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Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory

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Ungarn 1594. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenburg an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy. Doch was sie auf Burg Sárvár wirklich erwartet, erweist sich als ein böser Albtraum.
Fasziniert von der Pracht des ungarischen Hochadels folgt Susanna Elisabeths falschen Verlockungen. Doch als der Bruder der Gräfin ermordet wird, verurteilt und verstümmelt man Susannas treuen Diener als Mörder. Auf sich selbst gestellt gerät auch sie in ein Netz aus Intrigen und Verrat. Trotz der seltsamen Vorgänge im Schloss, der nächtlichen Todesschreie und Elisabeths zwei Gesichtern, ignoriert Susanna zunächst alle Warnungen, bis sie schließlich der scheinbar grenzenlosen Macht der geistesgestörten Gräfin hilflos ausgeliefert ist.

"Immer mehr war ich davon überzeugt, dass von Elisabeths zwei Seiten,
die eine nicht wusste, was die andere tat."
Portrait
Bettina Szrama, geboren in Meißen, ist Dipl.-Agraringenieurin und absolvierte nach Führungspositionen in der Landwirtschaft 1991 ein Literaturstudium an der Schule des Schreibens (Axel Andersson Akademie) in Hamburg. Danach journalistische Tätigkeiten für Regionalzeitungen und Tierzeitschriften, Sachbücher und seit 1994 verstärkte belletristische Aktivitäten. Mitglied im FDA - Freier Deutscher Autorenverband Niedersachsen, im Quo Vadis - Autorenkreis Historischer Roman, im Syndikat e.V. Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur und bei der VG Wort - Verwertungsgesellschaft Wort Historische Belletristik:
Februar 2009 "Die Giftmischerin", Gmeiner Verlag (Erfolgsroman 2014 5. Auflage),
Februar 2010 "Die Konkubine des Mörders", Gmeiner Verlag,
August 2011 "Die Hure und der Meisterdieb", Gmeiner Verlag,
Oktober 2011 "Der Henker von Lemgo", Emons Verlag,
Oktober 2012 "Das Mirakel von Köln", Emons Verlag; Sachbücher Zeitgeschichte:
"Profile aus dem Landkreis Herford - Stadt Vlotho" (Sachbuch, Zittau: Edition Profile, 2004),
"Profile aus dem Landkreis Schaumburg - Stadt Rinteln" (Sachbuch, Zittau: Edition Profile 2012);
Auszeichnungen: Internationaler Schriftstellerwettbewerb WRITEMOVIS in Hollywood, Top-Ten-Platzierungen 2002 ("Die Geistheilerin") und 2003 ("Im Zweifel für den Hund"), 2. Platz 2005 für das Manuskript mit dem Arbeitstitel ("Die Hexe und der Henker") zum Roman ("Der Henker von Lemgo").
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 354 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.06.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783862823666
Verlag Acabus Verlag
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Faszinierend und verstörend zugleich
von Katrin Roisz aus Wien am 27.11.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Susanna von Weißenburg empfand ich am Anfang sehr naiv und auch Ich-Bezogen. Sie wollte unbedingt an den Hof der Gräfin Elisabeth Báthory kommen und schlug dabei auch sämtliche Warnungen ihres treuen Gefährten und Freund Johannes in den Wind. Als sie am Hof ankommen geraten Johannes und Susannas Zofe Katica... Susanna von Weißenburg empfand ich am Anfang sehr naiv und auch Ich-Bezogen. Sie wollte unbedingt an den Hof der Gräfin Elisabeth Báthory kommen und schlug dabei auch sämtliche Warnungen ihres treuen Gefährten und Freund Johannes in den Wind. Als sie am Hof ankommen geraten Johannes und Susannas Zofe Katica in Schwierigkeiten und verschwinden plötzlich spurlos. Spätestens hier hätten bei jeder vernünftigen Person doch sämliche Alarmglocken schrillen müssen, aber Susanna ist noch immer voll faszniert vom Hofleben und von Gabor, dem Neffen der Gräfin, sodass sie alle Bedenken beiseite schiebt. Zu Beginn ist dann aber noch alles ganz harmlos. Susanna lernt das Hofleben kennen und vor allem die Darvulia, die engste Vertraute der Gräfin. Diese Person ist der Autorin besonders gut gelungen. Als Leser kann man gar nicht anders als