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Die Tochter des Medicus

Roman

(6)
Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie ...
Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt plötzlich die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand – und vor allem eine uralte Holztruhe. Diese gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …
Rezension
Anja Menne, Literatur-Expertin bei Thalia, sagt:
Attraktive Freundin, toller Job, ein schönes Leben in Trient: All das hat Gideon Morgenstern. Doch der Tod seines Großvaters, bei dem er im bayerischen Regensburg aufgewachsen ist, verändert sein Leben. Denn er erbt das Haus in Regensburg und einen Koffer. Darin findet er viel über seine jüdische Familie und ein Büchlein auf Hebräisch, das er nicht lesen kann. Gideon holt sich dafür Hilfe, und Übersetzerin Paula und er entdecken das Tagebuch einer jungen Frau: Alisah Friedman, eine Vorfahrin von Gideon. Datiert ist der erste Eintrag auf den 21. Februar 1519. Es ist das Jahr, in dem die Regensburger in einem schrecklichen Pogrom die bis dahin berühmte jüdische Gemeinde brutal vertrieben. Alisah war eine von diesen Juden, ihr Vater, der Arzt Daniel Friedman, wurde getötet, ihr gelang die Flucht. All das erzählt Alisah in ihren Aufzeichnungen und natürlich, wie es ihr erging, wo sie Zuflucht fand und wie sie zu einer bekannten Heilerin wurde - damals für eine Frau fast ein Ding der Unmöglichkeit. Schön erzählt und auch die Verschränkung zwischen den heutigen und den damaligen Figuren bringt zusätzlich Spannung in den Roman.
Portrait
Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennenlernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt in der Nähe von Hannover.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.06.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641157760
Verlag Blanvalet
Verkaufsrang 23.948
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Übersicht
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bewegende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund, absolut lesenswert
von Buchwurm am 26.02.2016
Bewertet: Paperback

„Die Tochter des Medicus“ ist ein Roman von Gerit Bertram, wobei der Autorenname als Pseudonym für das Autorenduo Iris Klockmann und Peter Hoeft steht. Bei diesem Roman handelt es sich um einen fiktiven, die eingebauten historischen Anteile beruhen allerdings auf wahre Begebenheiten. Autoreninfo: Iris Klockmann: ist gelernte Arzthelferin und wohnt mit... „Die Tochter des Medicus“ ist ein Roman von Gerit Bertram, wobei der Autorenname als Pseudonym für das Autorenduo Iris Klockmann und Peter Hoeft steht. Bei diesem Roman handelt es sich um einen fiktiven, die eingebauten historischen Anteile beruhen allerdings auf wahre Begebenheiten. Autoreninfo: Iris Klockmann: ist gelernte Arzthelferin und wohnt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck Peter Hoeft: war Altenpfleger und wohnt mit Frau und Sohn in der Nähe von Hannover Beide Autoren haben sich 2007 durch ein Internet – Schreibforum kennengelernt und schon viele schöne historische Romane gemeinsam geschrieben. Inhalt: Gideon Morgenstern erbt von seinem Großvater einen alten Koffer, nichts ahnend das der Inhalt sein Leben für immer verändern wird. Der Koffer ist ein Vermächtnis seiner Vorfahren und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Er enthält u.a. Fotografien, alte Briefe und Tagebücher. Stück für Stück taucht Gideon nun in uralte Familientraditionen ein. Alishas Schicksal aus dem 15. Jahrhundert berührt in dabei am Meisten. Bei einem Prognom in Regensburg wurde ihr Vater, jüdischer Arzt ermordet. Sie überlebte als einzigste aus der Familie und fand Unterschlupf in Frankfurt. Dort versuchte sie nun die Familientradition fortzuführen indem sie in die Fußstapfen ihres Vaters trat und versuchte als Ärztin und Hebamme den Menschen zu helfen. Dies war kein leichtes Unterfangen, denn sie war Jüdin und sie war eine Frau. Dieses war eine Tätigkeit als Medicus untersagt. Meinung: Sehr bewegend erzählen die Autoren vom Schicksal der Menschen, von jüdischen Glauben und der jüdischen Kultur. Insgesamt ist ein Roman mit einer geballten Handlung entstanden, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt. Der Einstieg gelingt sehr schnell, sofort fühlt man sich hier mitten im Geschehen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die Gegenwart um 2013 und die Vergangenheit um 1519, dabei ist die historische Handlung mit ihren wahren Hintergründen sehr ausführlich und gut recherchiert. Ein umfassendes Glossar im Anhang ergänzen diese Hintergründ und sind sehr informativ. Der Schreibstil orientiert sich am Wesentliches, ist gut verständlich und liest sich somit gut, flüssig und schnell. Der Inhalt ist eine spannende und interessante Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat. Seite um Seite habe ich verschlungen und mit den Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert. Alle Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, wirken authentisch und haben mich sehr bewegt. In Kürze: Schreibstil: sehr gut verständlich, liest sich schnell und flüssig Charaktere: wirken sehr authentisch und berühren den Leser Inhalt: überzeugt mit ausführlichen und sehr gut recherchierten Hintergrundinformationen Fazit: bewegende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund, absolut lesenswert

