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Die Terranauten

Roman

(65)
In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.
Rezension
Kai Lohnert, Literatur-Experte Thalia:
"T. C. Boyles scharfer und lebenspraller Humor hat mir schon häufig in schwierigen Momenten meines Lebens geholfen, wieder in die Spur zu finden. Entsprechend groß war die Freude auf den neuen Roman des US-Schriftstellers - einen Roman, in dem Boyle satirisch ganz groß auffährt und es gekonnt mit uns - der ewigtörichten Menschheit - aufnimmt. Worum geht es? Acht Leute dürfen für ein Experiment zwei Jahre lang unter einer Glaskuppel in einem künstlich erzeugten und vermeintlich perfekten Öko-System leben - unter der Beobachtung von Wissenschaftlern und Medien, die das Ganze zu einer schmierigen und abgründigen Realityshow aufdrehen. Selbst unter vermeintlich optimalen Bedingungen bleibt der Mensch, was er ist: missgünstig und hinterhältig. Boyles süffisante Sprache, sein Händchen für einen wohl gestrickten Plot machen dieses Buch zu einer aberwitzigen Fahrt durch menschliche Abgründe. Aber Boyle wäre nicht Boyle, wenn trotz aller Düsternis nicht doch auch die Liebe zum Zuge kommen würde."
Portrait
T. C. Boyle, geb. 1948 in Peekskill, New York im Hudson Valley, war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing.
Dirk van Gunsteren, geb. 1953 in Düsseldorf, ist ein deutscher literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Niederländischen und freiberuflicher Redakteur. Van Gunsteren wuchs in Duisburg auf, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Holländer. Nach mehreren Aufenthalten in Indien und in den USA studierte er in München Amerikanistik. Seit 1984 ist er als Übersetzer insbesondere aus dem Englischen tätig. Van Gunsteren lebt in München. 2007 erhielt van Gunsteren den 'Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis' für seine Übersetzung angelsächsischer Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25386-5
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 221/144/43 mm
Gewicht 851
Originaltitel The Terranauts
Auflage 3
Verkaufsrang 3.728
Buch (gebundene Ausgabe)
26,00
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...scheint am allzu menschlichen zu scheitern. Lange bereiten Sie sich vor. Jeder der auserwählten Wissenschaftler hofft, beim nächsten Team-Wechsel dabei zu sein. Die Kriterien und Anforderungen an die Probanden sind hart. Sie alle wollen in die "Ökosphäre" einem autarken abgeschotteten, sich selbst erhaltenden Lebensraum, um, in Vorbereitung ...scheint am allzu menschlichen zu scheitern. Lange bereiten Sie sich vor. Jeder der auserwählten Wissenschaftler hofft, beim nächsten Team-Wechsel dabei zu sein. Die Kriterien und Anforderungen an die Probanden sind hart. Sie alle wollen in die "Ökosphäre" einem autarken abgeschotteten, sich selbst erhaltenden Lebensraum, um, in Vorbereitung einer geplanten Marsmission, die Bedingungen für ein Überleben in extraterrestrischen Welten zu proben. Sie müssen Nahrung anbauen, gewisse Tierarten leben mit Ihnen in dieser Welt, die, von außen mit großem Medieninteresse verfolgt, einzig dem Zweck dient, irgendwann einmal eine solche Mission in Angriff nehmen zu können. Auf sich selbst gestellt lautet die Devise: nichts kommt von außen in diese abgeschlossene Welt, noch geht etwas von dort nach draußen! Doch die ideellen Ziele scheinen am allzu menschlichen zu scheitern. Typisch T.C. Boyle, er lotet wie kein anderer die Befindlichkeiten und eigenen Interessen der Beteiligten aus, Neid, Egoismus, mangelnde Teamfähigkeit bringen das Projekt in Gefahr. Als eine der Wissenschaftlerinnen schwanger wird, werden die Feindseligkeiten untereinander immer stärker. Haben Sie doch alles dafür gegeben dabei sein zu können. Und nun droht ein vorzeitiger Abbruch der Mission. Oder doch nicht??? Lesen Sie selbst. Der Autor hat es wieder einmal geschafft mich total zu begeistern. Seine lakonische und manchmal zynische Gesellschaftsbetrachtungen sind typisch und einfach nur ganz große Klasse.

