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Die kleinsten, stillsten Dinge

Roman

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Dieser hochgelobte, preisgekrönte Roman aus Irland erzählt die ungeheuer traurige, ungeheuer schöne Geschichte von einem unglücklichen Mann und seinem unperfekten Hund.
Ein einsamer Mann Mitte fünfzig kommt ins Tierheim. Ray braucht einen Hund, wegen der Ratten in seinem Haus, und sucht sich den traurigsten Köter von allen aus: Im Kampf mit einem Dachs hat Einauge den Kürzeren gezogen; er ist sehr schreckhaft, immer hungrig, und wenn andere Hunde in der Nähe sind, wird er aggressiv. Ray, der die von den Eltern ererbte Bruchbude am Meer bisher kaum verlassen hat, findet in dem Hund einen Gefährten. Frühmorgens unternehmen die beiden lange Spaziergänge am Strand – bis eines Tages eine Frau mit Hund ihren Weg kreuzt. Einauge fällt den Rivalen an, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Am nächsten Tag steht eine Polizistin vor der Tür. Ray wimmelt sie ab und flieht mit Einauge in seinem klapprigen Auto. So fahren die beiden, Menschen meidend, die irische Atlantikküste hinab, während es draußen immer kälter und das Geld immer weniger wird. Am Ende, beide essen längst nur noch Trockenfutter, müssen sie umdrehen. Und der Leser erfährt bei Rays Heimkehr dessen ganze traurige Lebensgeschichte, von der er sich nur durch die Verbindung mit seinem Hund hat befreien können.
Eine traurige, eine herzzerreißende Geschichte, die Sara Baume in eine so klare wie schöne Sprache gegossen hat. Ray und sein Hund bewegen sich durch ein wenig idyllisches Irland voller Raffinerien, Müllhalden, Dreck – die Kunst der Autorin und ihre überragende Beobachtungsgabe machen aus ihrer Flucht eine Reise voll dunkel strahlendem Glanz.
Rezension
"Kann ein Roman über einen einsamen, armen Mann und seinen einäugigen Hund aus dem Tierheim, die sich in deprimierenderen Gegenden Irlands aufhalten, tröstlich, sogar beglückend sein? Sara Baume ist dieses Kunststück gelungen." Wiener Zeitung
Portrait
Sara Baume wurde 1984 in Lancashire geboren. Aufgewachsen ist sie im irischen Cork. Sie studierte Kunst und Design und hängte dann einen Abschluss in Creative Writing dran. Dies ist ihr erster Roman; er wurde von der Presse in Irland und Großbritannien gefeiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-05811-1
Verlag Rowohlt Verlag
Maße (L/B/H) 208/131/27 mm
Gewicht 379
Originaltitel Spill Simmer Falter Wither
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Oneeye, der irische Krambambuli
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Starkes Debüt, das zum Nachdenken anregt, Hundefreunden manch eine selbsterlebte Szene in Erinnerung ruft und auch einmal zum Tempo greifen läßt. Ein anrührendes Buch.

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Ein langer Monolog
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Er ist Mitte 50 und allein, seit sein Vater verstorben war. Seit einiger Zeit hört er im Haus Ratten. Um dieses Pack loszuwerden, will er sich einen Hund holen. In einem Tierheim findet er ihn. Ein Hund, von dem ihm abgeraten wird. Es ist ein wilder Hund, der auf andere... Er ist Mitte 50 und allein, seit sein Vater verstorben war. Seit einiger Zeit hört er im Haus Ratten. Um dieses Pack loszuwerden, will er sich einen Hund holen. In einem Tierheim findet er ihn. Ein Hund, von dem ihm abgeraten wird. Es ist ein wilder Hund, der auf andere Artgenossen aggressiv reagiert. Es ist ihm egal, er nimmt ihn mit und gibt ihm den Namen Einauge, weil er nur ein Auge hat. Das andere hatte ein Dachs auf dem Gewissen. Es dauert ein wenig, bis sie sich angefreundet haben, der Einsiedler und der Hund. Sie unternehmen gemeinsame Spaziergänge und spielen gemeinsam. Eines Tages passiert es, dass Einauge einen anderen Hund anfällt und verletzt. Die Besitzerin meldet es den Behörden und es dauert nicht lange, bis eine Frau vor der Tür steht und Einauge mitnehmen will. Das will und wird er verhindern. Er schnappt sich seinen Hund, das Nötigste, sein Auto und macht sich auf den Weg. Sie fahren ziellos durch die Gegend, denn es gibt kein Ziel für sie. Sie leben im Auto, was im Sommer noch angenehm ist. Schlimm wird es, als es kalt ist. Was werden sie erleben? … Mir fällt, ehrlich gesagt, die Rezension zu diesem Buch sehr schwer. Es ist ein außergewöhnliches Buch, welches als Protagonisten nur ihn und den Hund, Einauge, hat. Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber den Namen des männlichen Protagonisten habe ich im Buch nicht gefunden. Nur vom Klappentext her erfuhr ich, dass er Ray heißt. Die Zeitspanne des Buches umfasst 1 Jahr, fängt im Frühling an und endet im Winter. Mit Ray bin ich nicht warm geworden, dieser Typ Mensch ist mir fremd. Er hatte eine einsame Kindheit, die er nur mit seinem Vater verbrachte. Über seine Mutter weiß er nichts. Er besuchte keine Schule, hatte keine Freunde, selbst sein Vater blieb ihm fremd. Die Geschichte, die die Autorin Sara Baume schreibt, wirkt auf mich wie ein unglaublich langer Monolog, den Ray seinem Hund hält. Er erzählt im Gespräch mit seinem Hund, wobei Gespräch nicht das richtige Wort dafür ist, aus seiner Kindheit. Rückwirkend erlebt man als Leser, was er erlebt hat und was er denkt. Während seiner Flucht mit Einauge ist der Leser aber auch am aktuellen Geschehen dabei, erfährt die Gedanken, die Ray sich über alles mögliche macht. Während seines Monologes werden an Einauge viele, für mich zu viele Fragen gestellt. Ray riecht etwas, fragt seinen Hund, ob er auch etwas riecht, nur mal als Beispiel genannt. Später erfährt man auch, wie sein Vater gestorben ist und seine Reaktion darauf. In Rays Leben ist vieles schief gelaufen. Das ändert sich auch nach dem Tod seines Vaters nicht und das Schicksal meint es auch nicht gut mit ihm, als Einauge in sein Haus kommt. Man erfährt vieles, einiges wirkt verstörend. Ray und Einauge, ein eingespieltes Team, konnten mich leider gar nicht fesseln. Ich habe sehr lange gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Es las sich schwer, so dass ich für die nicht einmal 300 Seiten eine Woche zum lesen brauchte. Meine Hoffnung, dass es sich besser lesen würde, wenn man hineingefunden hat, erfüllte sich nicht. Es passierte einfach nicht genug, um mich voranzutreiben. Die beiden Protagonisten trieben durch das Buch, ohne Spuren bei mir zu hinterlassen. Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen.

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