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Der Zug der Waisen

Roman

(24)
Ein bewegender Roman über ein vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte
New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 19.01.15
Eine aufwühlende, dramatische, traurig machende und trotzdem Glück schenkende Leseerfahrung. Die Geschichte der Waisenkinder, die durch die USA der 1920er und 1930er reisen um an verschiedenen Stationen "abgeladen" zu werden, lässt einen über das eigene Leben als Kind nachdenken. Wie froh man sein konnte in einer anderen Zeit und einer intakten Familie aufgewachsen zu sein. Einerseits freut man sich für die Kinder, wenn sie nette Eltern finden, aber meist trauert man mit ihnen, weil sie als eine Art Sklaven missbraucht wurden. "Der Zug der Waisen" hallt lange nach. Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder bringen die Figuren nah rüber. Ihre Lesung macht die Geschichte sehr lebendig und man fühlt noch mehr mit.
Portrait
Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 10.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-31383-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 221/145/34 mm
Gewicht 578
Originaltitel Orphan Train
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Christina Baker Kline hat Realität und Fiktion zu einer wunderbaren Geschichte verbunden. Durch die Geschichte von Vivian (die als Niamh mit ihren Eltern und Geschwistern aus Irland in die USA einwanderte) erfahren wir von den Zügen mit Waisen, die durch die USA fuhren, auf der Suche nach neuen Eltern für die Kinder. Das passiert auch Christina Baker Kline hat Realität und Fiktion zu einer wunderbaren Geschichte verbunden. Durch die Geschichte von Vivian (die als Niamh mit ihren Eltern und Geschwistern aus Irland in die USA einwanderte) erfahren wir von den Zügen mit Waisen, die durch die USA fuhren, auf der Suche nach neuen Eltern für die Kinder. Das passiert auch mit Vivian. Nach einigen negativen Erfahrungen kommt sie bei einer Familie unter, die sie wie eine Tochter aufnehmen. Jahre später rollt Vivian mit der jungen Schülerin Molly ihre Vergangenheit noch mal neu auf. Molly selber hat schon reichlich Erfahrung mit Pflegefamilien gesammelt. Sie hilft Vivian jetzt herauszufinden, was damals wirklich mit ihren Eltern und Geschwistern passiert ist. Sie stoßen dabei auf einigen Überraschungen.
Mir hat diese Geschichte sehr gefallen. Die Verbindung von Realität und Fiktion ist Kline sehr gut gelungen. Man wundert sich, wie es den vielen Kindern vergangen ist. Einige Kinder, sowie Vivian, werden Glück gehabt haben, aber sämtliche werden auch ganz bestimmt kein so gutes Schicksal getroffen haben. Sehr interessant!

„Bitte lesen!“

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

“Eine aufwühlende, dramatische, traurig machende und trotzdem Glück schenkende Leseerfahrung.“ Dieser Satz aus der Rezension von Alex Dengler sagt eigentlich alles über diesen spannenden, einfühlsamen Roman. Dieses Buch muss man lesen wenn man gerne Familiengeschichten mit geschichtlichem, wahren Hintergrund liest.
Auf jeden Fall empfehlenswert!
“Eine aufwühlende, dramatische, traurig machende und trotzdem Glück schenkende Leseerfahrung.“ Dieser Satz aus der Rezension von Alex Dengler sagt eigentlich alles über diesen spannenden, einfühlsamen Roman. Dieses Buch muss man lesen wenn man gerne Familiengeschichten mit geschichtlichem, wahren Hintergrund liest.
Auf jeden Fall empfehlenswert!

