Die Ehefrau

Roman

(11)
Joan Castleman hat ihrem Mann alles geopfert – sogar ihr Talent. Sie führt ein Leben in zweiter Reihe, ein Leben als Mutter und Muse. Sie ist die Frau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman. Einst war er ihr Dozent für Kreatives Schreiben und sie seine begabteste Studentin. Ihm zuliebe hat sie ihre Karriere aufgegeben. Nun, Jahre später, steht Joe vor der Krönung der seinen: Ihm soll der renommierte Helsinki-Preis verliehen werden. Für Joan ist das der Anlass, während des langen Fluges zur Preisverleihung ihre Ehe zu rekapitulieren. Sie nimmt den Leser mit an den Anfang der Beziehung ins Amerika der Fünfzigerjahre – und führt ihn in die literarischen Zirkel der Achtzigerjahre. Vor allem aber hinterfragt sie ihre Rolle als Ehefrau, in der sie Joe hassen gelernt hat – nicht nur seiner zahlreichen Seitensprünge wegen. Die eigentliche Demütigung ist ganz anderer Natur …
Mit hintergründigem Witz entwickelt Meg Wolitzer die Psychologie einer zerrütteten Ehe mit einem meisterhaften Gespür für die Abgründe, die in ganz alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen liegen.
Rezension
»Ein feministisches Meisterstück, freilich ohne Missionierungsanspruch oder Wehleidigkeit, ein scharf sezierender Text, der menschliche Schwächen mit viel Ironie ans Tageslicht zerrt.«
Irene Binal, DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

»Gewohnt souverän und lässig, mit viel Witz und viel Sinn für perfektes Timing.«
Elke Heidenreich, LITRATUR SPIEGEL

»Ein spätfeministisches Bestsellerbuch.«
Manuela Reichart, RBB KULTURRADIO

»Meg Wolitzer gelingt eine sehr spitze und witzige, aber keineswegs verbitterte Bilanz über männliche Selbstüberschätzung und feministische Versäumnisse.«
Judith Liere, STERN

»Eine glänzende, erstklassige Unterhaltungsschriftstellerin […] Sie kann amüsant und doch tiefgründig erzählen.«
Elke Heidenreich, WDR 4 BÜCHER

»Meg Wolitzer hat einen Philip-Roth-Roman geschrieben, aber – und das ist der Clou - aus weiblicher Sicht.
Wolf Ebersberger, NÜRNBERGER ZEITUNG

»mitreißende amüsant-melancholische Erzählung«
Katja Lückert, NDR KULTUR

»Herrlich bissig«
Saskia Stöcker, FREUNDIN

»Verblüffend, komisch und äußerst präzise.«
Sarah-Maria Deckert, MYSELF

»voll erfahrungsgesättigter, schonungsloser Sarkasmen«
Cristian Bos, KÖLNER STADT-ANZEIGER

»präzise und oft ironisch«
Christa Thelen, ZUHAUSE WOHNEN

»Wolitzer ist eine wahre Expertin im Freilegen von Lebenslügen und unguten Kompromissen.«
BRIGITTE

»Eine unterhaltsame Satire auf die Welt der abgehobenen literarischen Elite.«
Marion Thunemann, DPA

»Dank des oft sarkastischen Schreibstils von Bestsellerautorin Meg Wolitzer hat mich das traurige Schicksal von Joan nicht nur berührt, ich musste auch darüber lachen.«
Sonja Baulig, LAVINA

»Eine unterhaltsame Satire auf die Welt der abgehobenen literarischen Elite.«
TIROLER TAGESZEITUNG ONLINE

»Unterhaltsam, ironisch, erhellend.«
Silvia Feist, EMOTION

»Auf bissige Weise entlarvend und zugleich sagenhaft komisch.«
Julia Kospach, FALTER

»Bitterböses Ehe-Porträt.«
Martina Koch, GLAMOUR

»Ein witziges Ehedrama und eine brillante Satire auf die New Yorker Literaturszene.«
Harald Ries, WESTFALENPOST

