Du kommst mir gerade richtig!

Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser

(6)
Bestimmten Leuten kommt man besser gar nicht erst in die Quere – denn denen kommt man gerade richtig!
Spätestens nach der Lektüre dieser „mordsfidelen“ Geschichten ist man gewarnt vor windigen Werbeprofis, nachtragenden Stararchitekten und anderen manipulativen Zeitgenossen. Denn je charmanter desto hinterhältiger, aber – dem Autor sei Dank – immer zum großen Vergnügen für den Leser. Am Ende obsiegt nicht das Gute über das Böse oder umgekehrt, sondern stets die Pointe über die Moral.
Portrait
Bernd Mannhardt wurde 1961 in Berlin geboren und ist ebendort aufgewachsen. Er veröffentlicht neben diversen journalistischen Arbeiten auch Kurzkrimis, vornehmlich als Hörspiele, Anthologien ("Mordskohl", Schardt Verlag) und den Roman "Moabiter Töne". Er ist Mitglied in der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur „Syndikat“
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 140
Erscheinungsdatum Oktober 2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89841-744-0
Verlag Schardt Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/12,8/1,5 cm
Gewicht 167 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
10,00
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Wer andern eine Grube gräbt...
von mabuerele am 23.05.2016

„...Die ureigene Aufgabe von Firewalls besteht darin, überwunden zu werden...“ Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzkrimis. Der Autor hat zehn unterschiedliche Geschichten geschrieben. Dabei ist der Untertitel „Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser“ Programm. Nicht immer geht es um Mord. Aber alle Erzählungen führen zu einem überraschenden Ende. Der Schriftstil... „...Die ureigene Aufgabe von Firewalls besteht darin, überwunden zu werden...“ Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzkrimis. Der Autor hat zehn unterschiedliche Geschichten geschrieben. Dabei ist der Untertitel „Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser“ Programm. Nicht immer geht es um Mord. Aber alle Erzählungen führen zu einem überraschenden Ende. Der Schriftstil der Geschichten reicht von ironisch bis bitterernst. Es dominiert schwarzer Humor. In den Erzählungen nimmt der Autor geschickt die Schwächen der Menschen aufs Korn. Obiges Zitat stammt aus einer meiner Lieblingsgeschichten. Darin geht es um Computerspiele und deren Klientel. In allen Erzählungen wird deutlich, dass der Autor den Umgang mit der Sprache und die gekonnte Wortwahl sehr gut beherrscht und auf verschiedene Art umsetzen kann. Selbst landschaftliche Besonderheiten, so die Maulfaulheit des Nordens, sind zu entdecken. Beim aufmerksamen Lesen fällt manch besonderes Sprachspiel und manche ganz eigene Formulierung auf. Es gibt Geschichten, die spezielle Themen unserer Zeit aufgreifen. So geht es in der ersten Geschichte um Aufnahmen eines Werbespots, in einer weiteren um besondere Reiseangebote. „Hochmut kommt vor den Fall“ oder „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ sind die beiden Sprichwörter, die sich vielen der Episoden zuordnen lassen. Mir haben alle Geschichten gefallen, auch wenn mich einige mehr, andere weniger angesprochen haben. Das aber hat eine Anthologie nun einmal so an sich. Das Cover mit dem Tierkopf hebt sich aus der Masse heraus.

Tot oder nicht- das ist hier die Frage
von einer Kundin/einem Kunden aus wien am 22.05.2016

