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Drei Tage Wut

Roman

(2)

Als die Stadt brannte


Der Zufall bringt sie zusammen: Maggie, Tochter einflussreicher Eltern, die das Leben meist von der sicheren Warte hinter der Kamera betrachtet; Little Pea, Mitglied einer brutalen Londoner Straßengang; und der farbige Tokes, der versucht, sein Leben auf die richtige Spur zu bekommen. Als Little Pea vom Leader seiner Gang drangsaliert wird, beschützt Tokes ihn – und wird selbst zur Zielscheibe. Hilflos muss Maggie mit ansehen, wie Tokes bei den ausbrechenden Straßenkrawallen zum Sündenbock gemacht wird. Doch als nicht nur Fensterscheiben zu Bruch gehen und Läden geplündert werden, kann sie nicht mehr so tun, als wäre sie nur unbeteiligte Zuschauerin …

Rezension
»Catherine Bruton erzählt szenisch dicht und detailreich, Atmosphäre und Ambiente packen, man sieht den möglichen Film schon vor sich.«
Sylvia Schwab, Deutschlandradio Kultur, Studio 9 29.03.2017
Portrait

Catherine Bruton hat Englische Literatur in Oxford studiert. Sie lebte einige Zeit in Namibia und Südafrika, wo sie in Schulen im Busch unterrichtete und mit Straßenkindern arbeitete. Mittlerweile ist sie zurück in England und arbeitet als Schriftstellerin, Journalistin und Lehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land in der Nähe von Bath.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 10.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783423431347
Dateigröße 1031 KB
Übersetzer Bettina Münch
Verkaufsrang 29.786
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Lesenswerter Roman mit einigen Schwächen
von hellomybook am 05.05.2017

Der Klappentext von 'Drei Tage Wut' hat mich sehr angesprochen und ich habe mir hier eine schöne, mitreißende Freundschaftsgeschichte, vom brenzligen Umfeld geprägt. Der Roman konnte seine Versprechen voll einhalten und ist daher lesenswert geworden. Dennoch gab es einige Kritikpunkte, die ich vorzubringen habe, und wie mir das Buch... Der Klappentext von 'Drei Tage Wut' hat mich sehr angesprochen und ich habe mir hier eine schöne, mitreißende Freundschaftsgeschichte, vom brenzligen Umfeld geprägt. Der Roman konnte seine Versprechen voll einhalten und ist daher lesenswert geworden. Dennoch gab es einige Kritikpunkte, die ich vorzubringen habe, und wie mir das Buch letztendlich gefallen hat, seht ihr in der folgenden Rezension. Mit der Protagonistin kam ich zurecht, wobei mich an einigen Stellen die Tatsache, dass die Figur schon vierzehn Jahre alt ist, etwas irritiert hat, weil ich sie von dem Verhalten und der Denkweise eher auf elf bis zwölf geschätzt hätte. Auch verloren die Personen manchmal ihre Glaubwürdigkeit, denn ich als Leser hatte das Gefühl, die Protagonisten könnten die Meinung gegenüber einer anderen Figur nicht preisgeben, was mich hier sehr gestört hat, ich aber nicht näher vertiefen kann, ohne zu sehr zu spoilern. Jedenfalls ließ mich dieser spezielle Punkt doch stark an der Glaubwürdigkeit der Figuren zweifeln. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, die Protagonisten durch dieses Buch zu begleiten. Das Grundkonzept der Geschichte in 'Drei Tage Wut' kannte ich schon aus anderen Büchern, weswegen mir die Grundidee zwar durchweg lesenswert, aber nicht unbedingt originell vorgekommen ist. Auch kommt der Roman leider nicht klischeefrei aus, was mir negativ aufgefallen ist. Mich nervt dieses ewige Gutmensch-Getue, ganz nach der Divise "Ich muss das jetzt machen und es ist mir egal, ob ich lebend dabei wieder rauskomme". Hier fehlt es mir zu viel Tiefgang, als dass ich der Protagonistin dies abkaufen würde, da mir einfach keine Ansatzpunkte gegeben sind, an denen ich diese Meinung nachvollziehen könnte. In dem Kontext des Buches kommt mir auch diese Einstellung und die darauffolgenden Entscheidungen, die sie infolgedessen trifft, größtenteils unlogisch und nicht nachvollziehbar vor. Das Buch ist spannend, aber nicht auf diese 'Thriller-Art', sondern die Autorin schafft es, eine gewisse Grundspannung aufzubauen, die den Leser durch das Buch begleitet. So wird der Roman zwar an keiner Stelle langweilig, ist aber über weite Strecken hinweg sehr vorhersehbar, ohne dabei langweilig zu werden. 'Drei Tage Wut' bietet genau das, was man nach dem Klappentext erwartet. Die Höhepunkte in dem Buch haben mir wirklich gut gefallen, weil sie atmosphärisch dicht geschrieben sind und ich mir bildlich sehr gut das wilde Straßenleben vorstellen kann. Folgenden Punkt habe ich obig kurz angesprochen, finde aber, dass ich ihn kurz vertiefen sollte. Auf dem Buchrücken wird ein 'mitreißender und brandaktueller' Roman angepriesen, wodurch ich in dem Glauben zurückgelassen wurde, es handele sich hier einen zumindest in Ansätzen sozialkritisches Buch. Dieser Punkt, dieses Element wurde meiner Meinung nach nicht stark genug umgesetzt. Es gab einige wenige Szenen, in denen die Autorin sich kritisch äußert, dieser Faktor hätte aber noch viel tiefgründiger besprochen werden müssen und können. Auch wird gesagt, dass Maggie, die Hauptfigur, nicht mehr unbeteiligt daneben stehen kann; so finde ich jedoch, dass die Hauptfigur im Laufe dieses Romans nicht viel Nennenswertes tut, um die brenzlige Situation zu entschärfen. Hier hätte ein wenig mehr Tiefgang und ein größerer sozialkritischer Anteil sicher nicht geschadet. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und lebendig zu lesen, sodass ich mit Freude durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es, dem Leser ein gutes Leseerlebnis zu bieten, bei dem man genau das bekommt, was man erwartet. Fazit: 'Drei Tage Wut' ist ein lesenswerter Roman, bei dem man genau das geliefert bekommt, was man nach dem Klappentext erwartet hat. Ein wenig mehr Tiefgang und mehr sozialkritische Aspekte hätten dem Buch sicherlich gut getan und würde dem Leser bestimmt länger in Erinnerung bleiben. So bleibt 'Drei Tage Wut' für mich bloß ein guter Roman, den man aber schon so ähnlich gelesen hat und der schnell wieder vergessen ist.

