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Die Vegetarierin

Roman. Ausgezeichnet mit dem Man Booker International Prize 2016

(27)
Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.
»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.
Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 190
Erscheinungsdatum 15.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03653-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 222/134/22 mm
Gewicht 313
Originaltitel The Vegetarian
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 38.340
Buch (gebundene Ausgabe)
18,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Prall und exotisch“

Sieglinde Stanek, Thalia-Buchhandlung Erlangen


Ein pralles Buch voller Exotik, ein Spiel mit künstlerischen und tiefenpsychologischen Motiven wie Fleisch, Blut, Farben, Blumen..
Durch die drei unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen die Geschichte erzählt wird , erhält man auch einen interessanten Einblick in den Alltag und in die Kultur Südkoreas…

Ein pralles Buch voller Exotik, ein Spiel mit künstlerischen und tiefenpsychologischen Motiven wie Fleisch, Blut, Farben, Blumen..
Durch die drei unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen die Geschichte erzählt wird , erhält man auch einen interessanten Einblick in den Alltag und in die Kultur Südkoreas…

„Sehr beeindruckend !“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

„Die Vegetarierin“ ist ein Buch, wie Sie es schon lange nicht mehr gelesen haben !
Seine Autorin Han Kang ist Südkoreanerin und hat in ihrem Land schon einige Literaturpreise errungen, nun bekam ihr Debütroman nach seiner Übersetzung 2016 auch noch den britischen Man- Booker-Preis.
Der schmale Roman schildert aus drei verschiedenen
„Die Vegetarierin“ ist ein Buch, wie Sie es schon lange nicht mehr gelesen haben !
Seine Autorin Han Kang ist Südkoreanerin und hat in ihrem Land schon einige Literaturpreise errungen, nun bekam ihr Debütroman nach seiner Übersetzung 2016 auch noch den britischen Man- Booker-Preis.
Der schmale Roman schildert aus drei verschiedenen Blickwinkeln den Werdegang einer jungen Frau namens Yong-Hye, zuerst angepasst,klaglos verheiratet und komplett unauffällig.Bis sie eines Nachts einen wiederkehrenden,verstörenden Traum hat und sich ab dato weigert, Fleisch in irgendeiner Form zu sich zu nehmen bzw. in ihrem Haushalt zu verwenden.
Ihr (absolut überforderter) Ehemann, ihr Schwager,ein „blockierter“ Video-Künstler und seine Frau, Yong-Hyes ältere Schwester erzählen aus ihrer Sicht die Geschichte der Vegetarierin,die beginnt sich zu verändern und immer weniger Essen zu sich nimmt.
Eine Geschichte ,die berührt,verstört und einen ganz anderen „Klang“ hat, als wir es aus unserem europäischen Verständnis heraus so kennen….
Mich hat es beeindruckt und sehr betroffen zurückgelassen – SIE sollten es unbedingt lesen !!!

„Unglaublich!“

Ramona Helmrich, Thalia-Buchhandlung Worms

Selten habe ich drei Erzählungen gelesen, die mich noch nach der Lektüre des Buches nachhaltig prägten. Die Geschichten sind miteinander verwoben, werden jedoch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man merkt dem Text sofort an, dass es kein klassisch "westlicher" Text ist, sondern der Erzählstil kulturelle Unterschiede aufweist. Selten habe ich drei Erzählungen gelesen, die mich noch nach der Lektüre des Buches nachhaltig prägten. Die Geschichten sind miteinander verwoben, werden jedoch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man merkt dem Text sofort an, dass es kein klassisch "westlicher" Text ist, sondern der Erzählstil kulturelle Unterschiede aufweist. Fans von Murakami werden dieses Buch lieben, da auch in "die Vegetarierin" schon leicht kafkaeske Elemente aufzufinden sind.
Dieses Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen und jede Seite genossen.
PS: Als ein großer Fan des asiatischen Filmlabels Ghibli, habe ich mich sehr über eine Anspielung des Film "Prinzessin Mononoke" gefreut.

Ein Buch für Murakami Leser, Absurditäten Liebhaber und Schätzer guter Literatur.

„Der Durchschnitt wird zu etwas Besonderem“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Den Ausführungen ihres Mannes zur Folge ist Yeong-Hye an Durchschnittlichkeit kaum zu überbieten und genau deswegen hat er sie ausgesucht. Sie ist nicht besonders hübsch, nicht besonders klug, aber eine gute und gehorsame Hausfrau. Mehr will ihr Ehemann nicht und aus diesem Grund muss auch er sich nicht anstrengen. Doch dann entscheidet Den Ausführungen ihres Mannes zur Folge ist Yeong-Hye an Durchschnittlichkeit kaum zu überbieten und genau deswegen hat er sie ausgesucht. Sie ist nicht besonders hübsch, nicht besonders klug, aber eine gute und gehorsame Hausfrau. Mehr will ihr Ehemann nicht und aus diesem Grund muss auch er sich nicht anstrengen. Doch dann entscheidet sich Yeong-Hye dazu künftig auf Fleisch zu verzichten...

