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Die Glücklichen

Roman

(23)
Ein großes Generationsporträt unserer Zeit
Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.
Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.
Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman »Die Glücklichen« das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.
Portrait
Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641156367
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Verkaufsrang 3.406
eBook
8,99
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Isabell hat als Cellistin eigentlich ein sicheres Engagement, und Georg ist Journalist bei einer renommierten Zeitung, aber in unserer schnelllebigen Zeit sind die jungen Eltern plötzlich auf der sozialen Abstiegsleiter.
Kristine Bilkau schafft durch ihre klare, präzise beschreibende Sprache eine sehr greifbare Atmosphäre und einen realistischen Einblick in das Leben dieser Familie; so könnte es sich anfühlen, wenn man nicht mehr mithalten kann und umdenken muss. Ein feinsinnig beobachtetes Bild unserer Gesellschaft, deren Ansprüche immer größer werden. Ehrlich, nachhaltig und sehr lesenswert, nicht nur für die Generation 30+ ...

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Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Isabell ist Musikerin, Georg arbeitet als Zeitungsredakteur. Als ihr Sohn Matti zur Welt kommt, scheint ihr Glück vollkommen. Doch hinter ihrer gutbürgerlichen Fassade beginnt es zu bröckeln. Innerhalb kurzer Zeit verlieren beide ihren Arbeitsplatz. Das hat gravierende Folgen für ihren Tagesablauf, Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Isabell ist Musikerin, Georg arbeitet als Zeitungsredakteur. Als ihr Sohn Matti zur Welt kommt, scheint ihr Glück vollkommen. Doch hinter ihrer gutbürgerlichen Fassade beginnt es zu bröckeln. Innerhalb kurzer Zeit verlieren beide ihren Arbeitsplatz. Das hat gravierende Folgen für ihren Tagesablauf, ihren Lebensstil, ihr Selbstverständnis und ihre Partnerschaft. Alles kommt auf den Prüfstand. Irgendwie entfernen sich Isabell und Georg immer weiter voneinander. Ihre Liebe scheint keine Perspektive mehr zu haben. Und dann nach einer langen Durststrecke gibt es doch den ersehnten Durchbruch. Gemeinsam entdecken sie, was wirklich wichtig in ihrem Leben ist und worauf sie eigentlich verzichten können.
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„Die Glücklichen“

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Kristine Bilkau erzählt in einer klaren Sprache über ein gewohnt abgesichertes Leben eines jungen Paares und deren Veränderung. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Debütroman über ein Ehepaar in der Krise.
Isabell ist Cellistin in einem Orchester und vor kurzem Mutter geworden. Sie fühlt sich wohl zu Hause mit ihrem kleinen Sohn. Doch

Kristine Bilkau erzählt in einer klaren Sprache über ein gewohnt abgesichertes Leben eines jungen Paares und deren Veränderung. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Debütroman über ein Ehepaar in der Krise.
Isabell ist Cellistin in einem Orchester und vor kurzem Mutter geworden. Sie fühlt sich wohl zu Hause mit ihrem kleinen Sohn. Doch als sie ihre Arbeit wieder aufnimmt, bemerkt sie, wie ihre Hände zittern. Für eine Cellistin ist das ein Drama. Außerdem soll das Cello vom Orchester digitalisiert werden. Georg, 40 Jahre, Journalist – wird auf seiner Arbeit wegrationalisiert. Das Paar führte bis dahin ein abgesichertes Leben, das plötzlich zu scheitern gerät. Die schöne Altbauwohnung kann vielleicht nicht mehr bezahlt werden. Der sorglose Einkauf im Bioladen, die Cafés, der Park, die Läden – wirkt für sie nicht mehr zugänglich. Erst mal gibt es keine sichtbaren Einschränkungen. Aber die Ängste und Sorgen spielen sich in ihren Köpfen ab. Es ist die Angst der Mittelschicht vor dem Absturz.
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Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
17
6
0
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0

Wenn das Leben plötzlich unsicher wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 19.03.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Soeben habe ich diesen Roman von Kristine Bilkau gelesen und bin absolut begeistert von diesem sehr gelungenen Debüt. Es geht um ein junges Paar aus Hamburg. Beide haben gute Jobs und einen zweijährigen Sohn. Das Glück scheint perfekt doch dann wird die Zeitung, bei der Georg arbeitet verkauft und... Soeben habe ich diesen Roman von Kristine Bilkau gelesen und bin absolut begeistert von diesem sehr gelungenen Debüt. Es geht um ein junges Paar aus Hamburg. Beide haben gute Jobs und einen zweijährigen Sohn. Das Glück scheint perfekt doch dann wird die Zeitung, bei der Georg arbeitet verkauft und Isabella kann aufgrund Auftrittsangst nicht mehr als Cellistin arbeiten. Nun stehen beide ohne Job da und alles bisher gewohnte gerät aus dem Takt. Wie die beiden erst versuchen, sich die Situation schönzureden aber zunehmend die Verzweiflung über den langsamen sozialen Abstieg Oberhand gewinnt und die Beziehung der beiden zu zerstören droht, das schreibt die Autorin mit viel Wärme und großer sprachlicher Eleganz. Ein starker Text der dem Leser zeigt, wie sehr die unsichere Lebenssituation in den Zeiten von prekären Arbeitsverhältnissen den Menschen zusetzen kann. Die gut gemeinten Ratschläge von gut verdienenden Leuten in Bezug auf den Umgang mit wenig Geld empfinden Georg und Isabell als Hohn. Es ist eben verletzend, wenn selbst der spontane Kaffee im Bistro zum Luxus wird. Aber der Schluss ist doch sehr positiv. Es gibt keine beruhigende Lösung mit tollen neuen Jobs sondern pragmatische Lösungsansätze die der jungen Familie eine Chance gibt.

