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Diese gottverdammten Träume

Roman

(6)
Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitness-studiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist
geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat. Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In ›Diese gottverdammten Träume‹ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt.

»Nicht ein falscher Ton ... Russo besitzt eine unglaubliche Fähigkeit, das Besondere an
einer Figur und einer Szene herauszuarbeiten.« NEWSDAY

»Russo ist einer unserer besten Romanciers. « THE NEW YORK TIMES BOOK REVIEW

»Russo ist ein meisterhafter Autor. Seine tiefe Weisheit zeigt sich in der Fehlbarkeit, dem Anstand, dem Humor und der Anmut seiner Figuren, die in ihrer Authentizität unwiderstehlich sind.« THE BOSTON GLOBE
Rezension
»Russos Roman ist wie eine Vorstudie zu dem, was gerade in den USA geschehen ist. Das bildkräftige, wuchtig und doch elegant erzählte Meisterwerk bringt uns diese Welt der Unzufriedenen und Gestrandeten auf eine Weise nahe, dass wir sie verstehen und mögen.«
Elke Heidenreich, LITERATUR SPIEGEL

»Ein solches Buch hat den Pulitzer Preis wahrlich verdient«
Oliver Jungen, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Ein fein ironisch gearbeitetes, gut lesbar übersetztes, klassisch-realistisches Epos.«
Hans-Peter Kunisch, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Ein umwerfender Roman«
Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE

»Es ist ein Genuss zu verfolgen, wie bewusst Russo jeden Stein seines Romangebäudes setzt.«
Rainer Moritz, LITERARISCHE WELT

»Nach 15 Jahren sind sie aufgewacht und haben [›Diese gottverdammten Träume‹] endlich in Deutschland rausgebracht und machen mich glücklich damit.«
Elke Heidenreich, SRF KULTUR

»Die Qualität des Romans liegt in einer differenzierten Figurenzeichnung und im spöttischen Witz.«
Bernadette Conrad, SRF 2 KULTUR

»An Beschreibungsfülle, Detailfreude und psychologischer Einfühlung reicht Russo an den großen John Updike heran.«
Martin Ebel, TAGES-ANZEIGER

»Ein Meisterwerk, wie man es nicht alle Tage lesen darf.«
Rainer Moritz, CHRISMON

»Da kniet man nieder. Sagenhaft!«
Nicola Steiner, SRF KULTUR

»Grandioser Roman«
Roana Brogsitter, BAYERISCHER RUNDFUNK B5 AKTUELL

»[Russos Roman hat etwas] von einem großen Chor der Vergeblichkeit […]: jedem Einzelnen von ihnen hört man wie mit angehaltenem Atem zu.«
Peter Henning, AARGAUER ZEITUNG/ NORDWESTSCHWEIZ

»Ein beindruckender Roman, der mit herzerfrischendem Sarkasmus wunderbar unterhält und zugleich tief nachdenklich stimmt.«
Welf Grombacher, SAARBRÜCKER ZEITUNG

»Exzellent übersetzt. Lesestoff mit hohem Suchtfaktor.«
Werner Krause, KLEINE ZEITUNG

»Was für ein grandioses Werk! […] Bewegendes Zeit- und Sittengemälde, das seinen Protagonisten und Lesern Respekt entgegenbringt.«
BÜCHERMAGAZIN

»Große Literatur braucht keine große Story, aber Erzähler wie den Amerikaner Richard Russo.«
Stefan Wirsching, AUGSBURGER ALLGEMEINE

»Mit seinem großen Roman ›Diese gottverdammten Träume‹ hat der US-Amerikaner Richard Russo ein unaufdringliches Meisterwerk geschaffen.«
Andreas Frane, NÜRNBERGER ZEITUNG
Portrait
RICHARD RUSSO, geboren 1949 in Johnstown, New York, studierte Philosophie und Creative Writing und lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Für ›Diese gottverdammten Träume‹ (DuMont 2016) erhielt er 2002 den Pulitzer-Preis. Bei DuMont erschien außerdem 2010 der Roman ›Diese alte Sehnsucht‹. In seinem neuen Roman ›Ein Mann der Tat‹, der parallel im Hardcover erscheint, kehrt der Autor zurück in die Stadt und zu den Helden von ›Ein grundzufriedener Mann‹. Russo lebt mit seiner Familie in Boston und an der Küste Maines.
Monika Köpfer war Lektorin bei zwei Münchener Publikumsverlagen und ist heute freie Lektorin und Übersetzerin. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. Naomi J. Williams, Richard C. Morais, Milena Agus, Fabio Strassi, Theresa Révay, Richard Russo und J. L. Carr.
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Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 752
Erscheinungsdatum 29.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9824-4
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 213/116/53 mm
Gewicht 953
Originaltitel Empire Falls
Auflage 4. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
24,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Fesselnd und verdammt gut geschrieben
von Vanessas Bücherecke am 15.06.2016

