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Die Attentäter

(49)
Obwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen. Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen. Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten?Mit "Die Attentäter" liefert Antonia Michaelis einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus.
Portrait
Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit Mann und drei Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 26.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7891-0456-5
Verlag Verlag Friedrich Oetinger
Maße (L/B/H) 215/157/43 mm
Gewicht 770
Auflage 1
Illustratoren Kathrin Schüler
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„erschreckend realistisch“

Verena Kuhn, Thalia-Buchhandlung Pirna

Cliff, Alain und Margarete stammen aus grundverschiedenen Verhältnissen und kennen sich von klein auf. Cliff konvertiert zum Islam und ist dann spurlos verschwunden. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen " Tag des Blutes " planen. Alain will seinem Freund retten, doch wie lange kann er noch zu ihm halten. Cliff, Alain und Margarete stammen aus grundverschiedenen Verhältnissen und kennen sich von klein auf. Cliff konvertiert zum Islam und ist dann spurlos verschwunden. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen " Tag des Blutes " planen. Alain will seinem Freund retten, doch wie lange kann er noch zu ihm halten.

„Aktuelles Thema bewegend erzählt“

Jennifer Ernler, Thalia-Buchhandlung Hof

Erschreckend realistisch erzählt Antonia Michaelis wie ein Jugendlicher zum Attentäter wird. Mich hat die Geschichte sehr berührt und nachdenklich gemacht. Hoffen wir, dass so ein Anschlag bei uns niemals zur Realität wird- Erschreckend realistisch erzählt Antonia Michaelis wie ein Jugendlicher zum Attentäter wird. Mich hat die Geschichte sehr berührt und nachdenklich gemacht. Hoffen wir, dass so ein Anschlag bei uns niemals zur Realität wird-

„Aktuell, erschütternd und doch berührend“

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Röhrsdorf

Dieses Buch berührt auf einer Ebene, die wahrscheinlich nur Jugendliche erkennen. Eine wunderschöne Geschichte über die Freundschaft dreier Jugendlicher, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und darüber wie schief trotz aller Versuche etwas gehen kann.
Zu empfehlen für Jugendlich ab 15, die sich nicht vor der Auseinandersetzung
Dieses Buch berührt auf einer Ebene, die wahrscheinlich nur Jugendliche erkennen. Eine wunderschöne Geschichte über die Freundschaft dreier Jugendlicher, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und darüber wie schief trotz aller Versuche etwas gehen kann.
Zu empfehlen für Jugendlich ab 15, die sich nicht vor der Auseinandersetzung mit Terror und Gewalt scheuen.

„Beängstigend gut!“

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Inspiriert zu dem Buch wurde Antonia Michaelis von den Anschlägen in Paris im vergangenen Jahr, wie sie im Vorwort berichtet. Die Geschichte beschreibt wie ein deutscher Junge aus einfachen Verhältnissen, der nie wirklich dazugehörte und schon immer einen Hang zur Gewalt und dem Bösen hatte, zu einem Terrorist des IS wird. Seine beiden Inspiriert zu dem Buch wurde Antonia Michaelis von den Anschlägen in Paris im vergangenen Jahr, wie sie im Vorwort berichtet. Die Geschichte beschreibt wie ein deutscher Junge aus einfachen Verhältnissen, der nie wirklich dazugehörte und schon immer einen Hang zur Gewalt und dem Bösen hatte, zu einem Terrorist des IS wird. Seine beiden besten Freunde Margarete und Alain durchleben die Veränderungen ihres Freundes und ahnen das Schlimmste, doch verhindern können sie es auch nicht.
Eine sehr realistische und hochgradig spannende Geschichte, die einen auch nach dem Beenden des Buches nicht loslässt. Denn was Antonia Michaelis beschreibt, ist keinesfalls undenkbar. Es rüttelt wach und räumt mit Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen auf.
Ab 16 Jahren, da es gewaltsame und brutale Szenen gibt!

