Die Tage, die ich dir verspreche

Roman

(101)
Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".
'Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.' Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.
"Eines der Bücher, aus denen man anders herausgeht als man hineinging: Mitfühlender, innerlich weiter, empathischer. Überzeugender als Jojo Moyes’ ‚Ein ganzes halbes Jahr‘, intensiv wie John Greens ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘. Und man weiß, wie dieses Geocaching eigentlich funktioniert." Bestseller-Autorin Nina George über „Die Tage, die ich dir verspreche"
Rezension
"Ein ausgesprochen berührender Roman. Ein Roman, der deutlich aufzeigt, dass mit dem Finden eines Spenderorgans und einer erfolgreichen Transplantation noch lange nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind." Lesendes Katzenpersonal (Blog), 31.08.2016
Portrait
Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51676-8
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 19,2/13,4/3,4 cm
Gewicht 319 g
Verkaufsrang 18.791
Buch (Paperback)
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„Bewertung“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Gwen hat ein neues Herz und eigentlich ist alles bestens für sie verlaufen , die OP und die Reha waren vielversprechend. Jetzt muss das Spenderherz nur noch zu Gwens Leben und ihren Ängsten passen. Noah scheint da, trotz eigener Lebenszweifel der Richtige an ihrer Seite zu sein..doch ihre Liebesgeschichte gestaltet sich dramatisch, existentiell und als eine emotionale Achterbahn. Eine bewegende und realitätsnahe Geschichte um das Thema Organspende , die sicher exemplarisch für viele Schicksale steht...manchmal gibt es eben doch Wunder und oft genug auch keines... Gwen hat ein neues Herz und eigentlich ist alles bestens für sie verlaufen , die OP und die Reha waren vielversprechend. Jetzt muss das Spenderherz nur noch zu Gwens Leben und ihren Ängsten passen. Noah scheint da, trotz eigener Lebenszweifel der Richtige an ihrer Seite zu sein..doch ihre Liebesgeschichte gestaltet sich dramatisch, existentiell und als eine emotionale Achterbahn. Eine bewegende und realitätsnahe Geschichte um das Thema Organspende , die sicher exemplarisch für viele Schicksale steht...manchmal gibt es eben doch Wunder und oft genug auch keines...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Ein Thema das wahrscheinlich jeden Menschen sehr bewegt.
Obwohl sich alles um den Tod dreht, steht in diesem Roman trotzdem das Leben im Vordergrund!
Emotional sehr berührend!
Ein Thema das wahrscheinlich jeden Menschen sehr bewegt.
Obwohl sich alles um den Tod dreht, steht in diesem Roman trotzdem das Leben im Vordergrund!
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N. Zieger, Thalia-Buchhandlung Halle

Tragisch, wunderbar und voller Hoffnung. Dies ist eine bezaubernde Geschichte, die den Leser zu Tränen rührt. Wunderschön! Tragisch, wunderbar und voller Hoffnung. Dies ist eine bezaubernde Geschichte, die den Leser zu Tränen rührt. Wunderschön!

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Wunderschön und berührend zugleich. Wunderschön und berührend zugleich.

Wunderschön und herzzerreißend! Ein Buch das man einfach nur lieben kann. Wunderschön und herzzerreißend! Ein Buch das man einfach nur lieben kann.

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Herzzerreißend! Gibt es ein Leben nach einer Herztransplantation? Und wenn ja, wie kommt man damit zurecht? Kann man mit einem neuen Herz lieben? Berührend, bewegend, authentisch. Herzzerreißend! Gibt es ein Leben nach einer Herztransplantation? Und wenn ja, wie kommt man damit zurecht? Kann man mit einem neuen Herz lieben? Berührend, bewegend, authentisch.

Lisa Golitsch, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein (Liebes-)Roman, der in leichtem Ton ein sehr schwieriges Thema aufgreift. Ein (Liebes-)Roman, der in leichtem Ton ein sehr schwieriges Thema aufgreift.

