Die Hessin auf dem Zarenthron

Maria, Kaiserin von Russland

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Mit Marie von Hessen und bei Rhein (1824–1880), Zeitgenossin Queen Victorias und Napoleons III., Schliemanns und Bismarcks, Tolstojs und Dostojewskjs, heiratet 1841 eine schüchterne und verschlossene Prinzessin an den russischen Hof. Aufgewachsen in Darmstadt, zieht sie keinen Geringeren als den späteren Kaiser Alexander II. in den »Bann ihres jugendlichen Zaubers«. Ihre Ehe wird 40 Jahre halten, doch was mit einer Liebesheirat beginnt, sollte in Gleichgültigkeit und Entfremdung enden. Alexander II. übernimmt das Reich in einer schweren Krisenzeit. Maria steht ihm als Beraterin zur Seite. Doch die Niederlage im Krimkrieg und daraufhin eingeleiteten Reformen erschüttern das Land. Maria Alexandrowna war keine kämpferische Natur, aber eine tapfere Frau, die sich mit aller Kraft bemühte, ihre Pflichten zu erfüllen und Haltung zu bewahren. Entlang der Lebensgeschichte der Hessin führt Marianna Butenschön uns tief hinein in eine innen- und wie außenpolitisch weichenstellende Zeit Russlands.
Portrait
Marianna Butenschön, geb. 1943, ist promovierte Historikerin, Journalistin und Autorin zahlreicher Publikationen über Russland und das Baltikum. Sie schrieb u.a. für den SPIEGEL und die ZEIT. Für Ihr Werk „Ein Zaubertempel für die Musen. Die Ermitage in St. Petersburg“ erhielt sie den Anziferow-Preis der Lichatschow-Stiftung, St. Petersburg. Marianna Butenschön lebt in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum März 2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3436-7
Verlag WBG Theiss
Maße (L/B/H) 22,1/14,9/3 cm
Gewicht 493 g
Abbildungen 16 schwarzweisse Abbilmit 26 FarbabbildungenFarbabb.
Verkaufsrang 44.821
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Maria Alexandrowna, gebürtige Marie von Hessen und bei Rhein, ist die Romanow-Kaiserin deutscher Herkunft, über die am wenigsten bekannt ist. Sehr umfassend! Maria Alexandrowna, gebürtige Marie von Hessen und bei Rhein, ist die Romanow-Kaiserin deutscher Herkunft, über die am wenigsten bekannt ist. Sehr umfassend!

Kundenbewertungen

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Kaiserin eines großen Reiches, geachtet und verehrt, aber beinahe vergessen
von Ladybella911 aus Besancon am 18.10.2017

Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands. Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht... Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands. Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht Kinder gebar. In unserem Bewußtsein ist sie nicht verankert, sie war eine Frau, die mehr im Hintergrund agierte, was einerseits ihrer Schüchternheit andererseits der Tatsache, dass am Zarenhof ein äußerst strenges Hofzeremoniell herrschte, zuzuschreiben ist. Sie scheint ihren Mann, der als Zar Alexeander II. In die Geschichte einging, sehr geliebt zu haben, negierte sie doch seine Affären und langjährige Geliebten. Es ist eine ungeheure Fülle an Informationen, die uns die Autorin, Marianna Butenschön, hier präsentiert, und man ist oftmals verwirrt beim Lesen, vor allem was die vielfältigen verwandtschaftlichen Beziehungen angeht, sehr oft begegnen uns die gleichen Namen , aber es sind unterschiedliche Personen. Sehr hilfreich sind daher die Bibliographie sowie eine Zeittafel und ein Glossar, welche sich im Anhang befinden, dies vereinfacht die Lektüre ungemein. Schön auch die Bilder in der Mitte des Buches, welche uns einen Eindruck der damals herrschenden Mode geben. Dass sich das Leben des Adels zur damaligen Zeit in äußerst prunkvoller Umgebung abspielte, ist hinreichend bekannt, und man weiß um die zunehmende Unzufriedenheit des Volkes, die sich diese verschwenderische Lebensart nicht länger ansehen wollte. Es ist der Autorin bestens gelungen, hier nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch zu schreiben, sondern auch, durch das Einflechten kleiner Anekdoten, die von Zeitzeugen berichtet wurden, ein sehr lebendiges Bild von der Kaiserin, ihrer Familie und ihrem Leben zu schaffen. Ein beeindruckendes Buch, welches ich Liebhabern, die gerne gut recherchierte Biographien lesen, ans Herz legen möchte. Autor: Marianna Butenschön Buch: Die Hessin auf dem Zarenthron

Von Darmstadt nach St. Petersburg
von Gertie G. aus Wien am 24.05.2017

Dies ist das dritte Buch der Trilogie über Deutschlands Prinzessinnen, die aus Staatsräson mit Söhnen aus dem Zarenpalast verheiratet wurden. Die anderen Titel sind „Maria, Kaiserin von Russland - Die Württembergerin auf dem Zarenthron“/2015 und „Alexandra – Die Preußin auf dem Zarenthron“/2012 In zwölf Kapiteln bringt uns Historikerin Marianna Butenschön... Dies ist das dritte Buch der Trilogie über Deutschlands Prinzessinnen, die aus Staatsräson mit Söhnen aus dem Zarenpalast verheiratet wurden. Die anderen Titel sind „Maria, Kaiserin von Russland - Die Württembergerin auf dem Zarenthron“/2015 und „Alexandra – Die Preußin auf dem Zarenthron“/2012 In zwölf Kapiteln bringt uns Historikerin Marianna Butenschön das Leben und die Person der Prinzessin Marie näher. Sie verschweigt auch nicht, dass sie – wie Maries Bruder Alexander - ein „Kuckuckskind“ ist und einer Liaison ihrer Mutter entstammt. Der Makel wird durch die Verliebtheit des Zarewitschs aufgehoben, der die Darmstädter Prinzessin unbedingt heiraten will. Viele kleine und größere historische Details lassen die Zeit in St. Petersburg wieder auferstehen. Die Autorin geht auch auf die Zarenfamilie ein, die die junge Braut recht herzlich aufnimmt. Zu Beginn der Ehe, der schnell die ersten Kinder folgen, hat das Thronfolgerpaar wenig mit den Regierungsgeschäften zu tun und hat daher viel Zeit füreinander. Freud und Leid liegen eng nebeneinander. Der Albtraum aller Eltern ein Kind zu verlieren, wird für Marie und Alexander gleich zweimal wahr: zuerst stirbt Lina, dann mit nur 21 Jahren der Zarewitsch Nikolaus „Nixa“. Eine gravierende Änderung tritt ein als Alexanders Vater stirbt. Alexander will ein fortschrittliches Russland, will Reformen und stößt mit seinen Ideen die alten feudalen Familien vor den Kopf. Es gelingt ihm nicht, die reaktionären Berater seines Vaters loszuwerden. Zu Beginn seiner Regentschaft hört er noch auf Marie. Doch als er die Leibeigenschaft aufhebt, steht auch Marie seinen Neuerungen skeptisch bis ablehnend gegenüber. Hier scheint der Keim für die Entfremdung des Paares gelegt worden zu sein. Marie sucht und findet eine lohnende Aufgabe: sie widmet sich der Ausbildung von Mädchen und Frauen, indem sie Schulen gründet und durch Stiftungen, die Schulbildung von armen Mädchen finanziert. Nach insgesamt acht, teilweise beschwerlichen, Schwangerschaften hat man sich arrangiert. Die Liebschaften des Zaren sind Legion und Marie schweigt stoisch. Selbst als er dann die 15-jährige Katharina Dolgorukowa kennenlernt. Dass sich eine Schattenfamilie etabliert, die bis zu Maries Tod dauern sollte, nimmt die Zarin nicht zur Kenntnis. Der Skandal ist perfekt, als Alexander die Dolgorukowa knapp sieben Wochen nach Maries Tod heiratet. Zu einer Krönung zur Zarin wird es nicht mehr kommen – Alexander fällt dem insgesamt achten (!) Attentat zum Opfer. In einem Kapitel begibt sich die Autorin auf Spurensuche zu Maria Alexandrowna und findet einiges, wenn auch versteckt. Tausende Touristen besuchen jedes Jahr die Gemächer, in denen die hessische Prinzessin gelebt hat. Meine Meinung: Durch ihren klaren, strukturierten Erzählstil können sich auch jene Leserinnen, die in der Geschichte der Romanows nicht so bewandert sind, relativ leicht in die Familie hineinlesen. Viele Zitate aus Briefen und Aussagen von Zeitgenossen runden das Bild der hessischen Prinzessin auf dem Zarenthron ab. Die ergänzenden Fotos machen die Biographie lebendig. Interessant finde ich die Aktzeichnung die Alexander von seiner Geliebten und dann zweiten Ehefrau, der Dolgorukowa angefertigt hat. Sehr ungewöhnlich, dass sich diese Skizze erhalten hat. Fazit: Eine sehr aufschlussreiche Biographie einer Frau, die im Schatten einer anderen stand. Gerne gebe ich dieser Biographie 5 Sterne

Eine unwahrscheinliche Fülle von Informationen
von peedee am 17.05.2017

Marie von Hessen und bei Rhein (1824 – 1880) heiratet 1841 an den russischen Hof. Dazu konvertiert sie zum russisch-orthodoxen Glauben und erhält den Namen Maria Alexandrowna. Später wird ihr Mann Kaiser Russlands, Kaiser Alexander II. Aus ihrer anfänglich sehr glücklichen Ehe gehen acht Kinder hervor. Das Volk nannte... Marie von Hessen und bei Rhein (1824 – 1880) heiratet 1841 an den russischen Hof. Dazu konvertiert sie zum russisch-orthodoxen Glauben und erhält den Namen Maria Alexandrowna. Später wird ihr Mann Kaiser Russlands, Kaiser Alexander II. Aus ihrer anfänglich sehr glücklichen Ehe gehen acht Kinder hervor. Das Volk nannte die Kaiserin aus Hessen „Mutter der Armen und Leidenden.“ Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit Marie von Hessen mit kunstvoller Frisur mit Perlen. Sie wirkt sehr zurückhaltend. Die Seiten sind sehr voll und dicht beschrieben. In der Mitte des Buches hat es einige Fotos. Das Buch hat zwölf Kapitel, voranstehend noch „…sehr klug und ernst, aber schrecklich schüchtern“ und am Ende des Buches hat es u.a. eine Bibliographie, ein Personenverzeichnis und eine Zeittafel. Einleitend wird die Hessin nur mit dem Vornamen Marie genannt, doch hatte sie – wie in Adelskreisen üblich – etliche Vornamen mehr. Ihr vollständiger Name lautete Maximiliane Wilhelmine Auguste Sophie Marie von Hessen und bei Rhein; durch den Übertritt zum russisch-orthodoxen Glauben dann Maria Alexandrowna. Das Leben am Hof ist sehr gut beschrieben; ich stelle es mir aber mit diesem strikten Zeremoniell sehr anstrengend vor. Auch der beschriebene Prunk ist für mich schier unvorstellbar. Für mich ist das alles eine fremde – aber sehr faszinierende – Welt, sowohl das Kaisertum, als auch Russland selbst. Ich fand es schön, dass die Ehe tatsächlich aus Liebe geschlossen wurde, was seinerzeit und in diesen Kreisen nicht üblich war. „Die Ehe sollte vierzig Jahre dauern, die Liebe hielt nicht so lange.“ Maria und Alexander haben acht Kinder, darunter Sohn Nikolaus „Nixa“. Dieser wurde mit 16 Jahren für volljährig erklärt (seine Brüder erst mit 21). Durch diese Volljährigkeitserklärung wurde er erst offiziell Thronfolger bzw. Zesarewitsch. Nicht alle ihre Kinder werden die Mutter überleben. Wie habe ich Maria wahrgenommen? Eine kluge, schüchterne Frau, die sehr anmutig war und für die die Pflichterfüllung sehr weit oben stand. Sie wirkte im Stillen. Russland verdankt ihr u.a. die ersten Mädchengymnasien und die Entstehung einer nationalen Rotkreuz-Gesellschaft. „Ich verzeihe die Demütigungen, die man der Souveränin zugefügt hat, aber ich kann die Qualen, die man der Ehefrau auferlegt, nicht verzeihen.“ Unverständlich, dass sie all die Jahre nie etwas über Alexanders Geliebte und deren gemeinsame Familie gesagt hat. Wie kann sich jemand nur so stark zurücknehmen? Und wie konnte Alexander ihr das antun? Maria muss ihren Mann wirklich zeitlebens geliebt haben, denn anders ist mir das nicht zu erklären. Sehr interessant war z.B. die Geschichte von Alexander von Hessen, Marias Bruder, der eine Frau ehelichte, die nicht standesgemäss war und wodurch er während eines Jahres nicht mehr nach Russland reisen durfte. Seine Frau durfte zeitlebens nicht mehr einreisen. Schön, dass er zu seiner Frau gehalten hat. Fazit: Eine unwahrscheinliche Fülle von Informationen und Details über Verwandte links und rechts, die mich zum Teil regelrecht erschlagen haben. Ich fühlte mich zudem stellenweise verloren mit den vielen Personen, worunter etliche auch noch gleich heissen (zigfach Marie, Alexander, Nikolaus). Dies und die für meinen Geschmack zu dicht beschriebenen Seiten (das Layout könnte optimiert werden) haben meinen Lesegenuss deutlich geschmälert: 3 Sterne.