„Auf der Suche nach einem Zuhause...“

Wiebke Renken, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Dieser Roman spielt vorrangig In Amerika der 30iger Jahre. Niamh, neun Jahre alt, kommt mit ihrer Familie von der irischen Westküste in New York an. Der Vater hat in Irland nie genug für den Unterhalt seiner sechsköpfigen Familie verdient, in New York wird es nicht besser.
Bei einem Wohnungsbrand verliert Niamh ihre komplette Familie
Dieser Roman spielt vorrangig In Amerika der 30iger Jahre. Niamh, neun Jahre alt, kommt mit ihrer Familie von der irischen Westküste in New York an. Der Vater hat in Irland nie genug für den Unterhalt seiner sechsköpfigen Familie verdient, in New York wird es nicht besser.
Bei einem Wohnungsbrand verliert Niamh ihre komplette Familie und wird von einer wohltätigen Organisation mit dem Zug voller Waisenkinder in den mittleren Westen geschickt. Eine Reise ins Ungewisse. „Nach und nach habe ich einige Informationen zusammengetragen: Dass Babys immer zuerst ausgewählt werden, dann ältere Jungen, beliebt bei den Farmern wegen ihres robusten Körperbaus und ihrer kräftigen Muskeln. Die Letzten, die ausgesucht werden sind Mädchen wie ich, zu alt, um noch zu Damen erzogen zu werden, zu jung, um im Haushalt einen große Hilfe zu sein, und nicht besonders nützlich auf dem Feld.“
Niamh kommt zu den Byrnes, die sich immer eine Tochter, insgeheim schon „Dorothy“ genannt, gewünscht haben. Aus Niamh wird Dorothy, sie wird allerdings nicht wie einen Tochter behandelt, sondern verstärkt die Belegschaft der Näherinnen, die für die Byrnes arbeiten und darf nicht, wie eigentlich geplant, die Schule besuchen. Dorothy leistet zunächst Zuarbeiten, wird dann immer besser und wird von einer älteren Näherin, Fanny, unter ihre Fittiche genommen. Als die Byrnes durch Aktienfall mittellos werden, wird Niamh an eine weitere Pflegefamilie vermittelt….
Mir hat der Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht, sehr gut gefallen. Im Anhang des Buches finden sich Fotos und Hintergrundinformationen zu des sogenannten „Orphan Trains“. Die Rahmenhandlung, die in der heutigen Zeit spielt, tritt sehr in den Hintergrund, ist aber für einen „runden“ Schuss der Handlung notwendig.Toll, mein Weihnachtstipp!!!

„wenig bekannt und historisch bedeutsam...“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Die Erzählung über die sogenannten Waisenzüge ist wahr und ein eher trauriges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Zwischen 1854 und 1929 wurden mehr als 250 000 verwaiste, obdachlose oder verlassene Kinder von verschiedenen sozialen Organisationen in den mittleren Westen geschickt - um in Pflegefamilien ein neue Heimat zu finden. Die Erzählung über die sogenannten Waisenzüge ist wahr und ein eher trauriges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Zwischen 1854 und 1929 wurden mehr als 250 000 verwaiste, obdachlose oder verlassene Kinder von verschiedenen sozialen Organisationen in den mittleren Westen geschickt - um in Pflegefamilien ein neue Heimat zu finden. Manche von ihnen wurden herzlich aufgenommen , viele wurden als billige Arbeitskräfte gehalten und andere wurden geschlagen und misshandelt. Ein schweres Trauma hatten allerdings alle : das Gefühl der Entwurzelung und das Fehlen der eigenen Identität in jeglicher Hinsicht. Dem Schicksal dieser Kinder gewidmet, ist dieses Buch schon fast ein Denkmal zu nennen... am Beispiel Vivian zeigt es, wie viel ein Mensch zu bewältigen vermag und wie viel ein junger rebellischer Mensch wie Molly daraus für das eigene Leben ziehen kann ..ein wunderbares, bewegendes Buch mit Schicksalen und tiefgehenden Freundschaften die einen sofort mitnehmen !

Alexandra Sand, Thalia-Buchhandlung Landau

Wunderschöner und berührender Roman bei dem sich mir sogar Tränen in die Augen geschlichen haben. Ich kann das Buch guten Gewissens jedem empfehlen. Wunderschöner und berührender Roman bei dem sich mir sogar Tränen in die Augen geschlichen haben. Ich kann das Buch guten Gewissens jedem empfehlen.

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Die Geschichte einer ungewöhnlichen generationsübergreifenden Freundschaft. Berührend und verständnisvoll erzählt. Die Geschichte einer ungewöhnlichen generationsübergreifenden Freundschaft. Berührend und verständnisvoll erzählt.

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Eine Geschichte zweier Frauen, die sich durch Zufall treffen und doch viel gemeinsam haben. Unbedingt lesen!! Eine Geschichte zweier Frauen, die sich durch Zufall treffen und doch viel gemeinsam haben. Unbedingt lesen!!

Tatjana Hefter, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

New York in den zwanziger Jahren. Waisenkinder werden mit dem Zug zu neuen Familien gen Westen geschickt - in ein besseres Leben?
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Bewegender Roman über eines der düstersten Kapitel der amerikanischen Geschichte des letzten Jahrhunderts! Klare Leseempfehlung. Bewegender Roman über eines der düstersten Kapitel der amerikanischen Geschichte des letzten Jahrhunderts! Klare Leseempfehlung.