Klappentext: Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitness-studiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt,... Klappentext: Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitness-studiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat. Seine Verpflichtungen fesseln ihn an die Stadt, und erst als die äußeren Umstände ihn dazu zwingen, gelingt es ihm, Empire Falls zu verlassen. Er flieht mit seiner Tochter an den gemeinsamen Sehnsuchtsort Martha’s Vineyard. Seit Jahren spielt er mit dem Gedanken, sich hier niederzulassen. In ›Diese gottverdammten Träume‹ erzählt Richard Russo mit viel Wärme und Humor die Geschichte eines Mannes, der nicht der geworden ist, der er sein wollte, und zeigt das Leben in der Kleinstadt mit all seinen Absonderlichkeiten: ein Roman mit viel Gefühl für die Tragik, die im Alltäglichen liegt. Meinung: Die Glanzzeiten der Stadt Empire Falls in Maine sind vorbei. Die großen Fabriken sind geschlossen und viele Menschen leben nahe am Existenzminimum. Auch Miles, der das örtliche Diner führt, kommt mehr schlecht als recht über die Runden. Gerne würde er einige Dinge im Diner verändern, leider liegt die Entscheidung nicht bei ihm, sondern bei der Besitzerin Mrs Whiting, der geschätzt die halbe Stadt gehört. Und da Mrs Whiting ein Gespür dafür hat, die Menschen an sich zu binden, sitzt die Stadt in einer Schleife aus Gefälligkeiten und Abhängigkeiten fest. Doch etwas ist im Umbruch und Miles merkt, dass es Zeit wird, etwas zu tun. Wenn schon nicht für sich, dann wenigstens für seine Tocher Trick. Richard Russos Charaktere sind wahnsinnig vielschichtig und komplex. Man findet unheimlich viel von einen selber in den Figuren im Buch und kann sich in diese entsprechend gut hineinversetzten. Natürlich steht in diesem Roman Miles im Vordergrund, der es trotz seiner Ambitionen nie geschafft hat die Kleinstadt zu verlassen. Gutmütig und nachgiebig wie er ist, lässt er sich von einer Verpflichtung in die Nächste an die Stadt binden. Aber auch die anderen Protagonisten stecken mit ihren Träumen und Sehnsüchten hier fest. Es ist richtig spannend zu lesen, wie toll strukturiert und skizziert Richard Russos Figuren sind. Dadurch wirken sie sehr plastisch und real. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, der Blickwinkel wechselt dabei zwischen verschiedenen Charakteren. Die Kapitel sind zwar meist recht lang, dank des spannenden Erzählstils aber sehr kurzweilig. Die Dialoge im wirken wie aus dem Leben gegriffen. Hier hat die Übersetzerin Monika Köpfer hervorragende Arbeit geleistet. Diese gottverdammten Träume ist ein wahrhaft gut gewählter Buchtitel, denn die Charaktere in ihrem Roman müssen sich mit ihren Träumen und Wünschen auseinandersetzen. Es wird über die eigenen Träume nachgedacht, geprüft inwieweit man seine Ziele erreicht hat und ob sich die letztendliche Erfüllung der Träume als wirklich so optimal entwickelt hat, wie man es sich gewünscht hat. Erzählerisch legt Russo hier den Fokus auf die kleinen Dinge im Alltag seiner Protagonisten. Große Ereignisse, die den Handlungsverlauf entscheidend beeinflussen, fließen hier eher nebenher ein. Damit sorgt der Autor für viel Spannung im Roman, denn man erfährt nur nach und nach, was genau passiert ist. Dieser Stil sorgt natürlich auch dafür, dass man als Leser viel miträtselt und sich stark mit dem Roman beschäftigt. So manche meiner Vermutungen, die ich während des Lesens gezogen habe, konnten sich bestätigen, aber an anderen Stellen konnte der Roman mich wirklich überraschen, bewegen und schockieren. Vielen Dank an den DuMont Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Diese gottverdammten Träume ist so nah am Leben, wundervoll erzählt und mit einer regelrechten Sogwirkung versehen, dass ich das Buch in kürzester Zeit lesen musste. Da die Inhaltsangabe glücklicherweise nicht zu viel vom Inhalt verrät, hat dieser Roman einen richtigen Überraschungsmoment für mich bereitgehalten und sehr bewegt. Ein großartiges Buch! Unbedingt lesen und nicht in die Inhaltsangaben spicken ;) Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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1 0
Empire Falls
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2017

