Die komische Frau

Roman

(13)

Geister oder die Schatten der Vergangenheit?

Lena und Leander ziehen mit ihrem Sohn von Hamburg nach Berlin – in einen der stalinistischen Prachtbauten nahe der Karl-Marx-Allee. In diesen Häusern, einst verdienten Kommunisten vorbehalten, sind auch Jahre nach der Wiedervereinigung die alten Strukturen und Seilschaften noch lebendig.
Belustigt beobachten die Neuzugezogenen die alten Mieter, die hier seit Jahrzehnten wohnen und wie in alten Zeiten ihr Hausbuch führen. Dann trennen sich Lena und Leander, er zieht aus. Und plötzlich geschehen merkwürdige Dinge: Hatte Lena die Fenster nicht geschlossen? Hat sie wirklich vergessen, die Kerzen zu löschen? Und wen sieht ihr kleiner Sohn, wenn er immer öfter von der »komischen Frau« spricht?
Eigentlich hatte Lena gedacht, dass die Trennung von Leander eine Erlösung ist, dass sie den Weg frei macht für ein neues Leben. Plötzlich aber gerät alles aus dem Lot …

Portrait

Ricarda Junge 1979 in Wiesbaden geboren, ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Anschließend studierte sie evangelische Theologie in Frankfurt am Main. Für ihr Debüt »Silberfaden« wurde sie 2003 mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. 2005 erschien ihr Roman »Kein fremdes Land«, für den sie den George-Konell-Preis erhielt, 2008 »Eine schöne Geschichte«, 2010 der Roman »Die komische Frau« und 2014 der Roman »Die letzten warmen Tage«. 2013 erhielt sie den Robert-Gernhardt-Preis. Ricarda Junge lebt mit ihrer Familie in Berlin und Frankfurt am Main.

Literaturpreise:

Mehrfach Förderpreise des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen
2003 Grimmelshausen-Förderpreis
George-Konell-Preis für »Kein fremdes Land«
2013 Robert-Gernhardt-Preis

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 177, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.10.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783104008042
Verlag Fischer E-Books
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ostdeutsche Schatten“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Als Lena und Leander sich trennen, bleibt sie mit ihrem kleinen Sohn Adrian allein in der ostberliner Wohnung zurück. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge und als Adrian von einer komischen Frau spricht, die nur er sehen kann, fühlt sich Lena nicht mehr sicher.
Eine spannungsgeladene und beklemmende Erzählung zugleich, die ich nicht
Als Lena und Leander sich trennen, bleibt sie mit ihrem kleinen Sohn Adrian allein in der ostberliner Wohnung zurück. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge und als Adrian von einer komischen Frau spricht, die nur er sehen kann, fühlt sich Lena nicht mehr sicher.
Eine spannungsgeladene und beklemmende Erzählung zugleich, die ich nicht aus der Hand legen konnte.

„Die komische Frau“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine junge Familie zieht von Hamburg nach Berlin und dort in ein geschichtsträchtiges Haus nahe der Karl-Marx-Allee.
Das Paar trennt sich und Lena bleibt mit ihrem Sohn allein dort wohnen.
Es passieren unerklärliche Dinge in der Wohnung und im Haus. Ist alles nur Einbildung oder gibt es wirklich eine komische Frau, die Lenas Sohn
Eine junge Familie zieht von Hamburg nach Berlin und dort in ein geschichtsträchtiges Haus nahe der Karl-Marx-Allee.
Das Paar trennt sich und Lena bleibt mit ihrem Sohn allein dort wohnen.
Es passieren unerklärliche Dinge in der Wohnung und im Haus. Ist alles nur Einbildung oder gibt es wirklich eine komische Frau, die Lenas Sohn zu sehen glaubt?
Dieses Buch ist wie ein Sog, überzeugt durch seine klare Sprache und nebenbei vermittelt die Autorin etwas ostdeutsche Geschichte.

