Die Reise des Elefanten

Roman

(10)
Inspiriert von der wahren Geschichte eines indischen Elefanten, den man im 16. Jahrhundert auf spektakuläre Weise über Land und See von Spanien nach Wien überführte, erzählt Saramago meisterhaft und voller Ironie von den sagenhaften Abenteuern des Elefanten Salomon und seines gewitzten Mahuts. Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, ihn ihrem Vetter, dem Großherzog Maximilian aus Wien, zum Geschenk zu machen. Mit einem großen Tross wird Salomon samt seinem Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der italienischen Alpen steht. Unterwegs lernt man nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten kennen, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn herum. Dabei ist es der indische Mahut, der, Narr und Weiser zugleich, seine Zeitgenossen häufig demaskiert. Augenzwinkernd verknüpft Saramago in seinem Roman, der einen zuweilen an einen gewissen Ritter aus der Mancha denken lässt, Realität und Fiktion.
Portrait
José Saramago (1922–2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition.1998 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Zuletzt erschien bei Hoffmann und Campe sein Romanfragment Hellebarden. Als Atlantik Taschenbuch erscheint 2016 der Roman Alle Namen.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 240, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.08.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783455403053
Verlag Hoffmann und Campe Verlag GmbH
Verkaufsrang 46.669
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 24604797
    Das Tagebuch
    von José Saramago
    eBook
    4,99
  • 33831343
    Tanz der seligen Geister
    von Alice Munro
    eBook
    9,99
  • 30610205
    Sand
    von Wolfgang Herrndorf
    (13)
    eBook
    9,99
  • 27635698
    Herr Mozart wacht auf
    von Eva Baronsky
    (24)
    eBook
    7,99
  • 45303578
    Der dunkle Ritter
    von Maurizio de Giovanni
    eBook
    16,99
  • 30643562
    Nachricht von dir
    von Guillaume Musso
    (52)
    eBook
    8,99
  • 31385526
    Das Memorial
    von José Saramago
    eBook
    7,99
  • 29358614
    Die Mondspielerin
    von Nina George
    (31)
    eBook
    9,99
  • 26767414
    Als ich vom Himmel fiel
    von Juliane Koepcke
    eBook
    10,99
  • 38224069
    Der goldene Schwarm
    von Nick Harkaway
    eBook
    15,99
  • 42923094
    Experiment Paradies NICARAGUA
    von Rita Hartleb
    eBook
    8,99
  • 24268649
    Schneewittchen muss sterben / Oliver von Bodenstein Bd.4
    von Nele Neuhaus
    (174)
    eBook
    9,99
  • 23256345
    Leichengift
    von Robert Ellis
    (3)
    eBook
    3,99
  • 40063336
    Alle Namen
    von José Saramago
    eBook
    9,99
  • 44191410
    O Evangelho Segundo Jesus Cristo
    von José Saramago
    eBook
    5,49
  • 33133854
    Die portugiesische Reise
    von José Saramago
    eBook
    13,99
  • 44261792
    As Intermitências Da Morte
    von José Saramago
    eBook
    5,49
  • 33763833
    Seeing
    von José Saramago
    eBook
    9,49
  • 39364855
    Das Lied der Freiheit
    von Ildefonso Falcones
    eBook
    8,99
  • 44963912
    Inseltage
    von Jette Hansen
    (24)
    eBook
    3,99

Buchhändler-Empfehlungen

„Reise quer durch Europa“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Portugal im 16.Jahrhundert: König Johann ist der stolze Besitzer eines indischen Elefanten mit Namen Salomon. Leider hat der Monarch in letzter Zeit zunehmend das Interesse an seinem exotischen Haustier verloren. Da kommt ihm die Idee, das Tier Großherzog Maximilian von Österreich zum Geschenk zu machen. Und so begibt sich der Elefant Portugal im 16.Jahrhundert: König Johann ist der stolze Besitzer eines indischen Elefanten mit Namen Salomon. Leider hat der Monarch in letzter Zeit zunehmend das Interesse an seinem exotischen Haustier verloren. Da kommt ihm die Idee, das Tier Großherzog Maximilian von Österreich zum Geschenk zu machen. Und so begibt sich der Elefant nebst seinem indischen Mahut, einer ganzen Kompanie Soldaten und anderen Begleitpersonen zu Fuß auf die Reise von Portugal nach Wien. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Der Nobelpreisträger Saramago erzählt seinen Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, mit großer Sprachfertigkeit und Ironie und schickt seinen Leser auf eine interessante und abenteuerliche Reise quer durch Europa.

