Die Ausgesperrten

Roman

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"Die Ausgesperrten" erzählt von jungen Leuten, die aus dem Schatten der älteren Generation herauskommen mächten. Sie schließen sich (ein authentischer Fall) zu einer Bande zusammen, um im Schutz der Dunkelheit und ihres schülerhaft-harmlosen Aussehens Passanten zu überfallen, auszurauben und zu mißhandeln. Ihr geistiger Anführer ist Rainer, zugleich ihr größter Versager, ob es um ein Verbrechen oder um die Liebe geht.
Rezension
Es ist bemerkenswert, mit welchem Detailreichtum Elfriede Jelinek die Spielarten kleinbürgerlichen Verhaltens aufzeigt, präzise eingeschrieben in die Zeitgeschichte des österreichischen Wirtschaftswunders.
Portrait
Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Ihr Theaterstück „Winterreise“ (2011) zählt mit bisher über 20 Inszenierungen zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der letzten Jahre.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 265
Erscheinungsdatum 01.04.1985
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-15519-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/11,4/1,7 cm
Gewicht 189 g
Auflage 16. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,99
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Sensationell!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2017

Zweckfreundschaft nennt sich das wohl, wenn Jugendliche aus so unterschiedlichem Hause miteinander befreundet sind. Da wäre mal der einfältige Hans aus einer Arbeiterfamilie, Sophie aus dem guten Hause und zu guter Letzt die Zwillinge Rainer und Anna. Sie haben nicht viel gemeinsam, abgesehen vom kollektiven Welthass und gemeinsamen Raubüberfällen. Unglücklich... Zweckfreundschaft nennt sich das wohl, wenn Jugendliche aus so unterschiedlichem Hause miteinander befreundet sind. Da wäre mal der einfältige Hans aus einer Arbeiterfamilie, Sophie aus dem guten Hause und zu guter Letzt die Zwillinge Rainer und Anna. Sie haben nicht viel gemeinsam, abgesehen vom kollektiven Welthass und gemeinsamen Raubüberfällen. Unglücklich verliebt sind sie alle, abgesehen von Sophie. Die hat das nicht nötig. Im Jahr 2004 hat Jelinek sogar einen Nobelpreis erhalten. Zu guter Recht, meiner Meinung nach. Ihr unverwechselbarer, harter Schreibstil ist nach wie vor erfrischend. Dieses Buch ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher.

nackte echte wirklichkeit
von Bianca Dobler aus Wien am 23.11.2011

ich muss gestehen, ich mag "die jelinek" nicht ich bin in der schule gequält worden mit ihren texten und besonders die essays ich habe nicht verstanden wieso sie alles kleinschreiben darf, aber wenn ich das mache ist es ein fehler aber diese frau zeigt uns mit ihrem werk seit jahren,... ich muss gestehen, ich mag "die jelinek" nicht ich bin in der schule gequält worden mit ihren texten und besonders die essays ich habe nicht verstanden wieso sie alles kleinschreiben darf, aber wenn ich das mache ist es ein fehler aber diese frau zeigt uns mit ihrem werk seit jahren, was an unserer alltagssprache nicht korrekt ist und wodurch unsere kommunikation scheitert oder wenigstens besser scheitern würde ihre texte scheinen kalt und manchmal schwer verständlich aber leider: sie sind zu gut um nicht gelesen zu werden besonders in zeiten wie diesen wo absurde gestalten wie Würste und hotelerbinnen ungestraft durch die medien flirren und unsere weltanschauung verschmutzen

Schonungslos & brutal - eine Abrechnung!
von Patrick Nagl aus Wien am 19.07.2010

Die Ausgesperrten sind eine Gruppe Maturanten die im Wien der späten 50er Jahre versuchen ihrer Geschichte zu entkommen. Geprägt von kleinbürgerlichen Idealen und verlogenen, kranken Elternhäusern beschliessen sie sich dem Existenzialismus zuzuwenden und begehen gleichzeitig grausame Verbrechen an unschuldigen Passanten die ihre Wege kreuzen. Jelinek liefert ein schonungsloses Bild... Die Ausgesperrten sind eine Gruppe Maturanten die im Wien der späten 50er Jahre versuchen ihrer Geschichte zu entkommen. Geprägt von kleinbürgerlichen Idealen und verlogenen, kranken Elternhäusern beschliessen sie sich dem Existenzialismus zuzuwenden und begehen gleichzeitig grausame Verbrechen an unschuldigen Passanten die ihre Wege kreuzen. Jelinek liefert ein schonungsloses Bild einer österreichischen Nachkriegsjugend die versucht irgendwie und um jeden Preis Ballast abzuwerfen.... Verfilmt wurde der Roman 1984, mit Paulus Manker in der Hauptrolle.