Die Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

Autorenlesung. Ausgezeichnet mit dem HörKulino 2011

(14)
Lange wurde sie erwartet. Nun ist sie da, Christa Wolfs monumentale Rückschau: auf ihr Leben in den drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen, auf Brüche und Neuanfänge. Es ist ein Anschreiben gegen das Vergessen, begonnen zu einem Zeitpunkt, als ein Vergessen für die Autorin eine Wohltat gewesen wäre. Denn 1993 ergießt sich in Deutschland der Hass des Feuilletons über die vermeintliche Stasi-Zuträgerin Christa Wolf. Ein Aufenthalt in Los Angeles schafft ihr den überlebensnotwendigen Abstand. Und in der Annäherung an die Stadt nähert sie sich auch sich selbst. Eine berührende Identitätssuche und kraftvolle Lebensbejahung – gelesen von der Autorin selbst.
Portrait
Christa Wolf, 1929 in Landsberg an der Warthe geboren, lebt mit ihrem Mann Gerhard Wolf in Berlin. Sie zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart; ihr umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR (1963), dem Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen (1977), dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt (1980), dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur (1985), dem Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München (1987), dem Nationalpreis 1. Klasse für Kunst und Literatur (1987), der Ehrendoktorwürde der Freien Universität Brüssel (1990), dem Orden Officier des Arts et des Lettres (1990), dem Elisabeth-Langgässer-Preis (1999) und dem Nelly Sachs-Preis (1999). 2009 wurde Christa Wolf zur Ehrenpräsidentin des P.E.N. ernannt. 2010 erhielt sie den Thomas-Mann-Preis für ihr Lebenswerk.
Im Dezember 2011 verstarb Christa Wolf in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Christa Wolf
Anzahl 9
Erscheinungsdatum 23.07.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783862310081
Genre Belletristik
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 703 Minuten
Hörbuch (CD)
28,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Christa Wolf in L.A. Exilperspektive, weil Flucht vor Verdächtigungen und Nachrede. Ortungsversuch inmitten vieler Emigranten der 30er & 40er Jahre. Starker Erinnerungstext! Christa Wolf in L.A. Exilperspektive, weil Flucht vor Verdächtigungen und Nachrede. Ortungsversuch inmitten vieler Emigranten der 30er & 40er Jahre. Starker Erinnerungstext!

„Stadt der Engel“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Christa Wolfs Buch spielt in den USA, in Los Angeles, der Stadt der Engel, wohin die Autorin, wegen der gegen sie unmittelbar nach der Wende entfesselnde "Jagd" weniger gereist als geflohen war.Sie verwendet eine Ich-Erzählerin, eine weibliche Stimme, die dann die autobiographische Fixierung verläßt und in die poetische Fiktion überleitet. Sie schildert wiederholt die Augenblicke des 89er-Herbstes - den Ausnahmezustand, der die Massen durch die Straßen trieb. Es war das Wunder der Losung - keine Gewalt - im ganzen Land. So läßt sie einen dunkelhäutigen Engel als Seele schadlos fliegen...Es gibt inmitten des Tuns und Treibens der amerikanischen Konsumgesellschaft eine Szene in der die Ich-Erzählerin, nach einigen Whiskys einen Telefonanruf aus Berlin ignoriert und stundenlang Volks- u. Kampflieder singt. Es ist eine Art Erlösungserfahrung. Die Autorin verwebt geschickt Einzelschicksale, die zum Nachdenken anregen. Was bleibt, ist die Erkenntnis des Lernens - nicht ohne Erinnerung. Ein wahrhaftiges Buch - absolut empfehlenswert. Christa Wolfs Buch spielt in den USA, in Los Angeles, der Stadt der Engel, wohin die Autorin, wegen der gegen sie unmittelbar nach der Wende entfesselnde "Jagd" weniger gereist als geflohen war.Sie verwendet eine Ich-Erzählerin, eine weibliche Stimme, die dann die autobiographische Fixierung verläßt und in die poetische Fiktion überleitet. Sie schildert wiederholt die Augenblicke des 89er-Herbstes - den Ausnahmezustand, der die Massen durch die Straßen trieb. Es war das Wunder der Losung - keine Gewalt - im ganzen Land. So läßt sie einen dunkelhäutigen Engel als Seele schadlos fliegen...Es gibt inmitten des Tuns und Treibens der amerikanischen Konsumgesellschaft eine Szene in der die Ich-Erzählerin, nach einigen Whiskys einen Telefonanruf aus Berlin ignoriert und stundenlang Volks- u. Kampflieder singt. Es ist eine Art Erlösungserfahrung. Die Autorin verwebt geschickt Einzelschicksale, die zum Nachdenken anregen. Was bleibt, ist die Erkenntnis des Lernens - nicht ohne Erinnerung. Ein wahrhaftiges Buch - absolut empfehlenswert.