Es gibt viele Sprichwörter wie ,, Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein´´ oder ,, Wer hoch hinaus möchte, kann auch tief fallen´´. Diese Weisheiten bekommen immer wieder die Protagonisten in dem Roman ,,Du kommst mir gerade richtig´´ von Bernd Mannhardt zu spüren. Damit man weiß, was einem erwarten... Es gibt viele Sprichwörter wie ,, Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein´´ oder ,, Wer hoch hinaus möchte, kann auch tief fallen´´. Diese Weisheiten bekommen immer wieder die Protagonisten in dem Roman ,,Du kommst mir gerade richtig´´ von Bernd Mannhardt zu spüren. Damit man weiß, was einem erwarten könnte, gibt es zu dem Titel noch den Nachsatz-Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser. Wer nun auf nette, kriminalistische Kurzgeschichten hofft, sollte besser die Finger davon lassen. Wer aber ein wenig geistig masochistisch veranlagt ist und makabre Geschichten mit teil skurrilem schwarzen Humor liebt, für denjenigen kommt das Buch gerade richtig. 10 Kurzgeschichten entführen den Leser in alle möglichen und unmöglichen Situationen, die man sich nur vorstellen kann. Denn wer ist so dumm und steigt freiwillig auf die Dachterrasse, weil er aus Spaß droht hinunter zu springen? Man darf sich bei den Geschichten ob der beginnenden Harmlosigkeit nicht täuschen lassen, denn meistens gibt es am Ende jemanden, der den Tag nicht überlebt. Ein eigener, manchmal etwas zynischer Wortwitz, macht den Roman zu einer Lektüre, die man entweder mag oder auch nicht. Manchmal bleibt das Lachen im Hals stecken, weil einem sprichwörtlich die Luft weg bleibt. Aber egal ob blutige Geschichten oder auch nicht. Wenn man boshafte und hinterhältige Geschichten mag, findet man an dem Roman sicher gefallen und man wartet gespannt auf das oft unerwartete Ende.

Bitterböse Shortstories
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 18.05.2016

Mit seinen beiden Moabit-Krimis „Schlussakkord“ und „Keimzeit“ hat sich der Bernd Mannhardt auf die Liste meiner Lieblingsautoren katapultiert. Ich bin eigentlich nicht der Typ für Kurzgeschichten, aber da ich vom Schreibstil des Autors einfach so begeistert bin, musste ich dieses Büchlein unbedingt lesen. Ich konnte schon beim Vorwort richtig schmunzeln,... Mit seinen beiden Moabit-Krimis „Schlussakkord“ und „Keimzeit“ hat sich der Bernd Mannhardt auf die Liste meiner Lieblingsautoren katapultiert. Ich bin eigentlich nicht der Typ für Kurzgeschichten, aber da ich vom Schreibstil des Autors einfach so begeistert bin, musste ich dieses Büchlein unbedingt lesen. Ich konnte schon beim Vorwort richtig schmunzeln, denn ganz klar deutet die Vorsilbe mords- nicht zwangsläufig auch auf Leichen hin, man betrachte nur mal den Begriff Mordsweib. Trotzdem wird hier natürlich unter anderem auch gemordet. Auf übersichtlichen 137 Seiten drängen sich hier zehn Shortstorys, bei denen sarkastische Sprüche, gekonnte Wortspiele und treffende Spitzen nur so sprudeln. Eines meiner Highlights war sicherlich „Alex liest vor“, bei der meine heiß geliebten Ermittler Hajo Freisal und Yasemine Gutzeit ans Werk gehen dürfen um einem Serienmörder gekonnt das Handwerk zu legen. Aber auch „INA“, bei der mit allen Mitteln gegen Borderlinejournalismus angegangen werden muss, weil man ja der Wahrheit verpflichtet ist, „Sensible Geschäfte“, die man besser nicht in Bella Italia abwickeln sollte, und auch „Federhalter“, bei der es um die die Frage festes Gehalt, geheiztes Büro und geregeltes Programm oder lieber Abwechslung und Aufstiegschancen geht, dürfen sich dazu zählen. „Die Performance“ hat mich durch die herrliche Darstellung, Gedanken versus Gesagtem bestens unterhalten. „Hoch hinaus“ hat auf amüsante Art und Weise für Überraschungen gesorgt, auch wenn ich mir das Grande Finale in der Realität überhaupt nicht vorstellen möchte. „Liebes Tagebuch“ macht wenig Sinn, ist aber allerhöchste Schreibkunst und „Nomen est Omen“ lässt den Leser durchaus auch schmunzeln. „ Ich spiele was, was du nicht spielst“, konnte mich nicht so begeistern, was aber nicht an der Story an sich, sondern mehr an meinem Desinteresse an Computerspielen liegt. Die Kurzgeschichten sind alle in einem bissig, scharfzüngig und ironischem Sprachstil verfasst, der meine Art von Humor genau getroffen hat. Auch wenn ich nicht jede Geschichte zu meinen Favoriten zählen kann, hat sich diese Sammlung für quietschvergnügte Leser auf jeden Fall noch 5 Sterne verdient.