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Die Unperfekten

Roman

(36)

Ein zutiefst menschlicher Roman über eine liebenswerte Truppe von Lebens- und Überlebenskünstlern
Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt? Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.

Rezension
"So gut, dass die 'New York Times' schier ausflippt."
ZEITmagazin 20.05.2010
Portrait

Tom Rachman, geboren 1974 in London, hat zunächst im kanadischen Toronto Filmwissenschaft studiert und dann an der Columbia Universität in New York einen Master in Journalistik gemacht. Nach seinem Studium begann Tom Rachman für die Associated Press in New York zu arbeiten. Während dieser Zeit bereiste er verschiedene Länder, unter anderem war er längere Zeit in Indien und Sri Lanka. Später arbeitete er dann als Auslandskorrespondent und berichtete aus Italien, Japan, Südkorea, der Türkei und Ägypten.

Die berufliche Wende kam für Tom Rachman im Jahr 2006, als er sich dazu entschloss, eine Teilzeitstelle als Redakteur bei der Zeitung International Herald Tribune in Paris anzunehmen. So blieb ihm ausreichend Zeit, um seinen ersten Roman "Die Unperfekten" zu schreiben. Dieser erzählt die Lebensgeschichten verschiedener Menschen, die für eine englischsprachige Zeitung in Rom arbeiten. Insofern lässt Tom Rachman auch seine persönlichen Erfahrungen in das Buch mit einfließen.

Das Debüt von Tom Rachman sorgte für Furore: "Die Unperfekten" wurde in zehn Ländern zeitgleich veröffentlicht. In den USA erhielt das Buch einen der höchsten Vorschüsse, die in den vergangenen zehn Jahren für ein Debüt bezahlt wurden. Tom Rachman lebt in London und Rom.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14097-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 195/122/26 mm
Gewicht 332
Originaltitel The Imperfectionists
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inkl. gesetzl. MwSt.
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„Perfekt erzählt - „Die Unperfekten““

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Am Abend muss der 70-jährige Paris-Korrespondent Lloyd Burko Kichererbsen aus der Dose löffeln. „Von Freien nehmen wir heute nur noch Sachen, bei denen es uns die Kinnlade nach unten reißt“, heißt es aus der Redaktion der Zeitung in Rom. „Hat mir Geld zu tun, nicht mit dir“. Die fetten Jahre sind vorbei, das Blatt muss um sein Überleben Am Abend muss der 70-jährige Paris-Korrespondent Lloyd Burko Kichererbsen aus der Dose löffeln. „Von Freien nehmen wir heute nur noch Sachen, bei denen es uns die Kinnlade nach unten reißt“, heißt es aus der Redaktion der Zeitung in Rom. „Hat mir Geld zu tun, nicht mit dir“. Die fetten Jahre sind vorbei, das Blatt muss um sein Überleben kämpfen. Tom Rachman, der viele Jahre als Korrespondent für Associated Press gearbeitet hat, erzählt in seinem Erstlingswerk „Die Unperfekten“ die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Zeitung – und den Menschen, die dahinter stehen. Wie zum Beispiel von Ruby, der unglückseligen Texterin mittleren Alters, oder von Arthur, dem Spezialisten für Nachrufe und Nichtstun. Von Kathleen, der Chefredakteurin und natürlich von dem gealterten, einsamen Lloyd Burko. In elf kurzen Geschichten bekommt der Leser Einblick in die Schicksale von Redakteuren, Lektoren, Korrespondenten und Lesern. Zwischen den einzelnen Episoden kehrt Rachman immer wieder zurück zu den erfolgreichen Anfangsjahren der Zeitung unter dem Verleger Cyrus Ott. Es sind nicht nur die toll erzählten Einzelschicksale, die die „Die Unperfekten“ zu einem besonderen Lesevergnügen machen, sondern deren Beziehung untereinander: Jede Episode, aus einer anderen Perspektive erzählt, lässt den Leser Menschen und Geschehnisse aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten als noch im Kapitel zuvor. Es gibt nur eine Sache, die ich an diesem Buch bemängeln würde: Irgendwann ist es vorbei!

Bettina Mohler, Thalia-Buchhandlung Soest

Ein Buch über Menschen. Mal tragisch, mal komisch, mal schön, mal hässlich. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Wunderbar! Ein Buch über Menschen. Mal tragisch, mal komisch, mal schön, mal hässlich. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Wunderbar!

