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Die Elenden von Lódz

Roman. Ausgezeichnet mit dem schwedischen "AugustoPriset" 2009

(5)
»Die Elenden von Lódz« ist ein einzig artiger Roman mit vielen Stimmen. Er
porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher
Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal.
»Wie ein
Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein
Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer
Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt.«
Ilija
Trojanow
Steve Sem-Sandberg wurde für die »Die Elenden von Lódz« mit dem
schwedischen »August-Priset« ausgezeichnet , der dem Deutschen Buchpreis
entspricht.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 19.12.11
Die Elenden von Lódz ist ein schockierendes und mahnendes dokumentarisch fiktionales Werk über den Krieg, den Holocaust und seine Folgen. Steve Sam-Sandberg ist mit diesem Roman ein Klassiker der Zweiten-Weltkrieg-Literatur gelungen.
Portrait
Steve Sem-Sandberg, geboren 1958, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für »Die Elenden von Lódz« hat er den schwedischen »August-PriSet« verliehen bekommen. Er lebt in Stockholm und Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 651
Erscheinungsdatum September 2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-93897-5
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 220/151/44 mm
Gewicht 872
Originaltitel I fattiga i Lódz
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
27,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Julia Hohlfeld, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Chaim Rumkowiski, Judenältester des polnischen Ghettos Lodz ist die zentrale Figur dieses Romans. War er Erfüllungsgehilfe der Nazis, indem er Alte, Kranke und Kinder bewusst in den Tod geschickt hat. Oder Retter, weil er damit versuchte den Rest der Ghettobewohner vor diesem Schicksal zu bewahren. Ausgehend von der Ghettochronik der Chaim Rumkowiski, Judenältester des polnischen Ghettos Lodz ist die zentrale Figur dieses Romans. War er Erfüllungsgehilfe der Nazis, indem er Alte, Kranke und Kinder bewusst in den Tod geschickt hat. Oder Retter, weil er damit versuchte den Rest der Ghettobewohner vor diesem Schicksal zu bewahren. Ausgehend von der Ghettochronik der Bewohner, die diese zwischen 1941 und ihrer Deportation nach Auschwitz 1944 verfassten, versucht der Autor diese Zwiespältigkeit Rumkowskis zu beleuchten. Klar und nüchtern zeigt er das Grauen und Elend im Ghetto auf und gibt in seinem dokumentarische Roman zahlreichen Ghettobewohner ein Gesicht und somit ein Schicksal.
Dieses Buch ist ein grandioses Mahnmal für die Menschlichkeit.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Ein dunkles Kapitel erschreckend dokumentiert
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 30.09.2011

Steve Sem-Sandbergs gewaltiger Roman erzählt von den Jahren 1940-1945. Man hat die Bilder von Stacheldrähten vor Augen, den Blick der Getto-Bewohner, die sadistischen Foltermethoden von Gestapo und SS. Aber Sem-Sandberg interessiert an der Geschichte des Gettos von ?ód? noch etwas Anderes: wie das Leben, an dessen systematischer Liquidierung die Nazis arbeiteten,... Steve Sem-Sandbergs gewaltiger Roman erzählt von den Jahren 1940-1945. Man hat die Bilder von Stacheldrähten vor Augen, den Blick der Getto-Bewohner, die sadistischen Foltermethoden von Gestapo und SS. Aber Sem-Sandberg interessiert an der Geschichte des Gettos von ?ód? noch etwas Anderes: wie das Leben, an dessen systematischer Liquidierung die Nazis arbeiteten, aussah und wer sich - als Jude - an dessen Auslöschung mitschuldig machte, bevor er 1944 selbst in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Mordechai Chaim Rumkowski war der Judenälteste des Gettos von ?ód?, der die Nazis bei der Durchführung ihrer Verbrechen alles andere als behinderte. Im Gegenteil: Man nannte ihn früh "Pan ?mier?, Herr Tod", und seine Kritiker sagten von ihm, "er würde, wenn es dazu käme, selbst mit dem Teufel zusammenarbeiten". In der Tat paktierte er mit seinen späteren Henkern. Rumkowski war Fabrikant und Waisenhaus-Direktor, nach Aussage anderer Juden "ein Monstrum" und "Fanatiker", "unfassbar dünkelhaft und dumm", der als Oberster in der Getto-Hierarchie Heinrich Himmler sagte: "Ich bin reich, Herr Reichsführer, weil ich ein ganzes Volk zu meiner Verfügung habe." Seine Kollaboration sah so aus: Brachen Hungerkrawalle oder Streiks im Getto aus, strafte der Präses Rumkowski die "verweichlichten Parasiten und Arbeitsverweigerer" sofort ab, indem er sie vor die Alternative "Fäkaliendienst" oder Deportation stellte. Er half mit bei der "Aussiedlung", indem er zuerst die Alten und Kranken, danach die Kinder den Deutschen ans Messer lieferte. Die im Getto-Gefängnis Inhaftierten waren ihm nichts weiter als "ein Depot brauchbaren Menschenmaterials". Der "Allerhöchste des Gettos" war ein tüchtiger Mitverwalter im Vernichtungsapparat. Sein Credo: "Arbeit ist der Fels Zions!" Retten könnten sich die Juden nur, glaubte er, wenn die Nähmaschinen in den Schneiderwerkstätten des Gettos, die Wehrmachtsuniformen ebenso fertigten wie "Damenunterwäsche für Neckermanns Modefirmen in Berlin", nicht stillstünden. So folgte er der Logik seiner Feinde. Ein fataler Irrtum - auch als "Arbeiterstadt" hatten die Juden von ?ód?, deren Getto bald ein Durchgangslager wurde für Juden aus Prag, Berlin, Wien und anderen Orten auf dem Weg ins KZ, keine Überlebenschance. Den die Realität ignorierenden Rumkowski stellt Steve Sem-Sandberg in den Mittelpunkt seines Buches: "Und der große Chaim ging in seiner Lüge umher wie ein Kaiser in seinem Palast." Die große Leistung dieses außergewöhnlichen Dokumentarromans besteht darin, uns die Welt des Gettos unter Zuhilfenahme aller verfügbaren Fakten nahezu unerträglich plastisch vor Augen zu führen. Es geht ihm dabei bei weitem nicht nur um "den Alten", sondern um viele Einzelschicksale. So wird "Die Elenden von ?ód?" zu einer einzigartigen Dokumentation der Inhumanität.