diese Frau zu hassen, aber was anderes ist auch gar nicht möglich. Immerhin war sie beteiligt an dem Mord hunderter unschuldiger Mädchen und soll die Gräfin auch noch extra dazu animiert haben. Ab Seite 100 nimmt das Verderben dann seinen Lauf. Susanna erkennt endlich was für ein Wesen die Gräfin tatsächlich ist, aber da ist es schon zu spät. Fluchtversuche scheitern und täglich hört Susanna die Schreie der Opfer aus dem Keller, die Nacht für Nacht gequält und getötet werden. Wirklich mittendrin im Geschehen ist man Gott sei dank selten, aber allein die Andeutungen was da im Keller alles passiert lassen einem normalen Menschen die Haare zu Berge stehen. Da das Buch komplett aus der Sicht von Susanna geschrieben ist, macht die Sache dann umso spannender, denn man fiebert regelrecht mit ihr mit. Was natürlich auf der anderen Seite auch den kleinen Nachteil hat, dass man nur das sieht und weiß, was sie selbst weiß. Es gibt fast keine Handlungen in denen sie nicht vorkommt und das fand ich dann doch etwas schade. Manchmal hätte ich zu gern gewusst was Katica oder Johannes gerade machen, aber die beiden kamen nur vor, wenn Susanna an sie dachte oder wenn sie die beiden traf. Das machte dem Lesegenuss aber keinen Abbruch. Alles in allem kann man sagen: Zimperlich darf man nicht sein beim Lesen, denn dann sollte man das Buch lieber nicht beginnen. Es ist an manchen Stellen, vor allem am Schluss, echt heftig. Wer aber etwas mehr über die Blutgräfin wissen will und wie sie es geschafft hat über 600 Mädchen zu ermorden, der sollte zu dem Buch greifen. Von mir gibts eine klare Buchempfehlung.

Grausam und verstörend
von manu63 aus Oberhausen am 03.08.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit dem Roman Die Magnatin Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Bathory erzählt die Autorin Bettina Szrama die fiktive Geschichte der Hofdame Susanna von Weißenburg. Susanne soll am Hof der Gräfin den letzten Schliff als Edelfrau bekommen und wird von ihrem Vater deshalb zur Erziehung an den Hof... Mit dem Roman Die Magnatin Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Bathory erzählt die Autorin Bettina Szrama die fiktive Geschichte der Hofdame Susanna von Weißenburg. Susanne soll am Hof der Gräfin den letzten Schliff als Edelfrau bekommen und wird von ihrem Vater deshalb zur Erziehung an den Hof der Gräfin geschickt. Dort erlebt sie das allmähliche Abgleiten der Gräfin in immer größere Grausamkeiten zur eigenen Erbauung. Grundlage für den Roman ist das Leben der Gräfin Elisabeth Bathory, welche viele junge Mädchen zu Tode gefoltert haben soll. Die Zahlen der getöteten Mädchen ist nicht genau bekannt, es werden aber Zahlen von bis zu 650 Toten genannt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Susanna und der Leser erhält dadurch einen breiten Einblick in die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit. Ein Bauernleben galt nicht viel und die Edlen Herrschaften nahmen sich das Recht die Untergebenen zu züchtigen und dadurch ggfs. auch zu verletzen. Ein in heutiger Zeit kaum noch nachvollziehbares Verhalten. Der Erzählstil ist flüssig und bildhaft und auch die grausamen Szenen der Folterungen lassen das Kopfkino rotieren. Die Gräfin wird als gespaltene Person dargestellt, die auf der einen Seite charmant sein konnte aber auf der anderen Seite grausam und gemein. Susanna wird immer wieder von der Gräfin betört und von ihrem Charme geblendet, wobei sich auch immer wieder Zweifel einschleichen bzgl. des Verhaltens der Gräfin, bis es letztendlich für Susanna auch fast zum Verderben kommt. Ich fand das Buch interessant und fand es gut, dass es mit historischen Daten nicht überfrachtet war. Susanna ist eine fiktive Hofdame, deren Handlungsweise man nicht immer nachvollziehen kann, aber um die Entwicklung der Gräfin aufzuzeigen, musste die Autorin Susanna in ihrer Stellung ausharren lassen. Insgesamt ein Buch, dass ich spannend fand, wobei die Schilderungen der Grausamkeiten nichts für zarte Nerven sind.