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Fabelhaft, eine internationale Zeitung ist kurz vor der Insolvenz und Rachman lässt in Episoden alle typischen Zeitungsmacher mal zu Wort kommen! Fabelhaft, eine internationale Zeitung ist kurz vor der Insolvenz und Rachman lässt in Episoden alle typischen Zeitungsmacher mal zu Wort kommen!

„"Die Unperfekten"“

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Tom Rachman hat einen wunderbaren Roman über mythische Welt der Zeitungsredaktionen geschrieben, die leider immer mehr ausstirbt. Zigarettenverqualmte Redaktionsstuben mit Dutzenden von Schreibmaschinen, Auslandskorrespondenten, rasende Reporter, Fotografen und, über allen thronend, der cholerische Chefredakteur.
In Rachmans Episoden
Tom Rachman hat einen wunderbaren Roman über mythische Welt der Zeitungsredaktionen geschrieben, die leider immer mehr ausstirbt. Zigarettenverqualmte Redaktionsstuben mit Dutzenden von Schreibmaschinen, Auslandskorrespondenten, rasende Reporter, Fotografen und, über allen thronend, der cholerische Chefredakteur.
In Rachmans Episoden begleiten wir verschiedene Charaktere aus einer internationalen Zeitung in Rom durch die Wirren ihres Arbeits- und Privatlebens, allesamt irgendwo defekte, mangelhafte Figuren, die die guten und schlechten Zeiten ihres Blattes miterlebt haben.
Ein absolut lesenswertes Buch, anspruchsvoll und mit viel Liebe zu seinen unperfekten Charakteren. Bitte gerne mehr davon!

„Ein perfekter Roman“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Was den exzentrischen, amerikanischen Selfmademan Cyrus Ott, Besitzer eines Unternehmensimperiums, vor über fünfzig Jahren dazu bewogen hat, in Rom eine internationale Tageszeitung aus dem Boden zu stampfen bleibt auch nach 400 Seiten ein Rätsel.
Ist es einfach eine Laune? Ist es die uneingestandene Liebe zur Jugendfreundin Betty,
Was den exzentrischen, amerikanischen Selfmademan Cyrus Ott, Besitzer eines Unternehmensimperiums, vor über fünfzig Jahren dazu bewogen hat, in Rom eine internationale Tageszeitung aus dem Boden zu stampfen bleibt auch nach 400 Seiten ein Rätsel.
Ist es einfach eine Laune? Ist es die uneingestandene Liebe zur Jugendfreundin Betty, die er zur Nachrichtenchefin des neuen Blatts macht, oder vielleicht nur eine Möglichkeit der Familie in Atlanta zu entfliehen, um in der ewigen Stadt ein neues Leben zu beginnen?
Auf jeden Fall lernen wir Personen kennen, die in irgendeiner Weise mit der Tageszeitung verbandelt sind, und die uns mit all ihren Schwächen, Marotten, Sehnsüchten und Träumen so vertraut werden, dass sie uns noch lange nach der Lektüre begleiten.
Da ist Ruby Zaga, eine einsame, frustrierte Textredakteurin, die seit ihrem Volontariat vor 20 Jahren mit ansehen musste, wie alle um sie herum die Karriere machten, während sie weiterhin unbedeutende Nachrichten überarbeitet. Jedes Jahr Sylvester checkt sie allein in einem Hotel ein, nur um ein paar ungemütliche Stunden mit Minibar und TV zu verbringen. Mitleid sollte sich aber nicht zu früh einstellen, denn sie selbst terrorisiert einen flüchtigen, verheirateten Bekannten mit Telefonanrufen.
Da wäre auch noch Ornella de Monterecci, die treueste Leserin der Zeitung, die zuhause ein Archiv von über 20 Jahren der Tagespresse gelagert hat. Ob ihrer gründlichen aber langsamen Lesart ist sie heute erst bei der Zeitung vom 23.April 1994 angekommen, und erfährt so „brandaktuell“ vom Wahlsieg Mandelas und dem Selbstmord Kurt Cobains. Sie darf sich also noch auf Clinton und Monica Lewinsky freuen.
Jedes der elf Kapitel rückt eine Figur ins Zentrum des Romans, und ist schon für sich eine Miniatur und Juwel.
Fazit: Ein wunderbares Buch aus der Welt der Presse. Warmherzig, witzig, kurzweilig und absolut unterhaltsam.

