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Die Hure und der Spielmann

Historischer Roman

(6)
Liebe, Krieg und Mordintrigen in einem chaotischen Zeitalter - für alle Fans von DER MEDICUS Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina Thott flieht vor einer Zwangsheirat. Ein Schiffbruch verschlägt sie nach Deutschland - und mitten
hinein in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Um zu überleben, muss die junge Frau Wege gehen, an die sie nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen gedacht hat: Sie wird Mätresse eines Offiziers. Als Kristina sich in den Spielmann Tonda
verliebt, scheint das Glück zum Greifen nahe. Was sie nicht ahnt: Tonda ist durch ein Gelübde an einen fanatischen Jesuitenpater gebunden und in geheimer Mission unterwegs. Sein Auftrag: Königsmord.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 688
Erscheinungsdatum 15.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-16997-9
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 187/124/36 mm
Gewicht 440
Auflage 1. Auflage 2014
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Hure und der Spielmann
von dorli am 07.10.2014

Stockholm, 1618. Um der Hochzeit mit dem viel älteren Sakarias Bonde zu entgehen, flüchtet die 17-jährige Kristina Thott in Richtung Prag. Sie will bei ihrer Tante Unterschlupf finden, gerät aber auf dem Weg dorthin in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Für Kristina beginnt eine jahrelange Irrfahrt. Sie wird Offiziersmätresse... Stockholm, 1618. Um der Hochzeit mit dem viel älteren Sakarias Bonde zu entgehen, flüchtet die 17-jährige Kristina Thott in Richtung Prag. Sie will bei ihrer Tante Unterschlupf finden, gerät aber auf dem Weg dorthin in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Für Kristina beginnt eine jahrelange Irrfahrt. Sie wird Offiziersmätresse – der einzige Weg für sie, um in dieser schrecklichen Zeit zu überleben. Aber sie lernt auch ihre große Liebe Antonin „Tonda“ von Waldau kennen. Doch Tonda hat einen ungeheuerlichen Auftrag zu erfüllen… Thomas Ziebulas Roman „Die Hure und der Spielmann“ spielt in der ersten Hälfte des 30-jährigen Krieges. Die jahrelangen Querelen zwischen Katholischer Liga und Protestantischer Union sind die Grundlage für das gesamte Geschehen. Mit seinen detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen zeichnet der Autor ein für mich sehr glaubwürdiges Bild dieser barbarischen Zeit, man kann den Verlauf des Krieges in den Jahren 1618-1632 hervorragend mitverfolgen. Thomas Ziebula wartet mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf, die aber so spannend und mitreißend verpackt sind, dass man schnell mittendrin ist in dieser Welt aus Machtgier, Intrigen und Verrat, Unterdrückung, Ausbeutung und Entbehrungen. Die sehr gelungene Mischung aus Historie und Fiktion lässt sich angenehm zügig lesen. Der Aufbau der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zwei große, zunächst weitestgehend voneinander unabhängige Handlungsstränge und darüber hinaus eine Rahmenhandlung, die im Jahr 1632 in Meuchen spielt. In dieser Rahmenhandlung, bestehend aus Prolog und mehreren Zwischenspielen, belauscht Major Erik Thott die Beichte eines Gefangenen - der Inhalt der Beichte bildet den Part mit dem Geschehen rund um Tonda. Gleichzeitig liest Erik im Tagebuch seiner Schwester Kristina - der zweite große Handlungsstrang in diesem Buch. Thomas Ziebula hat das Schicksal seiner beiden Hauptdarsteller eng in das Kriegsgeschehen eingebunden. Die beiden treffen erst ungefähr in der Mitte des Buches aufeinander und machen bis dahin ganz unterschiedliche Entwicklungen durch. Kristina, das einst fröhliche, schwedische Mädchen aus gutem Hause, macht im Verlauf der Handlung eine enorme Wandlung durch. Ungestüm und wenig durchdacht verlässt sie ihr Elternhaus und bekommt die ganze Wucht des Krieges zu spüren. Geprägt von den Erfahrungen und Erlebnissen wird sie stärker, wächst schließlich über sich hinaus und hat mich am Ende mit ihrem Tun beeindruckt. Sehr berührend sind die Augenblicke, wenn ihr Heimweh die Oberhand gewinnt und sie sich fragt, wie es ihren Eltern und ihrem Bruder in der Heimat gehen mag. Die Sehnsucht nach ihren Lieben kann man gut nachempfinden. Tonda ist der Sohn eines böhmischen Ritters und wächst in Prag auf. Er leidet unter seinem hartherzigen Stiefvater, wird ständig geprügelt, steckt die Prügel schweigend ein. Als Tonda dem angeblichen Magister Franz von Trient begegnet, ändert sich sein Leben völlig. Franz wird zu Tondas Lehrer und Beichtvater, er lobt und achtet den jungen Mann, beschützt ihn und erschleicht sich damit sein Vertrauen. Dass Franz ihn für ein ganz bestimmtes, grausiges Ziel ausbildet, bemerkt Tonda erst spät. Auch alle anderen Figuren werden lebhaft und facettereich dargestellt, selbst kleinste Nebenfiguren wirken nicht oberflächlich, sondern bereichern die Szenerie außerordentlich. Eine wichtige Rolle spielen auch einige Handpuppen – Erzengel, Tod und Teufel. Es ist sehr interessant zu beobachten, welche Wirkung das Puppenspiel auf die Menschen hat. Fast jeder wird zu einem willigen Zuhörer. Ein Effekt, den sich Franz von Trient zunutze macht. Meine Begeisterung für dieses Buch hat schon vor dem Lesen begonnen – das Cover ist außerordentlich gut gelungen. Nicht nur die Farben sind hervorragend gewählt, die abgebildete Teufelsmaske ist mit Lack hervorgehoben und deutlich fühlbar. Zudem ist für reichlich informatives Drumherum zur eigentlichen Geschichte gesorgt - eine Landkarte des Reiches zur Zeit des 30-jährigen Krieges, ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen runden den Roman ab. Mir hat das Lesen dieses historischen Romans mit den nicht immer leicht zu durchschauenden politischen Verwicklungen, den ganzen Kriegswirren, dem Glaubensgerangel, den fiesen Machenschaften und der spannenden Liebesgeschichte sehr großen Spaß gemacht. Ein tolles, intensives Leseerlebnis.