„Schade, dass dies der letzte Roman Saramago's ist“

K.Hoppe, Thalia-Buchhandlung Solingen

Ein schön geschriebener Roman, der einem sehr viel Wärme zwischen dem Elefanten Salomon und seinem Mahur schildert. Man erlebt die geistreiche Art des Mahuts, wie er den Weg für sich und den Elefanten meistert. Unterwegs spiegelt Saramago nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft Ein schön geschriebener Roman, der einem sehr viel Wärme zwischen dem Elefanten Salomon und seinem Mahur schildert. Man erlebt die geistreiche Art des Mahuts, wie er den Weg für sich und den Elefanten meistert. Unterwegs spiegelt Saramago nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn. Saramago's Schreibweise vermittelt einem viel Witz und Ruhe. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

„Schelmenroman“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Anfangs sprachlich etwas gewöhnungsbedürftig (Saramago hat seine eigene Sichtweise auf Punkt, Komma und gesprochene Rede), umfängt die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise den Leser. Irgendwie meint man immer ein verschmitztes Lächeln des Autors zu spüren, wenn er von der Reise des Elefanten, einem Geschenk des portugiesischen Königs Anfangs sprachlich etwas gewöhnungsbedürftig (Saramago hat seine eigene Sichtweise auf Punkt, Komma und gesprochene Rede), umfängt die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise den Leser. Irgendwie meint man immer ein verschmitztes Lächeln des Autors zu spüren, wenn er von der Reise des Elefanten, einem Geschenk des portugiesischen Königs an den österreichischen Erzherzog, erzählt. Man kann kaum sagen, dass Saramago irgendeine seiner Figuren vorführt, irgendwie hat das, was sie tun, eine wohlberechtigten Grund. Denn Saramago lässt uns immer die zwei Seiten der Medaille betrachten: Die Seite dessen, der etwas tut und die Seite dessen, der es dann ertragen muss. Und so schafft er es menschliche, bürokratische, monarchische, religöse Verhaltensweisen unter die Lupe zu nehmen. Lesenswert.

„Die Reise des Elefanten“

Virginia Seeck, Thalia-Buchhandlung Jena

Inspiriert durch eine Holzschnitzerei in einem Café, entstand dieser Roman. Saramagos Stilmittel sind lange Sätze und das einzige was dieser Autor kennt, sind Kommas. Absolut alles wird mit Kommas getrennt. Egal ob es sich um wörtliche Rede handelt oder nicht. Dies hat mich sehr viel Kraft gekostet beim Lesen. Das gebe ich zu.
Es handelt
Inspiriert durch eine Holzschnitzerei in einem Café, entstand dieser Roman. Saramagos Stilmittel sind lange Sätze und das einzige was dieser Autor kennt, sind Kommas. Absolut alles wird mit Kommas getrennt. Egal ob es sich um wörtliche Rede handelt oder nicht. Dies hat mich sehr viel Kraft gekostet beim Lesen. Das gebe ich zu.
Es handelt sich um die historisch hinterlegte Reise eines Elefanten von Portugal nach Österreich.
Wer Jose Saramago kennt, wird es lieben.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
6
2
2
0
0

Mahut Fritz
von NiWa aus Euratsfeld am 04.03.2016

Es ist die wahre Geschichte eines Elefanten, der sich im Jahr 1551 als Hochzeitsgeschenk auf den Weg von Lissabon nach Wien gemacht hat. Amüsant, süffisant und meisterhaft erzählt José Saramago davon, wie Mahut Fritz auszog, um Elefant Salomon nach Wien zu überführen. In diesem Buch habe ich ein wahres Kleinod... Es ist die wahre Geschichte eines Elefanten, der sich im Jahr 1551 als Hochzeitsgeschenk auf den Weg von Lissabon nach Wien gemacht hat. Amüsant, süffisant und meisterhaft erzählt José Saramago davon, wie Mahut Fritz auszog, um Elefant Salomon nach Wien zu überführen. In diesem Buch habe ich ein wahres Kleinod entdeckt. Ich habe nie zuvor davon gehört, dass dem Erzherzog von Österreich einst ein Elefant zur Hochzeit geschenkt wurde. Wenn man bedenkt, dass dies im Jahr 1551 war und so ein Elefant gar nicht so einfach zu überführen ist, war ich auf eine besondere Geschichte gespannt. Der Elefant - ich nenne ihn jetzt beim Namen - Salomon bzw. Soliman wurde vom portugiesischen Königspaar an den Erzherzog verschenkt. Wahrscheinlich deshalb, weil sie ihn schon 2 Jahre ihr eigen nannten, aber kaum mehr Interesse an ihn hatten. Ein Elefant ist gut und schön, doch wer einen Elefanten hat, braucht den passenden Mahut dazu. Der Mahut ist sozusagen der Tierpfleger, der die Bedürfnisse seines Schützlings kennt und weiß, was er ihm zumuten kann. Obwohl dieser Mahut eigentlich ein Inder namens Subhro ist, wird er im Lauf der Geschichte Fritz genannt. Den Grund dafür, den muss man schon selbst erfahren. So machen sich Fritz und Salomon auf den Weg nach Österreich und haben es mit vielen Herausforderungen zutun. Einmal ist es die Wüste, dann sind es die Alpen, und auch das Meer müssen sie in einem Schiff überqueren. Da ist es nur gut zu wissen, dass sie von Ochsenkarren und einer Militäreskorte begleitet werden, die leider kaum mit Elefanten umzugehen weiß. Sicher kann man sich vorstellen, dass so ein Elefant zur damaligen Zeit ein außergewöhnliches Lebewesen war und die meisten Menschen keine Ahnung davon hatten. So säumen herrlich amüsante Begebenheiten den Weg von Lissabon nach Wien. Manche treten dem fremden Wesen mutig entgegen, andere verstecken sich lieber in ihren Häusern und manch christlicher Würdenträger versucht sogar, dem Dickhäuter den Teufel auszutreiben oder ihn zu göttlichen Wundern zu bewegen. Die Besonderheit der Geschichte wird von Saramagos außergewöhnlichem Schreibstil umrahmt. Ironisch, spitzzüngig und stets heiter, erzählt er von Mahut Fritz und dem Elefanten Soliman, immer darauf bedacht, dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern: ? ? schließlich waren sie erbitterte Verfechter einer Regel, die so alt ist wie der Dom von Braga und besagt, dass es für jede Sache einen festen Platz geben muss, damit jede Sache ihren Platz hat, auf dem sie dann verleiben kann. Als Grundprinzip einer effizienten häuslichen Ordnung mag das ja durchaus löblich sein, schlimm wird es nur, wenn man Menschen auf dieselbe Art in Schubladen steckt.? (S. 115) Ich habe Soliman und Fritz gerne auf ihrer langen Reise von Lissabon nach Wien begleitet und war sehr überrascht, dass dieses außergewöhnliche Paar 1551 sogar einen Zwischenstopp in meiner Heimatstadt gemacht hat. Es ist die Geschichte eines extravaganten Hochzeitsgeschenks und der wohl ungewöhnlichsten Überführung im 16. Jahrhundert, die José Saramago auf meisterhafte Weise erzählt, und mir bestimmt in guter Erinnerung bleiben wird.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Elefant sein in Wien, das ist schon was!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.08.2011
Bewertet: Kunststoff-Einband