„Wunderschöne Einblicke“

Verena Hoffmeister, Thalia-Buchhandlung Worms

Tom Rachmann hat ein Händchen für interessante Charaktere und eine wundervolle Art den Leser ihre kleinen und großen Dramen durchleben zu lassen.
Stück für Stück lernt man die Redaktion einer Tageszeitung kennen und liebt und leidet gerne mit jedem einzelnen. Und jeder kurze Einblick in das Leben eines Protagonisten macht neugierig
Tom Rachmann hat ein Händchen für interessante Charaktere und eine wundervolle Art den Leser ihre kleinen und großen Dramen durchleben zu lassen.
Stück für Stück lernt man die Redaktion einer Tageszeitung kennen und liebt und leidet gerne mit jedem einzelnen. Und jeder kurze Einblick in das Leben eines Protagonisten macht neugierig und würde Stoff für einen neuen Roman geben...

„Die schöne Medienwelt“

Silvia Gonther, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Lloyd versteht nicht, dass seine Erfahrung in der immer schneller drehenden Medienwelt nichts mehr wert ist. Arthur kämpft mit dem übermächtigen Ruf seines Vaters und macht sich extra klein. Hardy, Kathleen, Abby und Ruby müssen sich auf ihre Weise durch eine harte Männerwelt kämpfen und vergessen sich selbst dabei…
Dieser Roman macht
Lloyd versteht nicht, dass seine Erfahrung in der immer schneller drehenden Medienwelt nichts mehr wert ist. Arthur kämpft mit dem übermächtigen Ruf seines Vaters und macht sich extra klein. Hardy, Kathleen, Abby und Ruby müssen sich auf ihre Weise durch eine harte Männerwelt kämpfen und vergessen sich selbst dabei…
Dieser Roman macht Spaß, fesselt und stimmt nachdenklich. Es geht um eine Zeitung die im Rom den 50ern des letzten Jahrhunderts aus sehr persönlichen Gründen ins Leben gerufen wurde. In mehreren Ebenen werden die Gründungsgeschichte, die Geschichten der Mitarbeiter und auch die Geschichte der Gründerfamilie erzählt. Ein stilistisch hervorragender und toller Episoden-Roman, in dem sich alles harmonisch zusammenfügt. Die Charaktere lassen einen lange Zeit nicht los. Unbedingt lesen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Spannende Mischung und gute Unterhaltung Spannende Mischung und gute Unterhaltung

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Aus dem Innenleben einer Redaktion. Spannende Charaktere und abgruendige Verwicklungen.
Aus dem Innenleben einer Redaktion. Spannende Charaktere und abgruendige Verwicklungen.

„Die Unperfekten“

Beate Mildenberger, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Es geht um die Geschichte einer englischsprachigen Zeitung in Rom, welche der
Herausgeber seiner Geliebten zuliebe gründet.
Es wird die Gründung, die erfolgreiche Zeit und der schleichende Niedergang erzählt.
Jeder, der in irgendeinem Bezug zu der Zeitung steht, kommt zu Wort. Drucker, Redakteur, Bote, Verleger und -besonders liebenswert-eine
Es geht um die Geschichte einer englischsprachigen Zeitung in Rom, welche der
Herausgeber seiner Geliebten zuliebe gründet.
Es wird die Gründung, die erfolgreiche Zeit und der schleichende Niedergang erzählt.
Jeder, der in irgendeinem Bezug zu der Zeitung steht, kommt zu Wort. Drucker, Redakteur, Bote, Verleger und -besonders liebenswert-eine Leserin,welche die Zeitung Wort für Wort liest. Aber dadurch nie auf dem aktuellen Stand ist.


Ein wunderbares Buch, unbedingt lesen!

„Wie entsteht eine Zeitung?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Tom Rachman, selber Journalist, schreibt in seinem ersten Roman über das Metier, welches es hervorragend kennt – eine Tageszeitung. Dafür hat er sich eine fiktive Zeitung ausgedacht, die als englischsprachige Zeitung in Rom erscheint und in der ganzen Welt gelesen wird, bzw. wurde. Allerdings hat diese in den 50er Jahren gegründete Tom Rachman, selber Journalist, schreibt in seinem ersten Roman über das Metier, welches es hervorragend kennt – eine Tageszeitung. Dafür hat er sich eine fiktive Zeitung ausgedacht, die als englischsprachige Zeitung in Rom erscheint und in der ganzen Welt gelesen wird, bzw. wurde. Allerdings hat diese in den 50er Jahren gegründete Zeitung leider den Anschluss an die moderne Welt verpasst und verliert dementsprechend immer mehr ihrer Abonnenten. Deshalb beschließt die Gründerfamilie sie einzustellen.

