Die andere Hälfte der Hoffnung

Roman

(23)
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, hat uns drei Fragen zu ihrem neuen Roman beantwortet:
Was ist Ihre Motivation beim Schreiben dieser Mischung aus Spannung und Zeitgeschehen?
Ich mag es, ein Thema intensiv zu recherchieren, in einer spannenden Rahmenhandlung zu erzählen und eine Perspektive zu wählen, die einen anderen Blick auf die Ereignisse erlaubt.
Worum geht es in "Die andere Hälfte der Hoffnung"?
In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat Valentina nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.
Warum diesmal gerade Tschernobyl?
Der eine Grund ist sicher, weil ich finde, dass dieses Unglück nicht in Vergessenheit geraten darf und weil das tatsächliche Ausmaß dieser Katastrophe bis heute heruntergespielt wird. Fernab der nachlesbaren Fakten und der politischen Dimension interessieren mich aber die Menschen, die Schicksale der direkt Betroffenen. Aus dem Blickwinkel dieser Menschen wird nüchternes Geschichtswissen für mich lebendig, und ich hoffe, dass es dem Leser ebenso geht.
Portrait
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis 2012 ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. "Die andere Hälfte der Hoffnung" wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2015 in der Sparte "Roman" nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783426425725
Verlag Droemer eBook
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Mechthild Borrmann schafft es wieder mal eine gelungene Mischung aus fiktiver Geschichte und geschichtlichem Hintergrund zu schaffen, diesmal vor der Katastrophe von Tschernobyl. Mechthild Borrmann schafft es wieder mal eine gelungene Mischung aus fiktiver Geschichte und geschichtlichem Hintergrund zu schaffen, diesmal vor der Katastrophe von Tschernobyl.

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Alle vier Protagonisten ringen um ihr Leben:
Walentyna in der Vergangenheit, weil endlich keine Lügen mehr Platz haben sollen, Leonid in der Gegenwart, so wie auch Martin, weil sie selbst gebraucht werden, weil beide da sein wollen - auf ganz unterschiedliche Art und Weise - und Tanja für eine Zukunft, abseits aller Demütigungen und
Alle vier Protagonisten ringen um ihr Leben:
Walentyna in der Vergangenheit, weil endlich keine Lügen mehr Platz haben sollen, Leonid in der Gegenwart, so wie auch Martin, weil sie selbst gebraucht werden, weil beide da sein wollen - auf ganz unterschiedliche Art und Weise - und Tanja für eine Zukunft, abseits aller Demütigungen und Qualen.
"Die Tage werden zäh in die Stille tropfen wie kalter Honig. Nichts verlangt Eile, nur in ihrem Kopf gibt es diese Unruhe. Zweifel flüstern durch ihre Gedanken..." Und so wird Walentyna von ihrem Leben erzählen und für Kateryna, ihrer Tochter, alles aufschreiben - von Tschernobyl, von Ängsten natürlich, vom glücklichen Leben mit ihrem Hlib. So werden wir Tanja begegnen, einer engen Freundin von Kateryna, die irgendwann nur noch Marina heißen wird. Wir lesen von Lügen, Vertuschung, Menschenhandel - aber auch von Hoffnung.

„Mehr als ein Kriminalroman“

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Drei Handlungsstränge verweben kriminelle Aktionen in Europa mit den Ereignissen in Tschernobyl. In einer der Erzählebenen reist ein Ermittler auf der Suche nach einem vermissten Mädchen von der Ukraine nach Deutschland. Im parallel erzählten( spannendsten) Teil beschreibt Mechthild Borrmann wie eine junge Frau in Deutschland Drei Handlungsstränge verweben kriminelle Aktionen in Europa mit den Ereignissen in Tschernobyl. In einer der Erzählebenen reist ein Ermittler auf der Suche nach einem vermissten Mädchen von der Ukraine nach Deutschland. Im parallel erzählten( spannendsten) Teil beschreibt Mechthild Borrmann wie eine junge Frau in Deutschland ihrem Zuhälter entkommt und Unterschlupf findet. Am nachhaltigsten berührt haben mich selbst aber die Aufzeichnungen der Mutter Walentyna (dritte Erzählebene), die in der sogenannten „Entfremdungszone“ um Tschernobyl lebt. Ein Kind hat sie verloren, aber noch hat sie entgegen besseren Wissens, die Hoffnung, dass ihre verschollene Tochter Katharyna zurückkommt. Während des Wartens erzählt sie von ihrem Glück, das sich nach dem Reaktorunglück zum Unglück gewendet hat. Sie, die die Katastrophe hautnah erlebt hat, berichtet schlicht und ohne Anklage von Verharmlosung, von falschen Versprechungen, von mehreren Evakuierungen und der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Familie nach der Umsiedlung…
Wie im vorherigen Roman „der Geiger“ ist es Mechthild Borrmann auf ganz außergewöhnliche Weise gelungen, einen Kriminalroman mit aktueller und interessanter Zeitgeschichte zu verbinden. „Die andere Hälfte der Hoffnung“ ist ein Buch das sich leicht, spannend und interessant liest und durch die Brisanz der Themen lange nachwirkt.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Ein in klaren Worten geschriebener Krimi, fesselnd und ergreifend. Es geht um Menschenhandel, Zwangsprostitution, um eine junge Frau auf der Flucht. Und es geht unter die Haut. Ein in klaren Worten geschriebener Krimi, fesselnd und ergreifend. Es geht um Menschenhandel, Zwangsprostitution, um eine junge Frau auf der Flucht. Und es geht unter die Haut.