Gabi Küsgen, Thalia-Buchhandlung Köln

Cliff konvertiert zum Islam , lässt sich radikalisieren und plant ein Attentat. Sehr beklemmender Einblick in die Abgründe des Terrorismus, ab 16 Jahre Cliff konvertiert zum Islam , lässt sich radikalisieren und plant ein Attentat. Sehr beklemmender Einblick in die Abgründe des Terrorismus, ab 16 Jahre

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Bedrückend aktueller Jugendroman über drei Freunde, die versuchen, ihre Freundschaft in einer Welt voller Fanatismus, Fremdenhass und Märtyrertum zu bewahren Bedrückend aktueller Jugendroman über drei Freunde, die versuchen, ihre Freundschaft in einer Welt voller Fanatismus, Fremdenhass und Märtyrertum zu bewahren

Astrid Deutschmann-Canjé, Thalia-Buchhandlung Langenfeld

Aktuelles Thema, spannende Erzählweise, schöne Sprache. Wir immer ein tolles Buch, auch wenn manches etwas konstruiert ist. Definitiv lesenswert! Aktuelles Thema, spannende Erzählweise, schöne Sprache. Wir immer ein tolles Buch, auch wenn manches etwas konstruiert ist. Definitiv lesenswert!

Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Michaelis nimmt sich mit ihrer gewohnten kunstvollen und atmosphärischen Sprache einem aktuellen Thema an. Für Fans ihrer Bücher ein absolutes Muss! Michaelis nimmt sich mit ihrer gewohnten kunstvollen und atmosphärischen Sprache einem aktuellen Thema an. Für Fans ihrer Bücher ein absolutes Muss!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
49 Bewertungen
Übersicht
24
15
4
6
0

Engel ohne Flügel
von Estelle am 11.11.2016

Seit frühester Kindheit kennen sich Cliff, Alain und Margarete, denn sie wachsen in demselben Mietshaus auf. Alain fühlt sich bereits als Vierjähriger zu Cliff hingezogen, den eine Aura der Dunkelheit umgibt. Er ist mehr und mehr fasziniert von dem Jungen, der mit seinem Vater zusammenlebt, und in dessen Haushalt... Seit frühester Kindheit kennen sich Cliff, Alain und Margarete, denn sie wachsen in demselben Mietshaus auf. Alain fühlt sich bereits als Vierjähriger zu Cliff hingezogen, den eine Aura der Dunkelheit umgibt. Er ist mehr und mehr fasziniert von dem Jungen, der mit seinem Vater zusammenlebt, und in dessen Haushalt es keine Liebe und Zuneigung zu geben scheint. Dagegen verläuft Margaretes und Alains Leben ganz anders. Sie haben intakte Familien und retten eines Tages Cliff, der zitternd im Schuppen hinter dem Haus liegt. Ab diesem Zeitpunkt kreuzen sich die Wege der drei immer wieder. Alain kann nicht aufhören, an Cliff zu denken, und versucht, in seine Seele zu schauen, sollte er nach seiner Meinung wohl eine haben. Und Cliff sieht in Alain jemanden, der ihn bekehren will, der etwas so Positives ausstrahlt, das seiner finsteren Welt mehr als gefährlich werden kann. Margarete steht zwischen den beiden und versucht, zu vermitteln, da zu sein und die Wogen zu glätten. Doch Cliff geht seinen eigenen, harten Weg, ohne Rücksicht auf Verluste. Das neue Buch von Antonia Michaelis besticht wieder durch ihren typischen, ganz eigenen, bild- und wortgewaltigen Schreibstil. Diese Geschichte ist keine leichte Kost. Es geht um Rechtsextremismus, den IS, die Ausbildung zum Gotteskrieger und eine ungewöhnliche Freundschaft, die eigentlich keine ist. Zu schlimm sind die Narben, mit denen Cliff Alain zeichnet, doch dieser glaubt weiterhin an das Gute. Und was ist er? Ist Alain der Lichtbringer? Und wenn ja, muss er nicht auch ausgemerzt werden? Hier schwebt man auf Flügeln zwischen Hell und Dunkel, zwischen Gut und Böse. Eindringlich geht man mit Cliff seinen Weg, der sich unbeirrbar vor ihm auftut und der ihn zu verschlingen droht. Gibt es doch noch einen Fünkchen Hoffnung, dass Cliff nicht seinen Plan durchzieht, einen Anschlag in Berlin zu verüben? Kann er gerettet werden? Margarete hingegen blieb für mich etwas blass, ein Spielball zwischen den beiden, den sie benutzen konnten, wie es schien. Aber hier lag der Fokus auf der ungewöhnlichen Beziehung, die Cliff und Alain zueinander hatten. Margarete war einfach da. Auch in dieser Geschichte geht es ein wenig fantastisch zu, diese Anleihen haben ja die Bücher von Antonia Michaelis, ohne in diese Kategorie zu fallen. Aber man hat das Gefühl, dass es übersinnlich zugeht. Oder es sind einfach nur die verqueren Gedanken eines Jungen, der nach Liebe und einem Halt im Leben sucht. Und wer wollte tatsächlich schon mal seinem Schutzengel die Flügel stutzen? Nur der, der glaubt, dass er auf der anderen, düsteren Seite besser aufgehoben ist. "Die Attentäter" erzählt von der Zerrissenheit des Hauptcharakters Cliff, seinem Weg in den möglichen Tod, und davon, in welcher Welt wir nun leben. Trotz der durchaus spannenden Handlung waren mir einige Passagen etwas zu langatmig, das tat aber insgesamt der trostlosen Grundstimmung keinen Abbruch. Denn diese herrscht hier vor, kein Wunder bei dem Thema. Einige Szenen waren nur schwer zu ertragen, minderten aber nicht die Wirklichkeit, in der sie so sicher schon passiert sind. Mitreißend und intensiv. Realistisch und aktuell. 4 Sterne.