Empire Falls, einst eine wohlhabend Kleinstadt in Maine, die durch seine Textilindustrie florierte. Doch die Fabriken schlossen bereits vor Jahrzehnten ihre Tore und liegen damit ebenso brach wie die Träume der BewohnerInnen der Stadt. Sommer für Sommer warten sie nun sehnsüchtig darauf, dass eine ominöse Limousine vorfährt, um Käufer... Empire Falls, einst eine wohlhabend Kleinstadt in Maine, die durch seine Textilindustrie florierte. Doch die Fabriken schlossen bereits vor Jahrzehnten ihre Tore und liegen damit ebenso brach wie die Träume der BewohnerInnen der Stadt. Sommer für Sommer warten sie nun sehnsüchtig darauf, dass eine ominöse Limousine vorfährt, um Käufer der Fabriken auszuspucken die damit das Leben und Hoffnungen von Empire Falls wieder ins Rollen bringen. Richard Russos 2002 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Roman ist inhaltlich wie stilistisch bemerkenswert eines: schlicht. Hier werden keine sprachlichen Experimente vollführt und sich kunstvoll verwebende Handlungsfäden ausgeworfen. Stattdessen präsentiert der Autor hier auf meisterhafte Weise, was geradliniges und fokussiertes Erzählen heißt. Faktisch gibt es in „Diese gottverdammten Träume“ Nebenfiguren, doch wird keine Figur so behandelt, sondern individuell ausgeleuchtet und so ins Licht gerückt, dass nachvollziehbar wird, was die EinwohnerInnen antreibt, belastet und ausmacht. Und dieses engmaschige Netz aus Figuren, Schicksalen und Träumen webt Russo im Verlauf der Handlung immer dichter und fesselt damit auf eine berührende und literarisch außergewöhnliche Art. Über 750 Seiten begleitet man Miles Roby, der das örtliche Diner leitet, sich mit seiner zukünftigen Ex-Frau plötzlich fast besser versteht als je zuvor, seiner erwachsen werdenden Tochter emotional unter die Arme greifen muss, mit seinem ewig zeternden Vater den Kirchturm zu streichen hat, seinem Bruder… - Miles steht mitten im Leben und kämpft mit wie um seine Träume und das was seine verstorbene Mutter als Leben für ihn vorgesehen hatte. Ein großer amerikanischer Roman von einem herausragenden Erzähler, der ohne Effekthascherei und blendendes Beiwerk eine Geschichte über Menschen erzählt und die (Ab)Wege, auf die sie das Leben führt.

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Große amerikanische Literatur, für geduldige Leser
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 08.03.2017

Es ist tatsächlich ein dicker Wälzer, dieses 750 Seitenwerk dass 2002 den Pulitzer Preis gewonnen hat und bei uns erst jetzt erschienen ist. Sprachlich sehr elegant beschreibt der Autor eine ganz typische US-amerikanische Kleinstadt in Maine. Empire Falls ist ein Ort, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Die Holz-... Es ist tatsächlich ein dicker Wälzer, dieses 750 Seitenwerk dass 2002 den Pulitzer Preis gewonnen hat und bei uns erst jetzt erschienen ist. Sprachlich sehr elegant beschreibt der Autor eine ganz typische US-amerikanische Kleinstadt in Maine. Empire Falls ist ein Ort, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Die Holz- und Textilindustrie hat dicht gemacht, viele sind arbeitslos oder schlagen sich mit schlechten Jobs durch. Wir befinden uns im sogenannten Rost Belt, jenem von alten Industrien geprägten Teil der USA, der heute durch Perspektivlosigkeit und Verarmung der Bevölkerung bekannt ist. Hauptfigur ist Miles, ein Mann von Anfang Vierzig, der den örtlichen Empire Grill leitet welcher sich im Besitz von Mrs. Whitting befindet, der Erbin der Fabriken in der Stadt, die alle im Besitz der Whittings waren. Das ist das Haupthema des Romans. Alle Protagonisten sind auf der Suche nach irgendetwas, dass ihrem Leben einen Sinn gibt und das sie ein Ausweg aus der Tristesse ihres Daseins finden lässt. So lässt sich Miles Frau scheiden, um den Besitzer eines Fitnessclubs zu heiraten, weil sie bei ihm endlich sexuelle Erfüllung findet. Miles würde gerne auf die Insel Marthas Vineyard ziehen, weiß aber nicht wie er das finanzieren soll. In einer Buchbesprechung las ich, der Roman sei so etwas wie die Vorstudie zur Wahl von Donald Trump. Da ist etwas dran. So einige der handelnden Personen kann man sich als Trump-Wähler vorstellen in ihrer Sehnsucht, die verlorenen Arbeitsplätze in den Fabriken zurückzubekommen. Die Leute verwechseln die Vergangenheit mit der Zukunft, heißt es an einer Stelle. Der Roman ist ein großes Lesevergnügen, wenn man die Geduld für die teilweise sehr langen Dialoge und einige Längen im Text aufbringt. Vielleicht hätte das Buch etwas komprimiert werden können aber ich finde den Roman dennoch an keiner Stelle langweilig, was sicher auch an Richard Russo liegt, der wirklich sehr gut schreiben kann. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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