Der Autorin Han Kang ist es auf diesen wenigen Seiten gelungen einen erstaunlich tiefgründigen Roman zu verfassen, der einen noch lange über das Lesen hinaus beschäftigt. Die Protagonistin selbst kommt eigentlich nie zu Wort. In den drei Teilen des Buches wird sie zuerst aus der Sicht ihres Mannes beschrieben, anschließend von ihrem Schwager und zu guter Letzt von ihrer Schwester. Es entsteht eine sehr detaillierte Beschreibung, die allerdings eines sehr deutlich zeigt: Niemand kennt den anderen wirklich und weiß was dieser denkt. Ein wirklich unfassbar fesselnder Roman, der sich weit weg der Mainstream-Literatur bewegt und mit seiner ganz besonderen Art, den Leser unweigerlich tiefer und tiefer in sich hinein zieht. So entsteht ein Werk von psychologischer Tiefe, in der nichts so ist, wie es zu sein scheint und alles letztendlich eine ganz andere Bedeutung hat, als vorerst angenommen. Es ist eine Geschichte über Macht und Obsession, Scham und Begierde, Liebe und Leidenschaft, aber eben auch ein Roman darüber, dass es eigentlich unmöglich ist, den anderen wirklich zu verstehen und zu begreifen!

„Gewinnerin des Man Booker International Prize 2016“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Verstörend, skurril, traurig, sinnlich, prickelnd... das sind nur einige der Adjektive mit denen man "Die Vegetarierin" beschreiben kann. Für mich ein absolut einzigartiges Leseerlebnis! Verstörend, skurril, traurig, sinnlich, prickelnd... das sind nur einige der Adjektive mit denen man "Die Vegetarierin" beschreiben kann. Für mich ein absolut einzigartiges Leseerlebnis!

„Ein Buch voller Abgründe, provokativ und verstörend“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Eine Frau in einer koreanischen Mittelstandsehe hört von heute auf morgen auf, Fleisch zu essen. Warum sie das tut, sagt sie nicht. Sie leidet an einer psychischen Störung. Ihre Familie reagiert verunsichert, zum Teil aggressiv. Südkorea ist Fleischland, und patriarchalisch! Mit der Zeit fragt man sich, wer hier wirklich gestört ist: Eine Frau in einer koreanischen Mittelstandsehe hört von heute auf morgen auf, Fleisch zu essen. Warum sie das tut, sagt sie nicht. Sie leidet an einer psychischen Störung. Ihre Familie reagiert verunsichert, zum Teil aggressiv. Südkorea ist Fleischland, und patriarchalisch! Mit der Zeit fragt man sich, wer hier wirklich gestört ist: Die Vegetarierin oder die sie umgebende Familie. Ein Buch voller Abgründe und mit der ungestellten Frage, ob wir diese Abgründe nicht selbst mit unserer scheinbaren Normalität evozieren.

„Ich hatte einen Traum“

Jasmin Frese, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

... und dieser Traum ändert das Leben einer durchschnittlichen Frau und ihrer Familie komplett. Ein skurriles, seltsam verstörendes Buch für diejenigen, die es gerne außergewöhnlich mögen. ... und dieser Traum ändert das Leben einer durchschnittlichen Frau und ihrer Familie komplett. Ein skurriles, seltsam verstörendes Buch für diejenigen, die es gerne außergewöhnlich mögen.

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Ein extreme Geschichte über die Wandlung einer Frau und die Reaktionen ihrer Umwelt. Hart und absolut fesselnd. Ein extreme Geschichte über die Wandlung einer Frau und die Reaktionen ihrer Umwelt. Hart und absolut fesselnd.

Marta Magdalena Urban, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Provokant und sonderbar.
Ein Traum der Alles verändert und eine Welle aus unglaublichen Ereignissen mit sich bringt.
Schwere Kost die sich alledings wirklich lohnt.
Provokant und sonderbar.
Ein Traum der Alles verändert und eine Welle aus unglaublichen Ereignissen mit sich bringt.
Schwere Kost die sich alledings wirklich lohnt.

