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Der Unwohlfahrtsstaat

Hat unser System noch Zukunft?

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Der österreichische Wohlfahrtsstaat kostet immer mehr, aber seine Leistungen nehmen seit Jahren kontinuierlich ab. In den kommenden 20 Jahren steht unser System vor einer nahezu unlösbaren Herausforderung: Der Staat steht unter starkem Druck, seine Ausgaben zu senken, gleichzeitig erreichen mit der Babyboom-Generation Hunderttausende Menschen mehr als im Schnitt vergangener Jahrzehnte das Pensionsalter - kombiniert mit wachsender Lebenserwartung. Gleichzeitig sinkt durch geburtenschwache Jahrgänge die Zahl der Erwerbsfähigen, und selbst für diese sind die Aussichten auf Jobs durch die rasante Veränderung der Arbeitswelt und angesichts schwachen Wirtschaftswachstums eher düster. Die digitale Revolution macht viel mehr Arbeitsplätze überflüssig, als sie neue schafft. Massen­haft prekäre Arbeitsverhältnisse statt Fulltime-Jobs reduzieren die Beitragsleistungen für den Sozialstaat und damit gleichzeitig die Pensionen der jetzt Aktiven. Altersarmut wird, vor allem für Frauen, zur realen Bedrohung.
Die vorwiegend auf den nächsten Wahltermin fixierte Politik verdrängt die Probleme der kommenden zwei dramatischen Jahrzehnte für Millionen direkt betroffene oder bedrohte Bürger. Durch „Schönreden statt Probleme lösen“ droht uns ein Un-Wohlfahrtsstaat.
Dabei kann aber noch viel getan werden für den Erhalt eines einigermaßen leistungsfähigen Wohlfahrtsstaates: Wenn man nur will.
Rezension
Buchautor Peter Rabl über die zunehmende Unfinanzierbarkeit des Sozialstaates, die Folgen der Flüchtlingswelle und Europas verfehlte Sparpolitik.
Herbert Lackner, Profil
Rabl liefert einen lesenswerten Überblick über dieses explosive Thema. Was das Buch auszeichnet, ist der Verzicht auf Polemik und ideologischen Drall.
Michael Jungwirth, Kleine Zeitung
Portrait
Peter Rabl, Jahrgang 1948, prägte die journalistische Landschaft Österreichs in verschiedenen Positionen mit: Sendungsleiter und Moderator für ORF-Politmagazine, Chef des profil, viele Jahre Herausgeber des Kurier. Als freischaffender Pensionist kommentiert er das Zeitgeschehen auf seinem Blog (derRabl.at) und mischt bei der Wahlberichterstattung des Senders Puls 4 mit.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 12.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85033-855-4
Verlag Brandstätter Verlag
Maße (L/B/H) 217/146/24 mm
Gewicht 431
Buch (gebundene Ausgabe)
22,50
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Der Wohlfahrtsstaat ist noch nicht verloren
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2015

Peter Rabl sieht das "europäische Modell des Wohlfahrtsstaates als Fundament einer menschengerechten und demokratiekonformen Wirtschaft und einer humanen Gesellschaft" als ziemlich gefährdet, aber noch nicht als verloren: gefährdet aufgrund wachsender Arbeitslosigkeit, stark steigender Kosten für Gesundheit und Pensionen, sinkender Staatseinnahmen und einer reformunwilligen Politik, die massive Probleme schönredet, vor... Peter Rabl sieht das "europäische Modell des Wohlfahrtsstaates als Fundament einer menschengerechten und demokratiekonformen Wirtschaft und einer humanen Gesellschaft" als ziemlich gefährdet, aber noch nicht als verloren: gefährdet aufgrund wachsender Arbeitslosigkeit, stark steigender Kosten für Gesundheit und Pensionen, sinkender Staatseinnahmen und einer reformunwilligen Politik, die massive Probleme schönredet, vor allem Ämter und Wahlerfolge im Fokus hat und daher alles vermeidet, was Wähler belasten oder verärgern könnte. Weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten seien Nettozahler im Wohlfahrtsstaat. Die Mehrheit der Transferempfänger hingegen bestimme die Ausrichtung der Politik. Die Politik wiederum orientiere sich an neoliberalen Wirtschaftsinteressen und nehme die riesige Umverteilung von "unten" nach "oben" im Gefolge der Bankenrettung billigend in Kauf anstatt durch entsprechende Regelungen die Steuerhinterziehung großer Vermögen und die Steuervermeidung globaler Unternehmen einzudämmen sowie der ungezügelten Finanzwirtschaft Beschränkungen aufzuerlegen, wodurch sich die Finanzierungsbasis für den Wohlfahrtsstaat verbreitern würde.

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