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Die Bastardtochter

Historischer Roman

Kreuz-Trilogie

(14)

Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange.
Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann ...

Portrait
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Lektorin und Autorin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 25.09.2015
Serie Kreuz-Trilogie 3
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-26801-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 195/210/48 mm
Gewicht 534
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 24.427
Buch (Taschenbuch)
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Übersicht
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Die Bastardtochter
von Cornelia aus Mandelbachtal am 09.12.2015

Nach „Die Eifelgräfin“ und „ Die Gewürzhändlerin“ ist „Die Bastartochter“ der Abschluss der Trilogie um die Kreuzreliquie des Zachäus. Im Mittelpunkt steht die junge Enneleyn, die als unehelich geborene Tochter vom Grafen Johann von Manten anerkannt wurde und in dessen Haushalt lebt. Als der Ritter Guntram ihr den Hof macht und... Nach „Die Eifelgräfin“ und „ Die Gewürzhändlerin“ ist „Die Bastartochter“ der Abschluss der Trilogie um die Kreuzreliquie des Zachäus. Im Mittelpunkt steht die junge Enneleyn, die als unehelich geborene Tochter vom Grafen Johann von Manten anerkannt wurde und in dessen Haushalt lebt. Als der Ritter Guntram ihr den Hof macht und sie schließlich heiraten will, willigt sie gerne ein. Doch noch der Hochzeit entpuppt sich der Ehemann, der nach außen den liebeswürdigen Mann spielt, als ein ganz anderer Mensch, der seine junge Ehefrau brutal behandelt und unterdrückt. Doch Enneleyn hat durch ihre liebenswürdige Art einige gute Freunde. Mein Leseeindruck Nachdem ich die ersten beiden Bände schon geliebt habe, freute ich mich ganz besonders auf den letzten Teil dieser Trilogie. Schon nach den ersten Seiten war es mir, als würde ich nicht lesen, sondern würde gute alte Freunde wiedertreffen. Der Autorin gelingt es auf besondere Art, den Personen in ihren Romanen Leben einzuhauchen, man leidet , hofft und liebt mit Enneleyn. Auch die Charaktere , die man bereits aus den anderen Bänden kennt, finden ausreichend Platz ihre Geschichten weiterzuerzählen. Besonders angetan hat es mir aber der Charakter des kleinen Palmiro. Fast war ich etwas traurig, die letzte Seite gelesen zu haben und Abschied nehmen musste. Man kann dieses Buch zwar lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, aber man würde sehr viel Lesespaß versäumen. Für Freunde historischer Romane ist die Autorin Petra Schier immer zu empfehlen

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Die Bastardtochter
von dorli am 24.11.2015

Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn kann ihr Glück kaum fassen, als der Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält. Kaum verheiratet, zeigt Guntram jedoch sein wahres Gesicht und macht seiner jungen Frau das Leben zur Hölle. Enneleyn schweigt und lässt alle in dem Glauben, dass sie glücklich und... Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn kann ihr Glück kaum fassen, als der Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält. Kaum verheiratet, zeigt Guntram jedoch sein wahres Gesicht und macht seiner jungen Frau das Leben zur Hölle. Enneleyn schweigt und lässt alle in dem Glauben, dass sie glücklich und zufrieden ist… In ihrem historischen Roman „Die Bastardtochter“ entführt Petra Schier den Leser in das 14. Jahrhundert nach Koblenz und erzählt eine spannende Geschichte voller Leid und Liebe. Dieser dritte Teil der Kreuztrilogie kann auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände gelesen werden, da die für das Verständnis wichtigen Hintergründe von der Autorin geschickt in die laufende Handlung eingeflochten wurden. Nachdem es in „Die Eifelgräfin“ um Elisabeth und Johann und in „Die Gewürzhändlerin“ um Luzia und Martin ging, steht diesmal Johanns uneheliche Tochter Enneleyn und ihre Ehe mit dem gewalttätigen Guntram im Mittelpunkt des Geschehens. Petra Schier schreibt fesselnd und mitreißend. Die Akteure werden alle lebendig und bildhaft dargestellt und man kann bestens mit ihnen mitfühlen und mitfiebern. Das gilt besonders für Enneleyn. Die Beweggründe für ihr Schweigen und das stumme Ertragen aller Erniedrigungen und Prügel sind einleuchtend, denn sie lebt in einer Zeit, in der es normal war, dass ein Mann seine Frau geschlagen hat. Verstehen will man ihr Geheimhalten der wahren Zustände und ihre Schauspielerei dennoch nicht und möchte sie am liebsten wachrütteln, damit sie ihren Vater, ihre Stiefmutter oder zumindest eine Freundin einweiht. Doch die junge Frau ist zu stolz, denkt nur an die Familienehre und will ihren Vater nicht enttäuschen. Nur dem aus Mailand zurückgekehrten Anton gelingt es, hinter ihre sorgfältig aufgebaute Fassade zu blicken, doch Enneleyn will seine Hilfe nicht. Auch Bösewicht Guntram ist Petra Schier hervorragend gelungen. Ein echter Mistkerl, über dessen Machenschaften man sich ein ums andere Mal aufregen kann. Er ist sehr talentiert, wenn es darum geht, seine Mitmenschen an der Nase herumzuführen. Alle sehen in ihn den Ehrenmann, der nur das Beste für seine Frau will. Doch das Gegenteil ist der Fall, er ist eiskalt, brutal, berechnend und drangsaliert Enneleyn wo es nur geht. Das Ziel, das Guntram mit seinem miesen Verhalten verfolgt, bleibt bis zum Schluss unklar und ist um einiges umfassender als „nur“ die häusliche Gewalt. Das der Trilogie den Titel gebende Kreuz spielt natürlich auch in diesem Band wieder eine Rolle und bringt einen Hauch von Magie in die Geschichte. Das Kruzifix, das schon seit über zweihundert Jahren im Besitz der Familien von Küneburg, Bongert und Wied ist, pulsiert, als wäre es lebendig. Es summt und sirrt und kann zornig pfeifen. Es leuchtet in unterschiedlichen Farben und strahlt Wärme aus. Es scheint zu wissen, was die Menschen denken und fühlen, erkennt das Böse und warnt vor Gefahr. In einer Nebenhandlung lernt man Wulfhard de Berge kennen. Der Fernhändler aus Konstantinopel wirkt undurchsichtig und verschlossen. Schnell wird klar, dass er auf der Suche nach dem Kruzifix ist – doch ob er es ehrlich meint oder gefährlich ist, bleibt zunächst offen. Eine Nebenfigur, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, ist Palmiro. Der freche Straßenjunge aus Mailand kommt mit Anton nach Koblenz und bringt mit seinem Witz eine große Portion Leichtigkeit in das Geschehen. „Die Bastardtochter“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Es war sehr spannend, Enneleyn kennenzulernen, sie auf ihrem Weg durch die schwere Zeit zu begleiten und Kummer und Furcht aber auch Momente des Glücks mit ihr zu teilen.

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Fesselnder Abschluss
von mabuerele am 22.11.2015