Dorothea Weiss, Thalia-Buchhandlung Jena

Gwen hat ein neues Herz bekommen. Eigentlich sollte sie glücklich sein! Doch die Schuldgefühle gegenüber dem Spender rauben ihr die Ruhe. Authentisch und berührend! Gwen hat ein neues Herz bekommen. Eigentlich sollte sie glücklich sein! Doch die Schuldgefühle gegenüber dem Spender rauben ihr die Ruhe. Authentisch und berührend!

„2. Herz = 2. Chance?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor fast genau zwei Wochen habe ich Ihnen Susanna Ernsts Buch „So wie die Hoffnung bleibt“ empfohlen. Es war ein Roman aus der aktuellen Werbekampagne des Knaur Verlags „Genau meins“ Und heute habe ich nun das zweite Buch aus dieser Kampagne für Sie. Ebenfalls wieder eine ganz ungewöhnliche Geschichte, die mich begeistert hat.

Lily Oliver ist eine Münchner Autorin, die unter anderen Pseudonymen schon ganz unterschiedliche Bücher herausgebracht hat. Unter Lily Oliver ist es ihr erster Roman.

Endlich mal ein Klappentext, dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist. Und dann noch das tolle Zitat von der großartigen Autorin Nina George, der ich nur zustimmen kann.

Lily Oliver erzählt die Geschichte von Gwen und Noah immer wieder abwechselnd aus den Perspektiven der beiden. Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat aus dem Internetforum „jungundherzkrank, dem Forum, über das sich die beiden kennengelernt haben. So können wir die beiden jungen Protagonisten viel besser kennenlernen, denn so erfahren wir auch ihre Gedanken und Ängste. Die Autorin beschreibt diese Geschichte mit ganz viel Feingefühl, so dass man die Beweggründe von Gwen und Noah sehr gut nachvollziehen kann. Obwohl dieses Buch für Erwachsene geschrieben wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Buch schon etwas für Jugendliche ab 14 Jahren ist. Gerade dadurch, dass die Hauptpersonen so jung sind.

Mich hat sowohl die eigentliche Geschichte sehr fasziniert, als auch die Beziehung und die Kommunikation zwischen Gwen und Noah. Vor einiger Zeit habe ich das Buch von David Wagner „Leben“ gelesen. Das war seine ganz persönliche Geschichte über seine Lebertransplantation. Schon damals habe ich angefangen, nachzudenken, wie es mir persönlich wohl ginge, wenn ich auf eine Transplantation angewiesen wäre. Und Lily Oliver ist dieses Thema ganz anders angegangen. Niemand erkennt die Ängste und die Schuld, die das Mädchen Gwen durchlebt. Sie hat das Herz einer anderen Person. Das Herz einer Person, die nicht freiwillig gestorben ist. Sie hat eine große Verantwortung damit übernommen. Wie soll sie damit fertigwerden. Alle sagen ihr immer nur, wie toll es ist, dass es geklappt hat. Alle wollen, dass sie ihr Leben ganz normal weiterlebt. Aber niemand sieht, wie es ihr wirklich geht. Und diese Gefühle, die Gwen zu dieser gravierenden Entscheidung treiben, hat Lily Oliver großartig erfasst. Ich habe mir schon ziemlich früh während der Lektüre überlegt, ob 1. Patienten vor so einem Eingriff psychologisch betreut werden, damit sie sich der ganzen Thematik, die auf sie einströmt, bewusst werden? Und 2. ob Menschen, die zu Depressionen neigen, grundsätzlich mit so einem Thema umgehen können?

Aber nicht nur das Thema Organtransplantation hat mich zutiefst berührt, sondern auch das Thema Kommunikation. Gwen und Noah reden ganz viel miteinander. Aber sie behalten auch ganz viel für sich. Und dieses teilweise, weil sie den anderen nicht enttäuschen wollen, oder weil sie einfach annehmen, dass der andere den gleichen Gedanken hat. Und so entstehen Missverständnisse. Dadurch öffnet dieses Buch einem auch die Augen, dass man wirklich offen miteinander reden sollte. Denn wie soll der andere die eigenen Gedanken erkennen? Wenn Gwen und Noah viel offener miteinander gesprochen hätten, wäre das Buch viel kürzer gewesen. Zum Glück haben sie es aber nicht gemacht, denn somit haben wir ein wunderbares Buch geschenkt bekommen, dem ich ganz viele Leser und Leserinnen wünsche!

Mich hat dieses Buch total mitgerissen. Ich mochte gar nicht aufhören und war ganz traurig, dass ich es vorab lesen durfte, denn so konnte ich es noch nicht empfehlen.
Vor fast genau zwei Wochen habe ich Ihnen Susanna Ernsts Buch „So wie die Hoffnung bleibt“ empfohlen. Es war ein Roman aus der aktuellen Werbekampagne des Knaur Verlags „Genau meins“ Und heute habe ich nun das zweite Buch aus dieser Kampagne für Sie. Ebenfalls wieder eine ganz ungewöhnliche Geschichte, die mich begeistert hat.

Lily Oliver ist eine Münchner Autorin, die unter anderen Pseudonymen schon ganz unterschiedliche Bücher herausgebracht hat. Unter Lily Oliver ist es ihr erster Roman.

Endlich mal ein Klappentext, dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist. Und dann noch das tolle Zitat von der großartigen Autorin Nina George, der ich nur zustimmen kann.

Lily Oliver erzählt die Geschichte von Gwen und Noah immer wieder abwechselnd aus den Perspektiven der beiden. Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat aus dem Internetforum „jungundherzkrank, dem Forum, über das sich die beiden kennengelernt haben. So können wir die beiden jungen Protagonisten viel besser kennenlernen, denn so erfahren wir auch ihre Gedanken und Ängste. Die Autorin beschreibt diese Geschichte mit ganz viel Feingefühl, so dass man die Beweggründe von Gwen und Noah sehr gut nachvollziehen kann. Obwohl dieses Buch für Erwachsene geschrieben wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Buch schon etwas für Jugendliche ab 14 Jahren ist. Gerade dadurch, dass die Hauptpersonen so jung sind.

Mich hat sowohl die eigentliche Geschichte sehr fasziniert, als auch die Beziehung und die Kommunikation zwischen Gwen und Noah. Vor einiger Zeit habe ich das Buch von David Wagner „Leben“ gelesen. Das war seine ganz persönliche Geschichte über seine Lebertransplantation. Schon damals habe ich angefangen, nachzudenken, wie es mir persönlich wohl ginge, wenn ich auf eine Transplantation angewiesen wäre. Und Lily Oliver ist dieses Thema ganz anders angegangen. Niemand erkennt die Ängste und die Schuld, die das Mädchen Gwen durchlebt. Sie hat das Herz einer anderen Person. Das Herz einer Person, die nicht freiwillig gestorben ist. Sie hat eine große Verantwortung damit übernommen. Wie soll sie damit fertigwerden. Alle sagen ihr immer nur, wie toll es ist, dass es geklappt hat. Alle wollen, dass sie ihr Leben ganz normal weiterlebt. Aber niemand sieht, wie es ihr wirklich geht. Und diese Gefühle, die Gwen zu dieser gravierenden Entscheidung treiben, hat Lily Oliver großartig erfasst. Ich habe mir schon ziemlich früh während der Lektüre überlegt, ob 1. Patienten vor so einem Eingriff psychologisch betreut werden, damit sie sich der ganzen Thematik, die auf sie einströmt, bewusst werden? Und 2. ob Menschen, die zu Depressionen neigen, grundsätzlich mit so einem Thema umgehen können?

Aber nicht nur das Thema Organtransplantation hat mich zutiefst berührt, sondern auch das Thema Kommunikation. Gwen und Noah reden ganz viel miteinander. Aber sie behalten auch ganz viel für sich. Und dieses teilweise, weil sie den anderen nicht enttäuschen wollen, oder weil sie einfach annehmen, dass der andere den gleichen Gedanken hat. Und so entstehen Missverständnisse. Dadurch öffnet dieses Buch einem auch die Augen, dass man wirklich offen miteinander reden sollte. Denn wie soll der andere die eigenen Gedanken erkennen? Wenn Gwen und Noah viel offener miteinander gesprochen hätten, wäre das Buch viel kürzer gewesen. Zum Glück haben sie es aber nicht gemacht, denn somit haben wir ein wunderbares Buch geschenkt bekommen, dem ich ganz viele Leser und Leserinnen wünsche!

Mich hat dieses Buch total mitgerissen. Ich mochte gar nicht aufhören und war ganz traurig, dass ich es vorab lesen durfte, denn so konnte ich es noch nicht empfehlen.

Petra Kriegel, Thalia-Buchhandlung Görlitz

Ein bewegendes und intensives Buch voller Emotionen. Es zeigt, dass der schwierige Weg nach einer gelungenen Transplantation noch nicht vorbei ist. Toll geschrieben! Ein bewegendes und intensives Buch voller Emotionen. Es zeigt, dass der schwierige Weg nach einer gelungenen Transplantation noch nicht vorbei ist. Toll geschrieben!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
101 Bewertungen
Übersicht
70
27
3
1
0

Schwieriges Thema
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 24.01.2018

Gwen ist 19 Jahre alt und hat gerade ein Spenderherz bekommen. Wie sie damit so richtig umgehen soll, weiß sie nicht so recht. Einerseits ist sie froh, andererseits denkt sie viel über den Spender nach, hat sogar Alpträume davon. Leider kann sie sich niemanden so richtig anvertrauen. Auch ihrer... Gwen ist 19 Jahre alt und hat gerade ein Spenderherz bekommen. Wie sie damit so richtig umgehen soll, weiß sie nicht so recht. Einerseits ist sie froh, andererseits denkt sie viel über den Spender nach, hat sogar Alpträume davon. Leider kann sie sich niemanden so richtig anvertrauen. Auch ihrer Therapeutin oder ihrer besten Freundin Leni, die auch ein Herz braucht, kann sie nicht alles erzählen. Was soll sie zuhause nur machen? Vor allem wenn alle über sie fremdbestimmen und jetzt der Meinung sind, es ist nach der OP sofort alles so wie vor der Krankheit. Leider ist es für Gwen auch sehr schwierig mitzuteilen, was sie gerne möchte. Sie will ihre Familie und ihren Freund nicht verletzen, auch wenn sie selbst nicht glücklich ist. Gwen sucht verzweifelt Hilfe im Internet und findet eine Plattform, in der sie sich mit anderen, Gleichgesinnten, austauschen kann. Die Anmeldung verläuft auch recht schnell und leicht. Sie liest sich einfach durch die Beiträge. Nur eines Tages hält sie es nicht mehr aus und will ihr Herz verschenken. Der Moderator der Seite, Noah, hält es für einen Scherz und löscht Gwens Beitrag, blockiert sie sogar. Daraufhin schreibt sie ihm eine Mail, die er ironisch erwidert. Leider versteht Gwen diese falsch und ist jetzt so verzweifelt, dass sie kurzer Hand nach München zu Noah fährt. Wird es ein gutes Ende finden? „Die Tage, die ich dir verspreche“ beschreibt eindrucksvoll wie Personen sich mit einem Spenderorgan fühlen. Ok, dass kann ich eigentlich nicht beurteilen, aber es fühlt sich so an, als ob es genau so sein könnte. Es ist nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen und mit jemanden drüber sprechen, stelle ich mir auch sehr schwierig vor. Vor allem wenn jeder behauptet, man müsse jetzt ja glücklich sein und man könnte sein Leben da fortsetzen, wo man vor der Krankheit aufgehört hat. Mich hat das Buch sehr berührt und das eine oder mal auch zu Tränen veranlasst. Es ist einfach sehr schön geschrieben. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da haben wir Gwen, die nach der Transplantation depressiv wird und nicht weiß, was sie machen soll und auf der anderen Seite steht Noah. Er berichtet aus seiner Sicht, wie Gwen ihm begegnet und setzt alles daran, ihr zu helfen, obwohl sie eine Fremde für ihn ist. Natürlich erfährt man auch viel über Noah selbst.

