Die Anatomie des Teufels

Thriller. Deutsche Erstausgabe

(9)
Ein actionreicher historischer Thriller, so spannend wie Dan Brown und so atmosphärisch wie Carlos Ruiz Zafón.

»Thriller der Extraklasse: Leidenschaftlich, brutal, historisch exakt.« Hamburger Morgenpost

Barcelona, 1888: Als der junge Gelehrte Daniel Amat die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, kehrt er nur widerwillig in seine Heimat zurück. Am Grab begegnet er dem Journalisten Bernat Fleixa, der glaubt, dass es Mord war. Doch die Polizei will nicht ermitteln. Als Daniel dann noch das mysteriöse Tagebuch seines Vaters in die Hände fällt, das auf ein geheimes Manuskript verweist, und immer öfter schrecklich zugerichtete Frauenleichen in den Altstadtgassen entdeckt werden, fragt sich Daniel: War sein Vater einem grausamen Verbrechen auf der Spur?

Portrait

Jordi Llobregat interessiert sich leidenschaftlich für Geschichte, im Besonderen für die Entwicklung von Städten. Neben dem Schreiben arbeitet er in einer Firma, die sich mit Stadtentwicklung befasst. Außerdem ist er der Direktor des Noir-Fiction-Festivals Valencia Negra. Er hat bereits mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht und ist Mitglied der Autorengruppe El Cuaderno Rojo. Llobregat lebt in Valencia, hatte aber zu Barcelona schon immer eine enge Verbindung, da seine Familie mütterlicherseits dort ihre Wurzeln hat. »Die Anatomie des Teufels« ist sein erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 25.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7645-0611-7
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 21,6/13,7/5,3 cm
Gewicht 729 g
Originaltitel El Secreto de Vesalio
Abbildungen 14 schwarzweisse Abbildungen
Übersetzer Stefanie Karg
Verkaufsrang 27.585
Buch (Paperback)
10,99
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ein toller, vielschichtiger und absolut packender historischer Thriller aus Barcelona, unbedingt ein Muß für Fans von Ruiz Zafon.
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„Mensch, Bestie oder beides...“

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Der junge Gelehrte Daniel Amat erhält im Jahr 1888 eine Depesche, die ihn über den Tod seines Vaters informiert. Er reist in seine Heimat Barcelona und wird auf der Beerdigung von dem Journalisten Bernat Fleixa, der ihn versucht zu überzeugen, dass dieser Tod kein Unfall, sondern Mord war. Seine anfängliche Skepsis gerät mit fortschreitenden Nachforschungen ins Wanken, denn scheinbar war sein Vater einem Serienkiller auf der Spur und bald wird auch der junge Amat in immer mehr mysteriöse Vorfälle verwickelt...

Jordi Llobregat hat mit "Die Anatomie des Teufels" einen historischen Thriller verfasst, der fast auf ganzer Linie begeistern kann! Die Geschichte ist nicht zu rasant erzählt, es wird immer mal wieder etwas Tempo heraus genommen, aber wenig später wird es sofort wieder angezogen. So erschafft Llobregat eine durchgängige Spannung, die von Höhen und Tiefen geprägt ist und den Leser zu fesseln vermag. Gerade die ruhigen Momente lassen den einzelnen Charakteren Zeit zu interagieren und sich dem Leser näher zu bringen, was ihnen auch ein gewisses Maß an Tiefe verleiht. Man darf hier natürlich keine tiefschürfenden Charakterstudien erwarten, dafür ist es auch das falsche Genre, aber für das vom Autor gewählte Setting, war es für mich genau die richtige Portion, um die Geschichte zu erzählen. Das Wechselspiel zwischen einem vielleicht realen Täter oder dem Aberglauben der Menschen, die die Morde vielmehr mit einem Monster in Verbindung bringen wollen, das sein Unwesen treibt und Jagd auf junge Frauen macht, wurde vom Autor ebenfalls sehr gut umgesetzt. Die Handlung hätte für mich aber noch etwas düsterer und dreckiger sein können, wie beispielsweise in den Szenen innerhalb der Kanalisation, die wirklich Beklemmungen hervorrufen. Davon hätte ich mir mehr gewünscht! Zum Anderen hat der Autor es auch leider nicht immer geschafft, mir das Barcelona von 1888 vor den Augen entstehen zu lassen. Allerdings sind das nur zwei kleine Kritikpunkte und haben das Lesevergnügen nicht sonderlich stark beeinflusst! Was am Ende also übrig bleibt, ist ein absolut unterhaltsamer Thriller mit historischem Setting, der vor allem durch seine (zum Großteil) glaubhaften Figuren, sowie seiner spannenden und düsteren Geschichte überzeugen kann!
Der junge Gelehrte Daniel Amat erhält im Jahr 1888 eine Depesche, die ihn über den Tod seines Vaters informiert. Er reist in seine Heimat Barcelona und wird auf der Beerdigung von dem Journalisten Bernat Fleixa, der ihn versucht zu überzeugen, dass dieser Tod kein Unfall, sondern Mord war. Seine anfängliche Skepsis gerät mit fortschreitenden Nachforschungen ins Wanken, denn scheinbar war sein Vater einem Serienkiller auf der Spur und bald wird auch der junge Amat in immer mehr mysteriöse Vorfälle verwickelt...