„Christa Wolf ist auch nur ein Mensch“

Dieter Theiss, Thalia-Buchhandlung Eisenach

Christa Wolfs Bericht soll ein Roman sein, sagt uns der Verlag auf der Rückseite des Schutzumschlags. Ich habe es lieber als autobiografischen Bericht gelesen, der uns eine neue Christa Wolf näherbringt.
Natürlich ist da die Christa Wolf voller Selbstzweifel: wie konntes es mir passieren, dass ich in jungen Jahren kurz als IM für die Stasi tätig war und das vergessen habe ?
Natürlich taucht im Buch immer wieder aus der Ferne Kaliforniens die DDR auf: welche Fehler wurden gemacht, was wäre zu retten gewesen, wäre eine bessere DDR eine Alternative zum gnadenlosen Kapitalismus ?
Aber es ist auch ein Reisebericht, der uns eine andere, natürliche, menschliche Christa Wolf näher bringt: sie begeistert sich täglich an neuen Folgen des SF-Märchens "Star Trek" im TV; sie genießt die Sonne Kaliforniens, das Meer und die Restaurants LAs; sie ist verletzlich und braucht Ablenkung.
Und dann taucht da noch völlig unerwartet ein Schutzengel in dieser Stadt der Engel auf und fortan steht Angelina der Icherzählerin zur Seite wann immer sie gebraucht wird.
Christa Wolf wird neben all den Fragen von Faschismus über Sozialismus zu Kapitalismus zu einem Menschen wie du und ich und das vor allem macht dieses Buch so lesenswert.
Auch einige Lebensweisheiten werden uns mit auf den Weg gegeben und die stammen nicht etwa von Hopi-Indianern, sondern von einer Nonne:
My whole life is a process of learning how to make friends with myself .
Danke, Christa Wolf !
Christa Wolfs Bericht soll ein Roman sein, sagt uns der Verlag auf der Rückseite des Schutzumschlags. Ich habe es lieber als autobiografischen Bericht gelesen, der uns eine neue Christa Wolf näherbringt.
Natürlich ist da die Christa Wolf voller Selbstzweifel: wie konntes es mir passieren, dass ich in jungen Jahren kurz als IM für die Stasi tätig war und das vergessen habe ?
Natürlich taucht im Buch immer wieder aus der Ferne Kaliforniens die DDR auf: welche Fehler wurden gemacht, was wäre zu retten gewesen, wäre eine bessere DDR eine Alternative zum gnadenlosen Kapitalismus ?
Aber es ist auch ein Reisebericht, der uns eine andere, natürliche, menschliche Christa Wolf näher bringt: sie begeistert sich täglich an neuen Folgen des SF-Märchens "Star Trek" im TV; sie genießt die Sonne Kaliforniens, das Meer und die Restaurants LAs; sie ist verletzlich und braucht Ablenkung.
Und dann taucht da noch völlig unerwartet ein Schutzengel in dieser Stadt der Engel auf und fortan steht Angelina der Icherzählerin zur Seite wann immer sie gebraucht wird.
Christa Wolf wird neben all den Fragen von Faschismus über Sozialismus zu Kapitalismus zu einem Menschen wie du und ich und das vor allem macht dieses Buch so lesenswert.
Auch einige Lebensweisheiten werden uns mit auf den Weg gegeben und die stammen nicht etwa von Hopi-Indianern, sondern von einer Nonne:
My whole life is a process of learning how to make friends with myself .
Danke, Christa Wolf !

„Subjektive Authentizität – erneut hinterfragt “

Sibylle Herwig, Thalia-Buchhandlung Magdeburg, Allee-Center

Als Christa Wolf 1992 nach Los Angeles, die Stadt der Engel, fliegt, folgt sie einer Einladung des Getty Center in Santa Monica. Es ist wohl auch eine Flucht gewesen vor den Diskussionen um die Autorin und ihre Stasiverstrickung. Hier war eine umfängliche Opferakte zu finden, aber auch eine schmale, unbedeutende Täterakte, die sie vergessen hatte. Und gerade das verfolgt Christa Wolf, provozierte aufs Neue ihr Lebensthema, das dem Leser seit ihren ersten Büchern vertraut ist, die intensive, bohrende Frage: Wie sind wir geworden, was wir sind? Es geht um Gedächtnis, Erinnerung, den schützenden Freudschen Mantel der Verdrängung, Überleben und Identität. Und es geht auch um Amerika. Christa Wolfs Begegnung mit Kalifornien, die Nähe zu den Orten des Exils von Lion Feuchtwanger und Thomas Mann verändern den Blickwinkel auf sich und die Welt.
Mit Stadt der Engel hat Christa Wolf ein Buch vorgelegt, in dem sich Romanhaftes und Authentisches, Fiktionales und Biografisches mischen. Interessant, anregend, beachtens-
und empfehlenswert.
Als Christa Wolf 1992 nach Los Angeles, die Stadt der Engel, fliegt, folgt sie einer Einladung des Getty Center in Santa Monica. Es ist wohl auch eine Flucht gewesen vor den Diskussionen um die Autorin und ihre Stasiverstrickung. Hier war eine umfängliche Opferakte zu finden, aber auch eine schmale, unbedeutende Täterakte, die sie vergessen hatte. Und gerade das verfolgt Christa Wolf, provozierte aufs Neue ihr Lebensthema, das dem Leser seit ihren ersten Büchern vertraut ist, die intensive, bohrende Frage: Wie sind wir geworden, was wir sind? Es geht um Gedächtnis, Erinnerung, den schützenden Freudschen Mantel der Verdrängung, Überleben und Identität. Und es geht auch um Amerika. Christa Wolfs Begegnung mit Kalifornien, die Nähe zu den Orten des Exils von Lion Feuchtwanger und Thomas Mann verändern den Blickwinkel auf sich und die Welt.
Mit Stadt der Engel hat Christa Wolf ein Buch vorgelegt, in dem sich Romanhaftes und Authentisches, Fiktionales und Biografisches mischen. Interessant, anregend, beachtens-
und empfehlenswert.

„Stadt der Engel“

Christina Berger, Thalia-Buchhandlung Pirmasens

Anfang der Neunziger Jahre hat Christa Wolf auf Einladung der Getty Foundation in Los Angeles gelebt. In diesem Roman findet der Leser viele Verweise auf diese Zeit und das damals Erlebte - auch in Bezug auf Christa Wolfs persönliche Verarbeitung der Veröffentlichung ihrer Stasi-Akten und damit das Bekanntwerdens ihrer kurzen und von ihr selbst verdrängten Arbeit als IM „Margarete“ für die Stasi.Diesen offensichtlich autobiographischen Teil hat die Autorin in einen fiktionalen Rahmen gepackt. Durch die Augen einer fiktionalen Autorin, die aufgrund eines Stipendiums der Getty Foundation in L.A. weilt und dort u. a. mit ihrer Stasivergangenheit konfrontiert wird, gesteht Wolf sich und dem Leser eine weitaus größere -und durchaus auch kritische - Distanz zum Geschilderten zu, als dies in der Ich-Form möglich gewesen wäre. Den Kern des Buches bildet trotzdem die Aufarbeitung des Verdrängten.Doch Wolf beschäftigt sich auch mit dem sogenannten "American Way of Life", sie begeistert sich für das amerikanische Fernsehen - die Serie Star Trek wird in Kombination mit einer Margaritha und einem Käsebrot zu einem festen Punkt in ihrem Tagesablauf - und spürt dem Los Angeles der 30er und 40er Jahre nach, als sich dort viele deutsche Emigranten vor allem aus der deutschen Literaturszene wiedertrafen.
Mit einer immer wieder fantastischen literarischen Virtuosität hat Christa Wolf diese verschiedenen Themen und auch Stimmungen zu einem interessanten und spannenden Roman zusammengefügt.
Anfang der Neunziger Jahre hat Christa Wolf auf Einladung der Getty Foundation in Los Angeles gelebt. In diesem Roman findet der Leser viele Verweise auf diese Zeit und das damals Erlebte - auch in Bezug auf Christa Wolfs persönliche Verarbeitung der Veröffentlichung ihrer Stasi-Akten und damit das Bekanntwerdens ihrer kurzen und von ihr selbst verdrängten Arbeit als IM „Margarete“ für die Stasi.Diesen offensichtlich autobiographischen Teil hat die Autorin in einen fiktionalen Rahmen gepackt. Durch die Augen einer fiktionalen Autorin, die aufgrund eines Stipendiums der Getty Foundation in L.A. weilt und dort u. a. mit ihrer Stasivergangenheit konfrontiert wird, gesteht Wolf sich und dem Leser eine weitaus größere -und durchaus auch kritische - Distanz zum Geschilderten zu, als dies in der Ich-Form möglich gewesen wäre. Den Kern des Buches bildet trotzdem die Aufarbeitung des Verdrängten.Doch Wolf beschäftigt sich auch mit dem sogenannten "American Way of Life", sie begeistert sich für das amerikanische Fernsehen - die Serie Star Trek wird in Kombination mit einer Margaritha und einem Käsebrot zu einem festen Punkt in ihrem Tagesablauf - und spürt dem Los Angeles der 30er und 40er Jahre nach, als sich dort viele deutsche Emigranten vor allem aus der deutschen Literaturszene wiedertrafen.
Mit einer immer wieder fantastischen literarischen Virtuosität hat Christa Wolf diese verschiedenen Themen und auch Stimmungen zu einem interessanten und spannenden Roman zusammengefügt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
9
5
0
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0