Im 16. Jahrhundert, da begab es sich, dass ein Elefant auf spektakuläre Weise, über Land und See, und über alle möglichen Hindernisse hinweg, die Reise von Lissabon nach Wien antrat. Begleitet von seinem findigen Mahut, so wird der Elefantenführer genannt, erleben die Beiden - wenn man dem Autor Glauben... Im 16. Jahrhundert, da begab es sich, dass ein Elefant auf spektakuläre Weise, über Land und See, und über alle möglichen Hindernisse hinweg, die Reise von Lissabon nach Wien antrat. Begleitet von seinem findigen Mahut, so wird der Elefantenführer genannt, erleben die Beiden - wenn man dem Autor Glauben schenken darf, und dagegen spricht nicht viel - ein Abenteuer der Luxussonderklasse. Sprachgewaltig, mit einer Aura von Schelmenhaftigkeit versehen, verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion. Mehr als unterhaltsame Historie, genussvoller Zeitvertreib!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Das letzte Meisterwerk des Nobelpreisträgers
von Helga Rom aus Innsbruck am 27.07.2010
Bewertet: Kunststoff-Einband

Vor fast 500 Jahren wird ein indischer Elefant von Portugal nach Wien geschickt. Kein leichtes Unterfangen zur damaligen Zeit und ein Großereignis für die Zeitgenossen, für die ein Elefant etwas komplett Unbekanntes war. Doch dieser Elefant bewegt sich, wie die gesamte Erzählung, leichtfüßig und elegant. Saramago fabuliert meisterhaft über... Vor fast 500 Jahren wird ein indischer Elefant von Portugal nach Wien geschickt. Kein leichtes Unterfangen zur damaligen Zeit und ein Großereignis für die Zeitgenossen, für die ein Elefant etwas komplett Unbekanntes war. Doch dieser Elefant bewegt sich, wie die gesamte Erzählung, leichtfüßig und elegant. Saramago fabuliert meisterhaft über Kultur, Landschaft und Zwischenmenschliches. Die Leserin begleitet den Elefanten, dessen gewitzten Mahut und den gesamten Tross von Portugal nach Spanien, durch Italien über den Brenner bis Innsbruck, Linz und schließlich Wien. Saramago würzt die Reise mit reichlich Spott auf die damalige und die heutige Gesellschaft und schenkt dazu leicht verdauliche, aber fundierte Geschichtskenntnisse ein. Ein Buch, das ich allen empfehlen möchte, die gehobene Unterhaltung lieben und die spitze Zunge des Nobelpreisträgers mögen. Wie schade, dass dies das letzte Buch Saramagos ist!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?

Wird oft zusammen gekauft

Die Reise des Elefanten - José Saramago

Die Reise des Elefanten

von José Saramago

(10)
eBook
9,99
+
=
Ein ganz neues Leben - Jojo Moyes

Ein ganz neues Leben

von Jojo Moyes

(143)
eBook
9,99
+
=

für

19,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen