Die unsterbliche Familie Salz

Roman

(48)

Ein Bierkeller, ein fürstliches Hotel und eine Großmutter, die zweimal stirbt
Reich an Glanz und voller Schatten ist die Geschichte der Familie Salz - im Zentrum dabei immer: das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz, der ehemalige Pächter des Löwenbräukellers in München, kauft es 1914; seine Tochter, die Schauspielerin Lola aber wird es lange nicht betreten - nicht im Zweiten Weltkrieg, nicht danach, als das Hotel Staatseigentum der DDR ist und Lola mit ihrer fragilen Tochter Aveline in München lebt. Erst Kurt Salz holt es nach 1989 wieder in den Familienbesitz zurück. Lola regiert endlich über das Hotel und immer noch über eine Familie, die zerrüttet ist - vom Wandel der Zeiten und den Versuchen, ein Leben jenseits des Fürstenhofes zu führen. Der überraschende, faszinierende Roman einer höchst eigenwilligen Familie, in der sich die Schatten einer Generation auf die nächste legen - auch wenn jeder versucht, sein Leben in ein ganz neues Licht zu rücken.

Rezension
"So packend und neu erzählt, dass es unmöglich ist, diesen Roman nicht in einem Stück zu verschlingen. "
Elle 01. September 2016
Portrait

Christopher Kloeble wuchs in Oberbayern auf und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt 2008, >Unter Einzelgängern<, und für das Drehbuch zu >Inklusion< den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge (GB) sowie an diversen Universitäten in den USA, zuletzt am Dartmouth College. 2012 veröffentlichte er viel beachtet den Roman >Meistens alles sehr schnell<, der u.a. auch in Israel und den USA erschien. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung. Kloeble lebt in Berlin und Delhi.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28092-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,3/14,4/3,5 cm
Gewicht 601 g
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Christin Märker, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein netter Roman über die Jahrzehnte hinweg. Doch leider vermochten es die Charaktere nicht, mir ans Herz zu wachsen, sodass der Funke nicht richtig übersprang, Schade. Ein netter Roman über die Jahrzehnte hinweg. Doch leider vermochten es die Charaktere nicht, mir ans Herz zu wachsen, sodass der Funke nicht richtig übersprang, Schade.

„Großartige Hotelgeschichte!“

Marion Preißler, Thalia-Buchhandlung Pirna

Das großartige, prächtige Hotel "Fürstenhof" in Leipzig ist Schauplatz dieses Romans. Es wird 1914 von Herrn Salz gekauft. Seine Tochter Lola wird aus der Familie verstoßen. Die Flucht mit ihren Kindern durch das Deutsche Reich, die Zeit bis zur Zwangsenteignung in den 60iger Jahren, macht es ihr nicht mehr möglich, dieses Haus zu betreten. Erst ihr Sohn Kurt kann gleich nach der Wende das Hotel in den Familienbesitz zurückholen. Im hohen Alter regiert Lola jetzt über das Hotel und über ihre Familie. Doch die Schatten der Vergangenheit holen die Familie immer wieder ein.
Fazit: Eine sehr interessante Geschichte, voller Zeitgeist geschrieben. Wer den "Fürstenhof" kennt, kann sich gut in diese Familiengeschichte hineinversetzen.
Das großartige, prächtige Hotel "Fürstenhof" in Leipzig ist Schauplatz dieses Romans. Es wird 1914 von Herrn Salz gekauft. Seine Tochter Lola wird aus der Familie verstoßen. Die Flucht mit ihren Kindern durch das Deutsche Reich, die Zeit bis zur Zwangsenteignung in den 60iger Jahren, macht es ihr nicht mehr möglich, dieses Haus zu betreten. Erst ihr Sohn Kurt kann gleich nach der Wende das Hotel in den Familienbesitz zurückholen. Im hohen Alter regiert Lola jetzt über das Hotel und über ihre Familie. Doch die Schatten der Vergangenheit holen die Familie immer wieder ein.
Fazit: Eine sehr interessante Geschichte, voller Zeitgeist geschrieben. Wer den "Fürstenhof" kennt, kann sich gut in diese Familiengeschichte hineinversetzen.

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Eine Familiengeschichte die packt und begeistert. Sehr lesenswert
Eine Familiengeschichte die packt und begeistert. Sehr lesenswert

„Beeindruckender Familienroman“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Ein wahrlich erstaunliches Buch über die Liebe und die unerschöpfliche Kraft, die Familie in Sicherheit zu bringen. Eine teils düstere Familiengeschichte mit wunderbaren Wechseln, dennoch spannend und lesenswert. Ein wahrlich erstaunliches Buch über die Liebe und die unerschöpfliche Kraft, die Familie in Sicherheit zu bringen. Eine teils düstere Familiengeschichte mit wunderbaren Wechseln, dennoch spannend und lesenswert.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
18
14
10
6
0