»Gute Mischung aus Ernst und Komik.«
Janine Dauer, MYSELF

»Geistreich und witzig, manchmal aber auch mit einer gehörigen Portion Sarkasmus.«
Maria Bremer, AACHENER ZEITUNG
Portrait
Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen der SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) sowie ›Die Stellung‹ (2015) und zuletzt ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde.
Meg Wolitzer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in New York City.
Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als freier Lektor und Übersetzer in München. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen T. C. Boyle, Keith Gessen, Chad Harbach, Michel Houellebecq und Hanya Yanagihara.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 270
Erscheinungsdatum 21.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9816-9
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,6/2,5 cm
Gewicht 409 g
Originaltitel The Wife
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Stephan Kleiner
Buch (gebundene Ausgabe)
23,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Diese Autorin gilt es zu entdecken, denn sie schreibt sehr tiefgründig und vielsagend.
Der Roman " Die Ehefrau" ist voller Überraschungen, daher darf man besser nicht zu viel über den Inhalt verraten. Eher sollte man es dabei belassen, die passenden Adjektive aufzuzählen, die diesen Roman auszeichnen.
Dazu gehören: gehaltvoll, beglückend, zauberhaft, feministische, unverblümt, fesselnd, umwerfend komisch, hintergründig, sehr ironisch, bissig und noch vieles, vieles mehr!
Diese Autorin gilt es zu entdecken, denn sie schreibt sehr tiefgründig und vielsagend.
Der Roman " Die Ehefrau" ist voller Überraschungen, daher darf man besser nicht zu viel über den Inhalt verraten. Eher sollte man es dabei belassen, die passenden Adjektive aufzuzählen, die diesen Roman auszeichnen.
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Eine facettenreiche Geschichte über das Ende einer Ehe. Aufmerksam und ironisch wird der eheliche Alltag zwischen Joan und Joe erzählt. Spannend und raffiniert bis zum Ende. Eine facettenreiche Geschichte über das Ende einer Ehe. Aufmerksam und ironisch wird der eheliche Alltag zwischen Joan und Joe erzählt. Spannend und raffiniert bis zum Ende.

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Erneut hat Meg Wolitzer ihr Können unter Beweis gestellt. Sie erzählt die Geschichte einer Schriftstellergattin. Melancholisch und humorvoll. Erneut hat Meg Wolitzer ihr Können unter Beweis gestellt. Sie erzählt die Geschichte einer Schriftstellergattin. Melancholisch und humorvoll.

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Selten sind Melancholie und Witz so wunderbar miteinander verwoben worden: Präzise beobachtet und liebevoll beschrieben. Ein echter Geheimtipp. Selten sind Melancholie und Witz so wunderbar miteinander verwoben worden: Präzise beobachtet und liebevoll beschrieben. Ein echter Geheimtipp.

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Wolitzer lotet die Untiefen der familiären Verstrickungen aus, beschreibt treffend in feinen Sätzen, wie eine Beziehung aushöhlt, legt nach und nach die Abgründe frei. Erstklassig! Wolitzer lotet die Untiefen der familiären Verstrickungen aus, beschreibt treffend in feinen Sätzen, wie eine Beziehung aushöhlt, legt nach und nach die Abgründe frei. Erstklassig!

„Ehefrauen-Frust“

Susanna Wanke, Thalia-Buchhandlung Erlangen (Arcaden)

Nach jahrelanger Ehe mit einem weltberühmten Autor fällt Joan einen folgenschweren Entschluss - sie will sich von ihrem Mann trennen. Bevor es Joan ihrem Mann sagen will, erfährt der Leser die Geschichte dieser Ehe und die Gründe für Joans Frust.
Gekonnt erzählt, spannend und einfühlsam und ein Schluss, den ich nicht unbedingt erwartet hätte.
Nicht nur für Ehefrauen - sehr gut!
Nach jahrelanger Ehe mit einem weltberühmten Autor fällt Joan einen folgenschweren Entschluss - sie will sich von ihrem Mann trennen. Bevor es Joan ihrem Mann sagen will, erfährt der Leser die Geschichte dieser Ehe und die Gründe für Joans Frust.
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"Ich hatte schon immer Angst davor, klein und gewöhnlich zu sein."
von Dr. M. am 06.07.2018