„Wahnsinnig Gut!“

Simon Nitsch, Thalia-Buchhandlung Gießen

"Die Terranauten" von T.C Boyle ist eines der besten Bücher die ich je gelesen habe!
Boyle gelingt es perfekt das Menschliche, Faktische und das Erfundene miteinander zu vereinen.
Ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich einfach immer wissen wollte wie es weitergeht.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren
"Die Terranauten" von T.C Boyle ist eines der besten Bücher die ich je gelesen habe!
Boyle gelingt es perfekt das Menschliche, Faktische und das Erfundene miteinander zu vereinen.
Ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich einfach immer wissen wollte wie es weitergeht.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren funktioniert wunderbar und erhöht die Spannung und die verschiedenen menschlichen Eindrücke.
Ich war begeistert!

„Spannendes Experimente“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Ich kann mich noch gut an dem Experiment erinnern, dass T.C. Boyle als Vorlage für diesen Roman benutzt. Schon damals fand ich es echt spannend, dass 8 Menschen 2 Jahre lang vollkommen abgeschottet von der Außenwelt überleben mussten. So wie wir mit unserer Erde umgehen, kann es meiner Meinung nach nicht mehr sehr lange dauern, bis Ich kann mich noch gut an dem Experiment erinnern, dass T.C. Boyle als Vorlage für diesen Roman benutzt. Schon damals fand ich es echt spannend, dass 8 Menschen 2 Jahre lang vollkommen abgeschottet von der Außenwelt überleben mussten. So wie wir mit unserer Erde umgehen, kann es meiner Meinung nach nicht mehr sehr lange dauern, bis wir sie komplett erschöpft haben. Diese Menschen wollten eine Lösung für dieses Problem finden. Ich finde das immer nicht nur spannend, sondern auch sehr mutig und auf jeden Fall absolut notwendig.
Mit diesen Gegebenheiten spinnt T.C. Boyle seine Geschichte um seine Protagonisten Ramsay, Dawn (beide drinnen) und Linda (draußen). Faszinierend ist vor allem das Leben drinnen: Wie kommen die Wissenschaftler (4 Frauen, 4 Männer) mit der Situation und mit einander klar? Völlig unerwartete Ereignisse, Machtspiele, natürlich auch Liebe und Neid. Boyle ist wiederum ein echtes Kunststück gelungen.
Der absolute Geheimtipp in diesem literarischen Frühling! Unbedingt lesen.

„Lesenswert!!!“

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Der neue Roman von T.C. Boyle ist so gut verfasst, dass ich irgendwann gar nicht mehr wusste ob es sich nun um Fiktion oder um einen Erfahrungsbericht handelt. Ich wollte nur noch wissen, wie es mit den " Terranauten " weiter ging. Ich wünsche mir, dass die Geschichte verfilmt wird! Das Werk ist auf jeden Fall gut, flüssig und fesselnd Der neue Roman von T.C. Boyle ist so gut verfasst, dass ich irgendwann gar nicht mehr wusste ob es sich nun um Fiktion oder um einen Erfahrungsbericht handelt. Ich wollte nur noch wissen, wie es mit den " Terranauten " weiter ging. Ich wünsche mir, dass die Geschichte verfilmt wird! Das Werk ist auf jeden Fall gut, flüssig und fesselnd geschrieben!

„Eine sehr gelungene Geschichte über ein Experiment, dass tatsächlich stattgefunden hat!“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Die Wissenschaftlerinnen und besten Freundinnen Dawn und Linda buhlen mit 14 weiteren Kandidaten um den Einsatz in einem einzigartigen Projekt. Es geht darum, dass 4 Männer und 4 Frauen für 24 Monate in einem abgeschlossenen und ökologisch autarken Lebensraum leben und überleben. Die so genannten Terranauten proben auf Kosten eines Die Wissenschaftlerinnen und besten Freundinnen Dawn und Linda buhlen mit 14 weiteren Kandidaten um den Einsatz in einem einzigartigen Projekt. Es geht darum, dass 4 Männer und 4 Frauen für 24 Monate in einem abgeschlossenen und ökologisch autarken Lebensraum leben und überleben. Die so genannten Terranauten proben auf Kosten eines reichen Investors den Ernstfall, sowohl auf ökologischer, als auch sozialer Basis.
T.C. Boyle erzählt uns die Geschichte, die tatsächlich auf einer wahren Begebenheit beruht, aus Sicht der Terranauten Dawn und Ramsey als auch der Beobachterin und Bewacherin Linda. Dieser Roman ist wahnsinnig authentisch und man mag das Buch kaum aus der Hand legen, weil sich permanent neue Ereignisse abspielen und menschliche Abgründe - bis zur letzten Seite - auftun. Absolut gelungen!