Olivia Wehling, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Eine junge Frau, die zweimal kurz hintereinander Selbstmord begehen will, spielt in diesem Buch eine große Rolle. Tiefgründige Spannung. Eine junge Frau, die zweimal kurz hintereinander Selbstmord begehen will, spielt in diesem Buch eine große Rolle. Tiefgründige Spannung.

„Tschernobyl und die Folgen“

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Wieder schafft es Mechtild Borrmann vorbildlich und in einer schönen schnörkellosen Sprachen einen spannenden Krimi zu verfassen der zwei Erzählebenen hat. Es geht um Tschernobyl, die Katastrophe und die Menschen aus der Region die vor dem Nichts stehen und um den Frauenhandel nach Deutschland, der die Frauen ausnützt, die versuchen Wieder schafft es Mechtild Borrmann vorbildlich und in einer schönen schnörkellosen Sprachen einen spannenden Krimi zu verfassen der zwei Erzählebenen hat. Es geht um Tschernobyl, die Katastrophe und die Menschen aus der Region die vor dem Nichts stehen und um den Frauenhandel nach Deutschland, der die Frauen ausnützt, die versuchen aus der Armut zu kommen.

Sie zeichnet tolle Figuren, die über sich hinauswachsen und erzählt eine Geschichte die erschüttert und lange noch nachwirkt. Für Leser die außergewöhnliche Krimis schätzen.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
19
3
0
1
0

Ein aussergewöhnliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus moehlin am 07.04.2017

Dies ist das dritte Buch, was ich von Mechtild Borrmann gelesen habe und ich bin tief beeindruckt. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgelitten. Sie hat das grosse Talent, mich einfach mit zu nehmen, ich hatte einfach das Gefühl, ich stecke mitten im Geschehen. Sie nimmt... Dies ist das dritte Buch, was ich von Mechtild Borrmann gelesen habe und ich bin tief beeindruckt. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgelitten. Sie hat das grosse Talent, mich einfach mit zu nehmen, ich hatte einfach das Gefühl, ich stecke mitten im Geschehen. Sie nimmt dich einfach an die Hand und führt dich durch die Themen Tschernobyl und Mädchenhandel, welche durch drei Handlungsstränge perfekt verknüpft sind. Die Protagonisten sind bildlich so toll dargestellt, dass man einfach mitleiden muss. Das Buch hat mich sehr betroffen und nachdenklich gemacht. Ich bin immer noch sprachlos. Danke für diesen aussergewöhnlichen Lesegenuss.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
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Ein Buch voller Hoffnungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Riesa am 02.03.2015
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In diesem Buch fließen für mich eigentlich drei Geschichten am Ende zusammen. Ein Bauer, der ein Mädchen vor der Prostitution bewahrt, eine Mutter die sehnlichst auf die Rückkehr Ihrer verschwundenen Tochter wartet, und ein Polizist der nach und nach ein Netz aus Intrigen entwirrt. Einziger kleine Minuspunkt: es ist... In diesem Buch fließen für mich eigentlich drei Geschichten am Ende zusammen. Ein Bauer, der ein Mädchen vor der Prostitution bewahrt, eine Mutter die sehnlichst auf die Rückkehr Ihrer verschwundenen Tochter wartet, und ein Polizist der nach und nach ein Netz aus Intrigen entwirrt. Einziger kleine Minuspunkt: es ist unerwartet schnell zu ende. Trotzdem viel Spaß beim lesen...

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