Jordi Llobregat hat mit "Die Anatomie des Teufels" einen historischen Thriller verfasst, der fast auf ganzer Linie begeistern kann! Die Geschichte ist nicht zu rasant erzählt, es wird immer mal wieder etwas Tempo heraus genommen, aber wenig später wird es sofort wieder angezogen. So erschafft Llobregat eine durchgängige Spannung, die von Höhen und Tiefen geprägt ist und den Leser zu fesseln vermag. Gerade die ruhigen Momente lassen den einzelnen Charakteren Zeit zu interagieren und sich dem Leser näher zu bringen, was ihnen auch ein gewisses Maß an Tiefe verleiht. Man darf hier natürlich keine tiefschürfenden Charakterstudien erwarten, dafür ist es auch das falsche Genre, aber für das vom Autor gewählte Setting, war es für mich genau die richtige Portion, um die Geschichte zu erzählen. Das Wechselspiel zwischen einem vielleicht realen Täter oder dem Aberglauben der Menschen, die die Morde vielmehr mit einem Monster in Verbindung bringen wollen, das sein Unwesen treibt und Jagd auf junge Frauen macht, wurde vom Autor ebenfalls sehr gut umgesetzt. Die Handlung hätte für mich aber noch etwas düsterer und dreckiger sein können, wie beispielsweise in den Szenen innerhalb der Kanalisation, die wirklich Beklemmungen hervorrufen. Davon hätte ich mir mehr gewünscht! Zum Anderen hat der Autor es auch leider nicht immer geschafft, mir das Barcelona von 1888 vor den Augen entstehen zu lassen. Allerdings sind das nur zwei kleine Kritikpunkte und haben das Lesevergnügen nicht sonderlich stark beeinflusst! Was am Ende also übrig bleibt, ist ein absolut unterhaltsamer Thriller mit historischem Setting, der vor allem durch seine (zum Großteil) glaubhaften Figuren, sowie seiner spannenden und düsteren Geschichte überzeugen kann!

Sarah Scheulen, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Ein spannender & kurzweiliger historischer Thriller, welcher durch zahlreiche Wendungen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Besonders empfehlenswert für alle Barcelona-Fans! Ein spannender & kurzweiliger historischer Thriller, welcher durch zahlreiche Wendungen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Besonders empfehlenswert für alle Barcelona-Fans!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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4
2
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0

von Doris Lesebegeistert am 25.08.2017
Bewertet: anderes Format

Ein spannender historischer Thriller, der in Barcelona spielt. Als Leser weiß man nicht so recht wer oder was der Mörder ist? Mensch oder doch ein Tier? Lassen Sie sich überraschen

sehr detaillierter Schreibstil, der die Handlung enorm in die Länge zieht
von Buchwurm am 25.05.2017

„Die Anatomie des Teufels“ von Jordi Llobregat ist eine Mischung aus Thriller und historischem Roman mit einer kleinen Prise Fantasy. Er spielt in der spanischen Metropole Barcelona im Jahr 1888, einer Zeit in der die Kluft zwischen Arm und Reich enorm ist, auf der einen Seite gibt es einen... „Die Anatomie des Teufels“ von Jordi Llobregat ist eine Mischung aus Thriller und historischem Roman mit einer kleinen Prise Fantasy. Er spielt in der spanischen Metropole Barcelona im Jahr 1888, einer Zeit in der die Kluft zwischen Arm und Reich enorm ist, auf der einen Seite gibt es einen gewaltigen Aufschwung in der industriellen Entwicklung und der kulturelle Fortschritt boomt, auf der anderen Seite leiden die Bürger Hunger, haben schwere Krankheiten wie Malaria, Typhus und Tuberkulose und vegetieren mehr schlecht als recht vor sich hin. Mitten in diese Kulisse setzt der Autor einen skrupellosen Mörder aufs „Spielbrett“. Ihm gegenüber stellt er ein sehr ungleiches Ermittlerpaar, Daniel ein junger, intellektueller Mann, der sich als Dozent in Oxford ein zufriedenstellendes Leben aufgebaut hat, gerade vor der Eheschließung und Beförderung zum Professor steht und Bernat ein ziemlich „heruntergekommener“, etwas mysteriös und geheimnisvoll wirkenden Journalisten. Beide machen sich auf die Suche nach dem Mörder von Daniels Vater. Dieser war Mediziner und einer großen „Sache“ auf die Spur gekommen. Einige Andeutungen darüber hatte er Bernat vor seinem Tod bereits geäußert. Die Suche nach dem Mörder ist allerdings nicht so einfach, die Polizei scheint involviert zu sein, lässt die Leichen verschwinden und die Bevölkerung hüllt sich in Schweigen, sie glaubt das hinter den Morden ein grausames Tier, das Gros Negre steckt. Meinung: Der Autor bietet als Story eine gute Mischung an, insgesamt ist es eine interessante und durchaus spannende Mischung, die leider etwas am Schreibstil hapert. Dieser liest sich zwar flüssig, wird aber zu sehr detailliert. Viele für die eigentliche Handlung irrelevante Szenen werden bis ins kleinste Detail beschrieben und sind sehr langweilig. So ging es auch gleich zu Beginn sehr schleppend voran, man wurde mit vielen Belanglosigkeiten konfrontiert, die Handlung zog sich breit wie ein Kaugummi und die Spannung lies etwas bis zur Mitte des Buches hin auf sich warten. Auf der anderen Seite hatte dieser Schreibstil auch Vorteilen, so gab er hervorragende Einblicke in die Thematik Anatomie und Pathologie, was durchaus interessant war. Ebenso garantierten einige Szenen dadurch ein Gänsehautfealing, da sie bis ins Einzelne sehr bildlich und gut vorstellbar beschrieben wurden. Für die beiden Hauptprotagonisten hätte ich mir mehr Nähe gewünscht, sie blieben mit trotz des Schreibstils einfach zu fern, ein Bezugaufbau war kaum möglich. Insgesamt lässt mich der Thriller etwas gespalten zurück auf der einen Seite der detailreiche Schreibstil der die Handlung enorm in die Länge zieht, dennoch einige Szenen so ins Licht rückt das man sie sich bildlich vorstellen kann. Dann die Protagonisten, sie agieren und lösen den Mordfall, halten einige Überraschungen bereit, bleiben mir im ganzen Handlungsverlauf dennoch zu fern. Aufgrund dieser angeführten Punkte kann ich diesen Thriller leider nur als mittelmäßig einstufen.

