Der Zitronengarten

Roman

(5)
Zwei Schwestern, eine alte Familienfehde, eine italienische Reise
Frankfurt und Italien 1764: Nach dem Tod des Vaters kämpft die junge Luisa mit aller Kraft um ihr Erbe, denn sie fürchtet um ihre Stellung im Familienunternehmen Montanari & Figli. Francesca, ihre italienische Halbschwester, von der sie bis vor Kurzem nichts wusste, hat sich ausgerechnet mit ihrem ärgsten Widersacher verbündet. In ihrer Not begibt sich Luisa auf die gefährliche Reise über die Alpen, um sich bei der italienischen Verwandtschaft Hilfe zu holen. Dort wird sie zu ihrer Überraschung mit einer alten Familienfehde konfrontiert …
Rezension
"‘Der Zitronengarten‘ ist ein wunderbarer Roman für Frauen mit perfekten Zutaten: zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, Liebe und Leid, einer uralten Familienfehde und der Weg einer schüchternen, jungen Frau zur Emanzipation.“
Portrait
HELENA MARTEN ist ein Pseudonym, hinter dem sich zwei Autorinnen verbergen. Beide leben in Frankfurt am Main und sind in der Verlagsbranche tätig. Nach ihrem erfolgreichen Debüt Die Porzellanmalerin ist Die Kaffeemeisterin ihr zweites gemeinsam verfasstes Buch.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 512, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641122676
Verlag Diana Verlag
Verkaufsrang 53.422
eBook
8,99
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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spannende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 06.08.2014

Klappentext: Zwei Schwestern, eine alte Familienfehde, eine italienische Reise: Frankfurt und Italien 1764: Nach dem Tod des Vaters kämpft die junge Luisa mit aller Kraft um ihr Erbe, denn sie fürchtet um ihre Stellung im Familienunternehmen Montanari & Figli. Francesca, ihre italienische Halbschwester, von der sie bis vor kurzem... Klappentext: Zwei Schwestern, eine alte Familienfehde, eine italienische Reise: Frankfurt und Italien 1764: Nach dem Tod des Vaters kämpft die junge Luisa mit aller Kraft um ihr Erbe, denn sie fürchtet um ihre Stellung im Familienunternehmen Montanari & Figli. Francesca, ihre italienische Halbschwester, von der sie bis vor kurzem nichts wusste, hat sich ausgerechnet mit ihrem ärgsten Widersacher verbündet. In ihrer Not begibt sich Luisa auf die gefährliche Reise über die Alpen, um sich bei der italienischen Verwandtschaft Hilfe zu holen. Dort wird sie zu ihrer Überraschung mit einer alten Familienfehde konfrontiert … Die Perspektive in diesem Roman wird meist aus der jeweiligen Sicht der Halbschwestern Luisa und Francesca Montanari beschrieben, die unterschiedlicher nicht sein können. Größtenteils spielt die Geschichte in Frankfurt am Main und umliegenden Nebenschauplätzen, zwischendurch in Italien (Sardinien, Genua und am Comer See). Bei „Der Zitronengarten“ handelt es sich um einen ereignisreichen Familienroman, gespickt mit Intrigen unter geschichtlichem Hintergrund. Als historischen Roman würde ich das Buch nicht bezeichnen. Die spannende Story gibt Einblick in die damaligen Handelsgeschäfte und in das historische Frankfurt. Beschrieben wird der Zwist zwischen den Einwanderern und den Ansässigen, wobei auch die Hugenotten benannt werden, die sich erst in Frankfurt etabliert hatten. Hier hat es mir an historischem Beschreibungen zu den Hugenotten gefehlt, die sehr interessant gewesen wären und zu den Hintergründen, warum das damalige reformatorische Frankfurt keine Katholiken haben wollte. Hier wird das Problem der Italiener erwähnt, aber historisch gesehen war dies die Zeit, als eine Welle von flüchtenden katholischen Niederländern sich niederließ. Es wird auch immer von „Italien“ gesprochen. Dieser Staat wurde aber erst 1861 gegründet und das ehemalige habsburgische Königreich Italien lag auf der anderen Seite vom Stiefel. Die Geschäftsbeziehungen der Familie Montanari lagen aber im Piemont, Genua und in Sardinien, also im Königreich Sardinien. Hier fehlt es mir an historischer Genauigkeit. Auf jeden Fall ist das Buch zu empfehlen, denn wer einen spannenden Schmöker sucht, mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, Delikatessen, der liegt richtig. Etwas unschlüssig in der Geschichte ist mir die Figur Luisa, die als kluge Geschäftsfrau mit dem Vater die Firma führt und die Buchhaltung macht. Lässt sich so eine Frau nach dem Tod des Vaters vom Cousin derart in die Ecke stellen duckmäuserisch kuschen? Kurze Zeit später blüht sie wieder auf zur durchsetzungsstarken Frau? Und was hat den Vater veranlasst, den Bruder testamentarisch als Geschäftsführer einzusetzen, von dem er wusste, dass dieser kein kaufmännisches Geschick besaß, den er Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatte? Auch die vielen Ereignisse im rasanten letzten Teil sind nicht immer ganz logisch. Ich habe das Buch schnell gelesen, denn es zieht den Leser mit. Eine schöne Geschichte zum Zeitvertreib. Aber sie lässt einige Fragen offen.