Ein leiser Erstlingsroman, der in die Tiefe geht
von Isabel Koob aus Mannheim, Planken am 23.04.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

In diesem Roman geht es um eine kleine Familie in Hamburg, Isabell, Georg und deren Sohn Matti, die einem langsam sich entwickelnden sozialen Abstieg entgegengehen. Die Gefühle der Personen, die Kristine Bilkau kreiert hat, treffen das Lebensgefühl eines Teils unserer heutigen Generation. Sie schreibt dieser Generation aus dem Herzen... In diesem Roman geht es um eine kleine Familie in Hamburg, Isabell, Georg und deren Sohn Matti, die einem langsam sich entwickelnden sozialen Abstieg entgegengehen. Die Gefühle der Personen, die Kristine Bilkau kreiert hat, treffen das Lebensgefühl eines Teils unserer heutigen Generation. Sie schreibt dieser Generation aus dem Herzen und bringt das Lebensgefühl auf den Punkt. Deshalb ist dieses Buch ein sehr glaubwürdiges Portrait eines Teils unserer heutigen Generation. Das ist auch der Grund, was dieses Buch so interessant macht.

Mit einer wunderschönen Sprache mitten aus dem Leben
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Zum Inhalt Kristine Bilkau hat einen Roman geschaffen, in dem ich mich das eine oder andere Mal wieder gefunden habe. Auch ich spaziere mit meinem Mann abends und schaue für mein Leben gerne in die Fenster von anderen Leuten. Wenn ich dann auch noch Regalwände sehe, vollgepackt mit Bücher, dann... Zum Inhalt Kristine Bilkau hat einen Roman geschaffen, in dem ich mich das eine oder andere Mal wieder gefunden habe. Auch ich spaziere mit meinem Mann abends und schaue für mein Leben gerne in die Fenster von anderen Leuten. Wenn ich dann auch noch Regalwände sehe, vollgepackt mit Bücher, dann sind mir diese Menschen, obwohl ich sie nicht kenne, sympathisch. Isabell und Georg führen ein Leben, wie es in unserer Zeit nicht ungewöhnlich ist. Existenzangst ist für viele Menschen kein Fremdwort; zumal sie oft nicht unbegründet ist. Zitternde Hände machen der Cellistin Isabell das Leben schwer. Sie traut sich mit niemanden darüber reden. Frisst ihre Ängste in sich hinein, was das Ganze noch schlimmer macht. Denkt, ihr Problem rührt von einem schmerzenden Arm. Denkt ihre Schulter ist schuld. Nur ja nicht das Kind beim Namen nennen! Nachdem Georg seinen Job verloren hat, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Georg versucht mit der Situation positiv umzugehen. Bringt seinen Sohn Matti in den Kindergarten, während Isabell zur Rhea geht. Während Georg sich gut vorstellen kann, mit weniger Geld auf dem Land ein neues Leben zu beginnen, klammert Isabell an alten Gewohnheiten. Sie will nicht akzeptieren, dass ihnen nicht mehr so viel Geld zur Verfügung steht. Differenzen sind vorprogrammiert. Meine Meinung Isabell fand ich oftmals ziemlich zickig und verwöhnt. Ich hatte das Gefühl, sie schob Georg gerne den schwarzen Peter zu. Das Thema Geld schob sie auf die Seite und gab mehr aus, als der momentanen Situation zuträglich war. Sie hatten einfach zu wenig miteinander geredet. Ihre Gefühle für sich behalten. Man kann ja verstehen, dass Jobverlust ein Drama ist. Beide konnten sich jedoch nicht damit abfinden, eventuell einen anderen Job anzunehmen. Vor allem Georg wollte nicht unter Wert arbeiten. In der heutigen Zeit nicht unbedingt die richtige Einstellung. Gut fand ich, dass Georg sehr bemüht war, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen; eventuell einen gänzlich neuen Anfang zu wagen. Georg fiel auch der Verlust von Luxusartikel nicht so schwer. Ihrem Sohn ließen sie sehr viel Liebe und Zuwendung zukommen. Die Ängste von Isabell und Georg waren für mich nachvollziehbar. Vor einem sozialen Abstieg haben Millionen Menschen Angst. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, und bringt die Problematik unserer Zeit nüchtern auf den Punkt. Bei einer Situation konnte ich zu 100% mitfühlen! ACHTUNG!!!!SPOILER!!!! Georg musste die Wohnung seiner Mutter ausräumen. Er brachte es nicht übers Herz, Möbel usw. in einen Container zu schmeißen. Diese Situation ist mir nicht unbekannt und hat mich beim Lesen voll gepackt. Auch Georg wollte lieber sehen, wenn die Besitztümer seiner Mutter auf andere Menschen übergingen. SPOILER ENDE!!! Fazit Das Buch "Die Glücklichen" ist mitten aus dem Leben gegriffen. Isabells und Georgs Fühlen und Denken spielt sich in Millionen von Köpfen ab. Jeder Mensch kann sich in diesem Buch wiederfinden. Dazu muss man nicht arbeitslos sein. Die Autorin greift mehrere Alltagsprobleme auf. Vom lästigen Verwandschaftsbesuch bis zur Renovierung des Hauses ist so ziemlich alles dabei. In dieser Geschichte werden eigene Emotionen wachgerüttelt. Ob mir das Ende gefallen hat? JA! Meine Gedanken als ich das Buch beendet hatte: >> Glück ist, wenn ich es trotz Krisen immer noch verspüre." Der Schreibstil der Autorin hat Erkennungswert. Ich gratuliere Kristine Bilkau zu ihrem Debüt. Danke für die tollen Lesestunden. 5 Sterne


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