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Erschreckend realistische Erzählung
von Jennifer aus Stadtroda am 16.10.2016

INHALT Die Berliner Jugendlichen Cliff, Alain und Margarete stammen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und sind doch Freunde. Als Cliff eines Tages das Dreigestirn für eine längere Reise verlässt, haben Alain und Margarete kein gutes Gefühl... MEINUNG Antonia Michaelis erzählt in ihrem Jugendroman "Die Attentäter" eine erschreckend realistische Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft.... INHALT Die Berliner Jugendlichen Cliff, Alain und Margarete stammen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und sind doch Freunde. Als Cliff eines Tages das Dreigestirn für eine längere Reise verlässt, haben Alain und Margarete kein gutes Gefühl... MEINUNG Antonia Michaelis erzählt in ihrem Jugendroman "Die Attentäter" eine erschreckend realistische Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft. Die drei Freunde Alain, Margarete und Cliff werden in Berlin erwachsen und sind dabei oft sich selbst überlassen. Vor allem Cliff umgibt eine dunkle Aura. Sein Vater trinkt und seine Mutter lebt in Hamburg, um zu studieren. Emotionale Zuwendung erfährt er eher von seinen Freunden als von seinen Eltern. Damit ist er leichte Beute für radikale Gruppierungen, wie Rechte bzw. den IS, bei denen er nach dem Halt sucht, den er in seinem Elternhaus nicht findet. Der ruhige Alain ist wie Cliff ein Zeichentalent und stammt aus einem Künstlerhaushalt. Seine große Liebe ist Cliff. Die kluge Margarete erdet beide Freunde, wenn immer sie Kummer oder Sorgen haben. Margaretes Eltern sind im Gegensatz zu den Eltern der beiden Jungs ständig um ihre Tochter besorgt. Alle drei Figuren teilen sich die Rolle des Erzählers, was mich anfangs etwas aus dem Konzept gebracht hat, aber mit der Zeit die Spannung innerhalb des Plots steigerte. Die Innensicht der Drei ist geprägt von Zerrissenheit und Unsicherheit. Man funktioniert nur als Einheit. Erst Cliffs schleichende Radikalisierung sowie sein Übertritt zum Islam stellen eine harte Zäsur innerhalb der Freundschaft dar. Nur Alain, der in Cliff seinen dunklen Widerpart entdeckt zu haben scheint, kann Cliff nicht wegstoßen. Er verfolgt ihn bis zum Schluss, mit durchaus tragischem Ende. Michaelis hat eine durchweg spannende Coming-of-Age-Geschichte geschrieben, die in der heutigen Zeit spielt. Brisante politische Themen, wie Flüchtlingeskrise, IS und Rechtsradikalismus, werden realistisch, ohne die bekannten Vorurteile dargeboten; was die spezielle Wirkung der Story noch verstärkt. Der Leser kann die Hilflosigkeit der einzelnen Charaktere bei Cliffs Abrutschen in dunkle Kreise nachspüren. Immer tiefer gerät der intelligente Junge in die Fänge des IS und erkennt dessen perfide Methoden bzw. gestörte Lebensauffassung viel zu spät. Als Leser fragt man sich dabei, wie es eigentlich dazu kommen konnte und wer schuld daran trägt. Es ist eine teuflische Mischung aus verschiedenen Gründen mit fatalen Folgen für alle handelnden Figuren (s. Titel). Die emotionale sowie spannende Erzählweise entfacht beim Lesen eine gewisse Sogwirkung. Wie Cliff wird man als Leser immer stärker in die Geschichte hineingezogen und kann sich nur schwer seiner zerstörerischen Magie entziehen. Das dunkle Cover ist ein wahrer Eyecatcher. Es vereint mehrere Bereiche der Story miteinander und wirkt gleichermaßen bedrohlich und anziehend. Die Verbindung aus Feuer (Majuskeln) und Engelsflügeln könnte kontrastreicher und bezeichnender nicht sein. FAZIT Ein sehr gut aufbereiteter Jugendroman, der das derzeitige angespannte Sozialklima in Deutschland authentisch widerspiegelt und dadurch beim Leser lange nachwirkt. Nicht nur für Jugendliche eine lohnenswerte Lektüre.