Um uns diese Zeitung näher zu bringen, hat sich Tom Rachman zwei verschiedene Herangehensweisen ausgesucht. Jedes Kapitel widmet sich einer Person, die stellvertretend für ihre Aufgabe der Zeitung vorgestellt wird. Abgerundet wird jedes Kapitel dann mit der Geschichte der Zeitung selber. Wer hat sie gegründet und warum? Wie hat sie sich all die Jahre entwickelt? Die einzelnen Mitarbeiter aus der Gegenwart sind schon Originale. Sie leben alle ein Leben, das nicht dem Leben von uns Normalsterblichen gleicht. Immer auf der Suche nach einer tollen Story, aber die finanzielle Seite muss auch berücksichtigt werden, dann drängt immer die Zeit und die Texte müssen natürlich auch noch richtig über das Blatt verteilt werden. Tom Rachman schafft es, uns diese herrlich unperfekten Menschen mit allen ihren Macken und Eitelkeiten zu beschreiben und gleichzeitig ein Bild entstehen zu lassen, wie eine altmodische Tageszeitung aufgebaut ist. Gerne hätte ich allerdings noch mehr über die Vergangenheit erfahren. Am Anfang habe ich mich gefragt, warum hat dieser reiche Amerikaner eigentlich diese Zeitung gegründet und dann auch noch in Rom? Er hat von diesem Metier doch gar keine Ahnung. Im Laufe des Buches wird aber auch diese Frage beantwortet.

Dieses Buch ist sprachlich hervorragend geschrieben und macht viel Spaß. Kein Wunder, dass es bereits gute Besprechungen im Feuilleton erhalten hat.

Eine Hommage an ein in der Krise steckendes Medium! Eine Hommage an ein in der Krise steckendes Medium!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Stark überschätzter Roman aus der Welt der Medien. Eher ein bißchen langweilig. Stark überschätzter Roman aus der Welt der Medien. Eher ein bißchen langweilig.

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Der Titel ist Programm
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 08.03.2016

„Wovor ich wirklich Angst habe, ist die Zeit. […] Die peitscht uns vorwärts, wenn wir uns viel lieber räkeln würden, und dabei rennt uns die Gegenwart davon, wird ungreifbar, und plötzlich ist alles Vergangenheit, eine Vergangenheit, die nicht stillstehen will, die in all die unauthentischen Geschichten hinübergleitet.“ (S. 59) Das... „Wovor ich wirklich Angst habe, ist die Zeit. […] Die peitscht uns vorwärts, wenn wir uns viel lieber räkeln würden, und dabei rennt uns die Gegenwart davon, wird ungreifbar, und plötzlich ist alles Vergangenheit, eine Vergangenheit, die nicht stillstehen will, die in all die unauthentischen Geschichten hinübergleitet.“ (S. 59) Das Jahr 2016 wird wohl in meinen (literarischen) Erinnerungen einen hohen Stellenwert einnehmen. Auch wenn gerade erst März ist, hab ich dieses Jahr schon eine literarische Berg- und Talfahrt hinter mich gebracht, die der Tour de France ebenbürtig ist – nur ohne Doping und die körperliche Anstrengung *g*. Okay, ganz so schlimm ist es nun auch nicht, aber nach der Bruchlandung mit Jorge Semprun´s „Zwanzig Jahre und ein Tag“ folgte mit „Die Unperfekten“ von Tom Rachman das komplette Gegenteil – nämlich ein Lese-Highlight des noch relativ jungen Jahres und eins, was ich (so viel sei verraten) auch nicht zum letzten Mal gelesen habe. Warum das so ist, will ich versuchen in den nächsten Sätzen zu erklären – ob´s mir gelingt: keine Ahnung; das entscheidet ihr, die diese Rezension lest :-) In 11 Kapiteln serviert uns Tom Rachman die Geschichte einer (fiktiven) Zeitung – von der Gründung in den 1950er Jahren in Rom bis zu ihrem unrühmlichen Ende im Jahr 2007. Das ist der rote Faden, der sich Kapitel für Kapitel (jeweils die letzten Seiten) durch das Buch schlängelt – dargestellt in kursiver Schrift. Darin lernen wir den Gründer der Zeitung, die persönlichen Ups and Downs von einigen seiner Angehörigen (aber auch sein persönliches Schicksal) sowie den Ablauf HINTER der Zeitung kennen. Das alles verpackt in eine unprätentiöse Sprache, die einem recht schnell deutlich macht, dass Tom Rachman einiges an Insiderwissen und Erfahrung hat – was nicht weiter verwundert, da er vor seiner Tätigkeit als Vollzeitschriftsteller Redakteur verschiedener Zeitungen war. Was für mich dieses Buch aber zu einem Highlight werden lässt, sind die Einblicke in die Leben verschiedener Redakteure und Angestellten der Zeitung oder einer jahrzehntelangen Leserin, die plötzlich mit alten Gewohnheiten bricht (nein, ich bin kein Voyeur *g*). Es sind Menschen wie Du und ich; Menschen die Dir im täglichen Leben begegnen und die alle die gleichen Probleme haben: mit Partnern, mit Kindern, mit sich selber – in jeder vorgestellten Figur findet man sich selber oder andere einem nahestehenden Personen wieder. Jede einzelne Figur macht sich Gedanken über sich und ihr Leben – mal mehr, mal weniger philosophisch, aber auch mal selbstkritisch…Es sind laute und viele leise Töne, die angeschlagen werden, mal voller Hoffnung, dann aber auch tottraurig. Tom Rachman ist es meiner Meinung nach gelungen, in jeden von uns einen Blick zu werfen und diese Beobachtungen zu einem großartigen, tiefgehenden und MENSCHLICHEN Opus zu verarbeiten, dass mich von nun an stets und immer (nämlich in meinem Herzen) begleiten wird. „Sie spürt Tränen aufsteigen. Ganz leise sagt sie: „Danke.“ Sie wischt sich die Nase. „Wenn ich einmal alt und klapprig bin, dann kommst Du, um mir die Hand zu halten. Machst Du das? Das ist dann dein Job. Okay?“ Er nimmt ihre Hand und küsst sie. „Nein“, sagt er. „Wenn du alt und klapprig bist, bin ich längst weg. Ich halte sie jetzt, für später, wenn dir nur die Erinnerung daran bleibt.““ (S. 188)