Eine wunderbare Hommage an das Leben!
von Verena Schulze von Lieblingslesplatz am 31.12.2017

Da ich bereits „Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver gelesen hatte, wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Den Klappentext hatte ich gar nicht beachtet bei der Entscheidung – wie so oft wenn ich einen Autor so mag, dass ich ALLES von ihm lesen würde  – so... Da ich bereits „Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver gelesen hatte, wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Den Klappentext hatte ich gar nicht beachtet bei der Entscheidung – wie so oft wenn ich einen Autor so mag, dass ich ALLES von ihm lesen würde  – so wie bei Alana Falk, egal unter welchem Pseudonym … als das Buch dann bei mir einzog musste ich schwer schlucken. Das Herz. Kein leichtes Thema für mich, und wird es wohl auch nie mehr werden… Daher habe ich das lesen hier immer und immer vor mir her geschoben… Haptisch ist das Buch, wie auch sein Nachfolger wieder ein Erlebnis. Eigentlich sind das ja nur Äußerlichkeiten, aber ein wertvoller Inhalt verdient auch durchaus eine wertige Verpackung.  Und das ist hier absolut erfüllt. Das Papier des Umschlages ist ganz samtig, die Mohnblumen in Aquarelltechnik zart und stark zugleich. Die Blüten erinnern an Herzen … Der Titel dominiert und ist erhaben geprägt – auch am Buchrücken. So schön! Bei der Protagonistin Gwen bin ich mir lange nicht sicher , was ich von ihr halten soll. Ist sie stark, weil sie all das durchgemacht hat? Ist sie schwach, weil sie nun aufgeben will? Ist sie stark weil sie das zielstrebig durch ziehen will? Ist sie schwach, weil sie sich doch recht schnell von ihren Plänen ablenken lässt? Ich bin mir auch jetzt noch unsicher … Gwen erscheint mir sehr naiv, weil sie glaubt ihr Herz verschenken zu können – es erscheint mir unwahrscheinlich für Jemanden der sich so intensiv auch in Foren mit dem Thema auseinander gesetzt hat, nicht zu wissen, dass das nicht geht… Je länger ich aber über Gwen nachdenke, komme ich zu der Erkenntnis – dass sie wahrscheinlich einfach ganz normal reagiert für eine junge Frau in solch einer Extremsituation. Ich kann das schlecht beurteilen oder verurteilen und bin einfach nur froh, Gwen auf dieser Achterbahnfahrt der Gefühle begleitet zu haben. Thomas ist oberflächlich betrachtet ein Party-machender BWL Student der seine Vorlesungen nicht besucht.  Seine Mutter ist eine erfolgreiche Herzchriurgin aus deren Schatten er sowieso nie heraus wachsen kann  – warum es also versuchen. Seine EX-Freundin ist ausgezogen und er zu faul, ihren Hausstand zu entsorgen. Klingt nicht gerade nach einem Traumtypen – doch er führt dieses Forum für Herzkranke mit seiner Mutter zusammen – sie den medizinischen Part, er ist Administrator. Zunächst hält er Gwen für einen Troll – für Jemand der sich einen makabren Spaß daraus macht, sich über die Hilfsbedürftigen in so einem Forum lustig zu machen. Daher löscht er Gwens Post  „Herz zu verschenken“ und antwortet sarkastisch auf ihre Frage mach dem Warum „weil ich es selbst möchte“ . Was er damit auslöst und was das für Ihn und Gwens Leben für Konsequenzen haben wird, kann Keiner voraus sehen… Mein einziger Kritikpunkt ist der thematisierte Suizid. Es ist mir unheimlich schwer gefallen, das in Worte zu fassen. Ich war mir unsicher, ob ich  