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Die Sache mit dem Dezember

Roman

(9)

In einer Kleinstadt in Irland soll die Investition eines riesigen Konzerns alle Bewohner zu Millionären machen. Wenn da nicht Johnsey Cunliffe wäre, der seltsame und stille Johnsey, der kaum je ein Wort sagt. Die Farm seiner kürzlich verstorbenen Eltern ist das Kernstück des geplanten Bauprojekts. Gerade als sich ihm das Glück zuwendet, wird Johnsey von allen Seiten unter Druck gesetzt. Er soll verkaufen. Doch genau das will er nicht.

Portrait
Donal Ryan, geboren 1976 in Nenagh, im Süden Irlands, studierte Bauingenieurwesen und Jura in Limerick, wo er bei der Staatlichen Behörde für Arbeitnehmerrechte beschäftigt ist. Für seinen zweiten Roman ›The Spinning Heart‹ (2012) wurde Ryan mit dem Irish Book Award und dem Guardian First Book Award ausgezeichnet. Der Roman stand außerdem auf der Longlist des Man Booker Prize 2013. Donal Ryan lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Castletroy, Limerick.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 25.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06927-3
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 193/126/23 mm
Gewicht 297
Originaltitel The Thing about December
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
19,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Unmacht“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Johnsey ist ein geistig zurückgebliebener junger Mann, der schon sein ganzes Leben darunter leidet. In der Schule gehänselt, eine Enttäuschung für seinen Vater, bleibt er Zielscheibe des Spottes für die anderen Jugendlichen in der Stadt. Nachdem beide Eltern gestorben sind, wohnt er alleine auf dem Bauernhof und versucht sich durchzuschlagen. Johnsey ist ein geistig zurückgebliebener junger Mann, der schon sein ganzes Leben darunter leidet. In der Schule gehänselt, eine Enttäuschung für seinen Vater, bleibt er Zielscheibe des Spottes für die anderen Jugendlichen in der Stadt. Nachdem beide Eltern gestorben sind, wohnt er alleine auf dem Bauernhof und versucht sich durchzuschlagen. Eigentlich kann er aber gar nicht selbständig sein: Es gibt Entscheidungen zu treffen, zu denen er einfach nicht imstande ist. Dabei versuchen sämtliche Leute, ihn auszutricksen und auszunutzen. Irgendwie spürt er das immerhin und versucht, sich auf seine Art zu wehren.

Ich muss zugeben, dass Donal Ryan mir mit dieser Geschichte Bauchschmerzen bereitet hat. Es ist eine deprimierende Geschichte und überhaupt nicht lustig. Der Autor hat das echt gut gemacht. Ich hatte die ganze Zeit das Bedürfnis, die Leute dazu aufzufordern, dass sie Verständnis für Johnsey haben und ihm endlich mal helfen müssen! Ja, Johnseys Schicksal hat mich echt gerührt.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Nach dem Tod seiner Eltern verbleibt Johnsey Cunliffe alleine auf dem Hof der Familie. Ein geplantes Bauprojekt stellt sein bisher ruhiges Leben komplett auf den Kopf. Nach dem Tod seiner Eltern verbleibt Johnsey Cunliffe alleine auf dem Hof der Familie. Ein geplantes Bauprojekt stellt sein bisher ruhiges Leben komplett auf den Kopf.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Fein erzählte Geschichte darüber, was mit einem Menschen passiert, der vieles hinein, aber nichts hinaus lässt. Fein erzählte Geschichte darüber, was mit einem Menschen passiert, der vieles hinein, aber nichts hinaus lässt.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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8760h-365Tage-12Monate-1Jahr voller Veränderungen!
von fibroe am 13.04.2015

