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Der Weg der Wünsche

Vier Menschen, eine Hoffnung: Akos Domas bewegender Roman über eine Familie auf der Flucht
Es beginnt mit einem Kindergeburtstag im Kreis der Familie, doch nicht nur die Kirschbäume werfen ihre Schatten: Für die Eltern Teréz und Károly ist das Leben im sozialistischen Ungarn unerträglich geworden. Niemand darf von ihren Fluchtplänen erfahren – schon gar nicht die Kinder Misi und Borbála, die einem Urlaub am Plattensee entgegenfiebern und sich bald wundern müssen, als der geliebte See am Fenster vorbeifliegt. Mit viel Wagemut schaffen es die vier über die Grenze nach Italien – dort stellt sie der sich endlos dehnende Sommer im desolaten Auffanglager auf eine Probe, die keinen von ihnen unberührt lässt: Károly und Teréz werden sich fremd; der achtjährige Misi erfährt die volle Härte der Erwachsenenwelt; Borbála verliebt sich zum ersten Mal. Auch längst Vergangenes bricht auf: Teréz musste als junges Mädchen vor der heranrückenden Ostfront fliehen, Károly wurde mit seiner Mutter zwangsausgesiedelt. Die Familie droht zu zerbrechen, noch bevor sie ihr Ziel – Deutschland – erreicht …
Akos Doma, der selbst als Jugendlicher mit seiner Familie Ungarn verließ, erzählt die Geschichte einer dramatischen Flucht. Hellsichtig und mit großer sprachlicher Kraft zeigt sein Roman, was Heimatlosigkeit und Ungewissheit im Menschen anrichten können – und wie sie ihn verändern.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 336, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644123410
Verlag Rowohlt E-Book
Verkaufsrang 45.069
eBook
16,99
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„Eine bewegende Flucht“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Kennen Sie den ungarischen Autor Akos Doma? Ich kannte ihn bisher nicht. Dabei ist „Der Weg der Wünsche“ bereits sein dritter Roman. Außerdem ist er Übersetzter aus dem Ungarischen für so große Autoren wie Sándor Márai und Péter Nádas. Ich selbst bin auf ihn aufmerksam geworden, weil er einer der 20 nominierten Autoren für den Deutschen Kennen Sie den ungarischen Autor Akos Doma? Ich kannte ihn bisher nicht. Dabei ist „Der Weg der Wünsche“ bereits sein dritter Roman. Außerdem ist er Übersetzter aus dem Ungarischen für so große Autoren wie Sándor Márai und Péter Nádas. Ich selbst bin auf ihn aufmerksam geworden, weil er einer der 20 nominierten Autoren für den Deutschen Buchpreis 2016 ist. Die Leseprobe seines Romans hat es mir so angetan, dass ich den kompletten Roman lesen musste.

Akos Doma erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Flucht aus dem sozialistischen Ungarn. Da er selbst mit seiner Familie aus Ungarn nach Deutschland gekommen ist, weiß er mit Sicherheit, worüber er schreibt. Es ist die Geschichte der Familie Kallay, die aus der Mutter Teréz und dem Vater Károly, der Tochter Borbála und dem Sohn Misi besteht. Sie beginnt Ende der 60er Jahre mit einer Geburtstagsfeier. Die ganze Familie ist zusammengekommen und wartet auf die große Überraschung für das Geburtstagskind Misi. Es liegt etwas in der Luft, was aber noch nicht zum Greifen ist. Und dann endet der Geburtstag anders als erwartet. Denn am Ende gibt es drei Überraschungen. Damit endet der 1. Teil. Im 2. Teil, ein paar Jahre wird der Käfer so voll geladen, wie es nur geht. Die Familie bricht auf, angeblich in die Ferien an den Plattensee. Doch was die Kinder nicht wissen, ist, dass es der Beginn einer Flucht aus Ungarn ist. Die Eltern kommen mit dem System nicht mehr klar und wollen nach Deutschland. Und so beginnt die dramatische Flucht, die am Ende des Buches immer noch nicht endgültig vorbei ist, denn nicht nur in den sozialistischen Ländern lauern Gefahren, sondern auch in dem „sicheren“ Westen. Es beginnt eine Odyssee durch verschiedene Flüchtlingslager bis sie zum Ende ihrem Traum ein wenig näher sind.

Der Autor erzählt die Geschichte ausgesprochen spannend. Er ist der Erzähler der Geschichte, er wechselt immer einmal wieder die Perspektiven, damit wir einen genauen Einblick in die Gedanken und Gefühle der vier Hauptpersonen bekommen. Dies ist ein sehr geschicktes Herangehen, denn so kann er auch immer einmal einen Blick zurück in die Vergangenheit wagen. Denn natürlich tragen sowohl Teréz als auch Károly Narben aus der Vergangenheit mit sich herum. Teréz war mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester auf der Flucht vor den Russen. Dieses Abenteuer ist eine Geschichte, die Misi immer wieder hören möchte. Aber, was damals wirklich passiert ist, erfahren wir erst ganz am Ende des Buches. Und auch Károly musste bereits in jungen Jahren schlimme Erfahrungen machen. Beide Geschichten scheinen sich auf der Flucht noch einmal zu wiederholen. Langsam aber sicher lernen wir die Familie näher kennen und leiden mit ihnen. Aber in dieser Geschichte geht es nicht nur um die Flucht und die Vergangenheit. Es geht auch um Liebe und Verrat, und um Verlust.

Es ist eine wunderbare und doch sehr erschütternde Geschichte, die mich sehr erschreckt hat. Ich bin in dem gleichen Alter wie der Autor. D.h. in der Zeit, in der diese Geschichte spielte, war ich noch ein Kind. Ich wusste, dass Menschen aus dem Ostblock in den Westen flohen, aber ich wusste nicht, dass auch schon zu diesem Zeitpunkt so grausam mit ihnen umgegangen wurde. Und daran hat sich ja anscheinend bis heute nicht wirklich viel geändert. Es sind nur andere Menschen aus anderen Ländern, die fliehen und bei uns Hilfe suchen. Menschen, die mit großen Hoffnungen kommen und am Ende doch vielfach desillusioniert zurückbleiben.

Das Ende des Buchs hat mich sehr überrascht. Gerne hätte ich in einem Nachwort des Autors noch ein wenig mehr über die Hintergründe des Romans erfahren. Z.B inwieweit es eine autobiografische Geschichte ist. Nichtdestotrotz ist es ein grandioses Buch, welches zum Nachdenken einlädt.

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