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Die leblose Gesellschaft

Warum wir nicht mehr fühlen können

(1)
Eine packende Reise zu den Gefühlen unserer Gesellschaft und ihrer Angst vor dem Fremden
Tagtäglich konfrontieren uns die Medien mit dem Leid und der Not der Flüchtlinge: Wir sehen verzweifelte Eltern und Kinder, die ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren. Gestrandete Menschen, die nach der Schließung der Balkanroute wochenlang in Schlamm und Dreck an Europas Grenzzäunen ausharren. Doch anstatt Mitgefühl zu demonstrieren, zu handeln und zu helfen, schauen viele Menschen einfach weg. Sie schneiden sich von ihren Emotionen ab – und halten damit das Elend konsequent aus ihren Wohnzimmern fern.
In ihrem aufrüttelnden Buch geht Jeannette Hagen der Frage nach, warum sich so viele Menschen in unserem Land nicht mehr von dem Leid der Flüchtlinge berühren lassen und stattdessen mit Angst, Aggression und Abwehr reagieren. Dabei blickt die Autorin, die als systemischer Coach tätig ist, unter anderem auf die bis heute nicht vollzogene Aussöhnung mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit und erklärt die immer wiederkehrenden Wirkmechanismen von abgespaltenen Gefühlen. Aber Jeannette Hagen zeigt auch: In der gegenwärtigen Situation liegen große Chancen, wenn wir bereit sind, Visionen zuzulassen und menschlich zu handeln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 19.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95890-060-8
Verlag Europa Verlag
Maße (L/B/H) 216/137/20 mm
Gewicht 277
Auflage 1
Verkaufsrang 57.534
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16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein sachliches Gefühlbuch
von einer Kundin/einem Kunden aus Lechbruck am 16.01.2017

Selten kommt mir ein Buch in die Hände, welches in einem Umfang von knapp 200 Seiten, dass an einem Stück gelesen werden will. Jeannette Hagens Buch "Die leblose Gesellschaft" ist ein solches. Gestern Morge habe ich damit begonnen und am späten Abend war es gelesen. Nur gelesen. Ich bin... Selten kommt mir ein Buch in die Hände, welches in einem Umfang von knapp 200 Seiten, dass an einem Stück gelesen werden will. Jeannette Hagens Buch "Die leblose Gesellschaft" ist ein solches. Gestern Morge habe ich damit begonnen und am späten Abend war es gelesen. Nur gelesen. Ich bin mir sicher, dass es in mir eine Wirkung entfalltet und bereits entfalltet hat, siehe mein Gedicht "Flucht" von gestern. Jeannette Hagen greitft in dem Buch, durch eigene Begegnungen und Erfahrungen angeregt, ein Thema auf welches "keiner mehr hören kann". Flüchtlinge und unser Umgang mit ihnen. Und in ihrer Art hat sie mir das Wort Flüchtling, welches ich zuvor schon tausendfach gehört und gelesen habe, neu näher gebracht. Sie schreibt in Zitaten, das die Endung "ling" fast immer negiert ist; wie Schädling, Häftling, Jüngling usw.. Auch ein Grund warum wir mit den Kriegsgeflohenen so umgehen wie wir mit ihnen umgehen. Ihr zentraler Ansatzpunkt ist jedoch unsere gesellschaftliche Art mit Gefühlen umzugehen. Verdrängte Gefühle, zumal die sogenannten "Negativen" lassen sich nicht unterdrücken. Sie wirken über Generationen hinweg. Sie hindern uns ehrlich zu sein und da es nicht en vogue ist sich diesen zu stellen, suchen diese nach Möglichkeiten am Leben teilzuhaben. Sie kommen wie auf Knopfdruck hervor, wenn uns ähnliche Probleme, in welcher Form auch immer, begegnen. Diese negativen Erfahrungen und die daraus resultierenden Schmerzen werden auf die Projektionsfläche - und derzeit zentral auf die Kriegesgeschädigten - übertragen und an ihnen ausgelebt. Hagens Ansatz ist - belegt duch gut recherschierte Zitate - die Integration des Schmerzes in unseren Alltag, die Bearbeitung des Unterdrückten, das lebenlassen der Gefühle. Was jedoch ein Teil unserer Gesellschaft macht ist das genaue Gegenteil. Sie verstärken durch die Verdrängung des erlebten Schmerzes den Hass auf die Projektionsfläche, auf die Asylsuchenden. Dadurch, dass Deutschland zur Zeit Angela Merkel als Bundeskanzlerin hat, geschieht noch ein weiteres. Merkel wird seit langem gerne als "Mutti" tituliert. Durch die Schuldverschiebung auf sie, zerstören wir auch ein Mutterbild in unserer Gesellschaft. Eine Wirkung deren Folgen derzeit noch nicht abgesehen werden können. Hagen geht in ihrem Buch bereits auf die Folgen und die Auswirkungen einer Vaterlosen Gesellschaft ein und wie diese unsere Strukturen und den menschlichen Umgang prägen, die Zerstörung des Mutterbegriffes ist nur zwischen den Zeilen zu erlesen. Mein Resumee des Buches ist, dass jeder etwas zur Besserung in unserer Gesellschaft beitragen kann, wenn er bereit ist die eigenen Schmerzen zuzulassen und sich ihnen stellt. Keiner muss an vorderster Front den "Zu-uns-Gekommenen" helfen. Es hilft bereits bei sich die Flucht vor den Gefühlen und Schmerzen anzugehen. "Wer aufhört vor sich zu fliehen, hat auch keine Angst mehr vor den aus Not geflohenen."

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