Das Buch „Die Sache mit dem Dezember“ von Donal Ryan umfasst ein Jahr aus dem Leben des jungen Mannes Johnsey das ereignisreicher nicht sein könnte. Es ist sein Buch über viele wunderbare Erinnerungen, über Freundschaft, die Liebe, den Glauben an Gott und über Selbstfindung, aber auch über Selbsthass, Gewalt,... Das Buch „Die Sache mit dem Dezember“ von Donal Ryan umfasst ein Jahr aus dem Leben des jungen Mannes Johnsey das ereignisreicher nicht sein könnte. Es ist sein Buch über viele wunderbare Erinnerungen, über Freundschaft, die Liebe, den Glauben an Gott und über Selbstfindung, aber auch über Selbsthass, Gewalt, Schikane, Macht, Geldgier und Rache. Auf den ersten Seiten des Buches bekommt man einen umfassenden Eindruck von der Hauptperson Johnsey und erfährt eigentlich alles was in seinem Leben eine Rolle spielt. Er ist dick von Statur, ein bisschen langsam im Denken, und unglaublich unglücklich, weil er sich schlecht, dumm und nicht geliebt fühlt. Frauen machen ihm Angst und die Männer aus seinem Ort schikanieren ihn mit Vorliebe, dass man Dauerangst um den armen Kerl hat. Sein geliebter Vater ist gestorben. Er ist getrieben von Selbstmordgedanken, die sich in seinem Kopf immer fester verankern. Nach dem Tod seiner Mutter entzieht er sich seine Daseinsberechtigung komplett. Es gibt nur einen Funken Gutes: Erinnerungen die wiederkehrend am Anfang der Kapitel erscheinen, die nach den Monaten eines Jahres benannt sind. Immer wieder erinnert sich Johnsey an die Zeit mit seinen Eltern, vor allem seinem Vater, eine Zeit die für ihn sehr glücklich war. Speziell sind es Erinnerungen an Dinge, die sie für gewöhnlich im Laufe dieses Monats erlebt haben. Seit dem Johnsey jedoch vollständig auf sich allein gestellt ist, dominieren quälende Gedanken des Selbstzweifels und -hasses. Für ihn gibt es keinen Sinn mehr im Leben. Er fühlt sich als Parasit und abstoßender Mensch. Das ändert sich, nachdem ihm Gewalt angetan wird. Er landet im Krankenhaus und lernt zum ersten Mal sowas wie Freundschaft kennen. Und wie die Liebe, denn die Liebe zu einer Frau erfüllt sein Herz. Auch das Selbstbewusstsein scheint sich zu stärken. In seiner Einfachheit schafft es Johnsey nun immer wieder negative Situationen in etwas Positives zu wandeln. Worin man nun auch bestärkt wird: Johnsey ist keineswegs dumm, oft überraschen seine Gedanken in dieser Hinsicht! Johnsey fängt sogar an, so etwas wie ein glückliches Leben zu führen. Der Glaube an Gott und an seine Eltern im Himmel, hält ihn davon ab dem Lauf der Zeit zu folgen und lässt ihn zeitlos und recht zufrieden leben. Doch die Sonne scheint nicht ewig und die Dinge ändern sich. Macht und Geldgier überschwemmen das Dorf massiv und Lügen verbreiten sich in Windeseile. Rache findet ihren Weg, Freundschaft und Liebe führen Kleinkrieg, Druck macht sich breit. Nach einer filmreichen Szene endet das Buch und lässt einen melancholisch und traurig zurück. Fazit: Es handelt sich sicher um kein besonders spektakuläres Buch mit viel Action. Es ist eher ein seichtes Dahindenken, da man Zuschauer von Johnseys Leben in seinen Gedanken ist. Es ist ein Buch der tiefen Gefühle, Gefühle wie Schrecken, Traurigkeit, Freude, Wut und Entsetzen. Am Ende bleibt man sprachlos zurück und fragt sich, ob Johnsey irgendwo hätte abbiegen sollen. Für mich war es ein Buch mit Tiefgang, ein Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Ein Buch mit Charakter, das man nicht einfach weglegt und vergisst. Es ist ein Buch, das man weiter empfiehlt, ohne auch nur den Hauch von Schamgefühl spüren zu müssen, ob eventueller Trivialität des Inhaltes.