Judith Fekete, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Die tolle spirituelle, psychodelische Reise einer Frau, die nicht weiß in welche Welt sie gehören möchte! Mal was ganz anderes, aber absolut lesenswert! Die tolle spirituelle, psychodelische Reise einer Frau, die nicht weiß in welche Welt sie gehören möchte! Mal was ganz anderes, aber absolut lesenswert!

Maria Ring, Thalia-Buchhandlung Trier

Eine ungewöhnliche Geschichte über Scham, Begierde und Zwänge in einem von strengen Konventionen und Normen geprägten Leben. Schwer zu fassen aber doch ergreifend. Eine ungewöhnliche Geschichte über Scham, Begierde und Zwänge in einem von strengen Konventionen und Normen geprägten Leben. Schwer zu fassen aber doch ergreifend.

Saskia Hoppe, Thalia-Buchhandlung Emden

Anfangs hat mich das Buch mit seinem einzigartigen Schreibstil sehr fasziniert. Nach der Hälfte wurde es dann aber langweilig und der anfängliche Wow-Effekt war nicht mehr da. Anfangs hat mich das Buch mit seinem einzigartigen Schreibstil sehr fasziniert. Nach der Hälfte wurde es dann aber langweilig und der anfängliche Wow-Effekt war nicht mehr da.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
11
9
4
2
1

Ein außergewöhnliches Werk!
von Sabine Mach aus München am 06.10.2016

Yong-Hye hat einen Traum. Dieser bewirkt, dass sie von einem Tag auf den anderen beschließt, ab sofort keine tierischen Produkte mehr zu essen. In einem Land wie Korea, dessen Esskultur sehr stark auf Fleisch und tierische Produkte basiert, ist das ein schwieriges Unterfangen. Die ganze Familie ist entsetzt und... Yong-Hye hat einen Traum. Dieser bewirkt, dass sie von einem Tag auf den anderen beschließt, ab sofort keine tierischen Produkte mehr zu essen. In einem Land wie Korea, dessen Esskultur sehr stark auf Fleisch und tierische Produkte basiert, ist das ein schwieriges Unterfangen. Die ganze Familie ist entsetzt und versucht mit allen Mitteln sie wieder auf den "rechten Weg" zu bringen, allen voran der Ehemann, der eine ganz normale, angepasste, unscheinbare Frau geheiratet hat und nun die Welt nicht mehr versteht. Die zwar kurze, aber dennoch ausdrucksstarke Geschichte dieser Rebellion gegen das Angepasste und die strengen Dogmen der koreanischen Kultur wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zuerst kommt der Ehemann zu Wort, der dem Ganzen sehr unverständlich gegenübersteht und seine heile Welt bedroht sieht. Er versucht mit Hilfe der Familie, Yong-Hye dazu zu bringen, wieder "normal" zu werden. Als zweiter Erzähler fungiert der Schwager, ein Künstler, der sich hauptsächlich seine erotischen Phantasien erfüllen möchte und die Protagonistin als Kunstobjekt missbraucht. Im dritten Erzählstrang berichtet die Schwester, die sich als einzige der Familie noch um Yong-Hye kümmert, nachdem diese in der Psychiatrie gelandet ist. Das Buch ist verstörend und faszinierend zugleich. Der Leser wird in einen tiefen Strudel gezogen und kommt nicht mehr davon los. Selten hat mich ein Roman so sehr berührt und verstört zurückgelassen. Die Geschichte ist in einer wunderbaren, poetischen Sprache verfasst, die die Brutalität und Gewalt noch stärker hervortreten lässt, vor allem der Zerfall der Protagonistin ist so beklemmend detailliert und realistisch beschrieben, dass man ihr Bild richtig vor Augen hat. Die Autorin zeigt uns, wie gesellschaftliche Konventionen und die Kultur eines Landes einen Menschen zerstören können. Für mich ist das Buch eine große Entdeckung und ein Plädoyer an uns Menschen, mehr Toleranz zu zeigen. Auch die Übersetzung ist meiner Meinung nach mehr als gelungen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Noch 5 Sterne für ein Buch, das mich von Anfang bis Ende regelrecht in seinen Bann gezogen hat
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 01.09.2016

„Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch“, damit wird „Die Vegetarierin“ beworben und ganz genau so habe ich dieses Buch empfunden. Selten ist es mir so schwer meinen Leseeindruck in Worte zu fassen. Es beginnt damit, dass ein Ehemann seine Frau beschreibt, von der er sich weder angezogen, noch abgestoßen fühlte, und... „Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch“, damit wird „Die Vegetarierin“ beworben und ganz genau so habe ich dieses Buch empfunden. Selten ist es mir so schwer meinen Leseeindruck in Worte zu fassen. Es beginnt damit, dass ein Ehemann seine Frau beschreibt, von der er sich weder angezogen, noch abgestoßen fühlte, und deshalb keinen Grund sah, sie nicht zu heiraten. Sie war die ideale, zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Ehefrau, die über seine Unzulänglichkeiten hinwegsah und für die man sich nicht bemühen musste. Allerdings nur bis zu dem Tag an dem sie morgens nach einem Traum alle tierischen Produkte in der Wohnung entsorgt und beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die Yeong-Hyes Entwicklung jeweils aus einer anderen Perspektive erzählen. Im ersten Teil kommt der Ehemann zu Wort. Seine abschätzige Betrachtungsweise hat mir teilweise wirklich die Luft zum Atmen genommen. Von Liebe zu seiner Ehefrau ist nichts zu spüren und dies steigert sich noch in eine Art Abscheu, nachdem seine Schimpftriaden keinen Erfolg zeigen. Er versucht Yeong-Hyes Familie zu mobilisieren. Hier war ich bei manchen Szenen regelrecht geschockt darüber, wie viel Brutalität in einer Familie herrschen kann, ganz besonders beim Familienvater. Auch wenn dies ein stückweit vielleicht auch an den strengen soziale Normen, die in Südkorea herrschen, liegen mag, wo auch der Vegetarismus als anarchistisch und rebellisch gilt, hat mich das mehr als sprachlos gemacht. Zwischendurch sind düstere, brutale und teils auch eklige Traumsequenzen und Erinnerungen aus der Sicht Yeong-Hyes eingestreut, die so brutal sie sein mögen, regelrecht zu fesseln vermögen. Der zweite Teil wird aus der Perspektive des Schwagers von Yeong-Hye erzählt. Dieser Teil hat mir am wenigsten gut gefallen, da er relativ sexlastig ist, was nicht so mein Ding ist. Aber während ich andere Bücher zur Seite legen würde, wäre das bei diesem Buch nie eine Option gewesen. Die Besessenheit des Schwagers von Yeong-Hye, die sich aus einem Hirngespinst um ihren Mongolenfleck entwickelt, hat mich selbst diese Seiten gebannt lesen lassen. Im dritten Teil berichtet die Autorin aus Sicht der vier Jahre älteren Schwester Kim-In-Hye. Trotz der Besessenheit ihres Ehemannes und dem damit einhergehenden Ehebruch, ist sie die letzte Familienangehörige, die nicht mit ihr bricht. Von Sorge und Schuldgefühlen getrieben berichtet sie vom letzten Aufenthalt ihrer Schwester in der Psychiatrie, in der die Essensverweigerung und auch der Wunsch, einem mit der Erde verschmolzenen Baum zu werden, ins Unermessliche steigert. Das ist ein grober Überblick über den Inhalt, aber in diesem Roman schwingt so viel mehr mit, dass dieser ihm in keiner Weise gerecht wird. Es ist eine Geschichte der Rebellion, der Verweigerung und zwar nicht nur von tierischen Produkten. In einer Gesellschaft wie Korea, hat jeder einzelne wie ein Rädchen im Getriebe zu funktionieren. Eine Ehefrau hat ihrem Ehemann das Leben bequem zu machen, dem Vater wird Respekt gezollt und Widerworte haben keinen Platz. Wo kann man ansetzten, um diese Regeln einzuhalten und trotzdem Widerstand zu leisten, eigentlich doch nur an sich selbst. Essensverweigerung bis ins Extreme oder auch Zurschaustellung der weiblichen Brust als einziger Weg sich bemerkbar zu machen, um sich von anderen abzugrenzen? Ich weiß es nicht, es könnte genauso gut ein Kindheitstrauma sein, bei dem gewalttätigen Vater, oder auch ein Ausbruchsversuch aus einer völlig gefühlskalten Ehe. Hier gibt es in diesem Buch keine Antwort, die muss sich jeder Leser selbst suchen, wenn er eine für sich braucht. Drastisch ist, egal warum, auf jeden Fall die Schilderung ihres Weges, der bis zur völligen Selbstauflösung führt. Das kann niemanden kalt lassen. Der Schreibstil ist einfach und locker, leicht zu lesen. Man kann regelrecht durch die Seiten fliegen. Hier wird klar, nüchtern und ohne große Emotionen erzählt, allerdings derart eindringlich, dass dies bei mir als Leser eine Vielzahl an Emotionen ausgelöst hat. Ich war schockiert, sprachlos und verwirrt. Einzelne Szenen haben mich regelrecht abgestoßen, einiges konnte ich nicht nachvollziehen, vieles dafür umso besser verstehen. Das Buch hat bei mir eine Achterbahnfahrt der Gefühle ausgelöst und wird auch sicher noch eine Weile nachklingen. Wenn ich behaupten würde, mir hat jede Seite, jedes Wort in diesem Buch gefallen, das wäre gelogen. Vor allem mit den sexuellen Begierden im zweiten Teil war ich nicht ganz so glücklich, aber ich war von der ersten Seite bis zur letzten Seite derart gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen hätte wollen. 4,5 Sterne, die ich auf 5 aufrunde, weil es mich derart in seinen Bann gezogen hat.