Joan Castleman, Ehefrau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman, konnte sich schon als kleines Mädchen nicht mit der Vorstellung abfinden, im späteren Leben klein und gewöhnlich zu bleiben. Doch manchmal tritt genau das ein, wovor man sich am meisten fürchtet. Joe erreicht gerade den Zenit seiner Berühmtheit, während Joan nur... Joan Castleman, Ehefrau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman, konnte sich schon als kleines Mädchen nicht mit der Vorstellung abfinden, im späteren Leben klein und gewöhnlich zu bleiben. Doch manchmal tritt genau das ein, wovor man sich am meisten fürchtet. Joe erreicht gerade den Zenit seiner Berühmtheit, während Joan nur seine Frau geblieben ist. Im Flieger nach Helsinki, wo ihr Mann mit einem bedeutenden Preis geehrt werden soll, beschließt sie ihre Ehe zu beenden. Ausgerechnet jetzt und mehr als vierzig Jahre zu spät. Ihre Beziehung beginnt in den 1950er Jahren. Joe arbeitet als Lektor an einem College, ist verheiratet und gerade Vater geworden. Joan besucht seine Seminare und liest die frühen Ausflüsse seines beschränkten Schreibtalents. Weil Joe unter Liebesentzug leidet, beginnt bald eine Beziehung zwischen den beiden, die mit seiner Entlassung und Joans Flucht vom College endet. Dem Leser entfaltet Joan die Geschichte dieser Beziehung. Was steht nicht alles auf dem Cover dieses Buches: irrsinnig witzig und tief berührend, bitterböse und zugleich extrem komisch und mit einem Gespür für die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen. Von großer Leichtfüßigkeit und satirischem Können ist die Rede. Es mag sein, dass manche Menschen dieses Buch tatsächlich so empfinden oder empfinden wollen. Vielleicht hat ja jeder seine Wahrheit. Mir fiel jedenfalls beim Lesen bald auf, dass irgendetwas in dieser Geschichte nicht stimmt. Abgesehen davon empfand ich sie weder als irrsinnig witzig, noch als tief berührend. Berührt hätte sie, wenn einem von Anbeginn an reiner Wein eingeschenkt worden wäre. Doch stattdessen erzählt Joan ihre Geschichte ohne dass man wirklich begreifen kann, was denn nun eigentlich zwischen ihr und Joe nicht stimmt. Man erfährt, dass Joan selbst gut schreiben konnte, dies aber für ihren Mann und spätere Kinder aufgegeben hätte. Mehr offenbart Joan zunächst nicht. Und überhaupt: Bei allem, was sie über die vielen Jahre schreibt, bleibt ein merkwürdiges Gefühl des Unbeteiligtseins. Es scheint immer so, als wäre sie nur Beobachterin und Protokollantin. Über die Ansichten ihrer Tochter zur Ehe schreibt Joan: "Sie wusste nichts von jener Subkultur der Frauen, die einfach dablieben, Frauen, die ihre Loyalität nicht logisch erklären konnten, die sich festklammerten, weil es das Verhalten war, das ihnen am vertrautesten war, mit dem sie sich am wohlsten fühlten. Sie begriff den Luxus des Bekannten nicht: dasselbe Stück Rücken, das unter der Bettdecke hervorragte, das Haarbüschel, das aus dem Ohr wuchs. Der Ehemann. Eine Figur, zu der es einen nie hinzog, die einen emotional kaum berührte, neben der man einfach herlebte, ..." Doch Joan hatte Joe einmal geliebt. Nun ist es offenbar nicht mehr so, und das Stück Film dazwischen wird falsch erzählt. Quälend falsch, wenn man es denn merkt. So falsch, dass ich mich mehrmals gefragt habe, worum es hier eigentlich geht. Das eigentliche Drama enthüllt sich erst auf den letzten paar Seiten. Dann erst bekommen die diffusen Schuldzuweisungen und die nebulösen Andeutungen einen Sinn. Ohne Zweifel fasziniert die präzise Sprache, mit der Meg Wolitzer ihre Geschichte erzählt. Leider aber steht sie in einem erheblichen Kontrast zu ihrer Verschleierungstaktik, die dem Leser die Sicht auf das tatsächliche Geschehen fortwährend versperrt. Wenn man jedoch erst am Ende überrascht wird und erst dann merkt, dass mit dieser bisher erzählten Geschichte etwas nicht gestimmt hat, dass die Wunde konkret ist und nicht in einer irgendwie gearteten und mehr oder weniger gewöhnlichen Abnutzung in einer Ehe besteht, dann kann man vielleicht auch in die Begeisterungsstürme verfallen, die man auf dem Cover dargeboten bekommt. Es verwundert auch nicht, dass manche Leser dieses Buch als feministisch empfinden. Aber auch das ist ein recht subjektiver Blickwinkel. Denn um wirklich feministisch zu sein, hätte die Geschichte vielmehr auf den Zeitgeist und auf konkrete Phänomene eingehen müssen. Doch dies spielt alles keine wirkliche Rolle. Und schließlich erklärt Wolitzer die Geschichte auch selbst nicht so. Sie verharrt immer im Subjektiven, im logisch nicht erklärbaren Verhalten von Joan. Was bleibt? Ein sehr gut geschriebenes Buch mit einer über weite Strecken nicht vollständig erzählten Geschichte, deren eigentliche Konstruktion sich erst am Ende enthüllt.

von Nadine Thomas aus Kassel, DEZ am 19.07.2017
Bewertet: anderes Format

Eine Ehe, wie es wohl zahllose gibt: sie opfert alles der Karriere ihres Mannes unter und zieht nun, im Alter, Bilanz. Meine erste Wolitzer...lohnenswert.

Toller Roman!
von MissRichardParker am 01.03.2017

Klingt erst mal banal und etwas langweilig. Ist es aber bei weitem nicht. Ich hatte zwar ein paar Startschwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, dann aber, konnte ich kaum noch zu lesen aufhören. Meg Wolitzer schreibt witzig, klug und packend und ich konnte die Ehe praktisch vor mir sehen,... Klingt erst mal banal und etwas langweilig. Ist es aber bei weitem nicht. Ich hatte zwar ein paar Startschwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, dann aber, konnte ich kaum noch zu lesen aufhören. Meg Wolitzer schreibt witzig, klug und packend und ich konnte die Ehe praktisch vor mir sehen, habe mitgelitten und mitgefiebert. Ein ganz toll geschriebenes und erzähltes Buch welches ich nur empfehlen kann!