„... Die Ehe war rechtsgültig und vollzogen...Es war ja nicht so, dass er sie ständig schlug. Nur wenn er glaubte, einen Grund zu haben...“ Wir schreiben das Jahr 1148. Eine Reliquie aus dem Schatz der Templer kommt in fremde Hände und wird ihre drei Teile – Kette, Rahmen, Kreuz -... „... Die Ehe war rechtsgültig und vollzogen...Es war ja nicht so, dass er sie ständig schlug. Nur wenn er glaubte, einen Grund zu haben...“ Wir schreiben das Jahr 1148. Eine Reliquie aus dem Schatz der Templer kommt in fremde Hände und wird ihre drei Teile – Kette, Rahmen, Kreuz - geteilt. Dann wechselt der Roman nach Koblenz anno 1362. Enneleyn, die Adoptivtochter von Johann von Manten, lernt Guntram von Eggern kennen. Als dieser kurze Zeit später um ihre Hand anhält, sagt sie zu. Luzia, Gewürzhändlerin in Koblenz, besitzt einen Teil der Reliquie. Nach Jahren der Ruhe beginnt diese wieder zu summen. Zusammen mit Elisabeth von Manten versucht sie, eine Erklärung zu finden. Anton Bongert, Luzias jüngerer Bruder, wird bei seiner Handelsfahrt in Italien in einer Gaststätte von Räubern bedroht. Er kann entkommen und flieht mit dem Pferd des Räuberhauptmanns. Das soll noch bittere Folgen haben. Wenige Zeit später macht sich Anton auf der Reise von Mailand nach Koblenz. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Es ist der dritte Teil der Kreuztrilogie. Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten waren für mich alte Bekannte. Doch auch wer die ersten Teile nicht kennt, trifft auf gut charakterisierte Personen. Von den neu auftretenden Protagonisten spielen neben Guntram vor allem Palmiro und Wulfhard eine entscheidende Rolle. Palmiro ist ein italienischer Straßenjungen, der heimlich Anton folgt. Er ist nicht nur ein cleveres Bürschchen, sondern hat auch eine besondere Gabe. Wulfhard ist ein Kaufmann, der auf der Suche nach dem Kreuz ist. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Enneleyn. Schon in der Hochzeitsnacht offenbart Guntram seinen wahren Charakter. Die Frau ist sein Eigentum und hat zu gehorchen. Enneleyn aber ist in anderen Verhältnissen aufgewachsen. Die Ehe von Johann und Elisabeth von Manten ist durch Achtung vor einander und durch gleichberechtigte Teilnahme der Frau an vielen Entscheidungen gekennzeichnet. Die Autorin arbeitet ausgezeichnet heraus, wie Enneleyn die Probleme vor der Außenwelt versteckt und vertuscht. In der Öffentlichkeit spielen sie ein liebevolles Ehepaar. Guntram gibt sich als großzügiger Gatte, der es seiner Frau an nichts fehlen lässt. Enneleyns Stolz hindert sie, der Maskerade ein Ende zu bereiten und sich Hilfe zu suchen. Als Anton nach Koblenz kommt, bekommt er durch Zufall Enneleyns Schwierigkeiten mit. Sie aber verpflichtet ihn zum Schweigen. Der Schreibstil des Buches ist dem Genre angemessen. Die Zeitverhältnisse werden gut wiedergegeben. Für die Örtlichkeiten verwendet die Autorin schöne Metapher. Ihre Protagonisten charakterisiert sie weniger durch Worte, mehr durch ihr Tun und Handeln. Sprachlich gelingt es ihr hervorragend, die Zuspitzung der Spannung im Hause Guntrams von Eggern wiederzugeben. Gleichzeitig wird deutlich, wie Enneleyns Selbstbewusstsein zerstört wird. Obiges Zitat spricht zur Sache. Doch das Buch hat auch seine humorvollen Stellen. Garant dafür ist Luzia, die mit ihrer Meinung nicht hinter den Berg hält. Das Buch zeichnet sich durch seine inhaltsreichen Gespräche aus. Hier denke ich insbesondere an die Dialogen von Enneleyn und Anton, aber auch an Ariettas geschickte Gesprächsführung, mit der sie dem schweigsamen Wulfhard mehr entlockt, als dem lieb ist. Ein Personenverzeichnis, ein Rezept zu einem im Buch erwähnten Gericht und abschließende Worte der Autorin ergänzen die Geschichte. Das Cover mit der nachdenklichen jungen Frau vor der Silhouette von Koblenz passt zum Roman. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich nicht nur durch eine spannende und vielschichtige Handlung gut unterhalten, sondern mir auch einen Einblick in die historischen Gegebenheiten ermöglicht.

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