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Die Kreutzersonate

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Leo Tolstoi: Die Kreutzersonate
Erstdruck des russischen Originals 1891, in deutscher Übersetzung bereits 1890, Verlag A. Deubner, Berlin, ohne Angabe des Übersetzers. Hier in der Übersetzung von August Scholz, Berlin, Akademischer Verlag Sebastian Löwenbuck, 1922.
Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2016.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Julius LeBlanc Stewart, Junge Frau am Lavier, 1878.
Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Portrait
Leo Tolstoi, geboren 1828 in Jasnaja Poljana, war einer der berühmtesten Schriftsteller seiner Zeit. Zu den Höhepunkten seines Schaffens zählen die großen Romane der Weltliteratur Krieg und Frieden sowie Anna Karenina. Tolstoj starb 1910 in Astapowo.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 104 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.06.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783843062664
Verlag Hofenberg
Dateigröße 231 KB
Übersetzer August Scholz
Verkaufsrang 67.732
eBook
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Er sah meine Frau an, wie alle sittenlosen Männer ''..
von einer Kundin/einem Kunden aus Olten am 13.03.2014
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

..hübsche Frauen anzusehen pflegen'.. ' schreibt Tolstoi über den Geiger Truchatschewskij. Das "zu spät", das sich in Podzdnysevs Name birgt nimmt sein Leiden voraus. Zu spät hat er die Lügenhaftigkeit der gesellschaftlichen Normen und Werte erkannt, die in ihm sich aufbauende Diskrepanz die er sich als junger Mann noch... ..hübsche Frauen anzusehen pflegen'.. ' schreibt Tolstoi über den Geiger Truchatschewskij. Das "zu spät", das sich in Podzdnysevs Name birgt nimmt sein Leiden voraus. Zu spät hat er die Lügenhaftigkeit der gesellschaftlichen Normen und Werte erkannt, die in ihm sich aufbauende Diskrepanz die er sich als junger Mann noch nicht erklären konnte. Unterwegs mit der Bahn kommen zwischen einigen Reisenden Themen wie Ehe, Scheidungen und Bildung auf. Unter Ihnen ist Posdnysev der seine Ehefrau umgebracht hat. In der Folge schildert er dem Ich-Erzähler wie es dazu kommen konnte. Er erzählt von jugendlichen Ausschweifungen, die ihn um die Möglichkeit gebracht hätten ein ideales reines Familienleben zu begründen. In eine junge Frau verliebt hält er um ihre Hand an und heiratet sie. Glücklich sind die beiden nicht geworden. Für ihn heiligt Kindergebären und sie nähren die Ehe, ist die Aufgabe der Ehefrau und vorher, so meint er, sollte Jungfräulichkeit ihr höchster, idealster Zustand sein. Als seine Ehefrau mit Truchatschewskji zu musizieren beginnt, wächst seine Eifersucht ins unermessliche. Durch Beethovens Kreutzersonate fühlt er sich diesem Hypnotiseur, wie er den Geiger insgeheim nennt, und dieser ihn erregenden Musik, ausgeliefert, in eine andere Wirklichkeit versetzt. Solch strahlende Augen hat er an seiner Ehefrau noch nie gesehen, diese Hingabe, was er der gleichen Ursache zuschreibt. Seine Eifersucht wächst ins unermessliche. Als er aus der Kreisversammlung vorzeitig zurückkehrt trifft er seine Gemahlin und Truchatschewskji, die zusammen musiziert haben. In blinder Raserei ermordet er seine Frau. Die Geschichte moralischer und physischer Zerstörung zweier Menschen, beide unfähig wirklich zu lieben. Ein Kreuzzug gegen die Ehe? Das sehe ich anders. Strebte Tolstoi doch eine Reform des Zusammenlebens der Geschlechter an, ein Thema das auch heute an Aktualität nicht verloren hat. Tolstoj's Denken half objektive Misstände aufzudecken, möglicherweise Misstände nicht ausschliesslich des 19. Jahrhunderts. Wahrheitssuche war seine Triebfeder. Und deswegen meine Empfehlung: unbedingt lesen.

Die Zugfahrt
von Patrick Nagl aus Wien am 19.11.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Tolstois Kreutzersonate erschien im Jahre 1890 und kann als Kritik an der damaligen russischen Gesellschaft gesehen werden. Die Novelle ist ein Psychogramm bzw. ein Sittenbild der damaligen Zeit und beleuchtet die gegensätzlichen Betrachtungsweisen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Normen.

Ein Klassiker der russischen Literatur
von Jacques Noupoua aus Pforzheim am 10.03.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein absolutes Muss für Freunde der klassischen Literatur. Auf einer Zugfahrt, durch das Russland Ende des 19-ten Jahrhunderts, diskutieren Passagiere, die zusammen in einem Waggon sitzen, sehr angeregt über die Ehe, Moral, Liebe und den gesellschaftlichen Wandel. Posdnyschow, der sich zuerst zurück gehalten hatte, eröffnet unserem Erzähler erst in trauter Zweisamkeit... Ein absolutes Muss für Freunde der klassischen Literatur. Auf einer Zugfahrt, durch das Russland Ende des 19-ten Jahrhunderts, diskutieren Passagiere, die zusammen in einem Waggon sitzen, sehr angeregt über die Ehe, Moral, Liebe und den gesellschaftlichen Wandel. Posdnyschow, der sich zuerst zurück gehalten hatte, eröffnet unserem Erzähler erst in trauter Zweisamkeit den tragischen Verlauf seiner Ehe... Die Hauptperson schafft es, dem Leser mit seinen Selbstreflektionen, eine lebendige Skizze der Ehe nahe zu bringen. Tolstoi ist mit dieser Novelle ein intensives, tiefgründiges Psychogramm gelungen, das absolut lesenswert ist und auch bleiben wird. Schlichtweg ein Meisterwerk.