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Die chinesische Sängerin

Roman

(22)
Seit dem Tag, an dem der leblose Körper seiner Mutter aus dem Haus getragen wurde, lebt William Eng im Waisenhaus. Als er im Kino die schöne Sängerin Willow Frost sieht, ist er überwältigt. Täuschend ähnlich sieht sie seiner Mutter. Entschlossen, den fernen Filmstar aufzuspüren, läuft er fort, schlägt sich auf den Straßen Seattles durch, sucht sie in Theatern und Lichtspielhäusern. Er muss Willow Frost finden. Er muss beweisen, dass sie seine Mutter ist, und endlich erfahren, was damals passierte. Vor dem Hintergrund der Großen Depression im Seattle der dreißiger Jahre hat Jamie Ford einen berührenden Roman über einen Jungen geschrieben, der nicht aufhört, an die Liebe seiner Mutter zu glauben, der alles wagt, um sie wiederzufinden.
Portrait

Jamie Ford wuchs in der Nähe von Seattles Chinatown auf. Seine chinesischen Verwandten nannten ihn »Ji Mai«, was bald zu »Jamie« wurde. Er ist Absolvent der Squaw Valley Community of Writers. Nach dem Bestseller »Keiko« ist »Die chinesische Sängerin« sein zweiter Roman. Jamie Ford lebt mit seiner Familie in Montana, USA.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 10.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-1025-6
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 187/118/32 mm
Gewicht 371
Originaltitel Songs of Willow Frost
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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„Was man alles aus Liebe tut…“

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Jamie Ford katapultiert uns ins Jahr 1934 (große Depression) in ein Waisenhaus in Seattle. Dort erfahren wir die tragische Geschichte von William Eng der in einer Schauspielerin/Sängerin seine Totgeglaubte Mutter erkennt. Mit seiner blinden Freundin Charlotte reist er aus und trifft die Schauspielerin/Sängerin Willow Frost tatsächlich. Jamie Ford katapultiert uns ins Jahr 1934 (große Depression) in ein Waisenhaus in Seattle. Dort erfahren wir die tragische Geschichte von William Eng der in einer Schauspielerin/Sängerin seine Totgeglaubte Mutter erkennt. Mit seiner blinden Freundin Charlotte reist er aus und trifft die Schauspielerin/Sängerin Willow Frost tatsächlich. Nun erfahren wir mehr aus ihrer Geschichte angefangen 1921 mit dem Tod ihrer Mutter.

Eine unglaubliche Geschichte über Niederschläge, starke Charaktere und die einzig wahre Liebe!

„Der Leidensweg von William und Liu Song“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen das erste Buch des amerikanischen Autors Jamie Ford „Keiko“ vorgestellt. Nun ist auch sein zweiter Roman „Die chinesische Sängerin“ als Taschenbuch erhältlich. Doch bevor ich auf das neue Buch eingehe, möchte ich Ihnen erst einmal ein paar kurze Informationen zu dem Autor geben. Jamie Ford wurde 1968 Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen das erste Buch des amerikanischen Autors Jamie Ford „Keiko“ vorgestellt. Nun ist auch sein zweiter Roman „Die chinesische Sängerin“ als Taschenbuch erhältlich. Doch bevor ich auf das neue Buch eingehe, möchte ich Ihnen erst einmal ein paar kurze Informationen zu dem Autor geben. Jamie Ford wurde 1968 in Kalifornien geboren. Seine Familie väterlicherseits stammt ursprünglich aus China, die seiner Mutter aus Europa. Er ist bereits vielfach mit der Familie umgezogen, bevor er mit in Montana sesshaft wurde. Er hat einen Abschluss von dem Art Institute of Seattle in Design. „Die chinesische Sängerin“ ist erst sein zweiter Roman. Beide sind in den USA Bestseller.

Jamie Ford erzählt in seinem neuen Roman wieder eine Geschichte, in der zwei Menschen auseinandergerissen werden. Dieses Mal ist es die Geschichte des Jungen William Eng und seiner Mutter Liu Song. Die Geschichte beginnt 1934 im Waisenhaus Sacred Heart in Seattle, wo der chinesisch-amerikanische William seit fünf Jahren lebt. Seine Mutter Liu Song hat, seit er sich erinnern kann, allein für ihn gesorgt. Doch als er sieben Jahre alt war, hat er sie leblos in der Badewanne gefunden. Er kam ins Waisenhaus, und dort hat man ihm erzählt, dass seine Mutter im Krankenhaus gestorben sei. Als er eines Tages ein Plakat mit der berühmten Sängerin Willow Frost entdeckt, meint er, dass sie seiner Mutter unwahrscheinlich ähnlich sieht. Und so will er diese Frau mit aller Gewalt kennenlernen. Dann wechselt die Geschichte zurück in das Jahr 1921. Dies ist das Jahr, in dem die junge Liu Song endgültig erwachsen werden muss. Ihre Mutter stirbt und ihr Stiefvater behandelt sie im wahrsten Sinne des Wortes stiefväterlich. Wird William Willow Frost kennenlernen? Und ist sie wirklich seine tot geglaubte Mutter oder ist dies nur Wunschdenken des Jungen?