Die Tochter des Medicus
von Svanvithe am 21.01.2016
Bewertet: Paperback

Im Jahr 2013 erbt Gideon von seinem verstorbenen jüdischen Großvater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, weil er entgegen der Familientradition nicht Arzt, sondern Buchhalter und Controller geworden und seinen eigenen Weg gegangen ist, neben dessen Haus in Regensburg einen alten Holzkoffer. Den Koffer wider das... Im Jahr 2013 erbt Gideon von seinem verstorbenen jüdischen Großvater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, weil er entgegen der Familientradition nicht Arzt, sondern Buchhalter und Controller geworden und seinen eigenen Weg gegangen ist, neben dessen Haus in Regensburg einen alten Holzkoffer. Den Koffer wider das Vergessen. Mit dem Inhalt dokumentiert Gideons Familie seit Jahrhunderten ihr Leben, ihr Wirken und ihre Traditionen und findet darin Trost und Halt. Nun ist es an Gideon, den Koffer sicher aufzubewahren, ihn mit Achtung zu behandeln und irgendwann selbst Zeugnis über sich abzugeben, indem er etwas, das ihm viel bedeutet, für seine eigenen Nachfahren in den Koffer legt. Unter den Erinnerungsstücken entdeckt Gideon ein Tagebuch, das er nicht lesen kann, weil er kein Hebräisch beherrscht. Mit Hilfe der Studentin Paula gelingt es ihm jedoch, die Geschichte seiner Vorfahrin Alisah zu ergründen. Das Schicksal der jungen Frau lässt ihn auch sein eigenen Leben überdenken... 1519 werden die Juden in Regensburg gezwungen, innerhalb weniger Tage die Stadt zu verlassen, ihr gesamtes Wohnviertel und ihre Synagoge zerstört. Im Zuge dieses Pogroms wird der jüdische Arzt Daniel Friedmann ermordet. Infolgedessen erleidet seine Tochter Alisah, die ihrem Vater bei der Behandlung seiner Patienten sonst hilfreich zur Seite steht, ein Trauma und verliert ihre Stimme. Als einzige Überlebende der Familie findet sie Zuflucht in Frankfurt und versucht, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Allerdings ist ihr der Beruf des Mediziners eigentlich verwehrt, weil es Frauen verboten ist, zu studieren. Nur wenn Alisah ein doctor medicinae in Heilkunde unterweisen würde, wäre es ihr gestattet, als Chirurgin oder Hebamme zu arbeiten. Und so verfolgt Alisah zielstrebig ihren Traum... Die Geschichte der "Tochter des Medicus" auf zwei Zeitebenen, die gelungen miteinander verknüpft werden, weist eine detaillierte und fundierte Recherche auf. Die Autoren Iris Klockmann und Peter Hoeft, die unter dem Pseudonym Gerit Bertram schreiben, haben nicht nur den historischen Hintergrund ausführlich dargestellt, sondern machen den Leser auch in umfassender Weise mit dem jüdischen Glauben und Leben und der Kultur vertraut. Das ist interessant und wissenserweiternd. Im Übrigen tragen ein ausführliches Glossar und Nachwort ebenfalls hierzu bei. Der Erzählton zeigt sich in der Regel unaufgeregt, ruhig und entschleunigt, doch sehr einfühlsam. Dies vermittelt ein angenehmes Lesegefühl, das das nahe Erleben des Geschehens möglich macht. Die Protagonisten fügen sich gut in das Geschehen ein, sind mit erkennbarem Engagement charakterisiert worden und durchlaufen im Verlauf der Handlung eine nachvollziehbare Entwicklung. Die in der Vergangenheit im Mittelpunkt stehende Alisah zeichnet sich durch Herzenswärme aus, sie ist geistvoll und klug. Nach dem Tod und dem Verlust der Stimme verlässt sie den ihr vorbestimmten Lebensweg, da sie begierig ist, zu lernen und zu helfen. Ein Leben daheim, wie es die vorgeschriebenen Gesetze seit jeher verlangen, ist ihr nicht genug. Sie möchte stattdessen auf den Spuren jüdischer Ärztinnen wie Rebekka in Salerno, Floreta und Ceti, die sogar im Dienst spanischer Königinnen standen, folgen. Sie eignet sich medizinische Fähigkeiten an und beeindruckt durch ihre Art und Weise, Menschen kenntnisreich und beherzt zu behandeln. Gideon in der Gegenwart ist temperamentvoller Italiener, nicht besonders fromm, weshalb er gut wie nie die Synagoge besucht. Anfangs schenkt Gideon seinen jüdischen Wurzeln wenig Beachtung. Einst hatte er sich gegen die Familientradition für einen anderen Beruf entschieden. Im Laufe der Zeit ist er aber auch mit diesem nicht glücklich, ihm fehlt das Gefühl von Erfüllung und das sichere Wahrnehmen, die richtige Position gefunden zu haben. Zudem hat er viele Jahre an einem Ort gelebt, der nie zu einem Zuhause wurde. Während er Alisahs Geschichte erfährt, verändert er sich, verliert seine Lässigkeit, verspürt zunächst Trauer und legt eine Verletzlichkeit an den Tag, die den Leser für ihn einnimmt und freut, an seinem Wachsen und seiner Selbstfindung teilzuhaben. Alles erzählt "Die Tochter des Medicus" von Gerit Bertram vom Schicksal der Menschen an Wendepunkten ihres Lebens und eröffnet dem Leser dadurch nicht nur die Möglichkeit, sich mit jüdischem Glauben und der Kultur vertraut zu machen, sondern bietet ebenso einen Blick auf die medizinischen Gegebenheiten im Mittelalter.