Wolf, Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr.Freud
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 21.09.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1992/93 war Christa Wolf mit einem Forschungsstipendium in Santa Monica/USA. Im Januar 93 berichteten bundesdeutsche Zeitungen über ihre Stasi-Akte (sie war IM seit März 1959 und schrieb wenige Berichte über Mitstudenten bis 1962). Sehr viel länger wurde Christa Wolf mit ihrem Mann von der Stasi bespitzelt. D.h. etwa 40... 1992/93 war Christa Wolf mit einem Forschungsstipendium in Santa Monica/USA. Im Januar 93 berichteten bundesdeutsche Zeitungen über ihre Stasi-Akte (sie war IM seit März 1959 und schrieb wenige Berichte über Mitstudenten bis 1962). Sehr viel länger wurde Christa Wolf mit ihrem Mann von der Stasi bespitzelt. D.h. etwa 40 "Opferakten" steht eine schmale "Täterakte" gegenüber, deren Inhalt sie völlig vergessen hatte. Sie selber kennt diese Akte seit Mai 1992. In dem Roman "Stadt der Engel" beschreibt C.Wolf, wie sie am Pazifik "überrollt" wird von der Wucht und Häme der Berichterstattung über sie. Wie sie verzweifelt an ihrem "Vergessen" und "Verdrängen" der Akte. Immer wieder fragt sie sich:"Kann man das vergessen? Daß sie mir einen Decknamen gegeben haben? Daß ich einen Bericht geschrieben habe?" Und bekommt z.B. von einem Züricher Psychologen die Antwort:"Na und? Was weiter? Im Übrigen:Man kann alles vergessen."(S.205) Ich frage mich (und Sie) beim Lesen, weiß ich, was ich mit 20 oder 25 Jahren alles gemacht, gedacht, gesagt und geschrieben habe? Ich glaube jedenfalls der Romanerzählerin sofort, daß sie das wirklich nicht mehr gewußt hat. Daß sie es wirklich vergessen hatte, bis sie in der Gauckbehörde mit ihrer schmalen Akte konfrontiert wurde. Christa Wolf schafft es auch mit diesem Roman wieder (genau so, wie mit "Kindheitsmuster" und "Sommerstück") mich in eine intensive Diskussion mit mir selber, mit meinen Erinnerungen, mit meinem Vergessen zu verwickeln. Ich bin sehr oft nicht ihrer Meinung, aber ich empfinde großen Respekt vor ihrer Erinnerungsarbeit!

Dieses Buch hat mich in den Kontakt zu meiner Urkraft gebracht
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.04.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch war ein absolutes Wunschbuch von mir und ist auf spannender Weise zu mir gekommen. Ich habe für das Lesen des Buches 6 Monate benötigt. Es ist wie ein Buch zur Selbsterfahrung der eigenen Persönlichkeit. Es ermöglichte mir eine tiefe Sicht in meine Persönlichkeit. Mir konnte sich endlich... Dieses Buch war ein absolutes Wunschbuch von mir und ist auf spannender Weise zu mir gekommen. Ich habe für das Lesen des Buches 6 Monate benötigt. Es ist wie ein Buch zur Selbsterfahrung der eigenen Persönlichkeit. Es ermöglichte mir eine tiefe Sicht in meine Persönlichkeit. Mir konnte sich endlich Eros als mein Begleiter vorstellen. Ich erkannte, dass mein Lebenssinn darin besteht, die Liebe als 3. Urkraft zu nehmen und in diesem Leben einzubringen. Nun habe ich dieses Buch mit dem Wunsch weitergegeben, dass es viele zu lesen erhalten.

Autobiographischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Karlsruhe am 26.10.2010
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

seit mehr als drei Jahrzehnten bin ich Fan von Christa Wolf; ich bewundere jedesmal die sprachliche Dichte ihrer Werke; den politischen Teil ihres Lebens werde ich nicht kommentieren.


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