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Einfach wieder SPITZE!!
von Katharina J aus Unsleben am 16.09.2014

Stockholm, 1618 – Als die siebzehnjährige Kaufmannstochter Kristina mit dem wesentlich älteren Ekel Sakarias Bonde zwangsverheiratet werden soll, flieht die junge Schwedin heimlich. Statt wie geplant zur Tante nach Tschechien, landet Kristina nach einem schrecklichen Schiffsbruch in Deutschland – Mitten in den Wirren des 30-jährigen Krieges. Als Mätresse eines... Stockholm, 1618 – Als die siebzehnjährige Kaufmannstochter Kristina mit dem wesentlich älteren Ekel Sakarias Bonde zwangsverheiratet werden soll, flieht die junge Schwedin heimlich. Statt wie geplant zur Tante nach Tschechien, landet Kristina nach einem schrecklichen Schiffsbruch in Deutschland – Mitten in den Wirren des 30-jährigen Krieges. Als Mätresse eines Offiziers lernt sie den Spielmann Tonda kennen und die Beiden verlieben sich ineinander. Doch Tonda hängt nicht nur dem katholischen Glauben an, er ist auch durch ein Gelübde an einen fanatischen Priester gebunden der noch schreckliche Pläne mit seinem Spielmann hat. 2013 hatte ich bereits schon das Vergnügen „Der Gaukler“ zu lesen und war einfach nur begeistert von der Art wie Thomas Ziebula Liebe, Krieg, Freundschaft, Verrat und historische Daten so gekonnt unter einen Hut bekommt. Daher bin ich schier geplatzt vor Aufregung als ich gesehen habe, dass sein neuer Roman „Die Hure und der Spielmann“ erschienen ist. „Die Hure und der Spielmann“ haben mich optisch sofort überzeugt. Wieder ein super Cover welches sich im Bücherregal sehr gut neben „Der Gaukler“ macht. Aber auch das Glossar sowie ein Personenregister erleichtern das Lesen und sind in historischen Romanen ungemein hilfreich. Die Heldin Kristina sowie alle anderen Protagonisten sind toll beschrieben und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch freut man sich über ein unerwartetes Wiedersehen mit liebgewonnenen Protagonisten aus „Der Gaukler“. „Die Hure und der Spielmann“ war für mich wieder eine Geschichte mit viel Herz und Seele und ich hoffe das Thomas Ziebula noch einige historische Romane dieses Kalibers folgen lässt. Optisch würde noch ein rotes, gelbes sowie grünes Buch neben „Der Gaukler“ und „Die Hure und der Spielmann“ in mein Bücherregal passen. :o) Ganz klar gibt es von mir 5 Sterne – Absolut lesenswert!

