch auch allen unentdeckten Talenten gewidmet und sogar einen Medizinnobelpreisträger für da Vorwort gewinnen können. Wer ganz übereifrig gleich nach hinten blättert und dort auf Seite 251 erhofft einige abschließende Wörter zu erhaschen die den gesamten Buchinhalt noch einmal zusammenfassen hat sogar Recht. In 3 Sätzen bringt Salcher die brisante Thematik noch einmal auf den Punkt und konstatiert: - Es geht um die Lehrer - und nur um die Lehrer. - Der größte Feind des talentierten Schülers sind wir alle. - Die Verantwortung für die Talente unserer Kinder liegt bei uns selbst. Glücklicherweise verraten diese 3 Sätzen eben nicht alles und müssen ohnehin genauer erklärt werden und was dabei wirklich überraschend ist, sind neben den zahlreichen Gesprächspartner mit denen sich Salcher zum Thema Schule und Talente unterhalten, auch die spannende und gut leserliche Art in der das Buch verfasst wurde. Anders als so manche wissenschaftliche Studie und sogar aussagelose Zeitungsartikel gelingt es Andreas Salcher für eine Bildungsreform zu begeistern. Doch all seine Argumente sind dabei auch durch Studien und Forschungen belegt. Dass " Der talentierte Schüler und seine Feinde" kein tumbes Lehrerhasserbuch ist merkt man spätestens wenn die ersten kritischen Worte zum allgemein gültigen Schulsystem laut werden, dass gewisse Ähnlichkeiten zu Fabriken am Beginn der industriellen Revolution aufzuweisen aufzuweisen hat. Es sind weniger die Lehrer an sich, sondern Lehrergewerkschaften die für ihren Beruf völlig ungeeignete Persönlichkeiten decken und Administrationen die mit dem Rotstift Lehrerfortbildungen auf ein Minimum reduzieren, so dass sich etwa künftige Physiklehrer an Volkshochschulen um entsprechende Physikkenntnisse bemühen müssen. Die Kernthese dabei, der Kunde sollte König sein, das Schulsystem also darauf ausgerichtet sein das beste für die Kinder zu bieten und dass im Bildungswesen etwas nicht stimmt wird klar, wenn die Kosten etwa steigen und die Qualität des Unterrichts gleich bleibt, während andere Länder die uns gemäß PISA-Test überlegen sind sogar weniger in ihr Schulsystem investieren müssen. Österreich ist keine Bildungsoase und sämtliche politische Debatten um unser Schulsystem spielen sich dabei an Nebenkriegsschauplätzen ab, wie Gesamtschule und PISA-Test, anstatt den Kern des Systems zu reformieren und es engagierten Lehrern zu ermöglichen ihren Beruf wieder genießen zu dürfen, wie auch einige der besten Uniabsolventen für den Lehrerberuf zu gewinnen, anstatt einfach jeden Bewerber nach Möglichkeit einzustellen. Durch EU-Untersuchungen wie sie Andreas Salcher anführt wurden uns zuletzt auch etwa 21% De-facto-Analphabeten unter Absolventen des Pflichtschulsystems bescheinigt, das sollte einem schon zu denken geben. Fazit: Die Feinde des talentierten Schülers sind wir alle, doch wir können etwas dagegen unternehmen und diesen Missstand beseitigen, dieses Buch zu lesen mag dabei als wichtiger erster Schritt dienen.