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Die Unglückseligen

Roman

(5)
Der große Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit


Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis. Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland.


In ihrem ersten Roman seit "Die deutsche Seele" nimmt Thea Dorn uns mit in die Extreme moderner Biomedizin und zieht uns zugleich in die Untiefen einer romantischen Seele. „Die Unglückseligen“ ist ein großes Lese- und Erkenntnisvergnügen, in dem sich die lange Tradition des Fauststoffes zeitgemäß spiegelt.


Rezension
"Ein Paukenschlag in der deutschen Gegenwartsliteratur."
Portrait
Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller (u.a. "Die Hirnkönigin"), Theaterstücke, Drehbücher und Essays (u.a. "Die neue F-Klasse – Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird") und zuletzt mit Richard Wagner den Sachbuch-Bestseller „Die deutsche Seele“. Sie moderierte die Sendung "Literatur im Foyer" im SWR-Fernsehen und kuratierte unter dem Motto "Hinaus ins Ungewisse!" das "forum:autoren" beim Literaturfest München 2012. Der Film "Männertreu", zu dem sie das Drehbuch geschrieben hat, wurde 2014 mit dem "Deutschen Fernsehpreis" als bester Fernsehfilm des Jahres und 2015 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied beim "Literarischen Quartett". Thea Dorn lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 560, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641165857
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 27.749
eBook
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
1
2
0
1
1

Ein Kunstwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Wuppertal am 18.05.2016

Das neue Buch von Thea Dorn ist ein abstraktes Kunstwerk auf das der Leser sich bewusst und bereitwillig einlassen muss. Die Molekularbiologin Johanna, die Hauptprotagonistin, erforscht die Fähigkeit der Regeneration von Lebewesen mit dem Ziel, die Sterblichkeit des Menschen zu bekämpfen. Die kluge, kühle Wissenschaftlerin lehnt alles ab, das... Das neue Buch von Thea Dorn ist ein abstraktes Kunstwerk auf das der Leser sich bewusst und bereitwillig einlassen muss. Die Molekularbiologin Johanna, die Hauptprotagonistin, erforscht die Fähigkeit der Regeneration von Lebewesen mit dem Ziel, die Sterblichkeit des Menschen zu bekämpfen. Die kluge, kühle Wissenschaftlerin lehnt alles ab, das nicht beobachtbar oder beweisbar ist und bricht mit dem konservativen christlichen Bürgertum ihres Elternhauses. In Amerika, wo sie forscht, begegnet sie zufällig einem alterslosen Mann, der anscheinend aus Deutschland kommt und einen verwirrten Eindruck macht. Dieser Mann behauptet der deutsche Physiker Johann Ritter zu sein, der lt. Lexikon nicht nur vor über 200 Jahren geboren, sondern auch mit Anfang 30 gestorben ist. Johanna sieht in diesem Phänomen ihre Chance, der Unsterblichkeit oder zumindest der Langlebigkeit auf die Spur zu kommen. Am Ende der Geschichte, soviel sei an dieser Stelle verraten, ist nicht viel von der kühlen emotionslosen Wissenschaftlerin übrig. Thea Dorn spinnt um diese Geschichte einen dichten Plot, die Charaktere bleiben - trotz Veränderungen im Laufe der Erzählung und manch einer nicht nachvollziehbarer Handlung, authentisch und in ihrer Entwicklung konsistent. Insbesondere im letzten Drittel entwickelt das Buch eine starke Spannung, der man sich als Leser nur schwer entziehen kann. Die Sprache von Thea Dorn ist kantig, sie fordert den Leser heraus, in dem sie Perspektiven wechselt und jede dieser Perspektiven eine eigene Sprache mit sich bringt. Diese Wechsel strengen an und machen das Lesen zum Teil zu harter Arbeit. „Die Unglückseligen“ ist kein Buch für Zwischendurch, sondern erfordert die stetige Konzentration des Lesers und dessen Bereitschaft sich auf andere Stile einzulassen. Teil der Passagen hätten sicherlich in einer leichteren Sprache geschrieben sein können, das hätte der Intelligenz des Buches keinen Abbruch getan. Auch die englischen Dialoge erschweren das Lesen zusätzlich, wenn der Leser kein fließendes Englisch beherrscht. Trotzdem vergebe ich fünf Sterne, denn Thea Dorn hat ein intelligentes, herausforderndes Buch geschrieben, das durch seine Einzigartigkeit heraussticht und den Leser erstaunt und nachdenklich aber auch glücklich, wie nach erfolgreicher, schwerer Arbeit hinterlässt.