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Zitronen - mitten in Frankfurt
von Barbara Diehl am 25.07.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Domenico Montanari, Inhaber des Familienunternehmens Montanari & Figli, kommt bei einem Unfall ums Leben. Er hinterlässt seine Frau Sigrid, seine Tochter Luisa und seinen Sohn Roberto, der jedoch seit vielen Jahren verschollen ist. Bei der Testamentseröffnung erfährt Luisa, daß sie eine Schwester hat – Francesca – mit der sie... Domenico Montanari, Inhaber des Familienunternehmens Montanari & Figli, kommt bei einem Unfall ums Leben. Er hinterlässt seine Frau Sigrid, seine Tochter Luisa und seinen Sohn Roberto, der jedoch seit vielen Jahren verschollen ist. Bei der Testamentseröffnung erfährt Luisa, daß sie eine Schwester hat – Francesca – mit der sie ihr Erbe teilen muss. Als Leiter des Familienunternehmens wird der seit Jahren verschollene Sohn Roberto eingesetzt. Stellvertretend für Roberto soll Domenicos Bruder die Firma leiten und der wiederum beruft seinen Sohn Piere-Luigi zum kommissarischen Geschäftsführer. Leider verfügt Piere-Luigi über viele Dinge aber nicht über Geschäftssinn. Oder möchte er die Firma Montanari & Figli bewusst in den Ruin treiben? Können die 3 Frauen Sigrid, Luisa und Francesca das Unternehmen retten? Mein Fazit: Montanari, ein Name wie er italienischer gar nicht sein kann, ein Familienunternehmen das unter anderem Orangen, Zitronen und Oliven anbaut und dann stellt der Leser erstaunt fest, daß sich das Familienunternehmen nicht in Italien sondern mitten in Frankfurt, im Jahr 1784, befindet. Am Anfang ist die Handlung zweigeteilt - einerseits geht es um die Testamentseröffnung und die deutsche Seite der Familie Montanari in Frankfurt und andererseits erfährt der Leser von der Flucht Francescas und ihrer Tochter Graziella aus Italien. Francesa entstammt der 1. Ehe von Domenico. Sie ist mit einem italienischen Rebellen verheiratet und als die Situation eines Tages brenzlig wird, nimmt sie ihre Tochter und macht sich auf den Weg zu ihrer Familie nach Frankfurt. Vom Tode ihres Vaters weiß sie noch nichts. Frauen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Francesca ist impulsiv, temperamentvoll, aufbrausend und sie redet erst und denkt dann. Luisa ist schüchtern, zurückhaltend und frisst ihre Probleme im wahrsten Sinne des Wortes in sich hinein; sie hat eine Vorliebe für Salami. Sigrid ist zurückhaltend in Bezug auf die Firma, dafür ist sie sehr rührig in der Suche nach ihrem verschollenen Sohn Roberto. Sie glaubt als einzige nicht daran, daß er tot sein könnte. Piere-Luigi, der die Firmenleitung inne hat, stiftet eine Verwirrung nach der anderen und treibt die Firma fast in den Bankrott. Um das Unternehmen zu retten müssen die Frauen an einem Strang ziehen. Das Drama findet seinen Höhepunkt als Graziella, Francescas Tochter, entführt wird. „Der Zitronengarten“ wurde von einem Autorenduo geschrieben, das gemeinsam das Pseudonym „Helena Marten“ trägt. Für mich war es zu keiner Zeit irgendwie auffallend, daß dieses Buch von 2 Personen geschrieben wurde oder wer welchen Part geschrieben hat. Die Landschaftsbeschreibungen wecken die Lust auf einen Italien-Trip um genau das zu sehen was hier im Buch sehr eindrucksvoll beschrieben wurde. Ein sehr schönes Buch in dem die Spannung toll gehalten wurde, weil immer irgend etwas passierte mit dem man gar nicht gerechnet hat. Wer Lust auf Familiensaga gepaart mit Historischem Roman hat, der ist hier richtig