...
von Weinlachgummi aus Schwarzwald am 26.02.2017
Bewertet: Taschenbuch

Hier sprach mich vor allem der Klappentext an. Nachdem der Titel meine Aufmerksamkeit bei den Neuerscheinungen auf sich zog. Ich habe mir eine Gesellschaftskreistische Lektüre versprochen, doch dieser Aspekt kam mir etwas zu kurz. Den Titel finde ich sehr aussagekräftig, so prangt er auch dominierend auf dem Cover. Welches ich... Hier sprach mich vor allem der Klappentext an. Nachdem der Titel meine Aufmerksamkeit bei den Neuerscheinungen auf sich zog. Ich habe mir eine Gesellschaftskreistische Lektüre versprochen, doch dieser Aspekt kam mir etwas zu kurz. Den Titel finde ich sehr aussagekräftig, so prangt er auch dominierend auf dem Cover. Welches ich nicht unbedingt schön finde, dafür aber sehr passend. Die beiden Personen schauen genauso aus, wie im Buch beschrieben. Außerdem kommt durch den typischen roten Doppeldecker Bus sofort der Handlungsort raus. Zum Inhalt. Maggie fühlt sich alleine gelesen, der Vater hat die Familie verlassen und die einflussreiche Mutter arbeitet nur. So geht sie auf die Straße und versteckt sich hinter ihrer Kamera. Es ist fast, als wäre sie unsichtbar, wenn sie filmt. Die Geschehnisse dringen nicht richtig zu ihr durch. Deswegen merkt sie auch zunächst nicht, was sie da Film. Als der Anführer der berüchtigten Starfish Gang, den jungen Little Pea bedroht. Den dies und die Tatsache, dass sich ein fremder farbiger Junge in diesen Twist einmischt, könnten ihr zum Verhängnis werden. Den es gibt Dinge, die sollte man nicht filmen. Catherine Bruton schreibt sehr flüssig. Die ganze Handlung ist sehr schnell. Langeweile kommt keine auf, aber mir fehlte dadurch auch manchmal die Tiefe. Das Buch umfasst gerade mal 270 Seiten, da sind große Charakterzeichnungen schwer. Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Maggie. Die Kapitel sind meist eher kurz und tragen die Überschrift als Szene mit dem Handlungsort. Da es um das Filmemachen in dem Buch geht, ein schönes Detail. Durch Szene 1 wissen wir sogleich, dass etwas Schlimmes passieren wird und nicht alle überleben werden. Dies war ein kluger Schachzug, da ich so sehr gespannt war, wenn es treffen wird und was genau passiert. Dies steigerte die Spannung. Zu den Charakteren. Maggie wirkt etwas verloren. Weiß nicht recht etwas mit sich anzufangen. Leider gibt es wenig Hintergrundinfos zu ihrem Charakter, so wirkte sie auf mich sehr eindimensional. Manchmal habe ich mich über ihr Verhalten geärgert, da musste ich mir aber vor Augen führen, dass sie noch sehr jung ist, sodass ihre Beweggründe dann doch verständlich waren. Tokes ist etwas älter und gefestigter. Er weiß genau was richtig und was falsch ist und wie schwer es manchmal ist, das eine mit dem anderen zu vereinbaren. Little Pea ist wuselig, immer in Bewegung und er treibt die Geschichte sehr voran. Sein Charakter war für die Handlung zwar sehr wichtig, aber ich fand ihn sehr anstrengend und nervig. Im Allgemeinen merkt man, dass es ein Jugendbuch ist. Da vieles sehr schnell geht. Die Freundschaft zwischen Tokes und Maggie entwickelte sich für mich viel zu schnell. So war die Handlung zwar dynamisch, aber nicht so tief wie erhofft. Auf den rassistischen Aspekt hätte man gerne noch mehr eingehen können, finde ich. Sowie auch auf das Banden Thema. Da gerade diese beiden das Buch für mich interessant machten. Spannend zu lesen war es definitiv. Besonders gegen Ende, als die Krawalle schlimmer wurden und es blutig wurde. Erschreckend, wie schnell sich ein Ereignis zu so etwas Großen zusammen brauchen kann. Dies hat die Autorin gut eingefangen, diesen Mob und wie er gewütet hat. Beim Lesen habe ich richtig gespürt, wie sich die Atmosphäre zu zog. Fazit: Dynamische und schnelllebige Geschichte, von der ich mir mehr Tiefe versprochen habe. Die Atmosphäre wurde von der Autorin toll eingefangen. Spannend erzähltes Jugendbuch.