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2 0
Naja
von einer Kundin/einem Kunden aus Langenselbold am 28.04.2016

Ganz nett gedacht, jedoch durch die ständigen Sprünge gefällt mir das Buch nicht. Ist von mir absolut subjektiv empfunden. Das Buch dümpelt jetzt halt so auf der Wolke rum...

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1 1
Moderne Wissenschaft trifft auf alterslosen Herrn. Literarisch ein Feuerwerk.
von Nisnis aus Dortmund am 03.05.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Molekularbiologen Johanna Mawet erforscht die Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthaltes in den USA trifft sie auf einen urigen, scheinbar alterslosen Herrn. Er sei Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren im Jahre 1776. Johanna hält ihn zunächst für verwirrt und doch nimmt sie eine Probe seines Blutes, um anhand der... Molekularbiologen Johanna Mawet erforscht die Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthaltes in den USA trifft sie auf einen urigen, scheinbar alterslosen Herrn. Er sei Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren im Jahre 1776. Johanna hält ihn zunächst für verwirrt und doch nimmt sie eine Probe seines Blutes, um anhand der DNA sein wahres Alter bestimmen zu können. Die Laborergebnisse stimmen sie fassungslos und als Johannas Kollegen misstrauisch werden, reist sie mit Ritter nach Deutschland, um wissenschaftliche Erkenntnis in dieser Paradoxie zu erlangen. Die Autorin: Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller (u.a. "Die Hirnkönigin"), Theaterstücke, Drehbücher und Essays (u.a. "Die neue F-Klasse – Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird") und zuletzt mit Richard Wagner den Sachbuch-Bestseller „Die deutsche Seele“. Sie moderierte die Sendung "Literatur im Foyer" im SWR-Fernsehen und kuratierte unter dem Motto "Hinaus ins Ungewisse!" das "forum:autoren" beim Literaturfest München 2012. Der Film "Männertreu", zu dem sie das Drehbuch geschrieben hat, wurde 2014 mit dem "Deutschen Fernsehpreis" als bester Fernsehfilm des Jahres und 2015 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Thea Dorn lebt in Berlin. Reflektionen: Thea Dorn hat mit diesem Roman ein literarisches Feuerwerk gezündet, dessen schriftstellerische Flammen in ihrer Höhe vermutlich so schnell nicht eingedämmt werden. Sie nutz den Fauststoff als Werkzeug für die Geburt ihres gewagten Stils, die die Handlung dieses Wissenschaftsromans unterstreicht und diese bis zur letzten Seite auszeichnet. Thea Dorn setzt jedoch auch voraus, dass der Leser Dialekt, altertümliche Sprache sowie den Fauststoff und einige Dialoge in der englischen Sprache versteht. Mit dieser Einschätzung liegt sie jedoch sicher falsch und wird so Unmut bei manch einem Leser hervorrufen. Die Handlung, ein Mix aus Fantasie, Philosophie, moderner Wissenschaft und historischem Stoff, erfordert vom Leser höchste Konzentration, um dieses Kunstwerk der Sprache voll umfänglich erfassen und genießen zu können. Die beiden Hauptfiguren Joahanna und Ritter sind in ihren Charaktereigenschaften äußerst tiefgründig und feingliedrig gezeichnet. Während Johanna in ihrer Ezählstimme modern klingt und in ihren Gedanken erfrischend wirkt, ist Ritter mit seiner außergewöhnlichen Erzählstimme tief versunken in seiner altmodischen Welt, die ihn immer wieder in der Gegenwart anecken lässt. Beide Figuren ergänzen sich in diesem Roman, doch sie bleiben auch streitbar und lassen so die Spannung auf gleichmäßig anregender Höhe agieren. Dennoch: Mich hat die Sprache Thea Dorns erreicht. Ich habe diese meisterliche Glanzleistung genossen und schätze sie. Auch der Sinn dieser Geschichte ist mir interessant vorgetragen worden, doch immer wieder zwischendurch wurde ich diesem Stil müde. Ich empfand