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Das kleine Leben im großen Weltgeschehen
von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2012

Cyrus Ott gründet eine internationale Zeitung in Rom. Wir lesen über die Geschichte der Zeitung und über die einzelnen Mitarbeiter. Manche wichtig für die Zeitung, manche weniger wichtig. Einige sind uns sympatisch und einige können wir gar nicht leiden. Tom Rachmann besitzt ein wunderbare Leichtigkeit beim Beschreiben seiner... Cyrus Ott gründet eine internationale Zeitung in Rom. Wir lesen über die Geschichte der Zeitung und über die einzelnen Mitarbeiter. Manche wichtig für die Zeitung, manche weniger wichtig. Einige sind uns sympatisch und einige können wir gar nicht leiden. Tom Rachmann besitzt ein wunderbare Leichtigkeit beim Beschreiben seiner Protagonisten. Sie sind weit davon entfernt perfekt zu sein, egal, ob es sich um die ehrgeizige Chefredakteurin Kathleen handelt oder den abgehalfterten Lloyd Burk in Paris und schon gar nicht die unglückliche Ruby. Aber, jede einzelne Lebensgeschichte ist spannend und bunt. Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen.

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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2012

Cyrus Ott, ein amerikanischer Wirtschaftsboss verläßt seine Familie, sein von ihm aufgebautes Wirtschaftsimperium, sein Land um in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Artikel um Artikel lernen wir seine Angestellten kennen, die dieser Zeitung ihr Profil geben. Von Lloyd Burko, der verzweifelt einen neuen Job sucht,über Hardy Benjamin -... Cyrus Ott, ein amerikanischer Wirtschaftsboss verläßt seine Familie, sein von ihm aufgebautes Wirtschaftsimperium, sein Land um in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Artikel um Artikel lernen wir seine Angestellten kennen, die dieser Zeitung ihr Profil geben. Von Lloyd Burko, der verzweifelt einen neuen Job sucht,über Hardy Benjamin - Wirtschaftsredakteurin,Herman Cohen-Chefkorrektor,Kathleen Solson - Chefredakteurin,Craig Menzies-Nachrichtenchef, zu Arthur Gopal, der für Nachrufe zuständig ist oder Abbey Pinnola - Herrin über die Finanzen usw. usw. bis zu Oliver Ott - desinteressiertem Enkel des Zeitungsgründers, der aus Unvermögen dieses Unternehmen in den Ruin führt.

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