Gina Samuelsen, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Das Buch ist schön & traurig zugleich. Die Autorin lässt durch ihren Schreibstil in die Hauptpersonen einfühlen und durch unerwartete Wendungen ist es spannend. Ein absolutes muss! Das Buch ist schön & traurig zugleich. Die Autorin lässt durch ihren Schreibstil in die Hauptpersonen einfühlen und durch unerwartete Wendungen ist es spannend. Ein absolutes muss!

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Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
18
6
0
0
0

Großartig und berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2015

Im Zug der Waisen behandelt die Autorin ein wahres und sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte. Hunderttausende Waisenkinder wurden in den 20iger- und 30iger Jahren von New York aus in Züge, sogenannten "Orphantrains", gesetzt und durch das Land verschickt um diese als meist billige Arbeitskräfte auf Farmen und Fabriken... Im Zug der Waisen behandelt die Autorin ein wahres und sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte. Hunderttausende Waisenkinder wurden in den 20iger- und 30iger Jahren von New York aus in Züge, sogenannten "Orphantrains", gesetzt und durch das Land verschickt um diese als meist billige Arbeitskräfte auf Farmen und Fabriken an adoptionswillige Eltern zu vermitteln. Die Kinder wurden wie auf Sklavenmärkten ausgestellt und die bereitwilligen Eltern hatten ein 90-tägiges Rückgaberecht. Die Kinder kamen meist von einem Elend in das nächste. Das Buch fängt im heutigen Amerika mit der Geschichte der 17-jährigen Halbwaisen Molly an. Molly wurde zu 50 Sozialstunden wegen eines geklauten Buches verdonnert. Diese soll sie bei der 91-jährigen Vivian abarbeiten. Die beiden verstehen sich auf Anhieb - haben sie doch viel Gemeinsamkeiten. Vivian erzählt Molly ihre unglaublich berührende Lebensgeschichte. Mit 9 Jahren verliert Vivian, Tochter irischer Einwanderer ihre Familie bei einem Hausbrand. Zusammen mit anderen Waisenkindern wird sie in einen Zug gesetzt und in den Westen verschickt. Sie kommt als Näherin zu einem lieblosen Paar, dass sie unter schrecklichen Bedingungen hält. Als man sie nicht mehr gebrauchen kann, wird für Vivian das Leben nur noch schlimmer, als man sie zu einer Familie bringt, die in völlig desolaten Verhältnissen lebt. Nach einem verhinderten Missbrauchsvorfall , schmeißt man sie kurzerhand bei Nacht und Eiseskälte hinaus. Sie sucht Zuflucht bei ihrer geliebten Lehrerin und endlich wendet sich Vivians Leben zum Besseren. Unglaublich spannend und fesselnd von der ersten Seite an. Großartig und berührend. Ein wirkliches Lesehighlight. Sehr empfehlenswert.

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Anfang des 20. Jahrhunderts werden Waisenkinder in Zügen von der Ostküste in den mittleren Westen der USA gebracht und an neue Familien vermittelt. Die Kinder reisen ins Ungewisse und kommen oft nicht in ein neues, liebevolles Haus, sondern werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. So ergeht es auch der erst neunjährigen... Anfang des 20. Jahrhunderts werden Waisenkinder in Zügen von der Ostküste in den mittleren Westen der USA gebracht und an neue Familien vermittelt. Die Kinder reisen ins Ungewisse und kommen oft nicht in ein neues, liebevolles Haus, sondern werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. So ergeht es auch der erst neunjährigen Niamh, die mit ihren Eltern aus Irland einwandert und diese dann bei einem Wohnungsbrand verliert. Im Laufe ihrer Geschichte wird auch ihr Namen geändert und man lernt sie als Vivian kennen. Sie trifft als alte Frau auf die junge Molly und erzählt ihre Geschichte. Denn Molly wird in der heutigen Zeit von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. Vivian und Molly erzählen ihre Geschichte in der Ich-Form, ohne gefühlsduselig zu sein. Gerade diese unsentimentale Art lässt einen als Leser voll in die Geschichte eintauchen, lässt einen mitfühlen und man kann sich die Situationen sehr gut vorstellen. Nachfühlen ist da schlechter, wie kann man sich auch nur annähernd so etwas vorstellen. Hier wird ein eher wenig bekannter, nicht sehr rühmlicher, Teil der jüngeren Geschichte der USA erzählt. Mir hat dieser Roman einfach nur sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Schreibweise ist sehr ansprechend, schnörkellos und gut. Eine totale Leseempfeh-lung von mir.

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