Die Frau im Eismantel

Erzählung

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An einem Wintertag malt Natalie, eine Mittdreißigerin, Kirschblüten an einem knorrigen Baum. Sie zweifelt jedoch, ob ihre Malerei sinnvoll ist, obendrein demütigt sie ihr Mann Walther. „Die Ehe ist wie eine Festung“, hatte Natalies verstorbene Mutter gesagt. „Die, die draußen sind, wollen rein. Und die, die drinnen sind, wollen raus.“ Für den Fall, dass Natalie ihr Leben einmal nicht mehr aushalten kann, hatte die Mutter ihr ein braunes Päckchen gegeben. Und dann ist da noch dieser unnahbare Fremde im Rostocker Lindenpark.
Portrait
Christiane Schünemann arbeitete unter anderem als Regieassistentin am Volkstheater Rostock. Seitdem schreibt sie. Das Unbewusste interessiert sie, vor allem, wie es künstlerische Prozesse beeinflusst.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 06.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7418-5495-8
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 19/12,5/0,8 cm
Gewicht 178 g
Auflage 12
Buch (Taschenbuch)
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Rezension zur Christiane Schünemanns „Die Frau im Eismantel“
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 09.12.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

Rezension zur Christiane Schünemanns „Die Frau im Eismantel“ Ein stiller Advent, leises Flockenfallen, dann steht sie vor dir, „die Frau im Eismantel“. Entdeckst du sie? Ich wartete. Ich wartete auf ein Buch, das mich berühren würde, weit ab vom Mainstream. Und da war es: unerwartet nah mit Bildern, die ich aus... Rezension zur Christiane Schünemanns „Die Frau im Eismantel“ Ein stiller Advent, leises Flockenfallen, dann steht sie vor dir, „die Frau im Eismantel“. Entdeckst du sie? Ich wartete. Ich wartete auf ein Buch, das mich berühren würde, weit ab vom Mainstream. Und da war es: unerwartet nah mit Bildern, die ich aus großer Ferne zu betrachten vermochte. Eine Frau, die wohl selbst nicht ahnte, daß sie ihre Bilder brauchte wie die Luft zum Atmen, bricht noch einmal auf, nachdem das Leben doch schon fast gelebt zu sein scheint und nur noch auf seinen Ausklang wartet. Sie weiß nicht, daß sie aufbricht, geht, läßt es einfach geschehen. Auch ihr Partner tut dies auf seine Weise. Sie streiten nicht. Sie gehen einfach ihren Weg. Und dann bewegt sich vieles wie eine Unruhe, die einmal ihre maximale Auslenkung versucht. Gefügte Beziehung, gewohnte, vertraute – die eine mit dramatischem Ende, weil der Mann im Lindenpark seine gliebte Frau verlor, die andere, weil sie die Liebe verlor, aber noch nicht ihren Mann. Die Abschiede bleiben die jeweils eigenen der Akteure: sie reflektiert und bricht auf, legt den Eismantel ab. Ihr Mann bekommt eine neue Regentin, läßt das Leben geschehen, wie es immer geschah. Warum darauf schauen? Für ihn kommt das Glück von außen und währt, solange das Außen ihm gibt. Er hält fest, läßt erneuern. Sie erkennt und erblüht. Und sie tut es nicht allein, sondern neben ihr auch der Mann im Lindenpark, der selbst noch trauert. Es ist nicht gewiß, daß sie miteinander gehen. Wie sollte es auch, wenn das jeweils eigene Leben keinen Rahmen mehr hat? Keiner von ihnen weiß, ob er je nochmal einen solchen für sich finden, ihn gar teilen wird. Es ist eine Erzählung, die ihn sich eine Reihe kleiner solcher vereint. Wie ein Mosaik vermag sich gläsern – farbig ein Fensterbild zu fügen. Die Bilder fallen wie Schneeflocken, weich, ohne viel Wind und Wirbel. Ein wenig scheint es, als schaue man zu. Die Geschichte eines Betrachters, der die verwobenen Netze zwischen nahen Menschen sucht und findet wie ein Detektiv auf Spurensuche. Die Kühle wir spürbar, der es bedarf, will man entdecken. Die Akteure und die sie beschreibenden Texte wirken dabei wie aus einer Hand. Und der Suche ist kein Ende. Hier setzt dann zwischen den entstandenen Bildern die eigene Phantasie ein und geht auf eine spannende Reise. Eine Geschichte der Sinnsuche, wie sie so viele Menschen umtreibt, die die Welt und das Leben immer wieder einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten vermögen oder die sich neben die stellen, die aus dem tiefsten Innern ihrer Emotionen heraus leben und agieren, ohne dem jemals entfliehen zu können. Ich laß das Buch. Und ich habe es inzwischen schon ein zweites Mal gelesen. Für mich ist es eins von denen, die ich in die Hand nehmen muß. Und ich werde es sicher nicht zum letzen Mal getan haben. Es ist wie einer der Texte im Advent, die einen wieder und wieder begleiten. Danke dafür!

Loslassen lernen
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 06.12.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

"Die Frau im Eismantel" besteht aus 30 kurzen Kapiteln mit aussagekräftigen Überschriften, die die Geschichte vom Ende einer Ehe oder eigentlich von zweien erzählt. Der unnahbare Fremde trauert um seine Frau - intensiv und ehrlich. Dennoch berührt Natalie etwas in ihm. Diese Liebesgeschichte wird behutsam und glaubwürdig erzählt. Diese... "Die Frau im Eismantel" besteht aus 30 kurzen Kapiteln mit aussagekräftigen Überschriften, die die Geschichte vom Ende einer Ehe oder eigentlich von zweien erzählt. Der unnahbare Fremde trauert um seine Frau - intensiv und ehrlich. Dennoch berührt Natalie etwas in ihm. Diese Liebesgeschichte wird behutsam und glaubwürdig erzählt. Diese Erzählung ist jedoch nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte vom Loslassen, vom Sich-Selber-Finden. Sie bietet so Stoff zum Nachdenken über das eigene Leben. Christiane Schünemann schreibt flüssig und gut lesbar und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Das Cover zeigt eine Mischpalette für Künstler und Pinsel vor einer dunkelblau bemalten Leinwand. Autorenname und Titel heben sich in weißer Schrift ab. Das Cover hat mich neugierig auf die Erzählung gemacht. Fazit: eine sehr lesenswerte Erzählung.