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Irland im Wirtschaftsboom
von Claudia Sünderhauf am 17.03.2015

Der 24-jährige Johnsey Cunliffe und seine Mutter leben auf ihrem Bauernhof, in einem kleinen Dorf in Irland. Johnsey ist sehr behütet aufgewachsen und wird von den Dorfbewohnern als etwas einfältig betrachtet. Er ist nicht sehr wortgewandt und Jahrzehnte des Mobbings haben ihm den letzten Rest an Selbstbewustsein genommen. Als dann... Der 24-jährige Johnsey Cunliffe und seine Mutter leben auf ihrem Bauernhof, in einem kleinen Dorf in Irland. Johnsey ist sehr behütet aufgewachsen und wird von den Dorfbewohnern als etwas einfältig betrachtet. Er ist nicht sehr wortgewandt und Jahrzehnte des Mobbings haben ihm den letzten Rest an Selbstbewustsein genommen. Als dann auch nocht seine Mutter stirbt. verfällt er in eine tiefe Depression, er ist verwirrt und nicht imstande selbst die kleinsten Dinge zu erledigen. Doch wir befinden uns im irischen Wirtschaftsboom und durch neue Landbebauungspläne ist Johnseys Land plötzlich sehr, sehr viel wert. Schon bald stehen eifrige Bauunternehmer bei ihm Schlange und das ganze Dorf wartet darauf, dass er sein Land verkauft und damit der Region zum wohlverdienten Aufschwung verhilft. Seine Unfähigkeit eine Entscheidung zu treffen, lässt die Leute im Dorf immer zorniger werden. Ich fand diesen Roman sehr anrührend und aufrüttelnd. Johnseys unprätentioser, selbstironischer innerer Monolog ist sehr lustig, doch die Situation in der er sich befindet ziemlich düster, woraus eine Grundspannung entsteht, eine böse Vorahnung. Die Figuren sind unvergesslich, man möchte Johnsey entweder in den Arm nehmen, oder ihm einen Tritt in den Hintern geben. Auf der Hälfte des Romans sieht es fast so aus, als würde sich die Geschichte in eine heitere Fabel vom kauzigen Außenseiter entwickeln – doch manchmal ist es eben unmöglich, aus seiner Haut zu können...

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intensives, starkes Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2015

.......Einmal hatte Daddy, als er dachte, Johnsey könnte sie nicht hören, zu Mutter gesagt, er sei eben ein sehr stiller Junge.....Er hatte die Zärtlichkeit in Daddys Stimme gehört. Aber Zärtlichkeit konnte man auch für eine Missgeburt von einer Promenadenmischung empfinden, die man am besten direkt nach der Geburt ertränkt... .......Einmal hatte Daddy, als er dachte, Johnsey könnte sie nicht hören, zu Mutter gesagt, er sei eben ein sehr stiller Junge.....Er hatte die Zärtlichkeit in Daddys Stimme gehört. Aber Zärtlichkeit konnte man auch für eine Missgeburt von einer Promenadenmischung empfinden, die man am besten direkt nach der Geburt ertränkt hätte......Johnsey ist anders, als andere Jungs in seinem Alter. Nach dem Tod seiner Eltern, erbt er die kleine Landwirtschaft und weiß nicht ein noch aus, als er von einigen Ortsbewohnern und Projektmanagern bedrängt wird, sein Erbe zu verkaufen. Schon längst ist es beschlossene Sache, Johnsey den Besitz abzujagen, um ein Entwicklungsprojekt der Stadtverwalter verwirklichen zu können. Als er einmal mehr von 3 stadtbekannten Dorfschlägern überfallen wird, sind seine Verletzungen so schwer, dass er im Krankenhaus landet. Dort lernt er nicht nur seinen Zimmergenossen Nuschel-Dave kennen, sondern freundet sich auch mit seiner ihn betreuenden Krankenschwester Siobhán an. Nach seiner Entlassung versinkt Johnsey auf seinem Hof im Alleinsein und er sehnt sich nach seinem Krankenhausaufenthalt zurück. Er träumt von der freundlichen, liebevollen Betreuung von Siobhán und er sehnt sich nach der lustigen Sprücheklopferei von Nuschel-Dave. Er glaubt schon nicht mehr daran, sie je wiederzusehen, als Nuschel-Dave eines Tages bei ihm auftaucht. ..."Das musste man sich einmal vorstellen, so eine Freude zu empfinden beim Anblick eines dicken kleinen Plámásers!..Es fühlte sich an, als würde man sich nach einem langen Arbeitstag in einen Heuhaufen fallen lassen, der warm war von der Sonne..." "Die Sache mit dem Dezember" von Donal Ryan ist ein intensives, starkes Leseerlebnis

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