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Mitreißender und ausgezeichnet recherchierter historischer Roman
von Fornika am 15.09.2014

Die siebzehnjährige Schwedin Kristina soll gegen ihren Willen mit dem Ekel Sakarias Bonde verheiratet werden. Sie will heimlich zur Tante nach Prag flüchten, doch im Jahre 1618 ist das nicht so einfach. Der Krieg kommt dazwischen und Kristina landet mittendrin. Auch der Prager Antonin von Waldau entflieht dem ungeliebten... Die siebzehnjährige Schwedin Kristina soll gegen ihren Willen mit dem Ekel Sakarias Bonde verheiratet werden. Sie will heimlich zur Tante nach Prag flüchten, doch im Jahre 1618 ist das nicht so einfach. Der Krieg kommt dazwischen und Kristina landet mittendrin. Auch der Prager Antonin von Waldau entflieht dem ungeliebten Elternhaus und wird von dem Jesuit Franz von Trient unter die Fittiche genommen. Als Spielmann getarnt tingelt Tonda durchs Land und bringt die katholische Botschaft unters Volk. Dieses Buch hat mich wirklich mitgerissen. Thomas Ziebula erzählt hier eine spannende und packende Story, die sowohl durch ihre lebendigen und authentischen Charaktere, als auch durch gut recherchierte historische Hintergründe punkten kann. „Die Hure und der Spielmann“ ist der zweite Roman des Autors, der sich mit dem dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Obwohl die Figur Kristina schon als Nebenfigur in „Der Gaukler“ auftauchte, ist es nicht zwingend nötig diesen zuerst zu lesen, allerdings wird am Ende ein Handlungsstrang aus dem Gaukler aufgegriffen, sodass man sich so ein kleines bisschen selbst die Spannung nimmt. Die Figuren dieses Romans sind alle unglaublich lebendig und glaubwürdig gezeichnet, egal ob es sich dabei um die taffe Kristina oder den vom Glauben völlig verblendeten Franz handelt. Gerade Letzterer ist sehr vielseitig gestaltet und zeigt, dass eine sehr gut ausgearbeitete Figur nicht immer der Sympathischste im Geschehen sein muss. Da die Geschichte zwischen verschiedenen Perspektiven springt, erlebt man das Geschehen und die Kriegshandlungen von unterschiedlichen Seiten aus, was das Gesamtverständnis und die Identifikation mit den Protagonisten noch vergrößert. Der dreißigjährige Krieg ist auf den ersten Blick ein großes Chaos; wer auf welcher Seite, wieso und warum wofür kämpft, ist zunächst schwierig zu verstehen. Doch Ziebula gelingt es, dieses Chaos nicht nur zu entwirren, sondern so in die Handlung des Romans einzubauen, dass der Leser dem politischen Geschehen auch ohne großes Vorwissen relativ leicht folgen kann. Sehr angenehm fand ich auch, dass die Gräuel des Krieges realistisch und ungeschönt, aber nicht übertrieben blutrünstig dargestellt wurden. Allgemein ist der Schreibstil sehr angenehm und die Seiten fliegen nur so dahin. Lobenswert ist auch, dass das Buch Glossar, eine Karte zur besseren Übersicht und ein Personenregister enthält; besonders Letzteres trägt zum besseren Verständnis bei, denn wichtige Feldherren, Grafen und Könige werden nach ihrem religiösen und politischem Standpunkt sortiert aufgeführt. Kritik möchte ich eigentlich nur am Klappentext üben, der verrät meiner Meinung nach einfach zu viel von der Handlung. Fazit: Mich hat dieses Buch begeistert. Eine ausgezeichnete Mischung von Historie und fiktiver Handlung.

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