„Ostdeutsche Geister“

Silke Buckow, Thalia-Buchhandlung Bremen

Eine etwas unheimliche Geschichte über eine junge Frau, die mit ihrem kleinen Sohn in einem Haus an der Berliner Karl-Marx-Allee wohnt und sich nicht nur mit der Trennung von ihrem Lebensgefährten, sondern auch mit der alten DDR-Vergangenheit auseinandersetzen muss. Wenn sich die Unheimlichkeiten auch nicht auflösen lassen, das Schönste Eine etwas unheimliche Geschichte über eine junge Frau, die mit ihrem kleinen Sohn in einem Haus an der Berliner Karl-Marx-Allee wohnt und sich nicht nur mit der Trennung von ihrem Lebensgefährten, sondern auch mit der alten DDR-Vergangenheit auseinandersetzen muss. Wenn sich die Unheimlichkeiten auch nicht auflösen lassen, das Schönste an diesem Roman ist die Sprache, sind die Sätze, mit der mich die Autorin in ihren Bann gezogen hat - bis zur letzten Seite.

„"Schnörkellos und ein bisschen gespenstisch"“

Andrea Habedank, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

In schnörkelloser Sprache berichtet eine junge Frau über einen Abschnitt ihres Lebens von der Kindheit bis zum
Leben als alleinerziehende Mutter . Der Leser lernt Alltag , Sorgen und Ängste kennen, und wird plötzlich mit mystischer
und gespenstischer Vergangenheit , die über DDR Zeiten bis in die Gegenwart Bestand hat , konfrontiert
In schnörkelloser Sprache berichtet eine junge Frau über einen Abschnitt ihres Lebens von der Kindheit bis zum
Leben als alleinerziehende Mutter . Der Leser lernt Alltag , Sorgen und Ängste kennen, und wird plötzlich mit mystischer
und gespenstischer Vergangenheit , die über DDR Zeiten bis in die Gegenwart Bestand hat , konfrontiert . Das Buch
zieht einen schnell vom Anfang bis zum Ende und zurück bleibt , ohne schwermütig zu wirken , das Gefühl , dass auch in der
Gegenwart die Vergangenheit immer eine Rolle zu spielen scheint .

„beklemmendes Stück ostdeutscher Geschichte“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Lena und Leander, aus dem Westen nach Berlin gekommen, haben sich getrennt. Nun wohnt Lena allein mit ihrem Sohn in einer Wohnung im Osten Berlins, inmitten einer Hausgemeinschaft, in der alte DDR Strukturen noch lebendig zu sein scheinen. Ist die „komische Frau“ tatsächlich in ihrer Wohnung oder sieht ihr Sohn Gespenster? Zunächst Lena und Leander, aus dem Westen nach Berlin gekommen, haben sich getrennt. Nun wohnt Lena allein mit ihrem Sohn in einer Wohnung im Osten Berlins, inmitten einer Hausgemeinschaft, in der alte DDR Strukturen noch lebendig zu sein scheinen. Ist die „komische Frau“ tatsächlich in ihrer Wohnung oder sieht ihr Sohn Gespenster? Zunächst versucht die Protagonistin, die Ereignisse logisch zu erklären. Doch bald stellen sich bei ihr Angst und Zweifel ein. Ricarda Junge versteht es sehr gut, in klaren Sätzen gerade diese Beklemmung deutlich werden zu lassen und den Leser mitzunehmen in eine Welt, in der Realität und Einbildung nur schwer zu unterscheiden sind. Mit Lenas Versuch, den ungewöhnlichen Ereignissen auf den Grund zu gehen, gibt sie ein beklemmendes Stück ostdeutscher Geschichte frei.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Subtile Spannung
von Melanie Marx aus Darmstadt am 09.02.2011

Ein kleiner Junge mit einer blühenden Fantasie. Oder ist die "komische Frau" die er immer wieder sieht doch irgendwie da? Denn wer sonst hat vergessen die Fenster zu schließen und die Kerzen auszumachen? Ein Geist der Vergangenheit oder doch ein Einbrecher? Eine kleine aber sehr feine und fesselnde Geschichte

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Zum Gruseln schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Salzuflen am 10.08.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine junge Frau trennt sich vom Vater ihres kleinen Sohnes und lebt allein mit dem Kind in einer Altbauwohnung aus DDR-Zeiten. Als Adrian anfängt von einer "komischen Frau" zu sprechen, beginnt eine spannende Geschichte, deren Sog man sich als Leser nicht entziehen kann. Spukt jemand durch Lenas Wohnung, und... Eine junge Frau trennt sich vom Vater ihres kleinen Sohnes und lebt allein mit dem Kind in einer Altbauwohnung aus DDR-Zeiten. Als Adrian anfängt von einer "komischen Frau" zu sprechen, beginnt eine spannende Geschichte, deren Sog man sich als Leser nicht entziehen kann. Spukt jemand durch Lenas Wohnung, und wenn ja, wer? Eine glühende Herdplatte, ein offenes Fenster lassen Lena fast durchdrehen. Bis zum Schluß hält man als Leser den Atem an, sehr empfehlenswert!