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Der Zitronengarten
von dorli am 15.07.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Frankfurt, 1764. Luisa Montanari bekommt bei der Testamentseröffnung einen Schock nach dem anderen – ihr Vater hat sie und ihre Mutter Sigrid kaum bedacht, das Vermögen und die Geschäfte der Gewürz- und Südfrüchtehandlung sollen, bis Luisas verschollener Bruder zurückkehrt, nicht von ihr, sondern von ihrem Onkel Eugenio Montanari verwaltet... Frankfurt, 1764. Luisa Montanari bekommt bei der Testamentseröffnung einen Schock nach dem anderen – ihr Vater hat sie und ihre Mutter Sigrid kaum bedacht, das Vermögen und die Geschäfte der Gewürz- und Südfrüchtehandlung sollen, bis Luisas verschollener Bruder zurückkehrt, nicht von ihr, sondern von ihrem Onkel Eugenio Montanari verwaltet werden. Eugenio schickt seinen Sohn Pier-Luigi nach Frankfurt, der die Leitung der Firma Montanari & Figli übernimmt. Es kommt noch schlimmer für Luisa, ihre geliebte Mühle am Urselbach erbt sie nur zur Hälfte, sie muss diese mit ihrer ihr bis dato unbekannten Halbschwester Francesca teilen. Fast zur gleichen Zeit geraten Francesca und ihr Mann, der Rebellenführer Rinaldo Orrù, auf Sardinien in einen Hinterhalt, Francesca kann gerade so eben mit Töchterchen Graziella fliehen. Nach einem Zwischenstopp bei Cousine Malfalda in Rapallo macht sich Francesca mit ihrer Tochter auf den Weg nach Frankfurt… „Der Zitronengarten“ ist der erste Roman, den ich von dem Autorinnenduo Helena Marten gelesen habe. Der flotte, angenehm leicht zu lesende Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, man ist als Leser immer dort, wo etwas Wichtiges geschieht. Durch die wundervollen Beschreibungen der Schauplätze und die detaillierten Schilderungen der Ereignisse war ich ruckzuck mittendrin im Geschehen. Locker eingestreute italienische Worte und kurze Sätze geben der Geschichte einen tollen mediterranen Touch. Die Akteure werden von Helena Marten lebendig und bildhaft dargestellt. Allen voran Luisa und Francesca - zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Luisa ist klug und geschäftstüchtig, aber auch still, folgsam und feige, ein echter Hasenfuß. Das Temperament, das Luisa fehlt, hat Francesca doppelt und dreifach. Sie ist wild, unbeherrscht, aufbrausend, ein falsches Wort und sofort beginnt es in ihr zu brodeln. Die Autorinnen lassen hier zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander prallen – sowohl Luisa wie auch Francesca machen dann im Verlauf der Handlung eine intensive Entwicklung durch, stolpern dabei aber immer wieder über ihre jeweiligen Eigenarten. Als Schurken haben die Autorinnen Pier-Luigi auserkoren, und der miese, hinterhältige Kerl spielt die ihm zugedachte Rolle hervorragend. Als gewiefter Geschäftsmann angekündigt, entpuppt er sich nicht nur als das genaue Gegenteil, sondern als echter Widerling. Die Montanari-Frauen müssen sich zusammenraufen, um zu retten, was zu retten ist. „Der Zitronengarten“ ist ein rundum gelungener Roman, der mit einigen Überraschungen und Wendungen gespickt ist. Ich konnte bis zum Schluss mit Luisa und Francesca mitfiebern und wurde durchweg bestens unterhalten.

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