„Bestechend“

Marion Raab, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Ein großartig erzählter Roman über eine faszinierende Idee, welcher bestechend die nicht immer sehr netten allzu menschlichen Seiten eines Jeden offenbart. Wenn Sie also schon immer einmal 2 Jahre mit einem Haufen manipulativer Egoisten in einer Glaßkuppel verbringen wollten, dann lesen Sie dieses Buch. Und falls nicht ... lesen Sie Ein großartig erzählter Roman über eine faszinierende Idee, welcher bestechend die nicht immer sehr netten allzu menschlichen Seiten eines Jeden offenbart. Wenn Sie also schon immer einmal 2 Jahre mit einem Haufen manipulativer Egoisten in einer Glaßkuppel verbringen wollten, dann lesen Sie dieses Buch. Und falls nicht ... lesen Sie es trotzdem.

„Schöne neue Welt?“

Jasmin Stenger, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Drei Männer, drei Frauen, für zwei Jahre in einem geschlossenen Ökosystem gefangen. Da sind Konflikte und Rivalitäten, aber auch Freundschaft und Liebe vorprogrammiert. Boyles neuer Roman wirkt lange nach. Drei Männer, drei Frauen, für zwei Jahre in einem geschlossenen Ökosystem gefangen. Da sind Konflikte und Rivalitäten, aber auch Freundschaft und Liebe vorprogrammiert. Boyles neuer Roman wirkt lange nach.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
65 Bewertungen
Übersicht
32
20
7
4
2

Die Terranauten
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 20.03.2017

"In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit,... "In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit." T.C. Boyle wurde 1948 in Peekshill geboren. Seit seinem Erstling, einem Erzählband mit dem Titel "The Descent of Man", der 1979 erschien, verfasst er fast jedes Jahr ein Buch. Er lebt mit Frau, Kindern und Hund im sonnigen Kalifornien und steckt als Literaturprofessor an der University of Southern California die Studenten mit seiner Schreibbegeisterung an. Das Cover zeigt einen Menschen in einem Raumanzug inmitten eines grünen Gartens. Es wirkt sehr stimmungsvoll und verweist auf den Titel. Ganz passend ist es nicht, denn die Terranauten leben unter einer Glaskugel, in der Sauerstoff vorhanden ist, so dass sie keine Anzüge benötigen. Der gut 600 Seiten umfassende Roman ist in vier Teile aufgeteilt: Vor dem Einschluss, Einschluss. Jahr eins, Einschluss. Jahr zwei und Wiedereintritt, wobei die beiden Jahre des Einschlusses naturgemäß den meisten Raum einnehmen. T.C. Boyle lässt drei der Protagonisten aus ihrer Sicht abwechselnd erzählen. Eine Frau (Dawn) und ein Mann (Ramsay) erzählen von ihren Jahren in "Ecosphere 2", während die dritte, mit Linda ebenfalls eine Frau, nicht zu den auserwählten Teilnehmern des Experimentes Nr. 2 zählt und nun auf ihre Chance beim dritten Experiment wartet. Der Autor fokussiert sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und Abgründe. Was passiert, wenn 8 mehr oder weniger zufällig ausgesuchte Personen zwei Jahre nicht nur auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, sondern gegenseitig auf sich angewiesen sind? Jeder der 8 Terranauten hat eine Aufgabe, die zum Überleben in diesem System notwendig ist, sei es Nahrung oder die Versorgung mit Wasser und Sauerstoff. Privatsphäre gibt es, aber nur wenig. Da nicht nur die eingeschlossenen, sondern auch viele weitere Mitarbeiter nötig sind, um das System zu überwachen und Konsequenzen aus dem Erlebten zu ziehen, erfolgt die Finanzierung über Touristen, die zur Glaskuppel pilgern, um diese eigene kleine Welt mit eigenen Augen zu sehen. Auch das eine zusätzliche Belastung. Auch wenn klar ist, dass das Experiment jederzeit abgebrochen werden kann, wenn eine ernsthafte Gefahr entsteht, wollen alle den Erfolg. T.C. Boyles Schreibstil lässt sich gut lesen, wesentliche Unterschiede zwischen den drei "Ich"-Erzählern habe ich nicht ausgemacht. Die Berichte der drei Protagonisten sind gut aufgebaut. Handlungen, Schlussfolgerungen und Emotionen können nachvollzogen werden und sind realistisch. Teilweise zieht sich der Roman etwas. Erst als Dawn schwanger wird, nimmt das Buch wieder Fahrt auf. Vieles kommt zum Vorschein, was vorher vorsichtig ausbalanciert wurde. Das Ende überrascht, aber nur etwas. Im Klappentext wird der Roman als "irre komisch" beschrieben. Diese Meinung kann ich nun beim besten Willen nicht teilen. Ich fand ihn eher als bedrückend. So verlockend es auch sein mag, mit wenigen anderen eine "neue, bessere Welt" aufzubauen, so schwierig ist es auch und zwar nicht nur, was das Überleben betrifft, sondern vor allem im Umgang miteinander. Fazit: Ein lesenswerter, ein guter Roman mit vielen Denkanstößen, der sich trotz einiger Längen mit großem Gewinn lesen lässt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Fazit: Was hier nun „Irre komisch“ sein soll, weiss ich also beim besten Willen nicht.
von einer Kundin/einem Kunden am 04.04.2017