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Sehr bewegend!
von Christina Buß aus Dorsten am 03.09.2011

Die Bewohner des jüdischen Ghettos in Lodz und ihr Schicksal scheinen sich durch ihren Präses in Sicherheit wiegen zu können- doch nicht das Wohl seiner Leute ist ihm ein Anliegen, sondern vielmehr instrumentalisiert er sie für seine eigenen narzisstischen Machtansprüche. Dabei scheint er sich tatsächlich gottähnlich zu wähnen und... Die Bewohner des jüdischen Ghettos in Lodz und ihr Schicksal scheinen sich durch ihren Präses in Sicherheit wiegen zu können- doch nicht das Wohl seiner Leute ist ihm ein Anliegen, sondern vielmehr instrumentalisiert er sie für seine eigenen narzisstischen Machtansprüche. Dabei scheint er sich tatsächlich gottähnlich zu wähnen und den deutschen Besatzern ein ebenbürtiges Gleichgewicht entgegenseten zu wollen! Er, Chaim Rmkowski, piesakt seine Leute zu Massenproduzenten, um dann mit den Deutschen um einen Ausbau des Ghettos- seines Ghettos- zu pokern, aber, wer sich mit dem Teufel einlässt.....- oder ist er gar selbst einer? Vieles ist über das Leid der Juden schon geschrieben worden, aber dies beleuchtet ihr Elend nochmal auf eine andere Weise- wenn der Pakt mit dem Teufel nämlich von einem aus ihren Reihen geschlossen wurde, von einem, dem jegliches Realitätsgefühl und Moral abhanden gekommen ist. Einem, der sein devotes Autoritätsdenken mit dem Leben seiner Leute bezahlt.....Und diesen Leuten wird jetzt eine Stimme verliehen, sie können sich endlich Gehör verschaffen!

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Kampf
von Lisa Lauermann aus Baden am 24.02.2012

Dieser dokumentarischer Roman bietet einen nüchternen Einblick in das Gettoleben von Lódz. Viele setzen ihre ganze Hoffnung in den Judenältesten, Chaim Rumkowiski. Den ganzen Roman über fragt man sich, ob er wirklich nur das Beste für sein Volk möchte oder im Endeffekt rein aus eigennützigen Motiven handelt. Menschen werden... Dieser dokumentarischer Roman bietet einen nüchternen Einblick in das Gettoleben von Lódz. Viele setzen ihre ganze Hoffnung in den Judenältesten, Chaim Rumkowiski. Den ganzen Roman über fragt man sich, ob er wirklich nur das Beste für sein Volk möchte oder im Endeffekt rein aus eigennützigen Motiven handelt. Menschen werden auf seine Anweisungen hin deportiert, Essensrationen gekürzt und die Arbeitszeiten verlängert. Das Leben erweist sich als einziger Kampf - anscheinend gegen einen aus den eigenen Reihen. Ein trockener Schreibstil verschafft einer einen anderen Blick auf die Geschichte und das Leiden der Juden im 2. Weltkrieg.

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