Familien und ihre Schatten
von Sandra Matteotti aus Zürich am 27.12.2016

München, 1914, Herr Salz will hoch hinaus. Da kommt ihm das Inserat, dass in Leipzig der Fürstenhof zum Verkauf steht, genau recht, wäre er doch als Patron des Hauses quasi in den Fürstenstand erhoben. Die nötigen Intrigen lassen den Kauf gelingen, aber ein Tod in der Familie trübt den... München, 1914, Herr Salz will hoch hinaus. Da kommt ihm das Inserat, dass in Leipzig der Fürstenhof zum Verkauf steht, genau recht, wäre er doch als Patron des Hauses quasi in den Fürstenstand erhoben. Die nötigen Intrigen lassen den Kauf gelingen, aber ein Tod in der Familie trübt den Höhenflug bei einigen Familienmitgliedern vorübergehend. Das soll nicht der letzte Schicksalsschlag sein, es scheint aber der Anfang eines feinen Risses zu sein, der sich über die Jahre ausdehnt. Christopher Kloeble begleitet die Familie Salz durch die Jahre und bettet ihre Geschichte in die Geschichte Deutschlands ein. Er spannt einen Bogen von den Weltkriegen über die Zustände in der DDR hin zum Mauerfall und bis ins Jahr 2015. Die einzelnen Etappen der Geschichte werden von verschiedenen Mitgliedern der Familie Salz erzählt, so dass diese aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und weitergesponnen wird. 2015 ist es Emma Salz, die den Familiengeheimnissen auf den Grund gehen und die Schatten durchleuchten will, die sich über die Jahre auf die Familie gelegt haben. Die unsterbliche Familie Salz ist ein wunderbares Familienepos. Es besticht durch eine sensible und sehr bildhafte Sprache, die sich dem jeweiligen Erzähler anpasst, aus dessen Perspektive man einen Blick auf die Geschichte erhält. So entsteht ein authentisches und lebhaftes Bild sowohl von der Familiengeschichte und ihren Irrungen und Wirrungen sowie vom historischen Kontext, in welchem sich die einzelnen Familienmitglieder bewegen. Fazit: Eine packende Familiengeschichte erzählt in einer bildhaften und einfühlsamen Sprache. Sehr empfehlenswert!

Unangenehmer Beigeschmack
von einer Kundin/einem Kunden aus Radeburg am 07.12.2016

Die Familiengeschichte wird aus der Perspektive einzelner Familienangehöriger erzählt. Bei jedem wechselt dabei der Stil, vom Ich-Erzähler über den Fremderzähler bis zu einer Art Brief aus der Zukunft. Diesen Aufbau fand ich gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht. Ganz schrecklich fand ich hingegen, dass ich den Eindruck hatte, die Personen haben... Die Familiengeschichte wird aus der Perspektive einzelner Familienangehöriger erzählt. Bei jedem wechselt dabei der Stil, vom Ich-Erzähler über den Fremderzähler bis zu einer Art Brief aus der Zukunft. Diesen Aufbau fand ich gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht. Ganz schrecklich fand ich hingegen, dass ich den Eindruck hatte, die Personen haben von Mal zu Mal eine größere Macke, sind psychisch gestört oder unsympathisch. Mit etwas Abstand betrachtet, haben mir eigentlich nur die beiden Teile zu Beginn gefallen, in denen das Schicksal der Großmutter Lola als Kind und im zweiten Weltkrieg beschrieben werden. Im ersten Teil fand ich den hintergründigen Humor, der zuweilen aufblitzte, vergnüglich. Im zweiten Teil war die Beschreibung der Flucht hin und zurück quer durch Deutschland außerordentlich beeindruckend. Ansonsten habe ich mich durch das Buch gequält und fand das, was mir an der Leseprobe gefallen hat, leider wirklich nur am Anfang

Eine Familie im Lauf der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 11.11.2016

1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des... 1914 erwirbt die Familie Salz das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Mit diesem Gebäude verbindet die Familie lange eine ganz besondere Geschichte – auch wenn Lola, die Tochter des Herrn Salz, es lange nicht betreten wird, nachdem dieser sie in ein Erziehungsheim steckte. Das Hotel hält den Wirren des Krieges stand, um später von den Machthabern der DDR betrieben zu werden. Auch die Familie Salz wird vom Krieg durcheinandergewirbelt, Lola muss mit ihren beiden Kindern flüchten, später beschreibt ihre Tochter Aveline das Leben in den Sechziger Jahren. Nach der Wende bemüht sich Kurt Salz darum, das Hotel in den Familienbesitz zurückzuholen. Seine Tochter Emma sucht nach ihrem Schatten und nach der Wahrheit. Christopher Koelble entwirft einen Roman um eine Familie und begleitet sie während mehrerer Generationen. Dabei lässt er über die Jahrzehnte immer wieder neue Familienmitglieder erzählen, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Familiengeschichte erhält. Geschickt verwebt er dabei die Erlebnisse der Familie mit dem geschichtlichen Hintergrund. Wenn auch in der Familie selbst manches Geheimnis dabei verloren geht, der Leser kennt es weiterhin. Damit ist dem Autor eine besondere Familiengeschichte gelungen. Die Familienmitglieder werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt, so wie es sie nun mal in jeder Familie gibt. Der Leser bleibt zum Schluss etwas nachdenklich, denn das Buch wirft die Frage auf, was wir unseren Nachkommen vererben und ob das, was wir uns für sie wünschen, auch so ankommt. Das aber muss jeder für sich selbst herausfinden. Mich hat die Geschichte trefflich unterhalten, es ist ein gelungener Querschnitt einer Familie im Verlauf des letzten Jahrhunderts bis weit in die Zukunft voraus.