Zu Besuch bei der Blutgräfin
von Mirjam Häger aus Völklingen am 02.08.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bettina Szrama stammt ursprünglich aus der geschichtsträchtigen Alchemistenstadt Meißen, ließ ihr literarisches Talent zu DDR-Zeiten zunächst jedoch schlummern und widmete sich der Landwirtschaft und den Pferden. Nach dem Fall der Mauer entschied sie sich dann dazu, ihre schriftstellerischen Fähigkeiten nicht länger im Verborgenen zu lassen und verfasst seit nunmehr... Bettina Szrama stammt ursprünglich aus der geschichtsträchtigen Alchemistenstadt Meißen, ließ ihr literarisches Talent zu DDR-Zeiten zunächst jedoch schlummern und widmete sich der Landwirtschaft und den Pferden. Nach dem Fall der Mauer entschied sie sich dann dazu, ihre schriftstellerischen Fähigkeiten nicht länger im Verborgenen zu lassen und verfasst seit nunmehr zwei Jahrzehnten Bücher. Statt für lebendige Pferde ist sie mittlerweile für ein Steckenpferd bekannt, das sie in Form der historischen Kriminalliteratur für sich gefunden hat. Sie hat inzwischen schon so viele erfolgreiche Romane dieser Gattung geschrieben, dass es nur schwer erklärbar ist, wieso sie noch keinen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. »Die Magnatin« wurde vor zwei Monaten vom Hamburger Acabus-Verlag veröffentlicht, ist rund 350 Seiten stark und sowohl als broschiertes Taschenbuch für für 13,90 Euro als auch als E-Book für 6,99 Euro erhältlich. Ehe übrigens Unverständnis aufkommt, was mit dem Titel gemeint sein könnte: Als »Magnaten« bezeichnet man Angehörige des ungarischen Hochadels, andernorts wird der Begriff ab und an ebenfalls verwendet. Die eigentliche Hauptfigur von Frau Szramas Roman ist nicht Elisabeth Báthory-Nádasdy selbst, sondern eine junge Adlige namens Susanna von Weißenburg, die das von der Gräfin produzierte Schreckensszenario überlebt hat. Susanna erzählt rückblickend von der Zeit, die sie am Hof der berühmten Gräfin verbrachte. Damit unterscheidet sich »Die Magnatin« bereits von vielen anderen historischen Romanen, die im Regelfall immer aus einer Draufsicht geschrieben werden. Stattdessen verwendet Bettina Szrama das Schema, das beispielsweise Umberto Eco anwendete, als er den »Namen der Rose« aus der Sicht von Adson von Melk schrieb, also die Sicht einer zwar beteiligten Person, jedoch nicht der eigentlich spektakulären Figur. Damit enden die Gemeinsamkeiten nicht, denn beiden Büchern ist auch noch eine andere Sache gleich: Die exzellente Recherchearbeit. Bettina Szrama vermittelt in ihrem Buch so viel Wissen, dass auch ein Sachbuch Schwierigkeiten hätte, mitzuhalten, und es vergeht eigentlich kaum eine Seite, bei der man nicht von dem Gefühl übermannt wird, dass dafür äußerst lange recherchiert wurde. Obgleich der Faktor Fantasie nicht gänzlich beiseite geschoben wurde - die erzählte Geschichte der Susanna von Weißenburg ist genauso fiktional wie diese Figur selbst - hält sich Bettina Szrama in ihrem Buch äußerst streng an die tatsächlichen Begebenheiten dieser Epoche. Es gibt Stellen, an denen man das Gefühl hat, man müsste ein wenig mehr Vorwissen über die politischen Hintergründe des von Kriegen geschüttelten Ungarns zu jener Zeit und handelnden Akteure mitbringen, allerdings ist dies für das Verständnis der eigentlichen Geschichte nur von untergeordneter Bedeutung. Letztlich wäre es vermutlich übertrieben gewesen, noch weitere Fakten zu vermitteln, denn schließlich sollte das Ganze ein lesenswerter Roman bleiben und keine geschichtliche Abhandlung werden. Und so viel kann man sagen: Der Mittelweg wurde auf eine sehr gute