Dies ist ein wunderbarer Roman, der sehr interessant die Geschichte der chinesischen Einwanderer in die USA beschreibt. Liu Song und William sind zwar amerikanische Staatsbürger, werden aber nicht als solche wahrgenommen. Sie leben zusammen in der sogenannten Chinatown und dort bewahren die Bewohner vielfach auch ihre mitgebrachten Traditionen. Dass sie Amerikaner 2. Klasse sind, zeigt sich ganz deutlich als Liu Song ihren Sohn bekommt und nicht verraten will, wer der Vater ist. Sie hat Glück, dass ihr das Kind nicht weggenommen wird. Dies aber auch nur, weil niemand ein chinesisches Kind adoptieren würde. Und im Waisenheim fühlt sich William am meisten zu anderen Außenseitern hingezogen. Er hat einen indianischen Freund, Sunny und eine blinde Freundin, Charlotte. Charlotte spielt in diesem Roman eine ganz wichtige Rolle.

Jamie Ford beschreibt zum einen eine tragische Familiengeschichte aus der Welt der chinesischen Amerikaner, aber er beschreibt auch die Zeit der großen Depression und die Zeit, als die Filmindustrie erst am Entstehen war und sich nicht nur auf Hollywood beschränkte.

Ein wunderbar bildgewaltiger und farbenprächtiger Roman für Leserinnen und Leser von Amy Tan und Lisa See.

„Es darf geschmökert werden...“

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Das Schicksal hat Mutter und Sohn getrennt.
William Eng lebt im Waisenhaus seit seine Mutter leblos aus dem Haus getragen wurde. Im Kino sieht er die Sängerin Willow Frost und ist fasziniert. Er setzt alles daran Willow kennenzulernen. Er verlässt das Waisenhaus und macht sich in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts auf in
Das Schicksal hat Mutter und Sohn getrennt.
William Eng lebt im Waisenhaus seit seine Mutter leblos aus dem Haus getragen wurde. Im Kino sieht er die Sängerin Willow Frost und ist fasziniert. Er setzt alles daran Willow kennenzulernen. Er verlässt das Waisenhaus und macht sich in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts auf in Seattle Willow Frost zu finden. Sämtliche Theater und Lichtspielhäuser sucht er auf um sie zu finden. Wird er beweisen können, dass Willow Frost seine Mutter ist und herausfinden was damals in jener Nacht geschah? William glaubt an die Liebe seiner Mutter und an die Chance mit ihr sprechen zu können. Wie bereits in „Keiko“ schafft es Jamie Ford mit seinem Roman Bilder gleich einem Kinofilm vor den Augen entstehen zu lassen. Eine berührende Geschichte von Liebe und Verzweiflung und dem Mut, sich auf zumachen, um das Leben zu ändern. Ein toller Schmöker, Taschentücher bereitlegen.

„Ein Junge auf der Suche nach seiner Mutter“

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Der chinesische Junge William Eng lebt im Waisenhaus Sacred Heart. Er ist der einzige Chinese dort und kann sich kaum noch an seine Ah-Ma erinnern. Doch dann sieht und hört er die Sängerin Willow Frost und glaubt in ihr seine Mutter wieder zu erkennen. Fortan setzt er alles daran sie persönlich zu treffen...

Das Buch behandelt neben
Der chinesische Junge William Eng lebt im Waisenhaus Sacred Heart. Er ist der einzige Chinese dort und kann sich kaum noch an seine Ah-Ma erinnern. Doch dann sieht und hört er die Sängerin Willow Frost und glaubt in ihr seine Mutter wieder zu erkennen. Fortan setzt er alles daran sie persönlich zu treffen...