Zum Inhalt Klappentext: In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show.... Zum Inhalt Klappentext: In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit. Persönliche Meinung Was hat mich hier angesprochen? Sicherlich die Tatsache, dass es auf einer wahren Geschichte basiert, aber auch die Ähnlichkeit zu „die Arena/under the dome“ von Stephen King. Leider waren dadurch meine Erwartungen etwas verzerrt…. Das Buch ist aus drei Sichten Geschrieben, die sich abwechseln und man so Einblicke von Personen innerhalb wie auch Ausserhalb des Terrariums hat. Mir wurden allerdings einige wichtige Punkte zu wenig behandelt… zum einen, hat es mich sehr gestört, dass die Kandidaten nicht aggressiver waren… ich merke ja schon nach einer Woche Diät und Schokoladenentzug wie ich gereizt werde! Aber nein, die haben das alle total einfach hingenommen und überwunden. Die sind alle (relativ) normal geblieben. Ja gut, die wurden ja auch darauf vorbereitet. Aber trotzdem. Das Andere war das Fehlen von einem Plotttwist. Okay, Dawn ist schwanger, das war schon ein ganz grosser Brocken, aber an sonst hat mir einfach etwas gefehlt, dass dem Ganzen eine Würze gab. Es war nicht direkt langweilig- es war durchgehend bedrückend- aber gefesselt hat es mich auch nicht. Fazit: Was hier nun „Irre komisch“ sein soll, weiss ich also beim besten Willen nicht.

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Ein intensiver Roman, der packend die hässlichen Seiten der menschlichen Natur zeigt
von Plush am 11.03.2017

Auszug aus dem Klappentext: In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei... Auszug aus dem Klappentext: In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. […] Meine Meinung: Es ist ein bisschen wie Big Brother – nur eben mit Wissenschaftlern. Vier Männer und vier Frauen leben für zwei Jahre unter einer wortwörtlichen Käseglocke. Nichts rein, nichts raus. Und dass sich unter solchen Umständen ganz eigene Dynamiken entwickeln, weiß man wohl. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dawn und Ramsey, beide unter der Kuppel, und Linda, die zu den Finalisten gehörte, es aber leider nicht unter die letzten Acht geschafft hat. Diese Sichtweisen und der hautnahe Schreibstil ermöglichen es dem Leser, jederzeit direkt im Geschehen zu sein und die hochkochenden Emotionen in der Ausnahmesituation „Kuppel“ miterleben und nachvollziehen zu können. Dabei schaut man tief in die menschlichen Abgründe und kann beobachten, wie sich starke Stresssituationen auf die Psyche auswirken. Hochinteressant und so manches Mal auch ziemlich komisch! Wer eine zackige Handlung mit großem Spannungsbogen erwartet, wird enttäuscht sein. Der Schwerpunkt liegt hier definitiv auf dem zwischenmenschlichen Aspekt. Was macht das mit Menschen, sie zwei Jahre lang auf begrenztem Raum einzusperren, unter harten Lebensbedingungen? Was macht das aus den Menschen, die es nicht unter die Kuppel geschafft haben, nachdem sie sich für lange Zeit 24/7 auf diese Arbeit (und den damit verbundenen Ruhm) vorbereitet hatten? Was macht es mit Freundschaften, Beziehungen? Ein intensiver Roman, der packend die hässlichen Seiten der menschlichen Natur zeigt. Mich hat er begeistert!

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