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Bemerkenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 07.10.2016

Cliff, Alain und Margarete sind auf eine besondere, innige und liebevolle Weise seit sie vier Jahre alt sind verbunden. Damals schon war der zierliche blonde Alain von dem dunkelhaarigen und so andersartigen Cliff fasziniert. Margarete steht als die Bodenständige und Vernünftige zwischen den beiden und hält sie in der... Cliff, Alain und Margarete sind auf eine besondere, innige und liebevolle Weise seit sie vier Jahre alt sind verbunden. Damals schon war der zierliche blonde Alain von dem dunkelhaarigen und so andersartigen Cliff fasziniert. Margarete steht als die Bodenständige und Vernünftige zwischen den beiden und hält sie in der ihnen merkwürdig fremden Welt fest. Beide drohen fortzufliegen, Cliff mit seinen schwarzen und Alain mit seinen weißen Flügeln. Während Cliff, in einer zerüttelten und aus den Fugen geratenen Familie lebend, immerzu auf der Suche nach Orientierung und Halt in gewalttätige Gruppen abdriftet, versuchen Alain und Margarete ihn wieder zu retten. Mal um Mal. Oft reicht ihm ein Blick in Alains morgenhimmelblaue Augen, deren Reinheit ihn etwas zu besänftigen vermögen, seine Wut manchmal jedoch noch schüren. Oft reicht Alain ein Blick in Cliffs nachthimmelblauen Augen, um das Dunkle in ihm und sich zu spüren und zu merken, dass er ihm nicht böse sein kann, sondern ihm verzeihen muss. Die beiden älter werdenden Jungen sind sich zudem durch eine gemeinsame Leidenschaft sehr nahe, denn beide sind überragende Zeichner. Alain gibt dem ihm gerade Umgebenden eine Gestalt auf Papier, Cliff verbannt Erinnerungen detailgenau auf Blätter, Wände und Böden. Und wird sie trotzdem nie los. Gesichter, Situationen, die sich vor seinen Augen abermals abspielen und nicht löschen lassen. Irgendwo zwischen vollkommener Gegensätzlichkeit und Verschmelzung zu einem Wesen bewegen sie sich mal aufeinander zu, mal voneinander weg. Letzteres immer besonders schmerzhaft. Doch auch die rechten Gruppen, welchen sich Cliff anschließt, sind nicht das, wonach er sucht. Dies findet er später, in einer Moschee. Alain und Margarete hegen bereits Hoffnungen, dass nun alles gut würde und ihr Freund endlich seinen Frieden gefunden und friedlich geworden ist. Doch was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen - oder wissen wollen - ist, dass sich Cliff von der ruhigen Gemeinde abgewandt hat und stattdessen in radikalen Kreisen verkehrt. Als sie versuchen, ihn zurückzugewinnen, ist es bereits zu spät und Cliff hat sich für eine gefährliche Reise entschieden. Ein Jahr des Bangens, des Trauerns und der Verzweiflung scheint für die beiden in Deutschland zurückgebliebenen Freunde nicht zu vergehen. Zu der selben Zeit hat man mit Cliff im Nahen Osten Großes vor. Er ist zu nützlich, um als Kanonenfutter zu enden. Als er zurückkehrt, scheint er sich verändert und verbessert zu haben. Aber wie oft hat sein Umfeld schon daran geglaubt und wurde enttäuscht. Und so sind Margarete und besonders Alain, der Cliff doch schließlich ein Schutzendel sein muss, auf der Hut. Egal wie verlockend seine Beteuerungen, er habe mit dem IS nichts mehr zu tun, auch sein mögen, Misstrauen ist gefragt. Irgendetwas hat er vor. Alains und Margaretes Fragen häufen sich und werden - wenn überhaupt - nur sehr gemach beantwortet; ob sie die Antworten hören wollen, ist eine andere Frage. Doch bald ist die Ahnung greifbar, dass die Berliner Plastikglitzerwelt des Westens gefährdet ist. Es ist Weihnachten. Zeit der Wunder, des Konsums, der Engel und vielleicht auch der Vergebung. Wieder einmal ist es Antonia Michaelis gelungen, ein schwieriges und überaus ernstes Thema aufzugreifen und viele Handlungsstränge zu einem großen Gebilde zu verweben. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht Alains, Cliffs und Margaretes geschrieben, wobei man meistens erst nach und nach bemerkt, wen man gerade begleitet. Dies ist aber keineswegs verwirrend oder störend, sondern macht einem vielmehr bewusst, wie eng die Protagonisten doch mit einander verbunden sind und wie sehr sie sich ähneln. Häufig wird einem dies auch dadurch bewusst, dass zwischendurch die gleichen Begebenheiten von verschiedenen Charakteren beschrieben werden und es dann einige Überschneidungen in der Sichtweise gibt, die nahe gehen. Überhaupt sind die Charaktere - wie bereits in jedem Buch, welches ich von Antonia Michaelis gelesen habe - etwas ganz Besonderes. Da man sie von ihrer ersten Begegnung im Kinderalter an begleitet, bei wichtigen Ereignissen dabei ist und so Zusammenhange besser nachvollziehen kann, wirken sie auf erschreckende aber auch beeindruckende Weise real. Wie sonst auch ist es der Autorin gelungen, Figuren zu zeichnen, bei denen die Frage nach gut und böse nicht wirklich beantwortet werden kann. Die Lebensgeschichten von Alain, Cliff und Margarete sind so eng miteinander verknüpft, dass es mich beeindruckt hat. Manchmal erschaudert man vor den Charakteren, manchmal kann man sie nicht mögen, manchmal muss man es aber. Antonia Michaelis versteht es auf einmalige Weise auf diese Art den Leser zu verwirren und ihn dazu anzuregen, auch lange nachdem das Buch ausgelesen ist, noch über das Gelesene - über die Figuren und ihre Taten - nachzudenken. Darüber hinaus zog mich der poetische Schreibstil schon von dem Beginn des Buches in seinen Bann und die Geschichte hinein. Diese Erzählweise lässt einen erahnen, was die Charaktere bereits durchgemacht haben, erweckt sie zum Leben, haucht den Augen von der Farbe Wassers, welches zu tief ist um ungefährlich zu sein, ihr dunkles Leuchten und Leben ein und lässt einen nicht los. Durch das ganze 488 Seiten umfassende Werk schlängeln sich Symbole und stellen weitere Verbindungen her, was zu dem Gefühl beiträgt, dass dieses Werk aufs Genauste geplant und ausgearbeitet worden ist. Ein schönes Detail, welches ich noch erwähnen möchte ist das Cover. Auch, wenn ich noch immer der Auffassung bin, dass dieses kaum in eine Rezension gehört, lohnt es sich wie schon bei "Niemand liebt November" einen Blick unter den Schutzumschlag zu wagen. Meiner Meinung nach ist "Die Attentäter" ein erschütterndes aber bezauberndes Werk. Mit poetischer und packender Sprache entführt es einen in eine einzigartige Geschichte, welche so verschlungen und verwoben ist, dass sie erschreckend echt wirkt und den Leser lange nicht mehr loslässt. Auch wenn das Ende in einigen Aspekten schon abzusehen war, ist es doch äußerst gelungen und stellt einen weiteren explosionsartigen Höhepunkt des Buches dar. Antonia Michaelis gelingt es in diesem Werk die Erfahrungen eines Attentäters, seine Gedanken greifbar zu machen und den Leser zum Nachdenken zu bewegen. Dennoch sollten einem, wie schon bei den vorangegangenen Büchern, Gewaltszenen - wie bereits der Titel erahnen lässt - nicht allzusehr mitnehmen.

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