Das Buch behandelt neben der Thematik der Probleme Alleinerziehender Mütter ebenfalls die Probleme von Minderheiten im Amerika der 30er Jahre. So wird ein buntes Mischmasch von Problemen und Vorurteilen um William und seine Mutter gesponnen, dass sie auseinander gerissen hat. Der Roman ist bewegend geschrieben und vermittelt dem Leser beinah das Gefühl dabei gewesen zu sein.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
8
11
3
0
0

Eindringliche Schicksale meisterhaft erzählt
von sommerlese am 23.02.2016

Schade, dieses Buch hätte ewig so weiter gehen können. Ich bin noch wie im Rausch - dem Jamie Ford-Rausch! Unglaublich gut erzählt und so beeindruckende Schicksale, die man sich eigentlich so tragisch kaum vorstellen kann. Im Roman gibt es zwei Handlungsstränge, die miteinander verknüpft werden. Die eine Erzählspanne zeigt die... Schade, dieses Buch hätte ewig so weiter gehen können. Ich bin noch wie im Rausch - dem Jamie Ford-Rausch! Unglaublich gut erzählt und so beeindruckende Schicksale, die man sich eigentlich so tragisch kaum vorstellen kann. Im Roman gibt es zwei Handlungsstränge, die miteinander verknüpft werden. Die eine Erzählspanne zeigt die Erlebnisse Williams im Jahre 1934, die andere erzählt von seiner Mutter beginnend von 1921 an. Dabei wird die Lage im Amerika der 30er Jahre mit Wirtschaftskrise und vorangegangener Prohibition im Roman zwar unterschwellig, aber doch sehr eindringlich aufgezeigt. Der Autor streut häufig Zeitgeschehen ein, wie Aufstände und die herschende Rassentrennung in dieser Epoche. Das gibt dem Roman einen authentischen Bezug und es ermöglicht dem Leser, das Handeln der Personen und die Gesellschaft in dieser Zeit besser zu verstehen. Jamie Ford gelingt es ausgesprochen gut, die Personen dieses Romans lebendig werden zu lassen. Dabei sind die Charaktere mit einer solchen Tiefe beschrieben, die den Leser eindringlich in ihren Bann ziehen. Man leidet durch die unglaubliche Intensität dieser Schicksalsbeschreibungen förmlich direkt mit den Personen mit. Dabei werden eigentlich nur die ureigensten menschlichen Wünsche nach Liebe und Geborgenheit aufgezeigt. Doch die äußeren Zwänge machen diese Hoffnungen fast unerreichbar. Dieser Roman hat mich zutiefst ergriffen und wirkt noch lange nach! Hier werden ergreifende Schicksale offenbahrt, die richtig unter die Haut gehen. Gefühle, Verzicht, Liebe und Sehnsucht werden hier in sprachgewaltiger Erzählweise dem Leser eindringlich nahe gebracht. Für mich die Buchentdeckung in diesem Jahr: also unbedingt lesen!

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Herz Schmerz
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Der kleine William lebt seit Jahren in einem Waisenhaus, weil seine chinesisch stämmige Mutter tot ist. Eines Tages meint er seine geliebte Ah-Ma bei einem Kinobesuch in der berühmten Sängerin Willow Frost wiederzuerkennen. Von nun an verändert sich sein Leben, unbedingt will er das Geheimnis der Künstlerin lüften, dass... Der kleine William lebt seit Jahren in einem Waisenhaus, weil seine chinesisch stämmige Mutter tot ist. Eines Tages meint er seine geliebte Ah-Ma bei einem Kinobesuch in der berühmten Sängerin Willow Frost wiederzuerkennen. Von nun an verändert sich sein Leben, unbedingt will er das Geheimnis der Künstlerin lüften, dass so eng mit seinem eigenen Dasein verknüpft zu sein scheint. Er flieht im Seattle der dreißiger Jahre mit seiner blinden Freundin aus dem Waisenhaus und macht die Entdeckung seines Lebens. Das Buch „Die chinesische Sängerin“ von Jamie Ford will vor allem eins: berühren. Und das tut der Roman auch von Anfang an. Da hätten wir aus dem klassischen Repertoire die bösen Nonnen, die armen ausgelieferten Kinder. Was im Mittelteil von der bösen Verwandtschaft und der gebeutelten Frau abgelöst wird, einer Frau, die eigentlich für höheres geboren ist, aber das Hindernis Ihrer Herkunft zu überwinden sucht. Der Genre übliche Mix, also. Zielgruppenfutter für die Frau. Liebe, Tragik, Schicksal. Der Roman surft mit Grandezza auf der Gefühlswelle, verortet an der amerikanischen Westküste. Mir war die Gefallsucht des Buches bisweilen zu viel des Guten, obwohl ich ansonsten gar nichts gegen emotionale Achterbahnfahrten habe. Es sind diese immer gleichen Ingredienzien, die manchmal auch die beste Suppe fade erscheinen lassen. Ich komme aber nicht umhin dem Autor Respekt zu zollen. Jamie Ford versteht zweifellos sein Handwerk. Sprachlich ist das Buch gut ausgearbeitet, die Wendungen kamen immer im richtigen Augenblick, nämlich wenn mein Interesse abflachte. Die Menschen werden lebendig, wenn auch arg Klischeehaft rübergebracht, wie die Zeit in der die Handlung spielt. Im Grunde ist alles gut, leider verfängt bei mir die Geschichte nicht vollends, um ein persönlicher Liebling zu werden. Es ist alles so glatt geschmirgelt. Ich habe es lieber mit Ecken und Kanten.

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Gute Geschichte, die mich vom Stil her leider nicht fesseln konnte
von einer Kundin/einem Kunden am 21.11.2015

Das Buch ist quasi in 2 Handlungsstränge gegliedert. Einmal das Jahr 1935: Hier geht es um den 12 jährigen William Eng, der im Waisenhaus ist, und dort nahezu keine Chance hat eine Familie zu finden, die ihn adoptiert, denn er ist Chinese. In der damaligen Zeit herrschte noch Rassentrennung und... Das Buch ist quasi in 2 Handlungsstränge gegliedert. Einmal das Jahr 1935: Hier geht es um den 12 jährigen William Eng, der im Waisenhaus ist, und dort nahezu keine Chance hat eine Familie zu finden, die ihn adoptiert, denn er ist Chinese. In der damaligen Zeit herrschte noch Rassentrennung und selbst amerikanisch aussehende Kinder hatten es schwer. 1935 war keine Zeit des Überflusses, in der man mehrere Mäuler stopfen konnte. Wer einmal im Waisenhaus war, bliebt dort meist bis ins Erwachsenenalter. Auf einem Ausflug, den es einmal im Jahr für alle Jungen des Waisenhauses gibt, entdeckt William seine Mutter auf der großen Kinoleinwand. Die Schauspielerin mit dem Künstlernamen Willow Frost sieht ihr so ähnlich und William beschließt auszureißen und diese Frau zu suchen, denn die bekannte Leinwandkünstlerin ist auf Tournee und wird bald auch ganz in der Nähe einen Gastauftritt haben. Gemeinsam mit der blinden Waise Charlotte reißen sie aus. Im zweiten Teil geht es zurück ins Jahr 1921, als Williams Mutter Liu Song noch jung ist. Liu Songs Mutter, eine Schauspielerin, liegt im Sterben und es sieht so aus, als hätte Lius Stiefvater einen wesentlichen Beitrag zu ihrem Tod geleistet. Er ist ein Ekel und möchte einen männlichen Nachkommen, den er von seiner Frau nicht geschenkt bekommen hat. Jetzt muss er sich anderweitig orientieren. Es ist keine leichte Zeit für Liu Song, die jetzt ein Leben wie Aschenputtel führt und in Schande lebt. Sie versucht trotz allem so gut es geht ihr Leben zu meistern. Fazit „Die Chinesische Sängerin“ ist nicht nur ein Roman über eine Frau mit einer bewegten Vergangenheit. Es ist auch eine Beschreibung der Zeit in den Dreißigern. Oft streut der Autor Zeitgeschehen ein, wie Aufstände, Demos oder Rassentrennung. Das ist ordentlich viel Beiwerk und lenkte mich von der Geschichte ab, obwohl dies alles natürlich die Wertvorstellungen und Gepflogenheiten der Zeit wiederspiegelt und hilfreich für das Verständnis der Geschichte ist. Die 2 Handlungsstränge wechseln hin und her und tasten sich langsam an das Finale heran. Ich muss sagen, dass mich das Buch aufgrund der Randgeschehnisse nicht gefesselt hat. Ich fand es etwas langatmig. Der Wechsel zwischen den Zeiten störte mich am meisten, als ich dachte, jetzt geht die Beziehungsgeschichte Mutter/Sohn endlich los. Doch dann spielt eher die Kindheit der Mutter eine Rolle. Das fand ich erst einmal schade. Wenn ein Buch sich erst im letzten Drittel entwickelt ist mir persönlich das zu wenig Kerngeschichte, bzw. Geschichte, die ich erwartet hatte. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt und mich hat das Buch daher leider nicht komplett ins Herz getroffen.

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