überhaupt hier mit aufnehmen sollte, denn vielleicht ist es keine Kritik, sondern nur etwas, das ich einfach loswerden will: Suizid ist keine Lösung! Und wer den Gedanken fasst, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen – bei dem kommt selten ein Prinz auf dem Pferd daher geritten und sie lebten glücklich bis an ihr Ende. Zwischendurch dachte ich, der Suizidgedanke wird in diesem Buch verniedlicht. Als Lösung akzeptiert. Aber dem ist nicht so. Gwens Gedanken sind nachvollziehbar und die Entwicklung wunderbar. Trotzdem. Erwachsene, gesunde Leser wissen damit umzugehen. Doch wie wäre es, wenn ein zu Depressionen neigender Mensch das Buch liest, oder ein Jugendlicher? Ein Hinweis am Ende des Buches wäre schön gewesen. Sehr gefreut habe ich mich, dass ein absolut cooles Hobby mit ins Buch eingeflossen ist und eine wichtige Rolle spielt: das Geocaching! Gwen beginnt damit, um ihrer besten Freundin Leni eine Freude zu machen, die noch immer wartend in der Klinik liegt. Doch schnell wird es zu einer neuen Aufgabe für Gwen, die ihr hilft, ihre Welt wieder neu zu entdecken. Ich selbst habe Geocaching durch eine Freundin vor 4 Jahren für mich entdeckt. Auch meine Kinder lieben es in der Natur auf Schatzsuche zu gehen. Viel zu lange haben wir das nicht mehr gemacht. Das wäre doch ein schöner Vorsatz fürs neue Jahr … Man soll ja nicht vergleichen – weder bei Büchern noch bei seinen Kindern – macht man aber natürlich doch… Dieses Buch ist weniger poetisch als sein Nachfolger „Träume, die ich uns stehle“,  dafür um so mehr humorvoll, kraftvoll, mutmachend. Lily Oliver hat es wieder geschafft, mich voll in ihren Bann zu ziehen und mich durch ihre Worte mit auf diese wunderbare Reise zu nehmen, so dass ich wenig von meiner Umwelt mit bekommen habe, bis ich die Geschichte beenden konnte. Danke dafür! Es geht um Verlust, Tod und Suizid – und doch ist „Die Tage, die ich dir verspreche“ eine wunderschöne Hommage an das Leben! Die Geschichte vor der ich mich so sehr gefürchtet habe lässt mich mit einem breiten Grinsen zurück! Was könnte ich Euch besser zum Jahresende ans Herz legen, als dieses Buch voller Mut und Kraft für einen Neuanfang! Natürlich vergebe ist hier volle 5 von 5 Lieblingslesesessel

Die Tage die ich dir verspreche / eine starke und emotionalen Geschichte
von Nisowa am 01.11.2017

In " Die Tage, die ich dir verspreche " hat Gwen nach ihrer Herztransplatation Probleme damit umzugehen, musste doch jemand sterben, das sie leben kann. Auch das alle sagen, du hast Glück gehabt und alles wird wieder gut, helfen nicht wirklich. Und so beschliesst sie, das ein anderer besser mit ihrem... In " Die Tage, die ich dir verspreche " hat Gwen nach ihrer Herztransplatation Probleme damit umzugehen, musste doch jemand sterben, das sie leben kann. Auch das alle sagen, du hast Glück gehabt und alles wird wieder gut, helfen nicht wirklich. Und so beschliesst sie, das ein anderer besser mit ihrem neuen Herz beschenkt wäre. In einem Internetportal lernt sie Noah kennen und möchte ihm ihr Herz schenken. Die Geschichte ist toll geschrieben und zeigt wie es in Wahrheit sein kann. Sie ist sehr emotional, bleibt jedoch bis zum Ende hin spannend. Man darf mit Gwen und Noah mitfiebern und die verschiedensten Gefühle erleben. Das Buch bekommt von mir eine Lese / Kaufempfehlung und 5 Sterne.