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Der Blick in eine kranke Seele - verstörend, abgründig und düster, aber gleichzeitig übt es doch einen merkwürdigen Sog auf einen aus.
von Ambermoon aus Wien am 28.04.2017

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah... »Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.« Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet....(Klappentext) -------------------------------- Der Titel des Buches ist nicht ganz korrekt und sollte eigentlich "Die Veganerin" heißen, denn Yong-Hye beschließt von einem Tag auf den anderen keinerlei tierischen Produkte mehr zu essen. Der Grund - sie hatte einen Traum. Im ersten Teil wird dies aus der Sicht ihres Mannes erzählt und das auf erschreckende kalte Art und Weise. Im Grunde sorgt er sich nur welche Auswirkungen das Ganze auf ihn hat. Yong-Hye kommt nur selten zu Wort, dafür sind diese, in Kursivschrift gehaltenen Passagen, umso gewaltiger und verstörender. Dadurch wird klar, dass der Schmerz viel tiefer sitzt, bereits in ihrer Kindheit begann zu reifen und sie nun knapp vor dem Abgrund steht. Es ist eine Rebellion ihrerseits gegen die Welt und gegen sich selbst, die sich in einer krankhaften Obsession manifestiert. Der zweite Teil des Buches wird aus der Sicht ihres Schwagers Han-Kang erzählt, einem erfolglosen Videokünstler und ebenfalls Gefangener seiner selbst. Auch er hegt eine geheime Obsession. Er fühlt sich vom Mongolenfleck seiner Schwägerin sexuell angezogen und diese Leidenschaft scheint Überhand zu nehmen und lässt ihn alles andere vergessen, bis er dieser Leidenschaft nachgibt und seine Schwägerin Yong-Hye dadurch in den Abgrund reißt. Der dritte Teil wird aus der Perspektive von In-Hye erzählt, der Schwester von Yong-Hye und Gattin Han-Kang's. Der physiche und psychische Zustand von Yong-Hye hat sich mittlerweile stark verschlechtert und sie wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. In-Hye steht weiterhin zu ihr, besucht sie regelmässig und versucht ihr Bestes ihre Schwester in die reale Welt zurückzuholen. Der Leidensweg ihrer Schwester lässt In-Hye über ihr eigenes Leben nachdenken, sowie über ihren eigenen Wunsch vor Allem flüchten zu wollen. Auch hier wird klar, dass sie eine Gefangene ihrer selbst ist. Dieses Buch ist keineswegs leicht zu lesen, behandelt es doch Themen wie Magersucht, krankhafte Obsessionen, welche Auswirkungen diese auf die Mitmenschen haben und zwar mit all den Gefühlen wie Schuld und Ohnmacht. Es erzählt wie einem Gefühle in den Abgrund reißen können und sich in verstörenden Handlungen äußern, welche nur für den Betroffenen selbst als logisch erscheinen, sowie vom Wunsch verschwinden, bzw. etwas anderes sein zu wollen. Die Autorin bedient sich hierbei einer flüssigen, aber sehr ungeschönten Sprache und lässt den Leser direkt in die Abgründe einer kranken Seele blicken. Dies ist mitunter verstörend, provozierend und vor allem heftig. Ebenso wird die Hilflosigkeit von Betroffenen, sei es von den Erkankten selbst, als auch die der Außenstehenden, thematisiert. Obwohl dieses Buch auch Einblicke in die koreanische Lebensweise gibt, könnte diese Geschichte ebenso in Europa angesiedelt sein. Betrachte man nur die vielen Patienten/Innen auf Psychosomatischen Krankenstationen. Fazit: Obwohl dieses Buch teilweise verstörend, provozierend und abgründig ist, übte es doch einen merkwürdigen Sog auf mich aus (oder etwa gerade deshalb?). Man blickt hier hinter die Fassade einer kranken Seele und das auf eine sehr heftige und ungeschönte Weise. Das Buch ist zwar aus literarischer Sicht vielleicht nicht ungewöhnlich, aber vom psychologischem Standpunkt aus betrachtet einfach top.

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