Längen, aus denen mich die Autorin zwar immer wieder empor zog, doch ich büßte dabei meine Motivation weiterzulesen ein wenig ein. Ich finde es sehr wichtig, dass Leser dieses Buch vor dem Kauf selbstkritisch betrachte. Eine Leseprobe vor dem Buchkauf ist sicher sinnvoll, denn es ist einfach nicht jedermanns Sache, diesen Schreibstil und diese wenn auch sehr hochwertige Sprache zu mögen. Aus diesem Grund liefere ich am Ende dieser Rezension ein paar Zitate, damit ein Leser Hilfestellung erhält, sich auf dieses Buch einzulassen oder nicht. Mein Fazit: Dieser Roman ist literarisch kunstvoll, anspruchsvoll und außergewöhnlich. Die Handlung springt von der Gegenwart in die Vergangenheit von der Moderne in die Romantik und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit. Es ist kein federleichter Roman den der Leser "zwischendurch" lesen könnte, denn so bliebe sonst dieses wertvolle Werk weit auf der Strecke. Die Unglückseligen von Autorin Thea Dorn ist ausschließlich für Liebhaber schriftstellerischer Kunst ein sprachlich besonderes Ereignis. Zitate 1. Zitat: "War dies nicht das Erste in der langen Kette seiner Verbrechen gewesen? Seine Unsünde? Dass er den Himmel angefleht, er möge ihn kurze Zeit noch auf dieser Erde lassen? Ein paar Monate, Jahre noch - nur so viel Frist als nötig zu vollenden, was er begonnen? Wer immer es gewesen - er hatte ihn erhört. Ihm die irdische Hülle zum Spott gelassen und alles andere genommen. Glaube, liebe, Wissenschaft: dahin. Von seinem einstmals so üppig wuchernden Geist nicht mehr geblieben als das tote Geäst, in dem die Gedankenkrähen einander zausten." 2. Zitat: "Blicken Sie sich um auf der Welt! Wie mögen Sie da ernstlich noch behaupten, der Mensch sei fortgeschritten auf dem Wege der Natur- und Selbsterlösung? Botschaften jagt ihr von einem Erdteil zum anderen; ihr durchfliegt die Lüfte, durchmesst das Weltall, lässt die Nacht heller leuchten als den Tag - allein zu welchem Zwecke? Herrscht eine neue Harmonie, ein neues Glück? Nicht minder elend seh ich die Menschen denn zu meinen frühen Tagen. Nie zuvor nicht lag Natur so stumm, so leblos, so zergliedert da, und deine wachere Menschheit - gleich einer Horde Büffel trampelt sie dumpfwütig über alles hinweg. Dein Fortschritt: Hat einen einzigen Grashalm er zum Sprechen gebracht? Wisst ihr dem Tautropfen zu lauschen, wenn er des Morgens sich vom Blatte löst? Darf eine einzige Naide sich freuen, weil der Mensch sie mit wissender Hand zu sich hat emporgehoben, und beide nun versöhnt in neuer Eintracht einander forterkennen?" 3. Zitat: "Das ewige muss eine Sehnsucht bleiben! Der Mensch braucht den unendlichen Horizont! Aber wehe, er berührt ihn! Wie sollen die Säulen länger das Himmelsdach trage, wenn alle Polarität ausgelöscht, alles in eins geschmolzen? So wie der Tag die Nacht braucht, das Positive das Negative, der Mann das Weib, so braucht die Unendlichkeit die Endlichkeit. Vernichte den einen Pool - und du hast das ganze vernichtet. Lasst endlich davon ab." 4. Zitat: "Ritter, Ritter, Ritter, was soll dies nun wieder werden? Zerfließt in Selbstmitleid und willst gar noch der Lappen sein, der sich aufwischt mit eigner Hand? Wie angstverblödet kann ein Mann den werden! Erinnerst dich nicht mehr, wie lustig du auf Kerners Turm gebrannt, nachdem der Blitz dich dort getroffen? Wie dir der Schädel wollte Plätzen, nachdem auf Sonnenstein den Hals so zierlich durch die Schlinge du gesteckt? Wie's krachte im Geripp', da du zu Nürnberg hast den Fenstersturz erprobt? Doch wenn ein Tor aus Schaden nicht will lernen, so muss er weiter wohl ins eigne Tor sich schießen. In diesem Sinne, Ritter, wünsch ich: Waidmannsheil!"

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3 0

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