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Die Prinzipien der Kriegspropaganda

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In der Moderne mussten die Kriegsfürsten immer darauf bedacht sein, ihre Expansionspolitik der eigenen Bevölkerung als humanitäre oder defensive Notwendigkeit schmackhaft zu machen. Im ersten Weltkrieg sollten England, das »perfide Albion«, in die Schranken gewiesen und der »Erbfeind« Frankreich niedergerungen werden. »Wir aber«, so versicherte der deutsche Reichskanzler im Jahre 1915, »haben den Krieg nicht gewollt.« Selbst den Überfall auf Polen im Jahre 1939 verstand Hitler als Defensivhandlung darzustellen: »Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen.« Bis heute hat sich daran nichts geändert: »Sadam Hussein verfügt über ein ganzes Arsenal von Massenvernichtungswaffen«. »Die serbische Soldateska schickt sich an, einen Genozid an der albanischen Mehrheit im Kosovo zu begehen«. »Die Sicherheit der westlichen Welt steht auf dem Spiel«. Anne Morelli hat Die Prinzipien der Kriegspropaganda aufdecken können, die offensichtlich so etwas wie die zehn Gebote der Kriegsfürsten für die »Heimatfront« darstellen. Sie werden mit historischen Beispielen aus den Kriegen der letzten einhundert Jahre belegt – und zwar mit Beispielen von beiden Seiten der jeweiligen Konflikte. Allen offiziellen Verlautbarungen, so das Fazit der Autorin, muss im Konfliktfall mit systematischem Zweifel begegnet werden. Denn ihre Wahrheit kann erst geprüft werden, wenn es zu spät ist – nach dem Krieg.
Rezension
»Anne Morellis Buch bietet jedem Zeitungsleser oder Fernsehzuschauer das intellektuelle Instrumentarium, medial verstärkte Propaganda kritisch zu durchleuchten.«
Die Zeit, 18. November 2004

Lesen Sie hier die vollständige Rezension auf zeit.de

»Um sich gegen den intellektuellen Terrorismus der Kriegspropaganda zu wappnen, sollte man unbedingt das schlanke und gut zugängliche Buch von Anne Morelli lesen und reflektieren.«
La Raison

»In den ebenso knappen wie lehrreichen Kapiteln ihres Buches führt die Historikerin Anne Morelli jedes der Prinzipien anhand von Beispielen aus. Sie sind von leider allzu brennender Aktualität.«
Le Monde Diplomatique

»Ein echtes Handbuch wider die Manipulation!«
Le Matin

»Äußerst lesenswert und sehr gut lesbar ist diese Zusammenfassung der Historikerin Anne Morelli. Empfohlen sei sie nicht nur Zweiflern und Pazifisten, sondern auch und gerade allen Medienmachern und Politikern, die ihrer Äußerungen und Produkte zum Krieg ohne Selbstzweifel verkaufen.«
Radio Palmares

»In Anbetracht der Wirkmacht des Propagandaapparats muß eine heutige Aufklärung die Menschen wieder in die Lage versetzen, eigenständige und vernünftige Entscheidungen zu fällen. Anne Morellis Buch trägt sachlich entscheidend dazu bei.«
junge Welt

»Morellis schlankes Buch kann dazu beitragen, dass man in Konfliktsfällen die Propagandamethoden besser durchschauen kann.«
Neue Luzerner Zeitung

»Angesichts der jüngsten Drohungen des US-Präsidenten sollten alle Friedensbewegten schnell dieses Buch lesen, um sich für die bevorstehende Schlacht die Köpfe zu wappnen.«
Ossietzky

»Morellis Buch Die Prinzipien der Kriegspropaganda sollte eigentlich ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung aller JournalistInnen und PolitikerInnen darstellen. Es reiht sich ein in Klassiker wie Il Principe (Macchiavelli), Die Kunst der Strategie (Sun Tsu) oder Vom Kriege (Clausewitz) und besticht duch klare Sprache und aktuelle Beispiele.«
Public Observer

»Anne Morelli untermauert mit zahllosen Beispielen und Fakten, dass die von Ponsonby aufgestellten Prinzipien nach wie vor gültig sind. Die Leserschaft ruft sie zu Skeptizismus auf. Auch in ihrer extremen Form habe diese Haltung nachweislich weniger Tote auf dem Gewissen als blinde Leichtgläubigkeit.«
ORF Hörfunk