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Geister der Vergangenheit
von Michael Lehmann-Pape am 16.07.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Ricarda Junge, mehrfach bereits ausgezeichnete Autorin, wendet sich in ihrem neuen Roman der Welt der alten Strukturen der ehemaligen DDR in der Gegenwart zu. Das gewohnte Leben, das damals gewohnte Leben in Seilschaften und der allseitigen Beobachtung bis ins private Leben hinein schildert sie im Blick auf einen räumlich... Ricarda Junge, mehrfach bereits ausgezeichnete Autorin, wendet sich in ihrem neuen Roman der Welt der alten Strukturen der ehemaligen DDR in der Gegenwart zu. Das gewohnte Leben, das damals gewohnte Leben in Seilschaften und der allseitigen Beobachtung bis ins private Leben hinein schildert sie im Blick auf einen räumlich eng begrenzten Lebensraum, in einem konkreten Haus in Berlin. Lena und Leander, die glückliche, junge Familie, ziehen mit Ihrem Sohn nach Berlin und beziehen eine Wohnung in einem geschichtsträchtigem Haus. Zu DDR Zeiten waren die Wohnungen des Hauses reserviert für verdiente und überzeugte Genossen teils oberer Ränge in Partei und Staatsapparat. Menschen, die immer noch dort wohnen und ihren Teil der alten DDR Vergangenheit durchaus in ihren Verbindungen und ihrer Lebensweise untereinander aufrecht erhalten. So, wie Frau König, die im obersten Stock lebt, und nur dann von den neuen Mietern gesehen wird, wenn sie gesehen werden will. Oder Herr Kantental mit dem freundlichen Gesicht, aber dem kalten Blick. Oder wie in den vielen Haubüchern, in denen immer noch akribisch niedergeschrieben wird, wer im Haus wohnt, wer Gast war, wer einige Tage blieb (zu DDR Zeiten waren solche Hausbücher Pflicht). Zunächst eine Reihe von Gründen für Lena und Leander, sich über die antiquierten Lebensweisen der Bewohner samt all ihrer Marotten zu mokieren, doch dies ändert sich, als Leander Lena verlässt und auszieht. Plötzlich sind Fester offen, von denen Lena überzeugt war, sie geschlossen zu haben. Die Türkette ist nicht vorgelegt, obwohl Lene dies ansonsten sehr gründlich beachtet, eines Tages findet sie sich von außen eingesperrt in der eigenen Wohnung wieder und eines Nachts erkennt sie einen Schemen in der Wohnung. Und nein, ihre Nerven spielen ihr keinen Streich, denn ihr Sohn Adrian kann den Schemen im Lauf der Tage noch klarer erkennen, als sie es vermag. Eine Frau ist es, „die komische Frau“, die Adrian nur schweigend in der eigenen Wohnung begegnet. Geht dem Jungen die Phantasie durch? In klarer und nachvollziehbarer Sprache vermag es Ricarda Junge, die Personen, Verbindungen, auch Geheimnisse im Haus zu beschreiben, dabei ist sie immer für eine Überraschung gut, lange Zeit bleibt im Dunkeln, was wirklich passiert ist und passiert.. Eine Vergangenheit wird lebendig und fühlbar, die innere Opfer gekostet hat, Opfer, die wie Geister in den Wohnungen, dem Treppenhaus, den Bewohnern des Hauses präsent sind, Opfer, die noch lange nicht jeder einsehen würde und die noch weniger bereut werden. „Die komische Frau“ ist eine hervorragend klar und mitnehmend erzählte Geschichte, die aufzeigt, wie die eigene Vergangenheit, die festen Prägungen des Lebens immer wieder die Gegenwart bestimmen und dies nicht immer zum Guten tun. Das Befremdliche des Lebens, die befremdliche Atmosphäre in diesem antagonistischen Wohngefüge ist sehr gut getroffen, eine Atmosphäre, die dem ganzen Buch eine bedrohliche Note mit auf den Weg gibt und erstaunt davor stehen lässt, mit welcher Selbstverständlichkeit versucht wird, in das Leben anderer einzugreifen und sie auch im persönlichsten Bereich einer Beobachtung zu unterziehen.

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