gelungener Erstling
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 17.05.2017

Die Leiche des Mediziners Amat wird verstümmelt von zwei Fischern aus dem Wasser gezogen. Sein Sohn Daniel, der in Oxford gerade eine Professoren-Stelle angenommen hat, kommt zur Beerdigung zurück nach Barcelona. Ein Familienzwist hatte ihn einst vertrieben. Umso mehr möchte er jetzt den Tod seines Vaters aufklären. Er lernt... Die Leiche des Mediziners Amat wird verstümmelt von zwei Fischern aus dem Wasser gezogen. Sein Sohn Daniel, der in Oxford gerade eine Professoren-Stelle angenommen hat, kommt zur Beerdigung zurück nach Barcelona. Ein Familienzwist hatte ihn einst vertrieben. Umso mehr möchte er jetzt den Tod seines Vaters aufklären. Er lernt den Journalisten Bernat Fleixa kennen, der mit dem Arzt eine unheimliche Mordserie in der Stadt aufklären wollte. Da es sich vor allem um Prostituierte handelt, konnte die Polizei die Taten bis jetzt vor der Öffentlichkeit weitgehend herunterspielen und geheim halten. Die Verstümmelungen der Opfer deuten anfangs eher auf ein wildes Tier hin und würden die Stadtbevölkerung sicher in Angst und Schrecken versetzen. „Die Anatomie des Teufels“ ist der Erstling des spanischen Autors Jordi Llobregat. Die damalige Zeit ist aus heutiger Sicht eine, in der der Unterschied zwischen arm und reich, zwischen aufkommender Moderne und rückständiger Vergangenheit groß war. Während die Stadtregierung die letzten Vorkehrungen für die anstehende Weltausstellung trifft, ist nur ein paar Straßen weiter das Elend und der Tod präsent, leiden die Menschen Hunger und sterben an Typhus und Tuberkulose. Diese Gegensätze beschreibt Llobregat ausführlich und in einer lebhaften und sehr angenehm zu lesenden Sprache. Vor allem Daniel wird einem dabei sehr schnell sympathisch. Der kluge, empfindsame junge Mann und der etwas heruntergekommene Reporter sind ein ungleiches aber darum umso interessanteres Ermittlergespann. Auch der Glaube an ein tierisches Monster als Täter und die aufkommende forensische Pathologie sind ein spannender Kontrast in diesem historischen Krimi. Der Plot ist dabei vielleicht nicht besonders trickreich aber logisch aufgebaut und lässt sich auch für die psychologischen Details des Täters angemessene Zeit der Erklärung und Beleuchtung. Seltsam waren für mich zwei, drei kleine Sequenzen, in denen ich den Eindruck hatte, der Autor wäre etwas ins Phantastische abgeglitten. Aber vielleicht sollte das auch nur metaphorisch sein und ich habe es nur nicht ganz verstanden. Dass der Autor mit Vergleichen zu Dan Brown und Carlos Ruiz Zafon beworben wird, fand ich nicht ganz passend. Weder der Erzählstil noch der Plot sind für mich vergleichbar. Ein gelungener Krimi mit einem tollen Setting in einer Zeit des Umbruchs, die ich gerade deswegen sehr in Romanen schätze. Für mich eine gelungene Neuentdeckung. 4,5 Sterne – wohlwollend auf 5 aufgerundet.