»Die Prinzipien der Kriegspropaganda, so lautet der Titel eines überaus lesenswerten Buches von Anne Morelli, Professorin an der Universität Brüssel. Ihr Ziel sei es gewesen ... die Prinzipien der Kriegspropaganda, die von allen Konfliktparteien in gleicher Weise verwendet werden, anschaulich zu beschreiben und ihrer Mechanismen zu verdeutlichen. Das ist ihr eindrucksvoll gelungen.«
Deutsche Welle

»Die Historikerin Anne Morelli hat in ihrem knappen und lehrreichen Buch nun die Prinzipien der Kriegspropaganda in den Kriegen der letzten 100 Jahre, wie sie von allen Seiten in gleicher Weise angewandt werden, herausgearbeitet, anschaulich beschrieben und ihre Mechanismen deutlich gemacht. ... Das Buch bietet Aufklärung im besten Sinne zu einem Thema der Zeit und ist ein echtes Handbuch gegen Manipulation.«
Sicherheit und Ökonomie

»Will man die wesentlichen Prinzipien, nach denen Kriegspropaganda immer wieder funktioniert, verstehen, empfiehlt sich ein Blick in das prägnante und klare Buch der belgischen Historikerin... .«
Sezession

»Man sollte das nützliche Buch lesen, um nicht erneut manipuliert zu werden.«
Österreichische Militärische Zeitschrift
Portrait
Anne Morelli ist Professorin an der Université libre in Brüssel. Sie veröffentlichte unter anderem Les grands mythes de l'histoire de Belgique (Die großen Mythen der belgischen Geschichte) (1995) und Lettre ouverte à la secte des adversaires des sectes (Offener Brief an die Sekte der Sektengegner) (1997).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 156 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.04.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783866744448
Verlag Zu Klampen
Verkaufsrang 48.845
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Parallelen sind erkennbar.
von kvel am 30.03.2015
Bewertet: Taschenbuch

Die Autorin erläutert ihre Ausführungen über die Prinzipien der Kriegspropaganda anhand folgender Kapiteleinteilung: 1. Wir wollen keinen Krieg. 2. Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg. 3. Der Feind hat dämonische Züge. 4. Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele. 5. Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten. ... Die Autorin erläutert ihre Ausführungen über die Prinzipien der Kriegspropaganda anhand folgender Kapiteleinteilung: 1. Wir wollen keinen Krieg. 2. Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg. 3. Der Feind hat dämonische Züge. 4. Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele. 5. Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten. Wenn uns Fehler unterlaufen, dann nur versehentlich. 6. Der Feind verwendet unerlaubte Waffen. 7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm. 8. Unsere Sache wird von Künstlern und Intellektuellen unterstützt. 9. Unsere Mission ist heilig. 10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter. Das Besondere: Die Autorin zeigt die angewandten Propaganda-Techniken nicht nur für eine Kriegspartei, sondern von beiden (oder allen) beteiligten Kriegsgegnern. Beispiele: Kap. 4: "Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele": "Triebfeder des Krieges ist in der Regel der Wille zur geopolitischen Vorherrschaft verbunden mit ökonomischen Interessen. Für die öffentliche Meinung darf das jedoch nicht transparent gemacht werden. Nun können moderne Kriege, im Gegensatz etwa zu den Kriegen Ludwig XIV., nur mit Zustimmung der Bevölkerung geführt werden - und sei es, weil die Parlamente wenigstens im Prinzip für eine Kriegserklärung votieren müssen. Die Zustimmung ist leicht zu bekommen, wenn das Volk glaubt, dass von diesem Krieg seine Freiheit, ... abhängt, und dass der Krieg die Durchsetzung unanfechtbarer Werte befördert. Die Propaganda muss daher bestimmte Triebfedern des Krieges für das Volk unkenntlich, andere hingegen glaubhaft machen." (S. 45). Meine Meinung: Die Mächtigen / Regierenden "liebäugeln" heute noch genauso leicht mit Kriegen wie zu Zeiten des Ersten Weltkriegs; setzten dem Volk heute wie damals ein Feindbild vor und die wahren Motive werden heute wie eh und je hinter geschickter Propaganda versteckt, um sich selbst in einem guten Licht erscheinen zu lassen und jegliche Schuld von sich zu weisen. Dieses Sachbuch ist gut verständlich geschrieben. Die Autorin beschreibt das vergangene Geschehen ohne Partei zu ergreifen und ohne moralische Zuordnungen. Beim Lesen dachte ich sehr oft an die vorhandenen Parallelen zu aktuellen "Kriegen", die nicht so heißen dürfen, angeblicher Unterstützungen anderer Staaten, um diese nach den Grundsätzen der Menschenrechte und der Demokratie zu gestalten! Fazit: Interessant und lesenswert!