Die Geschichte einer Jüdin, packend und authentisch erzählt
von Zabou1964 aus Krefeld am 23.08.2015
Bewertet: Paperback

Seit seinem ersten Roman verfolge ich bereits mit wachsender Begeisterung das Schaffen des Autorenpaares Gerit Bertram. Mit großer Spannung und hohen Erwartungen habe ich das Erscheinen ihres neuesten Werkes „Die Tochter des Medicus“ herbeigesehnt. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, die Autoren haben sie sogar übertroffen. Die Geschichte um... Seit seinem ersten Roman verfolge ich bereits mit wachsender Begeisterung das Schaffen des Autorenpaares Gerit Bertram. Mit großer Spannung und hohen Erwartungen habe ich das Erscheinen ihres neuesten Werkes „Die Tochter des Medicus“ herbeigesehnt. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, die Autoren haben sie sogar übertroffen. Die Geschichte um Alisah Friedmann hat mich bewegt, gerührt und neugierig gemacht auf das Leben der Juden und die Arbeit der Mediziner im späten Mittelalter. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart erbt Gideon Morgenstern, ein jüdischer Buchhalter, der in Italien lebt, von seinem Großvater einen Koffer, den Koffer „wider das Vergessen“, in dem seit Generationen Erinnerungsstücke aus dem Leben der Familienmitglieder gesammelt und weitergegeben werden. In diesem findet Gideon unter anderem das Tagebuch seiner Vorfahrin Alisah Friedmann, Tochter eines Medicus, die im Jahr 1519 Waise und mit allen anderen Juden aus Regensburg vertrieben wird. Ihr größter Wunsch ist es, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und Medica zu werden. Doch Anfang des 16. Jahrhunderts ist dieser Beruf Männern vorbehalten. Aber Alisah geht ihren Weg, entgegen allen Widerständen. Besonders interessant fand ich die Schilderung der Arbeit der Mediziner zu dieser Zeit. Wobei ich sehr froh war, dass die Autoren bei der Beschreibung einiger Operationen nicht zu sehr ins Detail gegangen sind. Aber auch das Leben der Juden, deren Verfolgung und die Ausübung der Religion fand ich spannend und packend erzählt. Man merkt dem Roman eine gründliche Recherchearbeit an. Trotzdem wirken die Erklärungen niemals belehrend, sondern sind unterhaltsam in die Geschichte eingeflochten. In der Gegenwart lernt Gideon Morgenstern durch die Lektüre des Tagebuchs seiner Vorfahrin auch die Religion seiner Familie, die er bis dato immer abgelehnt hatte, besser kennen. Er beginnt, seinen Großvater, von dem er sich im Streit getrennt hat, besser zu verstehen und hinterfragt seine eigene Lebensweise. Dieser Teil der Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen, wenn auch das Leben von Alisah mich mehr bewegt hat. Im Anhang gibt es einige Erklärungen der Autoren sowie ein Glossar, das die jüdischen Begriffe und medizinischen Fachausdrücke sehr gut erklärt. Fazit: Packende Geschichte, die authentisch das Leben einer jungen Jüdin mit ungewöhnlichem Berufswunsch im frühen 16. Jahrhundert erzählt.