Weise gefunden. Die verarmte Edelfrau Susanna gelangt gemeinsam mit einer Zofe und ihrem treuen Diener an die Burg Sárvár, die man auch heute noch in der gleichnamigen kleinen ungarischen Stadt unweit der Grenze zu Österreich besichtigen kann. Dort ist Susanna zunächst geblendet von all dem schönen Prunk, mit dem der Hochadel aufzuwarten weiß, weswegen ihr all das, was hinter der schillernden Fassade geschieht, zunächst entweder verborgen bleibt oder sie auf die (eigentlich deutlichen) Zeichen nicht konsequent genug reagiert. Deshalb verbleibt sie auch nach Warnungen weiter am Schloss der gefährlichen Gräfin und flieht selbst dann nicht, wenn man an ihrer Stelle schon längst das Weite gesucht hätte. Als sonderlich schön kann man Susannas Leben am Hofe wahrlich nicht bezeichnen, im Gegenteil - es kommt beinahe zu einer Vergewaltigung durch Elisabeths Bruder István, ihr treuer Diener wird als Mörder verurteilt und verstümmelt, nachts gellen Todesschreie durch das Schloss ... und für sie persönlich wird es schlimmer und schlimmer. Als Leser verfolgt man ihren Weg, und dieser ist definitiv ein fesselnder. Der Charakter der Susanna durchlebt im Laufe des Buches eine Entwicklung von einer anfangs sehr blauäugig agierenden Person zu einer Frau, die leidet und schließlich die Zustände hinterfragt. Das Ganze wird schlüssig vorgetragen, wenngleich man ab und zu den Eindruck hat, dass fast ein wenig zu viel geschehen musste, ehe ihre persönliche Entwicklung einsetzt. Die eigentlich faszinierende Protagonistin ist natürlich die Gräfin selbst, die im Laufe des Buchs immer brutaler wird und zwei Identitäten zu haben scheint. Zwischen diesen konnte auch die richtige Elisabeth Báthory offenbar wechseln - ein Aspekt, der bereits in Form eines Zitats auf dem Backcover des Buchs angedeutet wird. Bettina Szrama beschränkt sich in ihrer Darstellung der Serienmörderin nicht auf die Taten selbst, sondern analysiert im Vorbeigehen, was zu ihrem Verhalten geführt haben könnte. Dafür fand die Autorin Platz, weil sie während ihren Recherchen sowohl auf Indizien einer psychischen Störung als auch auf Merkmale stieß, die die Blutgräfin mit vielen anderen Serienmördern teilt. »Die Magnatin« ist ein Roman, den man nicht pauschal allen Lesern empfehlen kann, es sollten zwei Grundvoraussetzungen mitgebracht werden. Zum einen ist die grausame Szenerie inklusive Folter und allem Drum und Dran für zart beseelte Persönlichkeiten vermutlich nur bedingt geeignet. Allerdings ist das Maß an Härte nicht beliebig von der Autorin festgesetzt worden, um Aha-Effekte zu erzeugen und aufzurütteln, sondern den historischen Fakten geschuldet. Die Fakten sind der zweite Aspekt, der dazu führt, dass »Die Magnatin« nicht für jedermann geeignet ist: Einige Szenen, in denen sich Bettina Szrama an der Historie abarbeitet und Details widergibt, können nicht immer zwingend als »spannend« umschrieben werden. Stattdessen sind sie in höchstem Maße interessant. »Die Magnatin« ist deshalb weniger ein Buch für solche Leute, die sich durch einfache historische Romane ein wenig berieseln lassen wollen, sondern für solche, die eine handfeste und unterhaltsame Geschichte lesen wollen, die ein detailreiches, umfassendes und glaubwürdiges Bild der Zeit und historischen Figuren zeichnet. Sprich: Leser, die auch ein tatsächliches Interesse an Informationen haben. Für diese ist das Buch eine exzellente Mischung, und da sich die Rezensentin selbst als solche sieht, kann sie ihre beiden Daumen bei der Beurteilung kerzengrade nach oben strecken und das Buch den beschriebenen Adressaten wärmstens empfehlen.